NEWS ARCHIV (Zusammenfassung)

20.04.2010

Aktionstage Politische Bildung 2010

7. Mai
Kinder-Gedenkfeier beim Memorial in Gusen
Die Kinder der am Projekt teilnehmenden Schulen gestalten miteinander eine Gedenkfeier beim Memorial in Gusen/Langenstein. Die Kinder präsentieren eigene Texte, musizieren und gestalten ein Erinnerungszeichen.
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8. Mai
Gedenk- und Befreiungsfeiern in Gusen und Ebensee
Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und das Comite International de Mauthausen (CIM) stellen die Gedenkveranstaltungen anässlich der Wiederkehr des 65. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen sowie der Nebenlager heuer unter das Motto "Kinder und Jugendliche".
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Nationalsozialismus in Klagenfurt - Stadtrundgang
Wie viele Institutionen waren involviert? Welcher Teil der Bevölkerung war Opfer und wer hat aktiv am Regime mitgewirkt? Beim Stadtrundgang erleben Sie, inwiefern Klagenfurt Teil eines Gesamtsystems war. Historische Fotos und Dokumente erleichtern den Zugang zur Vergangenheit.
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KulturRadPfad: Gedächtnis und Gegenwart
Die Historikerin Nadja Danglmaier fährt zu Orten des Nationalsozialismus in Klagenfurt.
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9. Mai
Gedenk- und Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Mauthausen Memorial)
Die Gedenkveranstaltungen finden in diesem Jahr zum Schwerpunktthema "Kinder und Jugendliche" statt.
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20.04.2010

Aktionstage Politische Bildung 2010

Die Aktionstage Politische Bildung sind eine jährliche, österreichweite Veranstaltungsreihe zur Politischen Bildung und Menschenrechtsbildung. Eine bunte Palette von Aktionen und Angeboten wie Workshops, Ausstellungen, Filme, Veranstaltungen zu Gedenktagen, Projekte an Schulen, Radiosendungen, Theaterstücke, Publikationen, Internetauftritte und vieles mehr, animiert im Aktionstage-Zeitraum, von 23. April bis 9. Mai 2010, zur Auseinandersetzung mit Politischer Bildung und Menschenrechtsbildung. Das diesjährige Schwerpunktthema ist aus Anlass des Europäischen Jahres „Gegen Armut und soziale Ausgrenzung“.

www.aktionstage.politische-bildung.at

<Programmheft>


20.04.2010

Einblick in eine vergessene Welt

Der Währinger jüdische Friedhof

Der Währinger jüdische Friedhof lässt sich durchaus als Museum unter freiem Himmel bezeichnen, stellt er doch ein einzigartiges Dokument Wiener Geschichte dar. In die Epoche seines Bestehens fallen bahnbrechende Entwicklungen, die bis heute den Charakter der Stadt bestimmen: die industrielle Revolution und die Herausbildung der modernen Gesellschaft, Künste und Wissenschaften. Als Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde Wiens ist dieser Friedhof ein Spiegelbild für den vielfach unbekannten jüdischen Anteil an Wiens Vergangenheit, der diese Entwicklungen entscheidend mitgestaltet hat.
Von seiner Gründung 1784 bis zur Schließung in den 1880er Jahren wurden auf dem Währinger jüdischen Friedhof rund 30.000 Personen bestattet. Während der NS-Diktatur wurde trotz Rettungsaktionen der Kultusgemeinde ein wesentlicher Teil des Friedhofes mit zumindest 2.000 Gräbern bei Aushubarbeiten für einen Löschwasserteich gezielt zerstört.

Die Historikerin Tina Walzer erforscht seit vielen Jahren den Friedhof Währing. Die Forscherin gilt als die Expertin für jüdische Friedhöfe und ist als unermüdliche Kämpferin für die Erhaltung dieser steinernen Archive bekannt.
Dieser Friedhof ist seit einigen Jahren nicht mehr öffentlich zugänglich - nutzen Sie diese Gelegenheit der Besichtigung!

Termin: Donnerstag, 6. Mai 2010, 17 Uhr

<Informationen>


08.04.2010

Schneid deinen Ärmel ab und lauf davon.

10., 22. UND 23. APRIL 2010
IN OBERWART UND KLAGENFURT

Ein Ensemble aus Stars des Romatheaters (Sandra Selimovic, Ambrol Stoika, Radisa Barbul) und LaiendarstellerInnen hat historischen Dokumenten ein wildes Leben eingehaucht. Ein Verhörprotokoll aus dem Jahre 1718, die Zigeunererlasse Maria Theresias, die Dissertation der NS-Rasseforscherin Eva Justin und Opferfürsorgeakten burgenländischer Roma, dienten als Ausgangsmaterial für diese Revue, die alle Register der Volksbelustigung zieht, um die bitteren Geschichten mit Galgenhumor zu präsentieren.
Scharf gewürzt mit Matilda Lekos Kompositionen und ihrer schöne Balkan-Jazz-Stimme, Harri Stojkas Gitarrenmusik und Susita Finks Figurentheaterideen.

O Ensemblo katar o Romatheater (Sandra Selimovic, Ambrol Stoika, Radisa Barbul) purde wadno Traio ande e historikane Lila.
Jek Protokollo katar jek suralo pushimos anda o bersh 1718, e Maria Theresiake Worbi pe romani Sama, i doktorikani budji a Eva Justinaki tai e dschore Manuschenge katar e Rom anda o Burgenland. Godola Budja sas line te dradas i Revue, godi asawel ai berrastasi be sako momento, te garawel e gerke Paramidji katar e Rom, surales djilabel i Mathilda Leko beske Compositia tai präsemtiril besko hango, bashe o Harri Stojka tai a Susita Finkaki Pipatheater.

weitere Infos unter: www.laufdavon.at und www.theaterpetersplatz.at


11.03.2010

Aufruf

25. März, Ballhausplatz: Lichtertanz gegen Rosenkranz

Asyl in Not fordert: NS-Verbotsgesetz anwenden!

Asyl in Not begrüßt die Aktion "Lichtertanz gegen Rosenkranz" am 25. März 2010 ab 19 Uhr auf dem Ballhausplatz und ruft zu zahlreicher Teilnahme auf: http://www.facebook.com/event.php?eid=347764987443&ref=mf

Veranstalterin dieser Demonstration ist die in wenigen Tagen auf 60.000 Mitglieder angewachsene Facebook-Gruppe "Gegen Barbara Rosenkranz als Bundespräsidentin": http://www.facebook.com/group.php?v=wall&gid=190474111840#!/group.php?gid=369400075349

Asyl in Not schließt sich den Aktionen gegen diese skandalöse Kandidatur an. Zugleich fordern wir, dass das NS-Verbotsgesetz endlich angewendet wird.
Asyl in Not hat schon im vorjährigen EU-Wahlkampf eine Strafanzeige gegen die FPÖ wegen der an alle Jungwähler verschickten Hetzschrift "Der blaue Planet" erstattet. Auf den Text verweisen wir zur Gänze:
http://www.asyl-in-not.org/php/strafanzeige_gegen_die_fpoe,17595,20027.html

Dieses an mehreren Stellen vom SS-Zeichen gezierte "Comic" stellte Juden, Muslime, Schwarze, Flüchtlinge und Frauen - in Kombination mit Banden, Ratten und Müll - pauschal als Feindbilder dar. Allein dafür hätte die FPÖ verboten gehört. Das Verfahren wurde aber von der weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft eingestellt.
Ohne uns über den bürgerlichen Rechtsstaat Illusionen zu machen, werden wir auch in den diesjährigen Wahlkämpfen das Verhalten der FPÖ beobachten und Verstöße gegen das Verbotsgesetz anzeigen.

Das ist aber noch keine Sympathieerklärung für den derzeitigen Bundespräsidenten, der in seiner ersten Amtszeit (2004-2010) jedes noch so rassistische Gesetz von Prokop bis Fekter durch seine Unterschrift rechtskräftig machte.
Hätte er seine Unterschrift verweigert, dann hätte das ein bißchen Zivilcourage verlangt. Womöglich hätte jemand seine Amtsenthebung fordern können. So viel Risiko war es ihm nicht wert.
In der Folge wurden tausende schwer traumatisierte, in ihrer Heimat gefolterte Flüchtlinge in Österreich von ihren Familien getrennt, ins Gefängnis gesperrt, durch die Haft retraumatisiert und abermals, diesmal psychisch, gefoltert.

Das vergessen wir nicht; aber alles zu seiner Zeit.
Michael Genner
Obmann von Asyl in Not

www.asyl-in-not.org

Spendenkonto:
Raiffeisen (BLZ 32000),
Kontonummer 5.943.139, Asyl in Not


22.02.2010

„Wir“ und die „Anderen“

„Wir“ und die „Anderen“
Analysen zu antimuslimischem Rassismus, Identität und Geschlecht

<Informationen>


22.02.2010

„Europäische historische Diktatur und Transformationsforschung“

Einladung zur Eröffnung des Initiativkollegs
„Europäische historische Diktatur und Transformationsforschung“

<Einladung>


04.02.2010

DANEBEN

In ihrem neuen Projekt mit dem Titel DANEBEN arbeiten Michikazu Matsune und David Subal mit einer Gruppe von in Österreich lebenden AsylwerberInnen. Entstanden ist eine intime Performance und Theaterinstallation, die die Lebenswege der Beteiligten in ihrem sozialpolitischen Umfeld porträtiert. Durch die Anwesenheit der AsylwerberInnen, durch das akustische Material und durch die angebotenen Texte kommt es zur Auseinandersetzung mit dem Gegenüber und den Kontexten dahinter. Nicht ohne Humor versucht das Projekt, kulturelle Hindernisse und Klischees entlang des Themas Migration zu bearbeiten. Matsunes und Subals Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen lässt ein feines Spiel mit der Realität und ihrer Theatralität entstehen.

<Programm Daneben>


20.01.2010

Lehrgang Gewaltfreiheit

Der Lehrgang, der aus fünf Modulen und einer Woche im Sommer besteht, vermittelt die Grundlagen der aktiven Gewaltfreiheit und bietet eine praxisorientierte Ausbildung zum Umgang mit Konflikt- und Gewaltsituationen.

<Anmeldung>
<Information>


17.01.2010

Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
Lernen aus der Geschichte - Erinnerung bewahren

7. März bis 2. April 2010

<Folder>


17.01.2010

„Geboren bin ich vor Jahrtausenden….“

Der Schwerpunkt für Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte, das Institut für Zeitgeschichte und die Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät laden ein zum Gastvortrag:

„Geboren bin ich vor Jahrtausenden….“  
Selbst- und Fremdbilder von Roma und Sinti


Dr. Beate Eder-Jordan, Universität Innsbruck, Vergleichende Literaturwissenschaften

Mit welchen Selbst- und Fremdbildern konfrontieren Roma und Sinti Leserinnen und Leser in ihren Werken? Vielen AutorInnen gelingt es im literarischen Diskurs, Stereotypisierungen und Dichotomien aufzubrechen. Romani-Literaturen sind ein internationales, wenn auch noch immer kaum bekanntes Phänomen mit einem starken Bezug zur mündlichen Erzähltradition. Die Texte erscheinen auf Romanes oder in den jeweiligen Landessprachen.

Für Roma-AutorInnen war und ist es ein äußerst schwieriges Unterfangen, schriftstellerisch tätig zu werden. Die Entwicklung der Romani- Literaturen wurde aufgrund politischer Verhältnisse in mehreren ehemals kommunistisch regierten Ländern gewaltsam unterdrückt, im Westen lebten Roma und Sinti aus Angst vor Diskriminierung "im Verborgenen".

Zeit: 19. Januar 2010, 11.45 Uhr
Ort: Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Campus, Altes AKH,
1090, Spitalgasse 2-4, Hof  1, Seminarraum 1

<Information>


17.01.2010

"As Seen through These Eyes"

The United Nations Information Service (UNIS) Vienna invites you to a screening of "As Seen through These Eyes"
Followed by a conversation with Director Hilary Helstein

on the occasion of the International Day of Commemoration in memory of the victims of the Holocaust

UNIS Multimedia Room G0545
Vienna International Centre (VIC)
Wednesday, 27 January 2010; 5:00 p.m.

<Info>


02.11.2009

Radio Stimme sucht ehrenamtlicheMitarbeiter_innen - Infoabend

Radio Stimme. Die Sendung für KopfhörerInnen sucht ehrenamtliche Mitarbeiter_innen


Du arbeitest gerne journalistisch und möchtest Radiobeiträge selbst gestalten,
Du findest Radio spannend und kannst Dich mit der Idee des freien Radios identifizieren,
Du bringst Interesse für unsere Themen mit und
hast durchschnittlich ca. 5 bis 8 Stunden pro Woche Zeit,

dann freuen wir uns, Dich am Infoabend kennenzulernen!

Infoabend:
6. November, 18 Uhr, im Büro der Initiative Minderheiten

Weitere Infos: http://www.initiative.minderheiten.at/

Anmelden - Schick uns ein e-mail:
radio.stimme@initiative.minderheiten.at


02.11.2009

Workshop

Hitler´s Europe: New Perspectives on Occupation

Vienna, 9/10 November 2009

Today, 64 years after the end of the Second World War, the European experience of Nazi aggression and occupation still holds a prominent place on the research agenda of historians worldwide. More than that: An incessant flow of publications dealing with wartime Nazism, its key protagonists, and the reactions which German expansion brought forth among the victimized nations and peoples, testifies to the continuously growing scientific relevance of the subject of this workshop. At Vienna, on November 9 and 10, 2009, 15 distinguished specialists in contemporary history will offer new insights concerning the careers of outstanding German perpetrators, the physical and material suffering inflicted by them on individuals and groups in occupied lands forced under the yoke of Nazism, and the hard choice between collaboration, resistance, or acquiescence with a Nazi rule seemingly made to last forever. 

organizers:
Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, WU
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

<Info>


02.11.2009

Ausstellung: Vergessene Helden

Vergessene Helden

Sie waren Bürgerinnen und Bürger der Tschechoslowakei, kämpften in ihrer Heimat aktiv gegen den Nationalsozialismus und fanden doch lange keine gebührende Würdigung: die deutschen Antifaschisten in den böhmischen Ländern. Die Wanderausstellung Vergessene Helden erzählt von den Leistungen und Schicksalen dieser Menschen. Im Rahmen der Eröffnung findet eine Podiumsdiskussion zum Thema statt.

