Projektteile

 

 
 
Organigramm Deutsch 
 
   
Der Spezialforschungsbereich HiMAT besteht aus insgesamt 14 einzelnen Projektteilen (Project Parts; PPs). Das umfasst fünf archäologische Arbeitsgruppen, fünf naturwissenschaftlich orientierte Arbeitsgruppen, drei Gruppen aus dem Bereich Geschichte und Germanistik sowie ein Koordinationsprojekt.
 
Während die einzelnen PPs innerhalb ihrer jeweiligen Disziplin arbeiten, werden die fachübergreifenden Fragestellungen des SFB HiMAT auf der Ebene der Analoga (oder Key Actions) beantwortet. Dabei können die Analoga interdisziplinär auf Daten, archäologische Funde, Literatur, Fachwissen, Proben und sonstige Ressourcen der einzelnen Projektteile (PPs) zugreifen.
 
1.) Paläoökologisches Analogon
In diesem Analogon werden in erster Linie Fragen zum Einfluss des Bergbaus auf Natur und Umwelt während der verschiedenen Bergbauphasen bearbeitet. Dafür wird auf Überreste von Pflanzen und Tieren zurückgegriffen, die bei den Ausgrabungen der archäologischen PPs zutage gefördert werden oder die aus speziell zu diesem Zweck gesammelten Proben stammen, aber auch auf historische Dokumente, die von den geschichtswissenschaftlichen und germanistischen PPs zur Verfügung gestellt werden.
 
2.) Sozioökonomisches und kulturelles Analogon
Im Rahmen dieses Analogons geht es darum, zu klären, wie sich der Bergbau auf die Wirtschaft und die Kultur im Tiroler Raum ausgewirkt hat. Ebenfalls greift dieses Analogon sowohl auf historische Quellen als auch auf Funde und Daten der archäologischen und naturwissenschaftlichen PPs zurück. Auch mündliche Überlieferungen spielen hier eine große Rolle. Im Speziellen sollen beispielsweise die Fragen beantwortet werden, wie sich heutige Namen oder Bräuche und Traditionen auf den Bergbau zurückführen lassen oder welche Ressourcen den Bergleuten zur Ernährung zur Verfügung standen. Im Focus dieses Analogons steht dabei der Bergbau vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
 
3.) Prähistorisch sozioökonimisches Analogon
Die Fragestellungen dieses Analogons ähneln sehr denen des 2. Analogons, hier wird jedoch im Gegensatz dazu der prähistorische Bergbau von der mittleren Steinzeit an betrachtet. Bereits ab dieser frühen Zeit hatte der Bergbau regional eine besondere Bedeutung, und auch hier gilt es zu klären, mit welchen Techniken und Methoden die Bergleute zu Werke gingen, welche Ressourcen zu deren Ernährung zur Verfügung standen, über welche Wege Erze und Produkte gehandelt wurden usw. Auch dieses Analogon greift dabei auf Informationen aus den geschichtlichen und germanistischen, den archäologischen und den naturwissenschaftlichen PPs zurück.
 
4.) Datenbasis und Geoinformation
Das Analogon Datenbasis und Geoinformation verfügt über keine "eigene" Fragestellung, erfüllt jedoch eine wichtige Funktion für alle anderen Analoga und die einzelnen PPs. Hier werden sämtliche Daten aller PPs von Dokumentenfunden in Archiven über Gesteinsproben aus historischen Minen bis hin zu archäologischen Funden, Proben von Pflanzenmaterial und Knochen in einer Datenbank erfasst, wobei wichtige Parameter wie Fundort, Altersdatierung, usw. vermerkt werden. Mit Hilfe der Datenbank ist nun eine projektteilübergreifende Auswertung aller Funde oder eine gezielte Suche nach bestimmten Daten zu einem bestimmten Fundort oder einer bestimmten Zeit möglich.
Weiterhin werden all diese Daten auch mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems (GIS) verortet.  Damit können alle Daten dann auf Landkarten dargestellt werden. Die Liste der möglichen Anwendungen dabei reicht von der Darstellung der genauen Fundorte einzelner Artefakte innerhalb einer Ausgrabung bis hin zu einer Übersicht über die regionalen Handelswege von Erzen und Kupfererzeugnissen. 
 
Die Abbildung "Struktur des SFB HiMAT" verdeutlicht, welche Analoga spezifisch auf welche Projektteile aufbauen und wie die verschiedenen Disziplinen innerhalb des SFB zusammenarbeiten. Auf der Ebene der Analoga werden die Informationen aus den einzelnen PPs zusammengefügt und eine Synthesebildung findet statt, übergeordnete Synthesen werden auf Ebene der Leiter der Analoga in Absprache mit den Projektleitern und dem Sprecher gebildet. Die Zusammenführung von Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen sorgt auf diese Weise dafür, dass die Antworten, die der SFB liefert, mehr sind als die Summe der Einzelantworten aus den einzelnen Projektteilen.
 
Abseits der Analoga steht noch der Projektteil Koordination. Hier werden alle anfallenden administrativen und organisatorischen Aufgaben erledigt, z.B. Organisation von gemeinsamen Tagungen (Milestone-Meetings), Verwaltung der Homepage, Öffentlichkeitsarbeit, etc. Die einzelnen Projektteile sind jeweils auf einer eigenen Seite genauer beschrieben.
 
 
 

Zu den PPs:

 

PP01:

Koordination

PP02:

Bergbau und Siedlung in Schwaz - Die Entwicklung eines besonderen Umfeldes während des 15. und 16. Jahrhunderts

PP03:

Onomastik im Einflussbereich des Tiroler Bergbaues

PP04:

Kulturelle Tendenzen und Dominanten im modernen Bergbau

PP05:

Urgeschichtlicher Silex- und Bergkristallbergbau in den Alpen

PP06:

Abbau und Handel von Metallen

PP07:

Der Mitterberg - Ostalpine Erzproduktion in großem Maßstab während der Bronzezeit

PP08:

Siedlungsarchäologie und vorgeschichtlicher Bergbau im Montafon, Vorarlberg

PP09:

Archäometallurgische und geochemische Erfassung historischen und prähistorischen Bergbaus

PP10:

Mineralogisch-geochemische Erfassung historischer Bergbauorte

PP11:

Paläoökologie und Subsistenzwirtschaft in Bergbaurevieren

PP12:

Paläoökonomie, Subsistenz und Paläoökologie in Bergbaurevieren: die archäozoologischen Belege

PP13:

Dendrochronologie

PP14:

Vermessung und Geoinformation

 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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