uni innsbruck | gut draufGesundheitstipp der Woche (KW 48 / 2014)

Wintergemüse: Alles hat seine Zeit
Orange

 

Liebe MitarbeiterInnen!

 

Als Wintergemüse gilt, was an Gemüse hauptsächlich im Winter vom Freiland geerntet wird. Oft kann es auch gut haltbar gemacht oder so gelagert werden, dass man den ganzen Winter über darauf zurückgreifen kann.

Viele Kraut- bzw. Kohlarten zählen dazu, wie Rotkraut, Grünkohl, Kohlsprossen, Weißkraut, Karfiol, Chinakohl und Brokkoli, aber auch Karotten, Pastinaken, Porree (Lauch), Steckrüben und Rote Rüben dürfen sich hier einreihen.

Wintergemüse punktet mit seinem hohen Anteil an Ballaststoffen, was gut für unsere Verdauung und Sättigung ist. Außerdem ist es reich an Mineralstoffen und Vitaminen, die uns besonders in der kalten Jahreszeit vor viralen Erkrankungen schützen können. 

Es versorgt uns hervorragend mit den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die ebenfalls unser Immunsystem schützen und auch eine positive Wirkung auf unser Herz-Kreislaufsystem haben. Besonders Broccoli enthält Substanzen(Indol-3-Carbinol), welche auch als Krebsprävention empfohlen werden, Grünkohl ist ein überaus kalziumreiches Gemüse und schützt vor Osteoporose, Karotten enthalten ß-Carotin für eine entzündungshemmende Wirkung, Porree und Pastinaken unterstützen unser Verdauungssystem und nähren unsere guten Darmbakterien. 

In der heutigen Zeit, wo man im Supermarkt das ganze Jahr über ein riesiges Angebot an Gemüse vorfindet, werden saisonale Produkte wie beispielsweise das Wintergemüse oft übersehen und vernachlässigt. Gemüse, das zu "seiner Zeit" geerntet wird, ist besonders frisch, schmeckt besser und hat mehr Vitamine. Umso mehr, wenn es auch noch "nebenan" geerntet werden kann, das heißt regional produziert wird. 

Österreich verfügt über eine traditionell gewachsene und klein strukturierte Landwirtschaft, die mit hohen Qualitätsstandards arbeitet. Es ist also nicht notwendig, dass Kraut, Broccoli und Karotten über tausende Kilometer durch Europa transportiert werden. 

Durch den Kauf von Produkten aus unseren ländlichen Regionen vermeiden wir auch überflüssige Transportkilometer. Vor allem aber erhalten wir gesunde Lebensmittel, sichern Arbeitsplätze und stärken damit die Wirtschaftskraft der ländlichen Regionen.

Quelle: https://www.kommunalnet.at/mehr/partner/bva/gesundheitstipp-der-woche.html