Die Böden der Erde als existentiell wichtige Ressource zur Ernährung einer zunehmenden Weltbevölkerung sowie als Träger zahlreicher anderer Umweltdienstleistungen sind in vielfacher Hinsicht und regional in unterschiedlicher Ausprägung gefährdet. Böden bilden sich über lange Zeiträume hinweg und sind, wenn sie beispielsweise erodiert oder anderweitig degradiert sind, kaum bzw. nur sehr langsam regenerierbar.

Vor diesem Hintergrund zielt die Arbeit der beteiligten Wissenschaftler/innen darauf ab, regional angepasste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Boden-Management-Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Um dieses Ziel bestmöglich erreichen zu können, sind aufgrund der Komplexität der Bodeneigenschaften und -prozesse selbst und der vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Böden und Gesellschaft sowohl interdisziplinäre als auch transdisziplinäre Zugänge und entsprechende Kooperationen wesentlich.

Im Folgenden werden einige konkrete Aspekte des Themenfeldes „Sustainable Soil Management“ genannt, um die thematische, methodische und strategische Spannweite und die damit verbundenen Fragestellungen aufzuzeigen. Anhand dieser Stichworte werden auch Anknüpfungspunkte für potentielle Kooperationen deutlich:

  • Bodenaufnahme im Gelände, Überblicks- und Detailkartierung, Laboranalysen zu den relevanten Bodenparametern
  • Sammlung, Zusammenführung und Optimierung von Bodendaten (einschließlich ergänzender Methoden des digital soil mapping)
  • Bewertung von Bodenfunktionen und soil-based ecosystem services mit unterschiedlichen quantitativen und qualitativen methodischen Ansätzen
  • Abschätzung, Illustration und Kommunikation von trade-offs bei Nutzungsänderungen
  • Entwicklung von regionalen, landschaftsbezogenen Szenarien von nachhaltigen land-use mixtures
  • Berücksichtigung der relevanten Sektoren: Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau, Raumplanung, Naturschutz, Naturgefahren und Tourismus
  • Analyse aktueller Bewirtschaftungsmaßnahmen und Entwicklung möglicher Optimierungen (Bodenbearbeitungspraktiken einschließlich ökologischer Landbau und anderen Alternativen)
  • Bewusstseinsbildung und Kommunikation von bodenbezogenen Themen
  • Umfassendes Stakeholder involvement, insbesondere in Bezug auf land use, Nutzungstraditionen, Besitzverhältnisse (z.B. auch land grabbing) und Vermarktungsstrategien
  • Einbindung von Entscheidungsträgern (policy), um mittelfristig auch die politisch-rechtliche Rahmenbedingungen in den Testregionen zu verbessern
Sophia und Lisa mit einer Bodenprobe
Sophia und Lisa mit einer Bodenprobe ©Maria Ligner

Team

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