Eröffnung: Mittwoch 4. November 2009, 18 Uhr, 19 -21 Uhr Panel
Ort: Hauptbibliothek der Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, Kleiner Lesesaal

Mit: Ondrej Matejka Bürgerinitiative Antikomplex, Prag; Oliver Rathkolb Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien; Jana Stárek
Historikerin; Petra Stuiber Journalistin, Der Standard; Alena Wágnerová Autorin. Moderation: Gerald Schubert Chefredakteur Radio Prag

Gegner des Nationalsozialismus findet man auch unter den deutschsprachigen Bürgern der ehemaligen Tschechoslowakei. Im Jahre 1938 traten sie gegen die Hitleranhänger auf und waren bereit, die Tschechoslowakische Republik zu verteidigen. Während der nationalsozialistischen Besetzung beteiligten sie sich an der Widerstandsbewegung in der Heimat und im Ausland. Manche von ihnen wurden durch das nationalsozialistische Regime inhaftiert oder hingerichtet. Nach dem Krieg fanden diese Menschen in der Regel nicht die ihnen gebührende Anerkennung. Im Gegenteil, sie waren als Mitglieder der
deutschen "Täternation" dem Hass der tschechischen Gesellschaft preisgegeben und wurden verfolgt.

Erst im August 2005 verabschiedete die tschechische Regierung eine Resolution, in der sie den deutschen Antifaschisten gegenüber tiefe Anerkennung und zugleich ihre Reue aussprach. Die Resolution setzte ferner Finanzmittel für ein Projekt frei, das den Titel Dokumentation der Schicksale aktiver Antifaschisten, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den Maßnahmen betroffen waren, die in der Tschechoslowakei gegen die so genannte feindliche Bevölkerung ergriffen wurden trägt. Das Projekt umfasst die Sammlung von zahlreichen Zeitzeugenberichten, die Durchführung von Archivforschung, die Einrichtung einer Datenbank der deutschen Antifaschisten, die Veranstaltung wissenschaftlicher Konferenzen und Vorlesungen, die Herausgabe von
Publikationen usw.

Einen wichtigen Projektbestandteil bildet die große Wanderausstellung Vergessene Helden. Der allgemeine Teil stellt die Lage der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakischen Republik in der Zwischenkriegszeit sowie die zunehmende Sympathie der Mehrheit der Deutschen für den Nationalsozialismus dar. Darüber hinaus werden die Verfolgung der deutschen Antifaschisten nach der Angliederung der Sudetengebiete an Deutschland im Jahr 1938 sowie Teilnahme der deutschen Antifaschisten am Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime reflektiert. Die Diskriminierung in der Nachkriegstschechoslowakei und die Umstände, unter denen die meisten deutschen Antifaschisten die Tschechoslowakei verließen, sind ein weiterer Teilaspket der Ausstellung. Viel Raum wird den dramatischen Schicksalen einzelner Zeitzeugen gewidmet. Ferner wird die Atmosphäre der Zeit durch zeitgenössische Plakate, Bekanntmachungen, Zeitungsartikel, Karikaturen und authentische Filmaufnahmen dokumentiert.

Eine Veranstaltung von: Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Universitätsbibliothek Wien und Tschechisches Zentrum Wien. In Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Ústí nad Labem und dem Nationalarchiv.

Dauer der Ausstellung: 4. November - 17. Dezember 2009

Pressekontakt:
Mag. Petra Popovic
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
popovic@czech.cz
T: +431 535 2360-13
www.tschechischeszentrum.at


28.09.2009

Des Menschen Wert

Des Menschen Wert
Die Vernichtung 'lebensunwerten' Lebens - Rassenhygiene und Euthanasie in der NS-Zeit

Im Oktober 1939 unterzeichnete Adolf Hitler ein Ermächtigungsschreiben, dass unheilbar Kranken "der Gnadentod gewährt werden kann". Mit diesem Schriftstück wurde die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderung oder psychischen Krankheiten eingeleitet. Medizin und Krankenpflege setzten damit die menschenfeindlichen Ideen der "Rassenhygiene" und Eugenik um und sorgten für die "Ausmerzung" der als minderwertig qualifizierten Menschen.

Ein dreitägiges Seminar in Verbindung mit einer Studienexkursion Wien-Steinhof und zum einstigen "Mordschloss" Hartheim (OÖ) gibt einen differenzierten Einblick in dieses Kapitel unserer Geschichte und ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik, vor allem aber auch mit aktuellen Bezügen.
Programm: Führungen in Wien-Steinhof und im Schloss Hartheim, Vorträge über die NS-Euthanasie in Österreich, die Rolle von Medizin und Pflege in der NS-Zeit, über Behindertenklassifikationen damals und heute; Filmdokumente und ein Gespräch mit einem Überlebenden der Anstalt Am Spiegelgrund.
Genaues Programm dieser Studienexkursion liegt bei!

Termin:  Freitag, 23. bis Sonntag, 25. Oktober 2009 - Wien und Hartheim/OÖ
Beginn: Freitag, 23. Oktober 2009, 13:00 Uhr, 1140 Wien-Steinhof, Baumgartner Höhe 1, Pav. V
Kosten: 200,-- (für Bus, Unterkunft DZ, Essen), für StudentInnen: 180,--

Informationen und Anmeldung:
Waltraud Riegler, BHW NÖ - Akademie für Bildung und Regionalkultur, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhw-n.eu
Im Preis sind enthalten: Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten. Die Fahrt erfolgt in einem modernen Bus. Eine Übernachtung Nähe Eferding. Essen in Wien am 23.10. und eine eventuelle Übernachtung vom 23. auf den 24.10.2009 in Wien sind nicht enthalten.

Veranstalterinnen:
BHW NÖ - Akademie für Bildung und Regionalkultur, www.bhw-n.eu, Gesellschaft für politische Aufklärung, www.uibk.ac.at/gfpa/
Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler (Bildungsmanagerin, BHW NÖ), Dr. Karin Liebhart (Politologin, Gesellschaft für politische Aufklärung), Marlene Scherf (Studentin, Praktikantin); Alfred Merle (Lehrer, Mitarbeiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim); DSA Aloisia Swoboda (Dipl.Sozialarbeiterin und Dipl.Krankenschwester)
mit Dank für die organisatorische Hilfe an: DÖW (Mag. Stephan Roth) und Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim (Mag. Peter Eigelsberger und Mag. Irene Leitner)

Gefördert von: ZukunftsFonds der Republik Österreich


<Programm>


28.09.2009

Ausstellungsführung

"Was damals Recht war...":
Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

Die Ausstellung behandelt in sieben Teilen die Geschichte der NS-Militärjustiz von ihren Wurzeln vor 1939 bis zum Ende des Krieges, wo sie als wichtige Stütze des Angriffs- und Vernichtungskriegs bis zuletzt ihre verbrecherischen Urteile fällte und vollstreckte. Zehntausende Todesurteile wurden wegen Kriegsverrats, Desertion oder "Wehrkraftzersetzung" verhängt; viele Verurteilte starben in den Lagern der Wehrmacht. Nach 1945 machten ehemalige Militärjuristen an deutschen Gerichten und Universitäten Karriere - kaum einer von ihnen wurde für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen.

Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2009, 17 Uhr
Treffpunkt: kurz vor 17 Uhr
Ort: Theater Nestroyhof/ Hamakom, Nestroyhof 1, 1020 Wien
Kosten: Spende

Informationen und Anmeldung:

Waltraud Riegler, BHW NÖ - Akademie für Bildung und Regionalkultur, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhw-n.eu

Veranstalterinnen: BHW NÖ - Akademie für Bildung und Regionalkultur, www.bhw-n.eu, Gesellschaft für politische Aufklärung, www.uibk.ac.at/gfpa/


17.09.2009

World War II and the (Re)Creation of Historical Memory in Contemporary Ukraine

World War II and the (Re)Creation of Historical Memory in Contemporary Ukraine
An international conference

September 23-26, 2009
Kyiv, Ukraine

<Informationen>


11.09.2009

Der Fall Rechnitz - Das Massaker an Juden im März 1945

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion am 28.9.2009

Der Fall Rechnitz -
Das Massaker an Juden im März 1945
Walter Manoschek(Hg.)
Mit einem Text von Elfriede Jelinek

Braumüller 2009. ISBN 978-3-7003-1714-2
Kart., 276 Seiten, € 24,90


Anlässlich der Neuerscheinung lädt der Braumüller Verlag am Montag, dem 28.9. zu einer Podiumsdiskussion:


Pro und Contra - Aktuelle Sachbücher im Gespräch
am Montag, 28. September 2009, 19 Uhr
Hauptbücherei am Gürtel
Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

Podiumsgespräch

Walter Manoschek (Politologe, Herausgeber)
Elke Rajal (Politologin)
Gunnar Mertz (Politologe)

Lesung

Karsten Rühl liest aus Elfriede Jelineks eigens für dieses Buch verfassten Text Im Zweifelsfall.

Zum Buch    

Wenige Tage vor dem Einmarsch der Roten Armee wurden im burgenländischen Rechnitz etwa 200 jüdische Zwangsarbeiter ermordet und verscharrt. Der Politikwissenschafter Manoschek wagt erstmals die wissenschaftliche Aufarbeitung eines Verbrechens, das bis heute totgeschwiegen, geleugnet oder als Einzelfall abgetan wurde, in Wahrheit aber den Auftakt zu einer Serie von Massenverbrechen an Zwangsarbeitern bildet.

In diesem brisanten Buch geht es nicht nur um die historische Rekonstruktion dessen, was sich in der Nacht des 24. März 1945 in Rechnitz zugetragen hat. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die lückenlose Analyse dessen, wie die österreichische Gesellschaft mit diesem Massaker in den letzten sechs Jahrzehnten umgegangen ist, was unternommen wurde, um das Massengrab zu finden und die Namen der Ermordeten zu eruieren. Jedoch: Zu viele Einheimische waren involviert, zu viele wussten und wissen davon, als dass eine offene Auseinandersetzung um diesen Massenmord bis heute stattgefunden hätte.

Walter Manoschek,  Politikwissenschafter am Inst. für Staatswissenschaft der Universität Wien. Mitgestalter der Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus, Holocaust und Vergangenheitspolitik.

Weitere Buchinfo: http://www.braumueller.at/; www.braumueller.at/news277


09.09.2009

BRUNO-KREISKY-PREIS FÜR DAS POLITISCHE BUCH 2008

Die Bildungsorganisation der SPÖ, das Renner-Institut und die SPÖ-Parlamentsfraktion laden ein zur Preisverleihung:

BRUNO-KREISKY-PREIS FÜR DAS POLITISCHE BUCH 2008

ALEXANDER KLUGE und OSKAR NEGT erhalten den Preis für ihr publizistisches Gesamtwerk.

Anerkennungspreise erhalten:
BERNHARD KUSCHEY
für "Die Wodaks - Exil und Rückkehr. Eine Doppelbiografie" (Braumüller-Verlag)
EVELYN STEINTHALER (Hg.)
für "Frauen 1938. Verfolgte - Widerständige - Mitläuferinnen" (Milena-Verlag)
ERIKA THURNER und ALEXANDRA WEISS (Hg.)
für "Johanna Dohnal - Innensichten österreichischer Frauenpolitiken" (Studienverlag)

Termin
Freitag, 18. September 2009, 19.00 Uhr

Ort
Bruno-Kreisky-Forum für internationalen Dialog
Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Begrüßung und Einleitung:
RUDOLF SCHOLTEN, Präsident des Bruno-Kreisky-Forums
ALFRED GUSENBAUER, Präsident des Dr.-Karl-Renner-Instituts

Laudatoren:
WERNER FAYMANN, Bundeskanzler der Republik Österreich
HANNES SWOBODA, MEP, Vorsitzender der Jury

=> Nähere Information

=> Alle PreisträgerInnen 2008

Wir bitten um schriftliche Anmeldung: post@renner-institut.at


31.08.2009

step21 [Weiße Flecken] – Eine Zeitung für Geschichtskenntnis und Medienkompetenz

„In den Zeitungen des Dritten Reichs stand nicht, was war, sondern was Hitler und Goebbels gedruckt sehen wollten. step21 [Weiße Flecken] trägt nicht nur dazu bei, von der damaligen nationalsozialistischen Zensur und Propaganda verschüttete Erinnerungen frei zu legen. Es weckt das Bewusstsein, dass Medienfreiheit eine grundlegende Voraussetzung ist für
Demokratie.“
Prof. Dr. Gesine Schwan, Patin des Projekts step21 [Weiße Flecken]

<Hinweis>
<Konzept>


27.07.2009

AUSSCHREIBUNG

An der Historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät und an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien schreibt das von der Universität Wien finanzierte Initiativkolleg (IK) "Europäische historische Diktatur- und Transformationsforschung" bis zu 12 Promotionsstipendien (ca. 1.199 EUR/Monat brutto) international aus.

Beginn 1.10.2009, Dauer 36 Monate

<Ausschreibung>
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<Informationen>


10.06.2009

DAGEGEN MUSS ICH ETWAS TUN

DAGEGEN MUSS ICH ETWAS TUN
Portrait der Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann

A 2009, Regie: Tina Leisch, 90 min,

mit Hilde Zimmermann, Pauline Leibel, Othmar Wundsam, Harri Zimmermann u.a.

Kind des roten Wien, als Jugendliche politische Aktivistin, als junge Frau im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, mit Mutter, Bruder
und GenossInnen verhaftet und nach Ravensbrück deportiert: Hilde Zimmermann war ihr Leben lang auf der Suche nach einem "liebevollen Weg" zum Sozialismus.
Das filmische Portrait von Tina Leisch montiert Interviews, die Brigitte Halbmayr 1999 für das "Videoarchiv Ravensbrück" mit Hilde Zimmermann geführt hat mit Erinnerungen ihrer MitstreiterInnen und Weggefährten.

Eintritt freiwillige Spende, Kartenreservierung unter: 522 48 16


09.05.2009

Podiumsdiskussion; ERINNERUNG ALS WIDERSTAND?

