Topographie und Geschichte

 

Das antike Daunien erstreckte sich im Norden des heutigen Apulien vom Fluss Fortore im Norden bis zum Ofanto im Süden, wobei das Einflussgebiet der Daunier noch weiter nach Süden bis ins Gebiet jenseits des Ofanto nach Canosa oder Lavello, Venosa und Banzi reichte. Ethnisch haben die Daunier, verwandt mit den Messapern und Peuketiern, ihren Ursprung in der Einwanderung illyrischer Volksgruppen im 11.-10. Jh.v.Chr. aus den Gebieten der östlichen Adria. Seit dem 7.oder 6. Jh.v.Chr. sind sie aus den Quellen belegt. Die bedeutendsten Fundorte mit lateinischen oder modernen Namen sind Teanum Apulum/Tiati, Monte Saraceno, Luceria/Lucera, Sipontum/Siponto, Aecae/Troia, Arpi, Salapia Vetus/Salapia, Herdonia(e)/ Ordona, Ausculum/Ascoli Satriano, Cannae/Canne, Canusium/Canosa und Forentum/Lavello. Hauptsächlich aus den Grabfunden resultiert eine Datierung der daunischen Kultur in die Zeit zwischen dem 9. /8. und dem 4. Jh.v.Chr., denn ganz offensichtlich wurde der Gestaltung und Ausstattung der Gräber großer Wert beigemessen, während die Behausungen aus organischem, vergänglichen Material nur teilweise auf Steinfundamenten standen und damit archäologisch nur schwer fassbar sind.

Antike Zentren in Daunien

 

 


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Für den Inhalt verantwortlich: Florian MÜLLER, Astrid LARCHER - Institut für Archäologien - Innsbruck 2006