uni innsbruck | gut draufGesundheitstipp der Woche (KW 19 / 2015)

Gesunde Obst- und Gemüsesäfte
Orange

 

Liebe MitarbeiterInnen!

Gesünder geht es nicht: Obst- und Gemüsesäfte entsäuern den Körper, stärken das Immunsystem, regulieren den Wasserhaushalt im Körper, sind gut für die Darmflora, stoppen Entzündungen und helfen beim Abnehmen. Cranberry-Saft hilft z.B. gegen Blasenentzündungen. Die Wunderwelt der Säfte: Welcher Saft was kann und wie viel Sie brauchen.

Obst- und Gemüsesäfte liefern Vitalstoffe

Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Flüssigkeit. Er braucht das flüssige Milieu. Für einen gesunden Kreislauf, für den Stoffwechsel, für geistige Fitness und für gute Laune. Da wir in der warmen Jahreszeit bis zu 3 Liter am Tag über Schweiß und Harn abbauen, müssen wir den Organismus laufend mit Flüssigkeit versorgen. Sonst kann es zu Kreislaufversagen, zu Störungen der Herz- und Bronchien-Tätigkeit und zu Depressionen kommen. Wer regelmäßig trinkt, beugt Nierensteinen vor, steigert die Leistungsfähigkeit und fühlt sich wohler.

Wasser ist immer ein optimales Getränk. Allerdings müssen wir unserem Körper mit der Flüssigkeit auch Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Bioaktiv-Stoffe zuführen. Daher macht es Sinn, in der schönen Jahreszeit zur Erfrischung und zum Durstlöschen Obst- und Gemüsesäfte mit Wasser verdünnt zu konsumieren. Das hat mehrere Vorteile: Die Säfte liefern viele wertvolle Vitalstoffe. Sie löschen den Durst. Die meisten schmecken auch gut. Und sie haben spezielle Wirkung auf unsere Gesundheit. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt: Obst- und Gemüsesäfte sind flüssige Naturarzneien. Schauen wir uns einmal die Gemüsesäfte an, die sich zum Beispiel auch ganz besonders für den Diabetiker eignen:

Gemüsesäfte

  • Sauerkrautsaft liefert uns reichlich Vitamin C und schützt uns auf diese Weise vor Erkältungen und macht uns streßfest. Die Milchsäurebakterien stärken die Darmflora, die Welt der positiven, gesundheitsfördernden Darm-Bakterien. Schon Pfarrer Kneipp hat das Sauerkraut und den Sauerkraut-Saft als den " Besen für den Darm" bezeichnet. Das bedeutet: Sauerkrautsaft fördert auch die Verdauung, bekämpft Verstopfung.
  • Der Karottensaft oder Möhrensaft ist reich an Vitamin A und der Vorstufe, dem Provitamin A Betacarotin, von dem man heute weiß, dass es sich um einen sekundären Pflanzenstoff oder Bioaktivstoff handelt. Mit Karottensaft kann man die Sehkraft, die Atemwege und die Immunkraft stärken.
  • Weißkohlsaft schützt den Darm und senkt das Risiko für Darm-Erkrankungen.
  • Milchsauer vergorener Kartoffelsaft beruhigt die Magenschleimhaut und kann gezielt bei Gastritis eingesetzt werden. Da trinkt man über einen längeren Zeitraum jeweils 15 Minuten vor einer Mahlzeit ein Schnapsgläschen voll von dem puren Saft.
  • Eine ganz besondere Stelle nimmt der Rote Bete Saft ein: Der Farbstoff Betanin macht Erkältungs- Erreger inaktiv und schützt daher vor Sommerschnupfen. Der Eiweißbaustein Betain hingegen stärkt die Leber und fördert den Abbau von Fettzellen.
  • Topinambur-Saft fördert den Aufbau der Darmflora und bremst den Hunger, was beim Abnehmen sehr förderlich ist.
  • Eine Superstellung nimmt der Tomatensaft ein, seitdem man weiß, dass der rote Farbstoff in der reifen Tomate - das Lycopin - nach der Verarbeitung und Erhitzung der Tomate noch wirksamer ist als in der rohen Frucht. Das Lycopin aus dem Tomatensaft stärkt Herz und Kreislauf. Doch es kann noch mehr: Es senkt das Krebsrisiko, weil es die Umwandlung von Nitriten und Nitraten aus der Nahrung in krebserregende Nitrosamine verhindert. So macht es zum Beispiel Sinn, zu einem Stück Vollkornbrot, das mit Räucherspeck belegt ist, oder zu gegrilltem Fleisch ein Glas Tomatensaft zu trinken.