Der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Renner-Institut,
das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes,
die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik und
die Theodor-Kramer-Gesellschaft

laden ein zur Podiumsdiskussion

ERINNERUNG ALS WIDERSTAND?
Zur Aktualität von Literatur über die Shoa

Termin
Freitag, 15. Mai 2009, 19.30 Uhr

Ort
Veranstaltungszentrum des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes
(DÖW),
Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien (Eingang im Hof)

Es diskutieren
ERICH HACKL, DORON RABINOVICI, SUSANNE SCHOLL, RENATE WELSH

Moderation
SIGLINDE BOLBECHER

Zuvor können Interessierte an einer Führung teilnehmen, bei der HERIBERT SCHIEDEL die
Arbeit des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes präsentiert.
Treffpunkt: 17.30 Uhr, Veranstaltungszentrum des DÖW (Adresse siehe oben)

Wir bitten um Anmeldung
Renner-Institut
T 01-804 65 01
post@renner-institut.at


09.05.2009

wahlkabine.at: EU-Wahl 2009

Am 7. Juni 2009 finden in Österreich EU-Wahlen statt:
SPÖ, ÖVP, Grüne, FPÖ, BZÖ, JuLis, Liste MARTIN oder KPÖ?

Österreichs erfolgreichste Politik-Orientierungshilfe im Internet sagt Ihnen, mit welcher Partei Sie am ehesten übereinstimmen!

http://wahlkabine.at/

Was ist wahlkabine.at?

wahlkabine.at ist eine Politik-Orientierungshilfe im Internet, mit der sich auf spielerische Weise ermitteln lässt, wie die persönliche Meinung mit den Standpunkten der Parteien übereinstimmt. Der Fragenkatalog umspannt alle Bereiche des politischen Lebens wie Bildung, Soziales, Kultur, Migration, Verkehr und Wirtschaft und zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Parteien auf. Alle Antworten und Kommentare der Parteien werden auf der Seite veröffentlicht. Im begleitenden Glossar stehen Erläuterungen in Form sachlicher Informationen zur Verfügung.

wahlkabine.at garantiert Anonymität, ist parteipolitisch unabhängig und gibt keine Wahlempfehlungen ab, sondern will politische Inhalte in den Vordergrund rücken, die Reflexion des persönlichen Wahlverhaltens fördern und zur Diskussion politischer Themen anregen. wahlkabine.at ist in der Zeit vor Wahlen zum Landtag, Nationalrat und zum EU-Parlament online. Seit 2002 wurden mehr als 66 Millionen politische Sachfragen beantwortet.

EU-WAHL 2009:

Seit 29. April ist wahlkabine.at mit 25 Fragen zur aktuellen Europawahl im Rahmen des internationalen Netzwerks VoteMatch Europe 2009 online: Politik-Orientierungshilfen aus mehreren Mitgliedsstaaten (AT, BG, CZ, D, GB, IRL, IT, H, NL, PL, RO, SK) stellen Fragen zu aktuellen Themen, die in der Landessprache und Englisch abrufbar sind. So lässt sich europaweit ermitteln, wie die persönliche Meinung mit den Standpunkten der Parteien übereinstimmt.  Zusätzlich richtet sich ein eigener Thesenkatalog in sechs Sprachen an die Fraktionen des europäischen Parlaments und betont damit eine gemeinsame europäische Dimension.

Diesmal neu: Lehrerinnen und Lehrer finden auf wahlkabine.at auch Unterrichtsmaterialien für die 7. bis 12. Schulstufe.

Links:
http://wahlkabine.at 
http://votematch.eu

Kontakt:
info@wahlkabine.at

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-- Institut für Neue Kulturtechnologien/t0
-- http://www.t0.or.at/

In Zusammenarbeit mit:

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-- Österreichische Gesellschaft für Politikwissenschaft
-- http://www.oegpw.at/

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-- Gesellschaft für Politische Aufklärung
-- http://www.uibk.ac.at/gfpa/

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-- Institut für Politikwissenschaft Universität Innsbruck
-- http://www.uibk.ac.at/politikwissenschaft/



09.05.2009

Buchpräsentation

Einladung zur Buchpräsentation und Podiumsdiskussion zum Thema: Bilder und Image der EU
Donnerstag, 14. Mai

<Einladung>


28.04.2009

April: Start der Aktionstage Politische Bildung 2009

LehrerInnenfortbildung: Wir wählen Europa

29. April 2009 von 13.00 bis 18.00 Uhr

Ort: art & more, Schulgasse 18, 1180 Wien

Im Mittelpunkt des Workshops steht das Anliegen, SchülerInnen zu motivieren, zur Wahl zu gehen, und sich - über die kommenden Europawahlen im Juni hinaus - aktiv für die Arbeit des Europaparlaments zu interessieren. Materialien und Übungsanleitungen für den Unterricht, Tipps für politische Didaktik und Moderationshinweise.

Anmeldung bitte unter service@politik-lernen.at

oder T 01/42 77-274 44

Slow Dating „Who is who in der Politischen Bildung"

7. Mai 2009 von 15.00 bis 17.30 Uhr

Ort: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Concordiaplatz 2, Erdgeschoss, 1010 Wien

Was Sie immer schon über die Politische Bildung in Österreich wissen wollten! Bei dieser Informationsveranstaltung für Lehrkräfte, TrainerInnen und Studierende stellen AkteurInnen der Politischen Bildung ihr vielfältiges Angebot vor. Präsentationen, Diskussionen, Infostände, Gratismaterialien, Buffet u.v.m.

Anmeldung bitte unter service@politik-lernen.at

oder T 01/42 77-274 44

 

EUropa-Pass - Das Quiz

Der EUropa-Pass vermittelt kompaktes Wissen für Jugendliche zur Geburtsstunde, zu den Institutionen und Symbolen der EU, den Schritten der europäischen Einigung sowie den Europawahlen 2009.

Bis zum Ende der Aktionstage, dem 9. Mai 2009, können Schulklassen beim dazugehörigen Quiz mitmachen: Beantwortet mit Hilfe des EUropa-Passes alle Fragen richtig und gewinnt zahlreiche Preise!

KOSTENLOSE MATERIALIEN FÜR DEN UNTERRICHT

Zum Schwerpunktthema der diesjährigen Aktionstage Politische Bildung - „Europäischen Integration und neue Grenzen" - gibt es auch Unterrichtsmaterialien zur Vertiefung des Themas im Unterricht, die kostenlos (gegen Übernahme der Portokosten) bei Zentrum polis bestellt werden können:

Europäische Integration. Texte und Unterrichtsbeispiele

Handreichung für Lehrkräfte, die mit Jugendlichen das historisch, kulturell und politisch gewachsene Projekt Europa im Unterricht behandeln wollen. Den Kern der Broschüre bilden zahlreiche Unterrichtsbeispiele für alle Altersgruppen.

Sondernummer polis aktuell: Europa wählen

Österreichs Jugendliche werden bei den Europawahlen im Juni als einzige in Europa bereits im Alter von 16 ihre Stimme abgeben können. Grund genug für Zentrum polis, ein eigenes Heft zur Europawahl zu erstellen. Das Heft enthält neben einem redaktionellen Teil zum Thema Europäisches Parlament, Europawahlen und Wahlmotivation auch viele weiterführende Link- und Literaturtipps sowie konkrete Unterrichtsbeispiele.

Politische Kultur. Mit einem Schwerpunkt zu den Europawahlen

Informationen zur Politischen Bildung Band 30

Das Thema „politische Kultur" wird im Kontext von politischer Sozialisation und politischem System präsentiert. Aus Anlass der Europawahl im Juni 2009 gibt es in einem Schwerpunkt Informationen zum Thema Wahlen zum Europäischen Parlament. Die Unterrichtsbeispiele orientieren sich am neuen Kompetenzmodell für die Politische Bildung und sind ab der 5. Schulstufe geeignet.

60 Jahre Europarat

2009 feiert der Europarat das 60jährige Jubiläum seines Bestehens. Das Info-Blatt liefert Informationen zu den Aufgaben und Mitgliedsstaaten des Europarats sowie Materialien-, Link- und Veranstaltungstipps rund um das Jubiläum.


28.04.2009

Veranstaltungsankündigung

DEMO: 10 JAHRE OMOFUMA
Am 1. Mai jährt sich der Tod von Marcus Omofuma zum 10. Mal. Mit einer
Kundgebung gedenken mehrere Initiativen den Opfern rassistischer Gewalt in
Österreich. SOS Mitmensch unterstützt die Kundgebung und ruft zur Teilnahme
auf. Zeit: 1. Mai 2009, 14 Uhr. Ort: Omofuma-Stein, U2-Station
Museumsquartier / Mariahilferstraße, 1070 Wien >>
http://www.wik-vernetzungsbuero.at/

DISKUSSION ETHNIC PROFILING
"Der schaut ma so verdächtig aus." Ist ethnic profiling eine notwendige
polizeiliche Ermittlungstaktik oder schlichtweg vorurteilsbehaftet und
rassistisch? Diese und ähnliche Fragen diskutieren Fachleute aus der Praxis
am 6. Mai ab 19:30 Uhr in der Volkshochschule Brigittenau. Eine gemeinsame
Veranstaltung von SOS Mitmensch, Südwind Wien, der Volkshochschule
Brigittenau und ZARA. >> http://www.sosmitmensch.at/stories/2360/


28.04.2009

"Die endlose Unschuldigkeit"

Das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum lädt herzlich ein!

Unter dem Titel "Die endlose Unschuldigkeit" veranstaltet das Elfriede
Jelinek-Forschungszentrum vom 23. April bis 20. Mai 2009 fünf Abende zu
Elfriede Jelineks Theaterstück "Rechnitz (Der Würgeengel)", das sich auf
die Ermordung von 180 jüdischen Zwangsarbeitern im Rahmen eines
nationalsozialistischen Festes am 24. März 1945 auf dem Rechnitzer Schloss
der Gräfin Margit Batthyány, geborene Thyssen-Bornemisza, bezieht.
Das Stück wird - nach seiner Uraufführung an den Münchner Kammerspielen im
November 2008 - mit dieser Veranstaltungsreihe, die Vorträge,
Diskussionsrunden, Videovorführungen und eine Lesung mit Anne Bennent
umfasst, erstmals in Österreich vorgestellt.

Im Museum am Judenplatz und am Institut für Theater-, Film- und
Medienwissenschaft wird zu Themen wie "Totengedenken", "Zeugenschaft",
"Fest - Orgie - Massaker", "Die Nachgeborenen" und zur szenischen
Umsetzung des Stücks diskutiert.
Zur Debatte steht auch David R. L. Litchfields Buch "The Thyssen Art
Macabre", das im Herbst 2007 in deutschen Zeitungen eine heftige
Kontroverse auslöste, und der Film "Totschweigen" (1994) von E. Erne und
M. Heinrich, der das "geschwätzige Verschweigen" des Massakers und die
vergebliche Suche nach den jüdischen Massengräbern dokumentiert.

Es wirken mit:
Brigitte Bailer-Galanda, Shmuel Barzilai, Ruth Beckermann, Anne Bennent,
Eduard Erne, Raimund Fastenbauer, Paul Gulda, Pia Janke, David R. L.
Litchfield, Julia Lochte, Walter Manoschek, Monika Meister, Robert Misik,
Jonny Moser, Ute Nyssen, Berthold Sandorffy, Gerhard Scheit, Frank Stern,
Daniela Strigl, Jossi Wieler.

Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm:
http://www.elfriede-jelinek-forschungszentrum.com/veranstaltungen/veranstalt
ungsreihe-2009/
Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei.

Das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum kooperiert für diese Reihe mit der
Israelitischen Kultusgemeinde, dem Jüdischen Museum Wien, RE.F.U.G.I.U.S
und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der
Universität Wien.


28.04.2009

Mölzer entdeckt die Palästinenser - von John BUNZL

Liest man das Organ des Herrn Mölzer: „Zur Zeit“ (was ich nicht empfehle),dann befindet man sich bald in  einem unappetitlichen Gebräu von alten und neuen Rassismen. Nachdem der Meister selbst Barack Obama im Zusammenhang mit dessen Türkei und Islam-freundlichen Äußerungen höhnisch zum „Schwarzen Messias“ erklärt, ereifert sich ein Martin Pfeiffer über den „Bürgermeister Mustafa Häupl“. Den Vogel schießt jedoch der Talmud-Gelehrte Heinz Thomann ab. In seiner Polemik gegen den „Tel Aviv Einwanderer“ Ariel Muzicant, der sich „in die Angelegenheiten der österreichischen Innenpolitik, die ihn nichts aber auch gar nichts angehen“ einmischt, schwingt er sich zum ungebetenen Verteidiger des (überwiegend islamischen) palästinensischen Volkes auf. Daß seine Ergüsse  nichts aber auch gar nichts mit Solidarität zu tun haben zeigt die Tendenz des ganzen Artikels. Er instrumentalisiert die Leiden dieses tatsächlich geschundenen Volkes vielmehr um seinen antisemitischen Mist abzusondern. Einerseits indem er  stereotyp Gaza als „Konzentrationslager“ bezeichnet, dem die  „endgültige Vernichtung“ bevorsteht (am liebsten wäre ihm wahrscheinlich , wenn Israel beginnen würde die Palästinenser zu vergasen); andererseits indem er die Motive der Israelis nicht aus dem Konflikt selbst, sondern „im alttesstamentarischen Sinn “von „Rache“-gelüsten  und dem „Vernichtungswahn im talmudischen Geist“, welcher „die gesamte Geschichte dieses Zionistenstaates durchläuft“, herleitet. Um zu verstehen wes Geistes Herr Thoman ist, erfahren wir an anderer Stelle, dass „es überwiegend Angehörige des jüdischen Volkes waren, welche die derzeitige schwere weltweite Wirtschaftskrise ausgelöst haben“. Steht das nicht schon in den Protokollen der Weisen von Zion? Auch ein Bernhard Tamaschitz ist über die
Ränke des „auserwählten Volkes“ im Bilde. Nach Thoman gehört übrigens auch Joschka Fischer dazu, denn der sei „selbst Jude“. Genügt das?  (alle Zitate aus: Zur Zeit 19/09)

Die Frage ist nur, ob man diesem groben Unfug mit dem Kadi begegnen sollte, oder ob die österreichische Gesellschaft robust genug ist selbst damit fertig zu werden. Letzteres ist leider zu bezweifeln.

21.04.2009

Vranitzky - Kolloquium Siegeszug des Rechtspopulismus als Folge der Wirtschaftskrise?

WIWIPOL lädt herzlich zum Vranitzky - Kolloquium Siegeszug des Rechtspopulismus als Folge der Wirtschaftskrise?

