Europäische Ethnologie

 Im deutschsprachigen Raum steht die Europäische Ethnologie (Kulturanthropologie) in der Tradition der Volkskunde. Im Rahmen des FZ HiMAT setzt sich die Europäische Ethnologie mit Bergbauaktivitäten in der Industriemoderne auseinander. Dabei werden einerseits Niedergang und Wiederbelebung bergbaulicher Aktivitäten untersucht, zum anderen aber auch Aspekte des „zweiten Lebens“ des Bergbaus im Kontext von Musealisierung und Erinnerungskultur in den Blick genommen. Der Untersuchungszeitraum geht fallweise bis ins 18. Jahrhundert zurück, vorwiegend umfasst er aber die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und das 20. Jahrhundert Unser Zugang kann mit dem Begriff „Ethnographie“ beschrieben werden, wie er im Kontext Kontexten von (Europäischer) Ethnologie, empirischer Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaften und Soziologie verwendet wird. Gemeint ist die „dichte Beschreibung“ (Geertz) und Analyse der Kultur und des Alltagslebens breiter Bevölkerungsschichten in historischer und gegenwärtiger Perspektive. Dabei werden qualitative Methoden wie teilnehmende Beobachtung und narratives Interview eingesetzt, aber auch Zugänge der Medienforschung, der Erforschung materieller Kultur, der visuellen Anthropologie, der Diskursanalyse und der historischen Ethnographie.