Projektteil 14: Vermessung und Geoinformation

 

Leitung:

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Klaus Hanke

Mitarbeiter:

Mag. Gerald Hiebel
(Geoinformationssystem, Datenverwaltung)
Dipl.Geogr. Kristóf Kovács
(Laserscanning, 3D Modellierung)
Dipl.Ing. Michael Moser
(Photogrammetrie, Visualisierungen)
Ass. Prof. Dr. Thomas Weinold
(GPS, Geobasisdaten, Spezialmessungen)
ao. Univ.-Prof. Dr. Albert Grimm-Pitzinger

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Institut für Grundlagen der Bauingenieurwissenschaften
- Vermessung und Geoinformation -
Technikerstraße 13
A-6020 Innsbruck

 

Zusammenfassung:

Geoinformationssysteme (GIS) und die Vermessung begleiten den gesamten Ablauf der Erfassung von thematischen sowie geometrischen Daten während der gesamten Dauer des SFB HiMAT.

Die Verwendung von Luftbild- und Nahbereichs-Photogrammmetrie, 3D-Scanning (airborne und terrestrisches Laserscanning), Kartographie und die graphische Darstellung (Visualisierung in Plänen, Karten und in 3D-Modellen) von erkannten historischen Strukturen, Minen, Gebäuden, archäologischen Grabungen und archäologischen Funden ist bedeutend für die Dokumentation, Archivierung, Publikation und das Verstehen der komplizierten Interaktionen und Wechselbeziehungen zwischen den Disziplinen. Da diese unterschiedlichen Messtechniken Daten in verschiedener Auflösung und Genauigkeit liefern, ist die Entwicklung geeigneter und erfolgversprechender Verfahren zur Zusammenführung dieser heterogenen Daten in einem gemeinsamen Koordinatenrahmen eine komplexe Aufgabe.

Die Erfassung der thematischen Daten aller Gruppen muss durch räumliche Registrierung ergänzt werden, um Daten liefern und abzuspeichern, die in einem beliebigen räumlichen Zusammenhang weiterverwendet werden können. Geoinformationssysteme (GIS) müssen entwickelt werden, um diesen räumlichen Bezug zu erstellen, zu archivieren, zu analysieren und darzustellen. Eine graphische Benutzerschnittstelle (GUI) erlaubt den Zugang zur gesamten Datenbank über den räumlichen Bezug (Koordinaten). Umgekehrt erlauben die dieserart erstellten Datenbanken - in der Verbindung mit Geobasisdaten – die Darstellung ihres thematischen Inhalts in beliebigen Karten und Plänen. Unterschiedliche Projektteile/Benutzergruppen können so die gleichen Karten für unterschiedliche Fragestellungen verwenden, sie ändern und ihre eigenen Daten mit den Resultaten anderer Gruppen verknüpfen und aufeinander beziehen. So war der Aufbau eines leistungsfähigen Geoinformationsystems für das gesamte Projekt von der Planung des Projektes an notwendig, um zu garantieren, dass von Anfang an alle vorhandenen Daten von allen Projektpartnern gemeinsam verwendet werden können.

Die oben genannten GIS-Datenbanken können natürlich auch mit historischen Karten und Plänen überlagert werden, sobald diese mit den gespeicherten Daten in ein gemeinsames Koordinatensystem transformiert worden sind. Derart war eine kombinierte Darstellung der vorhandenen thematischen oder auch aktuellen topographischen Daten - innerhalb der alten Karten - möglich und hat z.B. das Potential, auch historische Veränderungen in der Oberflächengeometrie wie z.B. das Volumen von Abraumhalden, der Erosion etc. zu berechnen und sichtbar zu machen.

 

Zusatzprojekt Schwazer Wasserkunst

 

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Pierre Grussenmeyer (INSA Strasbourg, Frankreich)
ao. Univ. Prof. Dr. Michael Doneus (Universität Wien, Institut für Ur- und Frühgeschichte)


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