Termin Mittwoch, 27. April 2009, 18.00 Uhr
Ort Presseclub Concordia Bankgasse 8, 1010 Wien

Key Note Speaker Franz Vranitzky, Bundeskanzler a.D.
DiskutantInnen Peter Filzmaier, Politikwissenschafter, Donau-Universität Krems; Laura Rudas, Bundesgeschäftsführerin, SPÖ; Martina Salomon, Ressortleiterin Innenpolitik, "Die Presse"
Moderation Raphael Sternfeld, WIWIPOL

Wir bitten um Anmeldung WIWIPOL Hr. Dr. Patrick Horvath T 01-319 44 47 F 01-319 44 49 office@wiwipol.at


21.04.2009

Zuwanderer als Feindbild

Fachtagung des Sir Peter Ustinov Instituts

Zuwanderer als Feindbild

18. und 19. Mai 2009

Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,
Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Kommission für
Migrations- und Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften und dem Institut für Konfliktforschung sowie mit freundlicher
Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien MA7/Wissenschafts- und
Forschungsförderung, den Wiener Vorlesungen und der Deutschen Sir Peter
Ustinov Stiftung statt.

Wissenschaftliche Leitung: Univ.Prof. Dr. Heinz Fassmann

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Teilnahme nur mittels Anmeldung bis
4. Mai 2009 möglich.

Anmeldung und Programm auf der Homepage: http://www.ustinov.
<http://www.ustinov.at/veranstaltungen.htm> at/veranstaltungen.htm

 

Programm

18. Mai 2009

Eröffnung und Begrüßung

9:30 Uhr
Eröffnung durch Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer (Ehrenschutz)
Dr. Friedrich Gehart, Vorstand des Sir Peter Ustinov Instituts
Das Feindbild "Zuwanderer": Woher kommt es und was bewirkt es?
Einleitung und Moderation: Heinz Fassmann

10:00 Uhr: Josef Berghold: Ursachen und Konsequenzen des Feindbildes
"Zuwanderer" - ein Überblick

10:30 Uhr: Gudrun Biffl: Wahrnehmung und sachliche Realität der
vermeintlichen Bedrohung

11:00 bis 11.30 Uhr: Pause

11:30 Uhr: Ute Benz: Tiefenpsychologische Wurzeln für die Abwehr von
Mitgefühl und moralischer Verpflichtung

12.00 Uhr: Michael Bommes: Gesellschaftliche Funktion von Feindbildern

12:30 Uhr Diskussion

13.00 bis 14:00 Uhr Mittagspause

Europäische Perspektiven

Einleitung und Moderation: Wiebke Sievers

14:30 Uhr: Heinz Fassmann: Europäische Migrationen im Überblick

15:00 Uhr: Peter von Bethlenfalvy: Rechtsstellung des "Zuwanderers"
innerhalb der EU und geplante Maßnahmen der EU bei der Asyl- und
Einwanderungspolitik

15:30 - 16:00 Uhr: Pause

16:00 Uhr: Angelika Königseder: Feindbild Muslim in Europa

16:30 Uhr: András Kovács: Feindbild Roma in Europa

17:30-19:00 Uhr: Paneldiskussion:
Medien und Zivilgesellschaft: Beiträge zur Integration von MigrantInnen
Mit Michael Chalupka, Werner Kerschbaum, Birol Kilic, Corinna Milborn
Moderation: Peter Rabl, projektXchange (angefragt)

 

19. Mai 2009

Voraussetzungen und positive Effekte einer gelungenen "Integration"

Einleitung und Moderation: Wolfgang Benz

09:00 Uhr: Philip Martin: Internationale Erfahrungen mit
Integrationsmaßnahmen und Elemente einer Best-practice-Politik (in
englischer Sprache)

09:30 Uhr: Barbara John: Gesellschaftliche, volkswirtschaftliche und
persönliche Vorteile aus einer gelungenen "Integration"

10:00 Uhr: Wolfgang Benz: Was sollen Aufnahmegesellschaft und ZuwanderInnen
zu einer erfolgreichen "Integration" beitragen?

10:30 Uhr: Hilde Weiss: Wie kann die Jugend besser auf Integration
vorbereitet werden?

11:00 bis 11:30 Uhr: Diskussion

11:30 bis 12:00 Uhr: Pause

Orientierungslinien für einen Abbau des Feindbilds "Zuwanderer"

Einleitung und Moderation: Heinz Fassmann

12:00 Uhr: Gianni D’Amato: Politik ohne Feindbilder

12:30 Uhr: Anton Pelinka: Bildung als Beitrag zur Feindbildbekämpfung

13:00 Uhr: Manfred Nowak: Mehr Respekt vor Anderen und mehr Dialog

13:30 Uhr: Barbara Frischmuth: Mehr Sensibilität und Menschlichkeit

14.00 Uhr: Diskussion und Abschluss


10.04.2009

Aktionstage Politische Bildung 23. April bis 9.Mai

Die Aktionstage Politische Bildung sind eine jährliche, österreichweite Veranstaltungsreihe zur Politischen Bildung. Österreichs Bildungseinrichtungen setzen drei Wochen lang Schwerpunkte rund um Politik- und Demokratie-Lernen. 2009 ist aus Anlass der Europawahlen die europäische Integration Schwerpunktthema. Wie jedes Jahr gibt es auch 2009 wieder speziell für Lehrkräfte und SchülerInnen entwickelte Veranstaltungen und Aktionen. Nähere Informationen unter www.aktionstage.politische-bildung.at

<Informationen>


04.03.2009

GEDENKFAHRT NACH ENGERAU

Zeit: Sonntag, 29. März 2009
Abfahrt 8.00 Uhr (Sommerzeit)

Rückkehr: ca. 18 Uhr

Treffpunkt: 1020 Wien, öffentliche Dr. Richard Bushaltestelle Praterstern / Nähe Nordbahnstraße
Unkostenbeitrag: EUR 11,-

Anmeldung bis 20. März 2009:
Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider
e-mail: kuretsidis@hotmail.com
Tel.: (01) 22 89 469 / 315

<Informationen>


04.03.2009

GEDENKDIENST

Ausbildungsprogramm für StudienfahrtenleiterInnen

Am 10. März 2009 findet um 18 Uhr in der Volkshochschule Ottakring ein Informationsabend zum Projekt studienfahrten.at statt – bitte einfach vorbeikommen!

Volkshochschule Ottakring
Ludo-Hartmann-Platz 7
A - 1160 Wien

<weitere Informationen>


19.02.2009

Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

4. bis 10. April (Karwoche)

<Information>


26.01.2009

wahlkabine.at für Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg gestartet!

Utl.: Österreichs erfolgreichste Politik-Orientierungshilfe im Internet eröffnet Superwahljahr 2009 mit erweitertem Informationsangebot

Sollen in Salzburg alle religiösen Symbole aus öffentlichen Gebäuden entfernt werden? Soll Kärnten bei stationären Pflegefällen die Kosten zur Gänze übernehmen? Sollen Möglichkeiten der Direktdemokratie wie z.B. Volksbefragungen stärker ausgebaut werden?

Das sind drei der insgesamt 25 Fragen, auf die interessierte Nutzer und Nutzerinnen seit 18. Jänner unter www.wahlkabine.at per Mausklick antworten können. Die Internet-Wahlkabine vergleicht anschließend die Eingaben mit den Standpunkten der Kärntner und Salzburger Parteien und zeigt den Grad der persönlichen Übereinstimmung oder Abweichung auf.
Das Projekt der Politischen Bildung wird für die beiden Landtagswahlen am 1. März 2009 in Kooperation mit der Kärnten-Ausgabe der "Kleinen Zeitung", den "Salzburger Nachrichten" und dem "Dachverband Salzburger Kulturstätten" realisiert. "Wir sind davon überzeugt", erklären die Initiatoren Konrad Becker und Martin Wassermair vom Institut für Neue Kulturtechnologien, "dass wir mit der Internet-Wahlkabine für die Landtagswahlen an den bisherigen Erfolge anschließen und gleich zu Beginn des Superwahljahr 2009 das große Interesse der Menschen an Politik abseits der medialen Inszenierung bestätigen können".

wahlkabine.at dient nicht zur Überprüfung einer politischen Gesinnung und ebensowenig wird eine Wahlempfehlung ausgesprochen. Für die inhaltliche Korrektheit der Antworten hat einmal mehr ein Redaktionsteam gesorgt, dem Personen mit ausgewiesener Sachkenntnis in der Landespolitik sowie in Politikwissenschaft und Methodik angehören.

wahlkabine.at wurde seit 2002 mehr als 2.300.000 Mal bei Landtags- und Nationalratswahlen genutzt und ist mit 65 Millionen Beantwortungen von Einzelfragen die unbestrittene Nummer 1 unter den österreichischen Politik-Orientierungshilfen im Internet. Für die Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg am 1. März 2009 konnte das Angebot erweitert werden. Neben ausführlichen Vergleichsmöglichkeiten veröffentlicht die Politik-Orientierungshilfe auch Kommentare der Parteien zu den einzelnen Fragestellungen.

Darüber hinaus steht erstmals ein Glossar zur Verfügung, das nicht zuletzt Jugendlichen zentrale Politik-Begriffe erläutert und vermittelt. Doch auch das Spielvergnügen selbst kommt nicht zu kurz. So sorgt ab sofort der neue Zufallsgenerator bei der Anordnung der Fragen für zusätzliche Spannung.

Link: http://wahlkabine.at/


13.12.2008

KÜCHENGESPRÄCHE MIT REBELLINNEN

Am Sonntag, dem 14.12.2008 um 20.00 und am 21.12. um 21.45 (Wh) gibt es im Rahmen von independent views - 30 jahre medienwerkstatt auf okto wieder zu sehen: 

KÜCHENGESPRÄCHE MIT REBELLINNEN
Österreich 1984

Regie & Schnitt: Karin Berger, Elisabeth Holzinger, Lotte Podgornik, Lisbeth N. Trallori

Kamera/Ton: Gerda Lampalzer

Musik: Carla Bley  

Mit: Rosl Grossmann-Breuer, Anni Haider, Agnes Primocic, Johanna Sadolschek-Zala

Verleih: www.medienwerkstatt-wien.at; www.filmladen.at

Am 14. 12. gibt es anschließend ein Studiogespräch mit den Gästen Karin Berger, Gustav Deutsch, Gerda Lampalzer und Manfred Neuwirth


13.12.2008

Filmmatinee

Sunday Afternoon

Sonntag 14.12.
13h im Filmcasino

<infos>


25.11.2008

Endlich ein Filmfestival zum Thema Menschenrechte in Wien!

Aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte verwandelt this human world von 2. bis 12. Dezember 2008 ganz Wien in eine Stadt der Menschenrechte. "Die Rolle Wiens als Menschenrechtsstadt ist noch viel zu wenig ausgebaut. Gerade Wien, u.a. dritter Sitz der Vereinten Nationen und seit kurzem auch Sitz der Europäischen Grundrechteagentur, sollte sich stärker als EU-Hauptstadt der Menschenrechte positionieren" - so Manfred Nowak vom Ludwig Boltzmann Institut - „this human world ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

this human world versteht sich als Plattform der Bewusstseinsbildung für dieses wichtige Thema. „Das Medium Film ist ein idealer Vermittler unserer Anliegen, denn es spricht Herz und Hirn gleichermaßen an,“ – so Festivalleiter Johannes Wegenstein – „Neben der Präsentation internationaler, preisgekrönter und aktueller Filme ist uns vor allem auch die konkrete Unterstützung von Initiativen wichtig, um über das Festivalevent hinaus nachhaltige Arbeit für humanitäre Projekte zu leisten.“

Mit einem spannenden Filmprogramm, mehr als 60 Arbeiten aus aller Welt, und einem umfangreichen Diskussions- und Rahmenprogramm mit Vorträgen, Musik und Festen macht das Festival auf brisante und dringende Fragen zum Thema Menschenrechte aufmerksam. Zahlreiche Gäste, darunter etwa Filmgrößen wie Paul Freedmann („Sand and Sorrow“) oder der bekannteste Schriftsteller und Friedensaktivist Tibets, Tenzin Tsundue, kommen nach Wien um das Festival zu einem kommunikativen Ort der Begegnung zumachen.

www.thishumanworld.com

Pressevorführung SAND AND SORROW

Wir bieten am 24.11.2008 um 12.00 Uhr die Gelegenheit, SAND AND SORROW (USA, 2007, 92 Min., OF) von Paul Freedman zu sehen. Der aufrüttelnde Dokumentarfilm wird im Rahmen von this human worldals Österreichpremiere zu sehen sein.

Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien


20.11.2008

PODIUMSDISKUSSION

Rechtsruck, Unwissen oder Protest?
JungwählerInnen bei der NR-Wahl 2008

TeilnehmerInnen:
- Abg.NR Ing. Christian Höbart (Jugendsprecher der FPÖ)
- Dr. Florian Perlot (Institut für Strategieanalysen)
- MMag. Kathrin Stainer-Hämmerle (Universität Klagenfurt)
- Martin Wassermair (wahlkabine.at; World-Information-Institute)
- Abg.NR Tanja Windbüchler-Souschill (Jugendsprecherin der Grünen)

Moderation: Mag. Alexandra Weiss (Universität Innsbruck)

Zeit: Freitag, 28. November 2008, 18.00 Uhr
Ort: HS II, Institut für Höhere Studien, Stumpergasse 56, 1060 Wien

Veranstalter: Österreichische Gesellschaft für Politikwissenschaft
(ÖGPW), http://www.oegpw.at, office.oegpw@ihs.ac.at


20.11.2008

Podiumsdiskussion

ERINNERUNGSARBEIT ALS GESELLSCHAFTSPOLITISCHE HERAUSFORDERUNG
am Beispiel des „Temporären Denkmals“ für die NS-Euthanasie-Opfer in Hall/Tirol

<Einladung>


16.11.2008

10 Jahre Forschungsstelle Nachkriegsjustiz: Einladung zu Podiumsdiskussion und Fachtagung

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens führt die Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am 27. November 2008 eine Podiumsdiskussion zum Thema Wozu heute noch justizielle Verfolgung von NS-Tätern? und am 28. November eine internationale Fachtagung zum Thema
„Nachkriegsprozesse als Bestandteil von Transitional Justice und als Impulsgeber für die NS-Forschung“durch.

Ort Bundesministerium für Justiz.

Das ausführliche Programm ist unter http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/10_Jahre_FStN.php abfragbar.


