uni innsbruck | gut draufGesundheitstipp der Woche (KW 40 / 2015)

Mausarm RSI  - das SekretärInnen Syndrom

 Orange

Liebe MitarbeiterInnen!

Der Mausarm, auch RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury Syndrome) genannt, ist eine sehr schmerzhafte Störung in Unterarmen und Händen. Beim RSI-Syndrom handelt es sich um ein komplexes Krankheitsbild mit Schmerzen in Händen und Armen, das auf Grund einer chronischen und wiederholten Schädigung des Bewegungsapparats von Hand, Arm, Schulter und Nackenbereich entsteht.

Bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung kann das RSI-Syndrom gut ausgeheilt werden, geschieht dies allerdings nicht, zeigt die Krankheit meist einen chronischen Verlauf.

Am RSI leiden vor allem Menschen, die sehr viel mit dem Computer arbeiten, daher auch der Name „SekretärInnen Syndrom“. Besonders Bewegungsabläufe wie Tippen oder Maus-Klicks, die sich oft wiederholen, werden für das RSI verantwortlich gemacht.
Aber ebenso sind es Faktoren wie die wiederholte Belastung von Muskeln, Sehnen, Nerven und Gelenken, die zu einer chronischen schmerzhaften Gewebereizung führen, eine schlechte Körperhaltung und persönliche Faktoren wie hohe Arbeitsbelastung, Stress, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes und nicht anatomisch gerecht ausgestattete Büroräume können ein RSI auslösen.

Symptomatik

Das RSI äußert sich meist durch:

• Steife Gelenke in Schultern, Armen und Händen
• Schmerzen in Gelenken, Handrücken und Unterarm
• Kraftlosigkeit
• Taubheit oder Kribbeln in Fingern, Händen oder Unterarmen
• Kalte und schmerzende Hände (vor allem morgens)
• Koordinationsstörungen der Arme und Hände

Die allerersten Anzeichen eines RSI-Syndroms sind Kraftverlust und Missempfindungen in den belasteten Körperteilen. Schmerzen treten in der Regel erst im weiteren Verlauf der Krankheit auf.

Behandlung des Mausarms

Es gibt unterschiedliche Therapie-Ansätze, um einen Mausarm effektiv zu behandeln. Neben der Expositionsprophylaxe (einer Änderung der Arbeitsbedingungen), gibt es noch eine Reihe physikalischer Therapiemöglichkeiten, wie z.B. Wärmebehandlung, Bestrahlung, Bewegungsbäder, Massagen und Gymnastik.

In schweren Fällen erfolgt meist eine medikamentöse Therapie mittels Schmerzmitteln, Antidepressiva bzw. Kortison.

Die Behandlung eines fortgeschrittenen RSI-Syndroms ist langwierig, denn neue Bewegungsmuster müssen täglich geübt werden. Der Arbeitsplatz sollte, soweit wie möglich, nach ergonomischen Gesichtspunkten eingerichtet werden.
Zur Behandlung eines chronischen RSI wird zusätzlich eine Psychotherapie empfohlen, da mit den anhaltenden Schmerzzuständen und der eingeschränkten Leistungsfähigkeit meist eine depressive Verstimmung der Betroffenen einhergeht.

Vorbeugen ist besser als heilen

Die wichtigsten Maßnahmen, um einem RSI-Syndrom vorzubeugen, sind regelmäßige Pausen beim Schreiben am Computer. Über einen Arbeitstag verteilt sollten mindestens vier Pausen von jeweils zehn Minuten eingelegt werden, in denen man die beanspruchten Körperteile entlastet. In den Pausen sollten Dehnübungen der belasteten Gelenke gemacht werden.

Zudem sollten jene, die hauptsächlich am Computer arbeiten, den Arbeitsplatz so ergonomisch wie möglich gestalten und eine bequeme und aufrechte Körperhaltung vor dem Bildschirm einnehmen.

Interne Fortbildungen Ergonomie am Arbeitsplatz:

 

Quelle: http://www.enjoyliving.at/gesund-leben-magazin/gesund-am-arbeitsplatz/mausarm-rsi--das-sekretaerinnen-syndrom.html