Voraussetzung ist, dass der Tomatensaft beim Trinken nicht zu kalt ist. Studien an der Universität Hohenheim haben ergeben: Am besten wirkt das Lycopin im Tomatensaft, wenn dieser Raumtemperatur hat. Also bitte keinen Eiswürfel hineingeben.

Die Säfte aus verschiedenen Gemüsesorten haben viele Vorteile: Sie sind kalorienarm und daher absolute Schlankmacher. Sie enthalten von Natur aus fast keinen Zucker und werden auch nicht mit Zucker aufbereitet. Während im Lebensmittelhandel das frische Gemüse oft nicht vollreif ist, sind die Gemüsesäfte nachweislich aus den ausgereiften Früchten hergestellt.

Außerdem: Gemüsesäfte wirken basisch und bauen ein Zuviel an Säuren ab, die durch reichlich Kaffee, Alkohol, Fleisch und Stress entstehen. Als Durstlöscher sollte man Gemüsesäfte grundsätzlich 50 zu 50 mit Wasser verdünnen.

Wertvolle Obstsäfte

  • Der Kirschsaft aus dunklen Kirschen liefert unserem Körper den Farbstoff Anthocyan. Und der kann - wie eine Studie des deutschen Arztes Dr. Paul Blau in den USA ergeben hat - Rheuma- und Gichtschmerzen lindern, weil er den Abtransport von Harnsäure fördert. Außerdem haben jüngste Studie ergeben: Kirschensaft schützt vor Muskelkrämpfen und vor einem Muskelkater beim Sport.
  • Holunderbeer-Saft enthält Farbstoff-Moleküle, welche die Atemwege stärken. Sie können bereits angegriffene Bronchien-Härchen wieder aufrichten und zu neuerlich der Aktivität anregen. Außerdem hilft Holunderbeer-Saft gegen Husten.
  • Eine besondere Kostbarkeit im Reformhaus ist der Heidelbeer-Muttersaft, purer Saft ohne Wasser- und Zuckerzusatz. Die blauen Anthocyan-Farbstoff-Moleküle der Heidelbeeren bauen nach einer Darmgrippe nicht nur die Darmschleimhäute wieder auf und helfen gegen Durchfall. Sie stärken die Netzhaut der Augen und sind eine gute Hilfe für die Nachtsicht beim Autofahrer. Und sie schützen die Augen vorm Geblendetwerden durch entgegenkommende Fahrzeuge. Wer lange nächtliche Autofahrten - etwa in die Ferien - vor sich hat, sollte eine Woche lang vorher täglich ¼ Liter Heidelbeersaft trinken.

Cranberrysaft gegen Blasenentzündungen

Der Granatapfelsaft wird vielfach von Frauenärzten gegen Wechseljahr-Probleme empfohlen, weil er große Mengen an östrogenähnlichen Hormonstoffe liefert. Er enthält aber auch Bioaktiv-Stoffe, welche nach jüngsten Studien in den USA die Prostata-Werte des Mannes positiv beeinflussen.

Eine besondere Stellung als flüssige Naturarznei aus Obst nehmen der Preiselbeersaft und der amerikanische Cranberry-Saft ein. Der Saft hilft zur Vorbeugung und zur Behandlung von Blasenkatarrh und wird diesbezüglich von vielen Hausärzten empfohlen. Die Blasenentzündung wird von Koli-Bakterien ausgelöst, die in der Blase ihre Füßchen und Arme ausstrecken, sich in der Schleimhaut festsetzen und dort Entzündungen auslösen. Die hellroten Farbmoleküle aus dem Preiselbeersaft - die Proanthocyane - setzen sich auf die Koli-Bakterien drauf und verhindern, dass sie sich in den Blasenschleimhäuten festsetzen.

Quelle: http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/gesunde-obst-gemuesesaefte.html