11.11.2008

Filmdokumente zur Zeitgeschichte

23. November 2008, 14:30

Filmdokumente zur Zeitgeschichte. Bilder vom Großen Krieg

Österreichisches Filmmuseum
Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)

Reservierung unter 01/533 70 54 oder unter www.filmmuseum.at.


Kijkes van de Oostenrigksche Marine (Bilder von der Österreichischen Marine)
(ca. 1912) Farbe, ca. 7 min
Unsere Kriegsflotte 1.Teil (ca. 1914) Farbe, ca. 12 min
Messter Woche 15/1915 (1915) Farbe, ca. 9 min
Der Untergang der S.M.S. Szent Istvan am 10. Juni 1918 (1918) s/w, ca. 2 min
[Die Schlacht von Görz] (ca. 1916) s/w, ca. 16 min
[Isonzói-csata] (Fragment u.a. von Die zehnte Isonzoschlacht)(1917) s/w, ca. 48 min

sowie weitere Fragmente von Aktualitäten und Propagandafilmen

Die Filme werden kommentiert und mit den Gästen und dem Publikum diskutiert. Vor [Isonzói-csata] gibt es eine zehnminütige Pause.

Gäste: M. Christian Ortner (Direktor des Heeresgeschicht lichen Museums, Wien), Ilja Steffelbauer (Historiker und Anthropologe, Wien)

<Informationen>


11.11.2008

"Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus"

am 14. November ab 13 Uhr im Palais Epstein herzlich ein. 

Anlässlich des Gedenkjahres 2008 veranstaltet die Bundesjugendvertretung als Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen in Österreich gemeinsam mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die Enquete "Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus". Diese widmet sich aus der Perspektive der Opfer, der Involviereten und des Widerstands der bislang zu wenig erforschten Geschichte von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus. Insgesamt werden acht Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion zum Thema stattfinden.

Die Enquete soll über den Rückblick auf die Vergangenheit Anknüpfungspunkte ins Heute finden und dazu beitragen, das Bewusstsein für gegenwärtige gesellschaftliche Gefahren wie Rassismus, AusländerInnenfeindlichkeit und Diskriminierung zu schärfen. Dafür ist es notwendig, Geschichte als lebendige Kraft wahrzunehmen, die zu nachhaltigen Lernprozessen in der Kinder- und Jugendarbeit beiträgt. Die Enquete ist als Brückenschlag von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft konzipiert und soll Impulse für den künftigen Umgang mit Kindern und Jugendlichen setzen.

<Einladung>


10.11.2008

Die Politisierung muslimischer Migration in Österreich

Dienstag, 18. 11. 2008 – Semperdepot, M1, Lehargasse 6-8, 1060 Wien

19:00 – Leila Hadj-Abdou
„Die Politisierung muslimischer Migration in Österreich: Rassistische Kulturalisierungen von Geschlechtergleichheit“

<Informationen>


04.11.2008

Weg des Gedenkens durch das Weißgerberviertel

70 Jahre nach dem Novemberpogrom (sogen. Kristallnacht) werden die ersten vier Stationen eröffnet.

Ehrenschutz und Einweihung: Oberrabbiner Chaim Paul Eisenberg

Sonntag, 9. November 2008  14:30 Uhr

Treffpunkt: DAS DORF
1030 Wien, Obere Viaduktg. 2/1

Begrüßung und Programm:

Bezirksvorsteher-Stellvertreter D.I. Rudolf Zabrana
Mag. Gerhard Burda - Steine der Erinnerung - Wien 3

Nadja Herscovici liest aus dem Tagebuch der Anne Frank


04.11.2008

NIEMALS VERGESSEN!

NIEMALS VERGESSEN!
Nie wieder Faschismus! Gegen die rechten Blender und Verführer!

Mahnwache und Kundgebung
Sonntag, 9. November 2008, 11 Uhr
Gedenkstein vor dem ehemaligen Aspangbahnhof Platz der Opfer der Deportationen (bei Ecke A.-Blamauerg./Aspangstr.), 1030 Wien

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in Wien 42 Synagogen und jüdische Bethäuser, zahllose jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert, zerstört und beschlagnahmt. 6547 Juden wurden festgenommen und 3700 davon in das Konzentrationslager Dachau verschickt.
Hinter all diesen Daten, Zahlen und Fakten steht jenes unsagbar grauenvolle Leid, das in der "Reichskristallnacht", im "Novemberpogrom 1938"
jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern von den nationalsozialistischen Machthabern angetan wurde. Diese Nacht vom 9. zum 10. November 1938 war kein Randphänomen der Geschichte des Dritten Reiches, sondern ein Geschehen, dem zentrale Bedeutung zukommt. Die "Reichskristallnacht" war eine Hauptstation auf dem Weg der verbrecherischen nationalsozialistischen Judenpolitik zum Völkermord. In den folgenden Jahren 1939-1942 wurden
zehntausende österreichische Juden vom ehemaligen Aspangbahnhof in Vernichtungslager deportiert und kehrten nicht mehr zurück.
NIEMALS VERGESSEN!

Zu dieser Kundgebung rufen auf:
Alternative und Grüne GewerkschafterInnen
(AUGE/UG); Bund sozialdemokratischer
Freiheitskämpfer, Opfer des Faschismus und
aktiver Antifaschisten; Deserteurs- und
Flüchtlingsberatung; Die Bunte Zeitung; Dieter
Schrage - Die Grünen SeniorInnen; Föderation der
ArbeiterInnen Syndikate (FAS); Gedenkdienst;
Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB); Infoladen
Wels; Initiative Aspangbahnhof; Kommunistische
Partei Österreichs - Wien (KPÖ-Wien); Pierre
Ramus Gesellschaft; Redaktion "Akin";
Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO);
Romano Centro - Verein für Roma; Service Civil
International (SCI); Sozialistische Jugend Wien
(SJ-Wien); Sozialistische LinksPartei (SLP);
Unabhängiges Antifaschistisches Personenkommitee
Burgenland; ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit


26.10.2008

"Kristallnacht" - die Novemberpogrome 1938

Das Bildungs- und Heimatwerk (Akademie für Bildung und Regionalkultur)  und die Gesellschaft für politische Aufklärung laden Sie herzlich zu einer Veranstaltung  aus der Reihe "Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen" anlässlich des Gedenkjahres 2008 und im Gedenken an die Novemberpogrome 1938 ein:

"Kristallnacht" - die Novemberpogrome 1938
Erinnerungen des Juden Rudolf Gelbard
Freitag, 31. Oktober 2008, 17 Uhr

Rudolf Gelbard, 1930 geboren, bekam die Demütigungen als "Judenbub" nach dem Hitlereinmarsch voll zu spüren: jüdische Schüler wurden aus den öffentlichen Schulen verwiesen, Gesetze und Erlässe vernichteten die wirtschaftliche Existenz der Juden und engten die persönliche Bewegungsfreiheit ein. 1942 wurde er mit seiner Familie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er mit Glück überleben konnte.

Rudolf Gelbard, der bis heute unermüdlich als Aufklärer gegen Faschismus und Antisemitismus unterwegs ist, wird an diesem Abend über jene Zeit berichten, als in Wien die Synagogen brannten. Als Einführung zeigen wir den Film "Der Mann auf dem Balkon" (2008, Regie: Kurt Brazda), in dem Rudolf Gelbard an die Schauplätze seiner Kindheit in Wien und Theresienstadt führt.

Prof. Rudolf Gelbard ist der 1. Preisträger des vom Republikanischen Club - Neues Österreich vergebenen Preises für Aufklärung gegen Faschismus und Antisemitismus.

Referent: Prof. Rudolf Gelbard
Termin: Freitag, 31. Oktober 2008, 17 Uhr
Ort: Admiral Kino, 1070 Wien, Burggasse 119
Kostenbeitrag: € 8,--
Kino-Platzreservierung: :reservierung@admiralkino.at
VeranstalterInnen: Bildungs- und Heimatwerk NÖ (Akademie für Bildung und Regionalkultur)
Gesellschaft für politische Aufklärung
in Kooperation mit: WIFAR-Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung, Admiral Kino
Organisation: Waltraud Riegler, BHW-Akademie für Regionalkultur
in Kooperation mit der Gesellschaft für politische Aufklärung, Dr. Karin Liebhart

Informationen und Anmeldung: BHW NÖ, Waltraud Riegler, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhw-n.eu, http://www.bhw-n.eu


26.10.2008

Lange Nacht der Forschung

<Einladung>


26.10.2008

Einladung zur Buchpräsentation

Eleonore Lappin und Albert Lichtblau (Hg.)
Die "Wahrheit" der Erinnerung". Jüdische Lebensgeschichten
Studienverlag, Innsbruck u.a. 2008

am Mittwoch, 29. Oktober 2008, um 18.30 Uhr im Jüdischen Museum Wien Dortoheergasse 11, 1010 Wien

Die "Wahrheit' der Erinnerung" war ein Tagungstitel, der heftigere Reaktionen auslöste als erwartet. Denn damit wurde die Authentizität von Lebenserinnerungen in Frage gestellt - und dies gerade auf dem sehr heiklen und belasteten Gebiet der jüdischen Lebenserinnerungen und der Erinnerung an die Shoah. Die in diesem Band versammelten Beiträge wollen die Bedeutung der Lebenserinnerungen für die Forschung nicht schmälern, sie zeigen vielmehr die Spannbreite der Zugänge zu dem, was Forschende unter "Erinnerung", "Gedächtnis", Autobiographischem verstehen. Sie setzen diese Begriffe immer wieder in Relation zu dem Begriff der "Wahrheit". Den inneren Kern der "Wahrheit der Erinnerung" von verschiedenen Perspektiven aus kritisch zu beleuchten, war eines der Anliegen der Tagung. Erinnerung soll also keineswegs entwertet, sondern, im Gegenteil, ihr Stellenwert und somit ihre Bedeutung für die Zukunft sichtbar gemacht werden.


Doron Rabinovici liest aus seinem Roman "Ohnehin"
Maria Ecker und Karin Stögner sprechen mit der Herausgeberin Eleonore Lappin und dem Herausgeber Albert Lichtblau über ihre Erfahrungen bei Interviews mit jüdischen Überlebenden.


14.10.2008

Einladung zur Buchpräsentation

Das Karl von Vogelsang-Institut lädt ein zur Buchpräsentation:
Gerald Stourzh (Hg.) Herbert Stourzh Gegen den Strom. Ausgewählte Schriften gegen Rassismus, Faschismus und Nationalsozialismus 1924-1938  

Mittwoch, 22. Oktober 2008, 19.30 Uhr  
Politische Akademie Tivoligasse 73 1120 Wien

Begrüßung
Dr. Helmut Wohnout (Geschäftsführer des Karl von Vogelsang-Instituts)

Für die Herausgeber der "Studien zu Politik und Verwaltung"
Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Wolfgang Mantl

Vorstellung des Bandes
Sektionschef i.R. Dr. Raoul Kneucker

Als Herausgeber und Sohn
Univ.-Prof. Dr. Gerald Stourzh

Nach der Veranstaltung ladet das Karl von Vogelsang-Institut zu einem Buffet.

Kurztext:
Als "Nationalbestialismus" bezeichnete Herbert Stourzh (1889-1941) den Nationalsozialismus bereits 1934. Er begann schon Mitte der Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts, gegen Rassismus, Nationalismus und Staatsvergötzung zu schreiben. Stourzh verfocht eine pazifistisch-weltbürgerliche, auf der Grundlage der Ethik der Bergpredigt ruhende Weltsicht. Seine Abrechnung mit dem NS-Rassenwahn und der Idolisierung des Staates im italienischen Faschismus, aber auch in der Staatsphilosophie eines Othmar Spann fand ihren Höhepunkt in dem Buch "Humanität und Staatsidee", das 1938 schon nach dem "Anschluß" in der Schweiz unter dem Pseudonym Karl Sturzenegger herauskam und hier nach 70 Jahren erstmals wiederveröffentlicht wird. 

Erhältlich im Buchhandel oder direkt bei:

http://www.boehlau.at/main/book_volume.jsp?bookVolumeID=3-205-77875-8


14.10.2008

Einladung zur Buchpräsentation

Maximilian Gottschlich
Versöhnung
Spiritualität im Zeichen von Thora und Kreuz. Spurensuche eines Grenzgängers

Dienstag, 21. Oktober 2008, 18.30 Uhr

Jüdisches Museum der Stadt Wien
Dorotheergasse 11
1010 Wien

Der Eintritt ist frei.

 

Begrüßung
Dr. Eva Reinhold-Weisz, Böhlau Verlag

Moderation
Dr. Doris Appel, ORF

Der Autor liest aus seinem Buch mit anschließender Diskussion

Christentum ist nicht ohne Judentum. Dieser Umstand wird von vielen Christen weithin tabuisiert und ignoriert. Immer noch trifft zu, was der Theologe Karl Barth einmal so formulierte: "Die Kirche ist den Juden, denen sie alles schuldet, bis zum heutigen Tag alles schuldig geblieben." Dieses Buch macht deutlich: Christliche Spiritualität "nach Auschwitz" kann nur eine Spiritualität der Versöhnung sein - im wahrhaften Dialog mit dem Judentum, mit dem Geist Israels, aus dem auch der gläubige Jude Jesus schöpfte. Der Weg dort  hin beginnt damit, nicht das Trennende beider Religionen zu suchen, sondern das Verbindende. Wie das gelingen kann, darauf versucht der Wiener Kommunikationswissenschafter Maximilian Gottschlich Antwort zu geben. Der Autor zieht darin Bilanz auch über seinen eigenen religiösen Weg als  katholischer Christ mit familiären jüdischen Wurzeln, als Grenzgänger zwischen Judentum und Christentum, der sich in beiden Religionen beheimatet fühlt. Sein Buch  verbindet persönliche Überzeugungen und religiöse Einsichten mit grundsätzlichen Fragen des Glaubens im post-metaphysischen Zeitalter... 

Im Anschluss werden Erfrischungen gereicht.

