Zusatzprojekt: „Erschließung der Bibliothek und des Bergbauarchivs der Montanwerke Brixlegg” (Laufzeit: März 2009-Juni 2010) 

Projektleiter: Univ.-Ass. Mag. Reinhard Bodner (Homepage)

Universität Innsbruck
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Fach Europäische Ethnologie
Innrain 52d
A-6020 Innsbruck
Tel.: 0043-(0)512-507-4438

Fax.: 0043-(0)512-507-2675
Email: 
europ-ethnologie@uibk.ac.at

Ko-Projektleiter: Mag. Gerhard Rampl 

Universität Innsbruck
Institut für Sprachen und Literaturen
Abteilung Sprachwissenschaft
Universität Innsbruck
Innrain 52d
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 507 4086
Fax: +43 (0)512 507 2837

Projektbearbeiter: Gebhard Bendler 

Universität Innsbruck
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Fach Europäische Ethnologie
Innrain 52/7.Stock
A-6020 Innsbruck

Ansprechpartner vor Ort:  Dipl.-Ing. Robert Stibich, Dr. Josef Pesl 

Montanwerke Brixlegg AG
Werkstraße 1-3
A-6130 Brixlegg
Tel.: +43 (0)5337-6151
Fax: +43 (0)5337-6151-205
E-Mail: 
office@montanwerke-brixlegg.com


 

Bild 1  
Bild 1: Bauplan zur Schmelzhütte Jochberg (19. Jh.)

 

 

Das Projekt „Erschließung der Bibliothek und des Bergbauarchivs der Montanwerke Brixlegg“ versteht sich als Ergänzungsprojekt zum Spezialforschungsbereich HIMAT („The History of Mining Activities in the Tyrol and Adjacent Areas: Impact on Environment and Human Societies“) an der Leopold Franzens Universität Innsbruck. Das Ziel des Projektes ist, den Bestand der Bibliothek und des Bergbauarchivs zu sichten und systematisch zu gliedern, um ihn für die Nachwelt zu erhalten und für weitere Forschungsvorhaben zugänglich zu machen.

  

Bild 2 

Bild 3 

Bild 2: Detail des Walzwerkes in der Schmelzhütte Brixlegg (19. Jh.)

Bild 3: Situationsplan der Anlagen in Jochberg (19. Jh.)


Die Montanwerke Brixlegg sind ein Unternehmen, das auf eine über 500-jährige Geschichte zurückblicken kann. Der älteste urkundliche Nachweis der Schmelzhütte stammt aus dem Jahr 1463. Mindestens seit diesem Zeitpunkt werden Silber und Kupfer an diesem Standort in Brixlegg erzeugt. Infolge der vermehrten Nutzung von Elektrizität wurde im Jahre 1885 zur Produktion von hochreinem Kupfer ein hydrometallurgisches Elektrolyseverfahren eingeführt. Nach dem Niedergang des Erzbergbaues in Tirol wurde der Weiterbestand der staatlichen Schmelzhütte durch eine Produktionsumstellung auf Recycling von Altmetallen gesichert.
  

Bild 4

Bild 5

Bild 4: Produktionsprozess heutzutage in den Montanwerken Brixlegg

Bild 5: Montanistische Fachliteratur aus dem 19. Jh.

Die Sammlung der Bibliothek umfasst wertvolle und einzigartige Quellen zur Geschichte des Tiroler Bergbau- und Hüttenwesens vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In der Bibliothek finden sich ca. 400 Schriftstücke, 70 Fachmagazine, über 2500 Monographien, Enzyklopädien und Sammelbände zur Bergbaukunde und Metallurgie, darüber hinaus Literatur zur Geschäftspraxis eines Kupfer produzierenden Unternehmens. Das Herzstück des Bergbauarchivs bilden 5 Kartenschränke, welche 1200 Grubenkarten, Baupläne, technische Zeichnungen sowie geologische Aufnahmen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert beinhalten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Berbaurevieren Schwaz, Kitzbühel und Brixlegg. Von besonderem Interesses sind die Hauptkarten der Gruben „Falkenstein“ und „Ringenwechsel“ aus dem beginnenden 19. Jahrhundert.

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Logo_Montanwerke 

Logo_Ferdinandeum

Logo_Schnittstelle Kultur

Gefördert durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses in Tirol (TWF) 

Mit finanzieller Unterstützung der Montanwerke Brixlegg AG 

Mit externer Fachberatung durch die Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 

Teil es Schwerpunktes "Schnittstelle Kultur. Kulturelles Erbe - Kunst - Wissenschaft - Öffentlichkeit" 


Seit 1957/58 bauten die Montanwerke Brixlegg Dolomit im Bergwerk Falkenstein bei Schwaz ab, bis 1999 ein Felssturz eine Einstellung des Betriebes zur Folge hatte. Zu dieser letzten Phase Schwazer Bergbaugeschichte sind mehr als 300 Ordner mit Betriebsunterlagen erhalten. Diese Sammlung bietet eine Fülle von Material zur Geschichte eines Kleinunternehmens, das bis zu 18 Personen beschäftigte. Von besonderem historischem Wert sind jene Unterlagen, welche auf das Felssturzereignis am Eiblschrofen 1999 Bezug nehmen.
Während der Großteil des Archivs die Geschichte des Dolomitbergbaues am Falkenstein dokumentiert, beschäftigt sich ein kleiner Aktenbestand mit der Grube „Kogl“ in St. Gertraudi: Nachdem dort die Fahlerzausbeute stark abnahm und in den 1920er eine Aufbereitungsanlage für Schwerspat errichtet wurde, bauten die Montanwerke noch bis in die 1960er Jahre diesen Rohstoff ab.
  

Bild 6

Bild 6: Hauptbergbericht vom Bergbau Falkenstein/Schwaz 1759

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