D-A-CH-Projekt:

Forschungsbereich Schwaz-Brixlegg

 

Schwaz-Brixlegg | Mitterberg | Oberhalbstein | Archäometallurgie

Spätbronzezeitliche Kupfererzverhüttung

Archäologische Ausgrabungen in Rotholz


2006 wurde bei Rotholz im Zuge des Forstwegebaus eine Schlackenhalde angeschnitten und von H. Schrattenthaler als urgeschichtlich erkannt.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur prähistorischen Kupferproduktion in den Ostalpen (gefördert vom Wissenschaftsfonds FWF, 2015 - 2018) führte das Institut für Archäologien der Universität Innsbruck großflächige  Ausgrabungen durch (auch im Rahmen einer Lehrveranstaltung im WS 2017/18).
Dabei kamen gut erhaltene Überreste einer spätbronzezeitlichen Verhüttungsanlage zu Tage. Vier in einer Reihe gesetzte Schmelzöfen, mehrphasige Röstbetten, Mauerreste und Gruben belegen eine längere Nutzung des Schmelzplatzes mit „frühindustriellem Charakter“.

Im Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum sind die Reste des gut erhaltenen Schmelzofens sowie ein Ausschnitt aus einem Röstbett mit Originalmaterial rekonstruiert und seit Juni 2018 als Dauerausstellung zu besichtigen.

Grabungsphoto Rotholz


Abb. 1: Lehrgrabung Verhüttungsplatz Rotholz
(Foto: Institut für Archäologien, Universität Innsbruck).

Rotholz, Ofen 1 und 2


Abb. 2: Verhüttungsplatz Rotholz, Ofen 1 und 2
(Foto: Institut für Archäologien, Universität Innsbruck).

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