Erhältlich im Buchhandel oder direkt bei: http://www.boehlau.at/main/book.jsp?bookID=3-205-77658-5


11.10.2008

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung

In Geschichte eingeschrieben. Die Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien

Zeit: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 19.00 Uhr
Ort: Universitätsbibliothek, Kleiner Lesesaal, Dr. Karl Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Web: http://www.univie.ac.at/Geschichte/sfn/

Eine kleine, sorgfältige Auswahl zeigt die Vielfalt und den Reichtum der seit den 1990er Jahren in der Sammlung Frauennachlässe archivierten Quellen. Einzelne Nachlässe werden ebenso vorgestellt wie Selbstzeugnisse verschiedener Genres: Das Tagebuch einer Achtjährigen ist zu sehen und Schriftstücke der internationalen Friedensbewegung, Feldpost aus den beiden Weltkriegen, Liebesbriefe, zahlreiche Fotografien und vieles mehr. Die ausgestellten Dokumente und Objekte sind regional breit gestreut, sie verbinden Länder und sogar Kontinente, kommen aus unterschiedlichen Zeiten und sozialen Zusammenhängen. Die Gestalterinnen demonstrieren die vielfältigen Möglichkeiten der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Selbstzeugnissen und möchten zum weiteren Forschen motivieren. 

Zum Programm der Eröffnungsveranstaltung

Dauer der Ausstellung: bis 31. Jänner 2009


11.10.2008

Österreicherinnen im KZ Lichtenburg

Vorträge und Gespräche

Donnerstag, 16. Oktober, 19.00 Uhr

Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

Bis zur Fertigstellung des Frauen-KZ Ravensbrück im Mai 1939 diente das KZ Lichtenburg als Frauenlager. Anhand von Biografien ehemaliger Häftlinge und einer österreichischen Aufseherin soll mit der Geschichte des KZ Lichtenburg ein Schlaglicht auf den Beginn der Verfolgung widerständiger und „gemeinschaftsfremder“ Frauen geworfen werden.

Eine Veranstaltung der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen, in Kooperation mit dem Depot, gefördert vom Bundeskanzleramt:Frauen


11.10.2008

Ankündigung

ABSCHIEDE 1938. DIE VERNICHTUNG DES GEISTIGEN WIEN
Eine Veranstaltungsreihe des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften gemeinsam mit der Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- & Forschungsförderung - MA 7 und der Wienbibliothek im Rathaus - MA 9

Mittwoch, 15. Oktober 2008
Ort: VOLKSHALLE DES WIENER RATHAUSES, Lichtenfelsgasse 2, 1010 Wien
Zeit: 18 Uhr s. t.

WIE VIEL ARBEIT BRAUCHEN MENSCHEN? MARIE JAHODA UND DAS DENKEN ÜBER ARBEIT UND ARBEITSLOSIGKEIT HEUTE

In allen Kulturen war und ist die Einstellung zur Arbeit ambivalent und oszilliert zwischen den Vorstellungen von Strafe für schuldhaftes Verhalten und der Möglichkeit einer schöpferischen Gestaltung der Welt. Angesichts der weltweiten Veränderungen der Arbeitsmärkte, der veränderten Formen von Arbeit und Arbeitslosigkeit stellt sich die alte Frage neu, wie sich Menschen die Welt tätig aneignen und welche Schlussfolgerungen sich aus der Geschichte der Arbeit, ihrer Effizienz- und Produktivitätsformen ergeben. Marie Jahoda hat als Mitautorin der klassischen Studie "Die Arbeitslosen von Marienthal" und als Sozialforscherin erstmals die Fragen nach den Folgen von Arbeitslosigkeit für Menschen gestellt und ist dem Thema, wie viel Arbeit der Mensch braucht, ihr Leben lang treu geblieben.

CHRISTIAN FLECK ist Professor am Institut für Soziologie der Universität Graz, u. a. ist er seit 1994 Herausgeber der Bibliothek sozialwissenschaftlicher Emigranten.
Moderation: EVA PFISTERER ist langjährige Journalistin für den ORF. Interessengebiete: Europathemen, Finanzmärkte, Globalisierung, Literatur, Philosophie und Musik.

05.10.2008

"KRISTALLNACHT" - DIE NOVEMBERPOGROME 1938

Die BHW-Akademie für Regionalkultur und Gesellschaft für politische Aufklärung veranstaltet in Kooperation mit dem WIFAR-Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung und dem Admiral Kino am 31. Oktober um 17 Uhr die Filmvorführung „Der Mann auf dem Balkon“ mit einem anschließenden Gespräch mit Rudolf Gelbhard.

Erinnerungen des Juden Rudolf Gelbard: Rudolf Gelbard, 1930 geboren, bekam die Demütigungen als "Judenbub" nach dem Hitlereinmarsch voll zu spüren: jüdische Schüler wurden aus den öffentlichen Schulen verwiesen, Gesetze und Erlässe vernichteten die wirtschaftliche Existenz der Juden und engten die persönliche Bewegungsfreiheit ein. 1942 wurde er mit seiner Familie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er mit Glück überleben konnte.

Rudolf Gelbard, der bis heute unermüdlich als Aufklärer gegen Faschismus und Antisemitismus unterwegs ist, wird an diesem Abend über jene Zeit berichten, als in Wien die Synagogen brannten. Als Einführung zeigen wir den Film "Der Mann auf dem Balkon" (2008, Regie: Kurt Brazda), in dem Rudolf Gelbard an die Schauplätze seiner Kindheit in Wien und Theresienstadt führt.

Freitag, 31. Oktober 2008, 17 Uhr : DER MANN AUF DEM BALKON. Ö 2008. Regie: Kurt Brazda).

Referent: Prof. Rudolf Gelbard

Kostenbeitrag: € 8,--

Anmeldung: bis 24. Oktober

Kino-Platzreservierungen: reservierung@admiralkino.at

Organisation: Waltraud Riegler, BHW-Akademie für Regionalkultur
in Kooperation mit der Gesellschaft für politische Aufklärung, Dr. Karin Liebhart

Informationen und Anmeldung: BHW NÖ, Waltraud Riegler, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhw-n.eu http://www.bhw-n.eu


05.10.2008

Buchpräsentation

Democratisation and De-democratisation in Europe?
Austria, Britain, Italy and the Czech Republic – A Comparison


Termin: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 18.30 Uhr
Ort: Aula, Altes AKH, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

<nähere Informationen>

20.09.2008

Politik-lexikon für junge Leute

Politklexikon für junge Leute

02.09.2008

Buchpräsentationen, Schubert, Geschichte der österr. Juden / Wien / Hohenems

Donnerstag, 18. September, 18 Uhr, Jüdisches Museum Hohenems
Ansprechpartner: Direktor Hanno Loewy (loewy@jm-hohenems.at) bzw. dessen Assistentin (Birgit Sohler sohler@jm-hohenems.at)
<Programm>

Mittwoch, 24. September, 18 Uhr, Jüdisches Museum Wien
Ansprechparterinnen: Mag. Gabriele Kohlbauer-Fritz (gabriele.kohlbauer@jmw.at) und Mag. Felicitas Heimann-Jelinek (felicitas.heimann@jmw.at)
<Programm>

Erhältlich im Buchhandel oder direkt bei: http://www.boehlau.at


02.09.2008

Exil in Paris - Ein Spezialprogramm zur Ausstellung MODERNE AUF DER FLUCHT. ÖSTERREICHISCHE KÜNSTLERiNNEN IN FRANKREICH 1938-1945

Donnerstag, 4. September 2008

Exil in Paris – Ein Spezialprogramm zur Ausstellung MODERNE AUF DER FLUCHT. Österreichische KünstlerInnen in Frankreich 1938-1945

15:30 Uhr – KuratorinnenFÜHRUNG mit Andrea Winklbauer durch die Ausstellung MODERNE AUF DER FLUCHT
Ort: Jüdischen Museum - Palais Eskeles, Dorotheergasse 11, 1010 Wien, Treffpunkt im Foyer

16:45 Uhr - FILMvorführung DU HAUT EN BAS (F 1933, Regie: G.W. Pabst)
Mit einer Einführung von Brigitte Mayr und Michael Omasta 
Ort: Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, 1010 Wien

„DU HAUT EN BAS, Pabsts erster Exilfilm, ist auch einer seiner atypischsten. Die muntere Hinterhofwelt dieser ‚Wiener Komödie’ entstand mitten in Paris, im Studio der Tobis, das im Herbst 1933 von einer Equipe „exterritorialer“ Filmleute bevölkert wurde. Neben seinem üblichen Mitarbeiterstab (seinem Assistenten Herbert Rappaport, dem Ausstatter Ernö Metzner, dem Kostüm-bildner Max Pretzfelder und dem Cutter Hans/Jean Oser) beschäftigte Pabst bei diesem Film eine Reihe weiterer EmigrantInnen. Das Drehbuch verfasste die Wienerin Anna Gmeyner (nach einer Komödie von Ladislaus Bus-Fekete), die Kamera führte der Breslauer Eugen Schüfftan, für den kurz zuvor aus Wien eingetroffenen Schauspieler Peter Lorre wurde eigens noch rasch eine kleine Nebenrolle improvisiert.“ (Brigitte Mayr/Michael Omasta)

„So sind die Figuren, die da über Hinterstiegen und -höfe klettern, nicht mehr die Repräsentanten festgefügter Klassen und Schichten, sondern Gestrandete, Auf- und Absteiger, denen die Karten neu gemischt worden sind.“ (Gertrud Koch) 

Kombikarten: € 12,- / € 8,- ermäßigt für Studenten und Pensionisten an der Kassa des JMW
Reservierung zwischen 10:00 und 17:30 Uhr unter Tel.: 01-535 04 31-210

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NUR NOCH BIS 7. SEPTEMBER 2008

MODERNE AUF DER FLUCHT. ÖSTERREICHISCHE KÜNSTLERiNNEN IN FRANKREICH 1938-1945
Jüdisches Museum - Dorotheergasse 11, 1010 Wien
Mehr zur Ausstellung unter http://www.jmw.at


13.07.2008

REQUIEM FÜR SEIBANE

„Ausbildung hin oder her, bei Anwendung bloßen Hausverstandes wäre Cheibani Wague wohl noch am Leben.“ (DiePresse, 16. 03. 2007)
Aus gegebenem Anlass laden Aram Ghadimi und Werner Eder zur Vorführung des Films „Requiem für Seibane“ mit anschließender Diskussion im Kino DE FRANCE.

2003:    Am 15. Juli stirbt Seibane Wague bei einem Rettungs- und Polizeieinsatz im Wiener
Stadtpark. Das Video eines Anrainers deckt auf, dass die offiziellen Stellungnahmen von Polizei und Rettung nicht den Tatsachen entsprechen. Und es dokumentiert die ungeheuerliche Vorgangsweise der Einsatzkräfte, die letztlich zum Tod von Seibane Wague führt. Zeitungen, Online-Medien sowie ORF berichten ausführlich.

2005:    Der Prozess im Wiener Landesgericht gegen zehn Personen von Rettung und Polizei endet mit acht Freisprüchen und zwei Verurteilungen zu bedingten Haftstrafen.

2007:    Die Freisprüche werden am Oberlandesgericht bestätigt.

2008:    Alle am Einsatz Beteiligten gehen Ihrer Arbeit nach. Einige von Ihnen wurden in der Zwischenzeit befördert. Einer der beteiligten Sanitäter ist seit Kurzem TV-Star der Doku-Soap „Wiener Blut“.

„Die […] Video-Dokumentation "Requiem für Seibane Wague" von Werner Eder ist die bisher umfassendste filmische Zusammenfassung der Ereignisse nach dem Tod Seibane Wagues.“ (no-racism.net, 17. 07. 2006)

REQUIEM FÜR SEIBANE
Gekürzte Fassung (2008), deutsch
ca. 60 min., anschließend Diskussion

Mittwoch, 16. 07. 2008 um 20:30 Uhr
Kino DE FRANCE
1010 Wien,
Schottenring 5 / Heßgasse 7
FREIER EINTRITT
Anmeldung per E-mail an:
seibanefilm@gmail.com
EINLASS 5 min. vor Filmbeginn
Filmbeginn pünktlich!


08.07.2008

Roma/Italien Demo

Gegen Rassismus in Italien

Die internationalen Roma-Organisationen protestieren während der OSZE-Konferenz am kommenden Freitag in Wien gegen
die Roma-feindliche Politik der italienischen Regierung mit einer Demonstration.
http://volksgruppen.orf.at/volksgruppen/stories/86561/

Die Roma-Organisationen aus Österreich, Rumänien, Mazedonien, Ungarn und Italien schließen sich zu einer Protestaktion gegen die rassistischen Ausschreitungen gegen Roma in Italien, gegen die Roma-feindliche Politik der italienischen Regierung und gegen die unzureichenden Reaktionen der europäischen Institutionen auf diese Politik zusammen.
OSZE-Konferenz über Roma bietet sich an Die Roma-VetreterInnen nehmen die OSZE-Konferenz zur nachhaltigen Politik für die Integration von Roma und Sinti, die am 10. und 11. Juli in der Wiener Hofburg stattfindet, zum Anlass, gemeinsam ihren Protest zum
Ausdruck zu bringen und die europäischen Institutionen zum Handeln aufzufordern, heißt es im Aufruf zur Teilnahme.

Am Freitag, 11. Juli 2008, um 10 Uhr, beginnt die Protestaktion mit einer Kundgebung vor dem Büro der Europäische Grundrechtsagentur (FRA) in 1060 Wien, Rahlgasse 3, dann setzt sich der Demonstrationszug über die Gumpendorfer-straße, die Eschenbachgasse und den Burgring zum Heldenplatz in Bewegung. Der Protest endet mit einer weiteren Kundgebung am Heldenplatz.


30.06.2008

PETITION

To: Italian and European authorities and Human Rights bodies
Promoters: La Voix des Rroms - Gruppo EveryOne

SAY NO to the ethnic filing of the Rroms - with or without fingerprints’ record The Home Minister of Italy and member of North League, Roberto Maroni, announced recently that he intends recording the fingerprints of Rroms located in Italy. In the most cynical way, he justifies this measure by the need to protect the children!
This proposal has been widely criticized by Italian politicians, culture’s personnalities, by civil society, the Council of Europe and the European Commission, but Mr. Maroni continues despite everything to defend his proposal.
Berlusconi government is criticized in Europe and in democratic world for its persecution policies towards the Rroms. In its 27th June editorial, The Independent qualified this behaviour a «spasm of cruelty» and the party of Mr. Maroni as a « notoriously xenophobic » one. The editorial ends with this lapidary statement : « Every act of popular violence against foreigners, every instance of official discrimination against the Roma, diminishes the country's claim to be regarded as a civilised nation.»

We fully agree and say NO to this proposal, which recalls the darkest years of European and world history! Let us not forget that the Rroms were often « guinea pigs » of repression and extermination policies, as >those Rromani children from Czech on which the Nazis tested the "Zyklon B" before generalizing its use it in the gas chambers.

Sign the petition against any ethnic filing of the Rroms and prevent the return of the brown plague:http://www.petitiononline.com/08041971/petition.html

For further information:
EveryOne Group
(+ 39) 331-3585406
mail:
info@everyonegroup.com
www.everyonegroup.com


26.06.2008

KlezMORE Festival Vienna

Im Rahmen des KlezMORE Festival Vienna gibt es die Gelegenheit, den folgenden Film wieder zu sehen:  
UNTER DEN BRETTERN HELLGRÜNES GRAS
Regie: Karin Berger
mit: Ceija Stojka
Ö 2006, 52 min  
Fernsehpreis Dokumentarfilm 2006

am 9.7.2008, um 19.00, im Metro Kino


Unter den Brettern hellgrünes Gras”   ist ein Film der Sprache – und des Triumphes des Lebens über die Barbarei.
Stefan Grissemann, Profil

To know this reality, one rarely seen in such films, is a remarkable insight.
acmi, australian centre for the moving image

M
an hört und sieht und kann's einfach nicht fassen.
Michael Omasta, Falter

www.klezmore-vienna.at

www.the-other-europeans.eu
www.sixpackfilm.com


19.06.2008

Eröffnung der Ausstellung in der Gedenkstaette Steinhof zur Geschichte der NS-Medizin in Wien

Austellungseröffung am 2. Juli 2008
um 11 Uhr, Pavillon 5, Otto Wagner-Spital

<Einladung>

<Themen der Ausstellung>


17.06.2008

ABSCHIEDE 1938. DIE VERNICHTUNG DES GEISTIGEN WIEN

Eine Veranstaltungsreihe des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften gemeinsam mit der Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- & Forschungsförderung - MA 7 und der Wienbibliothek im Rathaus - MA 9

Dienstag, 24. Juni 2008
Ort: AULA DES UNIVERSITÄTSCAMPUS, Hof 1, Alserstraße 4, 1090 Wien
Zeit: 18 Uhr s. t.

"WAS GESCHAH MIT DEN KINDERN? ERFOLG UND TRAUMA JUNGER MENSCHEN, DIE VOR DEN NATIONALSOZIALISTEN FLOHEN"

GERALD HOLTON (Harvard University), GERHARD SONNERT (Harvard University)
Moderation: ALFRED PFOSER (Wienbibliothek im Rathaus)

Podiumsdiskussion mit den Autoren und HELGA NOWOTNY (WWTF Wien) und FRIEDRICH STADLER (Universität Wien)


03.06.2008

Bleiberecht,Bleiberecht und nocheinmal Bleiberecht

KUNSTAUKTION 08
Wir laden herzlich zur Kunstauktion 08 am Donnerstag, den 5. Juni
in die Österreichische Postsparkasse, Georg Coch-Platz 2, 1010 Wien
ein. Die Auktion steht heuer im Zeichen der Forderung nach einer
Bleiberechtsregelung. Dank der großartigen Unterstützung von 114
zeitgenössischen KünstlerInnen können wir Ihnen heuer 126 Werke aus
den Bereichen Collage, Fotografie, Malerei und Skulptur anbieten.
http://kunst.sosmitmensch.at

UTE BOCK-PREIS FÜR ZIVILCOURAGE
Alljährlich verleiht SOS Mitmensch den Ute Bock-Preis für
Zivilcourage. Heuer findet die Verleihung am 20. Juni im
Albert-Schweitzer-Haus in Wien statt. Bitte Termin vormerken. Die
PreisträgerInnen werden in Kürze bekannt gegeben. Soviel sei jetzt
schon verraten: Die PreisträgerInnen haben etwas mit der Forderung
nach einem Bleiberecht zu tun.
http://www.sosmitmensch.at/stories/487/

OPEN SPACE KONFERENZ
Der 1o. Oktober 2008 wird der landesweite "Tag des Bleiberechts".
Damit die Forderung nach einem Bleiberecht an diesem Tag möglichst
lautstark vertreten wird, sind alle Interessierten aufgerufen, schon
jetzt Aktivitäten zu planen. Um diese Vorbereitungen zu unterstützen,
hält SOS Mitmensch am 20. Juni eine Open Space-Konferenz in Wien ab.
Alle sind aufgerufen, sich einzubringen.
http://www.sosmitmensch.at/stories/1974/


28.05.2008

Einladung zur Buchpräsentation

Zeit: Mittwoch, 11. Juni 2008, 19.00 Uhr
Ort: Vorwärts, Lesesaal, 1. Stock, Rechte Wienzeile 97, 1050 Wien

*Unter dem Kruckenkreuz*
Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen in Österreich 1934-1938

von Paul Pasteur

übersetzt von Sonja Niederacher
herausgegeben von der Stiftung Bruno Kreisky Archiv
erschienen im Studienverlag

Paul Pasteur ist ein international ausgewiesener Kenner der österreichischen Zeitgeschichte und lehrt an der Universität Rouen (Frankreich). In der durch die Übersetzung von Sonja Niederacher nun auch auf Deutsch vorliegenden Publikation schildert Pasteur die Situation von gewerkschaftlichen Organisationen in Österreich während des autoritären Stände­staates. Basierend auf einer eingehenden Medienanalyse und der Präsentation bisher unbekannten Quellenmaterials bietet dieses Buch profunde Einblicke in das breite ideologische Spektrum gewerkschaftlicher Gruppierungen von 1934 bis 1938.

Begrüßung durch Maria Mesner (Stiftung Bruno Kreisky Archiv)
Paul Pasteur und Sonja Niederacher stellen das Buch vor.

Zum Buch spricht Gerhard Botz (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien).

Anschließend laden die Stiftung Bruno Kreisky Archiv, der Studienverlag und der Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung zu einem kleinen Buffet.

U.A.w.g.:
Tel.: 01/545 75 35-32, Fax: 01/545 30 97, E-mail:
brandl@kreisky.org

<Einladung>


27.05.2008

Zeitzeugengespräch mit John H. Boxer

John H. Boxer wurde 1916 in Wien geboren und studierte bis 1938 an der Technischen Hochschule in Wien Architektur. Er wurde als Jude verfolgt und emigrierte 1938 nach London, wo er sein Architekturstudium fortsetzen aber nicht abschließen konnte. Ende 1940 wandert er in die USA aus und arbeitete als Zeichner in einem Architekturbüro in Texas. Ab 1943 in der U.S. Army, ab 1945 als Offizier war John Boxer am Wiederaufbau eines demokratischen Presse- und Verlagswesens beteiligt, danach Leiter einer amerikanischen Stiftung für gemeinsame deutsch-amerikanische Projekte auf verschiedenen kulturellen Gebieten. 1954 gründete er einen internationalen Verlags- und Buchvertrieb gemeinsam mit seinem Bruder Oswald Boxer in der Schweiz. John H. Boxer lebt heute in Zürich und Ascona. 

Programm:
18.30 Begrüßung: Hans Kaiser, Vizerektor für Außenbeziehung
18.35 - 19.30: Zeitzeugengespräch mit John Boxer (durch das Gespräch führen der Historiker Werner Lausecker und  Josef Teichmann, Institut für Wirtschaftsmathematik)
19.30 - 20.30: Podiumsdiskussion mit John Boxer, Hans Kaiser, Juliane Mikoletzky (Leiterin des Universitätsarchiv), Herbert Posch (Historiker), Josef Teichmann

http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/4856/16/


26.05.2008

Zeitzeugen berichten

Am Sonntag, dem 1. Juni 2008 wird der israelisch-österreichische Journalist und Publizist Ari Rath seine bewegende Geschichte
als Holocaust-Überlebender erzählen.

Die Veranstaltung findet um 15.00 Uhr im Pressezentrum des Alten Rathauses in Linz, Hauptplatz 1 statt.

<Einladung>


26.05.2008

Einblick in eine vergessene Welt: Der Währinger Jüdische Friedhof

Der Währinger jüdische Friedhof lässt sich durchaus als Museum unter freiem Himmel bezeichnen, stellt er doch ein einzigartiges Dokument Wiener Geschichte dar. In die Epoche seines Bestehens fallen bahnbrechende Entwicklungen, die bis heute den Charakter der Stadt bestimmen: die industrielle Revolution und die Herausbildung der modernen Gesellschaft, Künste und Wissenschaften. Als Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde Wiens ist dieser Friedhof ein Spiegelbild für den vielfach unbekannten jüdischen Anteil an Wiens Vergangenheit, der diese Entwicklungen entscheidend mitgestaltet hat.

 

Von seiner Gründung 1784 bis zur Schließung in den 1880er Jahren wurden auf dem Währinger jüdischen Friedhof rund 30.000 Personen bestattet. Während der NS-Diktatur wurde trotz Rettungsaktionen der Kultusgemeinde ein wesentlicher Teil des Friedhofes mit zumindest 2.000 Gräbern bei Aushubarbeiten für einen Löschwasserteich gezielt zerstört.  Im älteren Teil des Areals ließ das NS-Regime im Namen seiner „Rassekunde“  die Gebeine von rund 200 Familien zu pseudowissenschaftlichen Untersuchungen ins Naturhistorische Museum bringen, wo diese dann bis 1947 verblieben. Nicht alle konnten seither wieder gefunden werden. Die Schäden der nationalsozialistischen Zeit auf dem Friedhof selbst wurden bis heute nicht beseitigt. Trotz des hohen Zerstörungsgrades bewahrt die Anlage jedoch den Charakter eines Biedermeierfriedhofes. Jeder der architektonisch bemerkenswerten Grabsteine verleiht dem Selbstverständnis und Anspruch des Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft der Wiener jüdischen Bevölkerung Ausdruck und bietet so Einblick in eine vergessene Welt.    

 

Referentin:      Tina Walzer (Historikerin und Autorin)

Termin:             Donnerstag, 5. Juni 2008, 17 Uhr

Treffpunkt:      1180 Wien, Schrottenbachgasse, Haupteingang Jüd. Friedhof

Kostenbeitrag:        € 10,--

Anmeldung:     bis 30. Mai - w.riegler@bhwnoe.at

 

Bitte Kopfbedeckung (Männer) und festes Schuhwerk! Bei Sturm entfällt die Führung.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie vor dem Betreten des Friedhofes aus rechtlichen Gründen gebeten werden, eine Haftungserklärung zu unterschreiben.

Der Währinger jüdische Friedhof lässt sich durchaus als Museum unter freiem Himmel bezeichnen, stellt er doch ein einzigartiges Dokument Wiener Geschichte dar. In die Epoche seines Bestehens fallen bahnbrechende Entwicklungen, die bis heute den Charakter der Stadt bestimmen: die industrielle Revolution und die Herausbildung der modernen Gesellschaft, Künste und Wissenschaften. Als Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde Wiens ist dieser Friedhof ein Spiegelbild für den vielfach unbekannten jüdischen Anteil an Wiens Vergangenheit, der diese Entwicklungen entscheidend mitgestaltet hat.

 

Von seiner Gründung 1784 bis zur Schließung in den 1880er Jahren wurden auf dem Währinger jüdischen Friedhof rund 30.000 Personen bestattet. Während der NS-Diktatur wurde trotz Rettungsaktionen der Kultusgemeinde ein wesentlicher Teil des Friedhofes mit zumindest 2.000 Gräbern bei Aushubarbeiten für einen Löschwasserteich gezielt zerstört.  Im älteren Teil des Areals ließ das NS-Regime im Namen seiner „Rassekunde“  die Gebeine von rund 200 Familien zu pseudowissenschaftlichen Untersuchungen ins Naturhistorische Museum bringen, wo diese dann bis 1947 verblieben. Nicht alle konnten seither wieder gefunden werden. Die Schäden der nationalsozialistischen Zeit auf dem Friedhof selbst wurden bis heute nicht beseitigt. Trotz des hohen Zerstörungsgrades bewahrt die Anlage jedoch den Charakter eines Biedermeierfriedhofes. Jeder der architektonisch bemerkenswerten Grabsteine verleiht dem Selbstverständnis und Anspruch des Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft der Wiener jüdischen Bevölkerung Ausdruck und bietet so Einblick in eine vergessene Welt.    

 

Referentin:      Tina Walzer (Historikerin und Autorin)

Termin:             Donnerstag, 5. Juni 2008, 17 Uhr

Treffpunkt:      1180 Wien, Schrottenbachgasse, Haupteingang Jüd. Friedhof

Kostenbeitrag:        € 10,--

Anmeldung:     bis 30. Mai - w.riegler@bhwnoe.at

 

Bitte Kopfbedeckung (Männer) und festes Schuhwerk! Bei Sturm entfällt die Führung.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie vor dem Betreten des Friedhofes aus rechtlichen Gründen gebeten werden, eine Haftungserklärung zu unterschreiben.

Der Währinger jüdische Friedhof lässt sich durchaus als Museum unter freiem Himmel bezeichnen, stellt er doch ein einzigartiges Dokument Wiener Geschichte dar. In die Epoche seines Bestehens fallen bahnbrechende Entwicklungen, die bis heute den Charakter der Stadt bestimmen: die industrielle Revolution und die Herausbildung der modernen Gesellschaft, Künste und Wissenschaften. Als Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde Wiens ist dieser Friedhof ein Spiegelbild für den vielfach unbekannten jüdischen Anteil an Wiens Vergangenheit, der diese Entwicklungen entscheidend mitgestaltet hat.

Von seiner Gründung 1784 bis zur Schließung in den 1880er Jahren wurden auf dem Währinger jüdischen Friedhof rund 30.000 Personen bestattet. Während der NS-Diktatur wurde trotz Rettungsaktionen der Kultusgemeinde ein wesentlicher Teil des Friedhofes mit zumindest 2.000 Gräbern bei Aushubarbeiten für einen Löschwasserteich gezielt zerstört. Im älteren Teil des Areals ließ das NS-Regime im Namen seiner „Rassekunde“ die Gebeine von rund 200 Familien zu pseudowissenschaftlichen Untersuchungen ins Naturhistorische Museum bringen, wo diese dann bis 1947 verblieben. Nicht alle konnten seither wieder gefunden werden. Die Schäden der nationalsozialistischen Zeit auf dem Friedhof selbst wurden bis heute nicht beseitigt. Trotz des hohen Zerstörungsgrades bewahrt die Anlage jedoch den Charakter eines Biedermeierfriedhofes. Jeder der architektonisch bemerkenswerten Grabsteine verleiht dem Selbstverständnis und Anspruch des Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft der Wiener jüdischen Bevölkerung Ausdruck und bietet so Einblick in eine vergessene Welt.

R
eferentin:      Tina Walzer (Historikerin und Autorin)
Termin:             Donnerstag, 5. Juni 2008, 17 Uhr
Treffpunkt:      1180 Wien, Schrottenbachgasse, Haupteingang Jüd. Friedhof
Kostenbeitrag: € 10,--
Anmeldung:      bis 30. Mai - w.riegler@bhwnoe.at

Bitte Kopfbedeckung (Männer) und festes Schuhwerk! Bei Sturm entfällt die Führung.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie vor dem Betreten des Friedhofes aus rechtlichen Gründen gebeten werden, eine Haftungserklärung zu unterschreiben.

Veranstalter: BHW-Akademie für Bildung und Regionalkultur, Gesellschaft für politische Aufklärung
Organisation: Bildungs- und Heimatwerk NÖ, Waltraud Riegler

Informationen und Anmeldung: Bildungs- und Heimatwerk NÖ, Waltraud Riegler, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhwnoe.at, http://www.bhwnoe.at

20.05.2008

Kreisky Forum

Breaking Silence or Making a Clean Break.
Sites and Modes of Commemoration


26. - 28. June 2008


Bruno Kreisky Forum for International Dialogue
1190 Vienna, Armbrustergasse 15

<program>


19.05.2008

Buchpräsentation und Podiumsgespräch

„Lebendiges Gedächtnis – Die Geschichte der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück“
Buchpräsentation und Podiumsgespräch zu Perspektiven der Lagergemeinschaften
Veranstaltet von der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen

Wo: Projekt Theater Studio / Fleischerei
Kirchengasse 44, 1070 Wien

Wann: 05. Juni 2008, 18h00

Die Lagergemeinschaften und deren Nachfolgeorganisationen stehen insbesondere durch das biographisch bedingte Ausscheiden der Überlebenden unter Legitimationsdruck und vor der Notwendigkeit der teilweisen Neuorientierung. Dies gilt sowohl hinsichtlich ihres zukünftigen Arbeitsbereichs als auch ihrer Einbindung in die Gedenkstättenpolitik und -arbeit. Die Präsentation des von Helga Amesberger und Kerstin Lercher verfassten Buches wird zum Anlass genommen, die aktuellen Fragen nach den Perspektiven und der Zukunft von Häftlingsverbänden zu diskutieren.

Es diskutieren:

Helga Amesberger
(Buchautorin, Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück)
Andreas Baumgartner (Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen)
Ernst Berger (Österreichische Lagergemeinschaft Dachau)
Albert Dlabaja (Verband ehemaliger politischer Häftlinge des KZ Buchenwald)
Michael John (Österreichische Lagergemeinschaft Auschwitz), angefragt
Kerstin Lercher (Buchautorin, Österr. Lagergemeinschaft Ravensbrück)
Irma Trksak (Österr. Lagergemeinschaft Ravensbrück)

Moderation:
Brigitte Halbmayr (Obfrau der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück)

<Einladung>


16.05.2008

Buchpräsentation

Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien (Veranstaltungssaal)

Di, 03.06.2008, 19.00 Uhr

Buchpräsentation “Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer” (Neuausgabe 2008)

Podiumsgespräch von Erich Hackl  mit Hans Landauer (Spanienkämpfer, Begründer des Spanien-Archivs im DÖW, Wien), Ralph Hug (Journalist, Mitbegründer der Schweizer „IG Spanienfreiwillige“, St. Gallen), Ana Pérez (Prof. für Deutsche Literatur an der Universidad Complutense in Madrid, Präsidentin der „Asociación Amigos de las Brigadas Internacionales“) und Harald Wittstock (Vorsitzender des Vereins „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939“ in Berlin, Journalist)

Fünf Jahre nach seinem ersten Erscheinen legen Hans Landauer und Erich Hackl im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft eine überarbeitete und erweiterte Fassung des Lexikons der österreichischen Spanienkämpfer 1936-1939 vor. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz sind vergleichbare Projekte in Arbeit. Über die jeweiligen Ziele und Probleme, sowie über den Einsatz deutschsprachiger Freiwilliger auf seiten der Spanischen Republik, über die Aktualität dieses Engagements und über die Wichtigkeit, die Erinnerung an die Spanienkämpfer wachzuhalten, spricht Erich Hackl mit Experten aus Österreich, Deutschland, Spanien und der Schweiz.


14.05.2008

Vortrag und Lesung

Es kommt der Tag, an dem sich alle Tore öffnen!“
Widerstand am Beispiel der Jugendgruppe um den Schriftsteller Richard Zach
 

Vortrag und Lesung
mit Dr. Heimo Halbrainer  (Historiker, Graz)
Mag. Christian Teissl (Germanist und Schriftsteller, Graz)


Dienstag, 20. Mai 2008, 19.00 Uhr 
stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, 8010 Graz

65 Jahre ist es her, dass der damals 24jährige Lehrer und Schriftsteller Richard Zach in Berlin hingerichtet wurde. Seit 1936 hatte er eine Gruppe von Gleichgesinnten um sich geschart, die im Widerstand gegen den Austrofaschismus und später gegen den Nationalsozialismus aktiv wurden. In der Haft (Oktober 1941-Jänner 1943) schrieb er Hunderte Gedichte, die teilweise als Kassiber hinausgeschmuggelt wurden.


08.05.2008

KOPFTUCH/POLITIK

Das Muslimische Kopftuch gilt in europäischen Einwanderungsgesellschaften als sichtbares Symbol religiöser und kultureller Diff erenz. Im Sog internationaler Ereignisse, aber auch nationaler Mobilisierungsstrategien, wird es mit politischen Bedeutungen und Zuschreibungen aufgeladen und zum Gegenstand von Konfl ikten gemacht. Die rechtliche Ausgestaltung als auch Intensität und Ausprägung der Debatten unterscheiden sich in den einzelnen Staaten aber maßgeblich. Wie ist es zu verstehen, dass Frankreich
prohibitiv vorgeht und Österreich ein vergleichsweise tolerantes Modell praktiziert?

Konferenz und Roundtable
29.–30. Mai 2008

<Programm>


07.05.2008

PRAGER FRÜHLING 1968 - 40 Jahre danach

26. – 27. Mai 2008
Forschungszentrum für historische Minderheiten
Kohlgasse 27-29, 1050 Wien

<Tagungsprogramm>


07.05.2008

EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION

Die Edition Steinbauer und das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes laden herzlich zur Präsentation des Buches von

Wolfgang Neugebauer „Der österreichische Widerstand 1938-1945“
Heribert Steinbauer, Verleger
Univ. Doz. Mag. Dr. Brigitte Bailer, wissenschaftliche Leiterin des DÖW
Hon. Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer

ZEIT: Montag, 19. Mai 2008, 17.30   Uhr
ORT: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien, Ausstellung, Eingang Hof


07.05.2008

GESCHAETZT UND GESCHOLTEN: BENJAMIN MURMELSTEIN IN WIEN 1938-43

Leonard H. Ehrlich

GESCHAETZT UND GESCHOLTEN: BENJAMIN MURMELSTEIN IN WIEN 1938-43

Zweite Simon Wiesenthal Lecture
Dienstag, 13. Mai 2008, 18:30 Uhr
Ort: Juedisches Museum Wien, Dorotheergasse 11, A-1010 Wien

Moderation: Doron Rabinovici

Leonard H. und Edith Ehrlich arbeiten seit vielen Jahren an einer Studie ueber die Entscheidungsspielraeume juedischer Funktionaere im nationalsozialistischen Wien und in Theresienstadt. 1977 haben sie in Rom ein ausfuehrliches, durch Tonbandaufnahmen dokumentiertes Gespraech mit dem Wiener Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein gefuehrt, dessen zentrale Rolle bei der Auswanderung und Deportation der juedischen Bevoelkerung Wiens Gegenstand zweier Veranstaltungen im Jahr 2007 war: der Ausstellung "Ordnung muss sein - Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien" (Juli-Oktober 2007) sowie der erstmaligen Leinwandpraesentation des von Claude Lanzmann 1975 mit Dr. Murmelstein gedrehten Filminterviews im Oesterreichischen Filmmuseum (14. Oktober 2007). 

Im Vortrag und in der anschliessenden Diskussion werden Leonard H. und Edith Ehrlich auch auf die Wahl ihres Forschungsthemas, auf den jahrelangen Forschungsverlauf und auf die Gestaltung ihres Buches eingehen. 

Leonard H. Ehrlich, geb. 1924 in Wien, war bis zu seiner Emeritierung 1991 Professor fuer Philosophie an der University of Massachusetts Amherst, Gruender und Leiter des Dept.of Judaic Studies. 

<Folder>


28.04.2008

JUGEND UND KINDHEIT IM NATIONALSOZIALISMUS

mit den ZEITZEUGEN und ZEITZEUGINNEN Hubert Schmiedbauer, Hermine Liska, Walter Goldberger

Auf einmal war die Mama weg“
Erinnerungen von Kindern, deren Eltern verfolgt wurden

Dienstag, 29. April 2008, 19.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

Wer nicht Teil der deutschen „Volksgemeinschaft“ sein konnte oder wollte, wurde verfolgt, in Konzentrationslager gesteckt oder ermordet. Die Kinder, der politisch oder rassistisch Verfolgten, die zurückblieben, wurden entweder zu befreundeten Familien gegeben, der familiären Obhut entzogen und in ein Heim gesteckt oder versuchten unter falschem Namen zu überleben. Drei Zeitzeugen diskutieren über ihre verlorene Jugend während der Zeit des Nationalsozialismus.

Weitere Veranstaltung der Reihe:

Joskos Kinder. Flucht und Alija durch Europa 1940-1943
Zeitzeugenbericht, Gespräch und Buchpräsentation
Dienstag, 6. Mai 2008, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

„Es kommt der Tag, an dem sich alle Tore öffnen!“ – Widerstand am Beispiel der Jugendgruppe um den Schriftsteller Richard Zach
Vortrag und Lesung
Dienstag, 20. Mai 2008, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz


28.04.2008

Einreichungen zum Herbert-Steiner-Preis 2008

Der Herbert Steiner-Preis – benannt nach dem Mitbegründer und langjährigen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und der International Conference of Labour and Social History (ITH) –  wird 2008 zum fünften Mal verliehen.
Der Preis wird vergeben für wissenschaftliche Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache, die noch nicht veröffentlicht (gedruckt) sind, zu den Themen:

– Widerstand/Verfolgung/Exil in der Zeit des Faschismus und Nationalsozialismus sowie der Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945 und

Geschichte der Arbeiterbewegung.

Sie können jederzeit Fragen zu Einreichung und Thema an herbert.steiner.preis@doew.at  (Christine Schindler) richten.

Der Preis soll in erster Linie die Überarbeitung wissenschaftlicher Manuskripte für die Veröffentlichung ermöglichen. Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury begutachtet. Vergeben werden ein Herbert Steiner-Preis sowie Herbert Steiner- Anerkennungspreise. (Gesamtausschüttung: 10.000 Euro)  

Folgende Unterlagen sind bis 31. Mai 2008 per E-Mail an herbert.steiner.preis@doew.at zu übermitteln:

– Lebenslauf und ggf. Publikationsliste.
Beurteilbares wissenschaftliches Manuskript (auch Diplomarbeiten oder Dissertationen) zu den oben genannten Themen. (Zwei Ausdrucke der Arbeit sind per Post an Christine Schindler, Adresse wie oben, zu schicken)
Abstract der Arbeit


24.04.2008

JENSEITS VON GESCHICHTE

JENSEITS VON GESCHICHTE
UMGANG MIT DEM NS-ERBE ZWISCHEN SCHULD UND TOURISMUS

SYMPOSIUM 5. UND 6. MAI 2008

Landesgalerie Linz
Museumstraße 14, 4010 Linz
www.landesgalerie.at

Schlossmuseum Linz
Tummelplatz 10, 4010 Linz
www.schlossmuseum.at


09.04.2008

Vortrag und Buchpräsentation

STEIRERINNEN IM NATIONALSOZIALISMUS UND DER NACHKRIEGSZEIT 

In den Medien werden vielfach die Trümmerfrauen als einzige Vorstellung von Frauenrealität in der Nachkriegszeit präsentiert. Dabei werden aber all jene Steirerinnen ausgeklammert, die während der NS-Zeit Widerstand geleistet haben oder vertrieben wurden bzw. die nach der Befreiung vom Nationalsozialismus nicht dem vorherrschenden Rollenbild entsprochen haben. Dieses Bild soll mit dem Buch Aus dem Blickfeld. Eine biografische Annäherung an ambivalente Lebensszenarien steirischer Frauen in der Kriegs- und Nachkriegszeit zurechtgerückt werden.


Begrüßung: Frauenstadträtin Elke Edlinger

Vortrag und Diskussion mit den HistorikerInnen: Univ. Prof. Dr. Karin Schmidlechner, Dr. Andrea Strutz, Mag. Ute Sonnleitner, Mag. Regina Brunnhofer, Dr. Gerald Lamprecht und Dr. Heimo Halbrainer

Mit freundlicher Unterstützung: Leykam, stadtmuseumgraz, BSA Steiermark


Dienstag, 15. April 2008, 19.00 Uhr

stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, 8010 Graz


09.04.2008

Agnes Primocic - Ein Leben für den Widerstand

Vorträge und Diskussion
* ZeitzeugInnen und politische Bildung
* Agnes Primocic - Ein Leben für den Widerstand

Film
* Küchengespräche mit Rebellinnen

Ort: Elise-Richter-Saal, Hauptgebäude Uni Wien, Dr. Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Zeit: Donnerstag, 24.04.08 ab 18:15

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09.04.2008

Roma-Politik in Frankreich und Österreich

Interdisziplinärer Frankreich-Schwerpunkt der Universität InnsbruckbInstitut für Politikwissenschaft Gesellschaft für politische Aufklärung laden ein zu:

Roma-Politik in Frankreich und Österreich


Emmanuel FILHOL, l’Université de Bordeaux:
Discrimination et persécution des Tsiganes en France (1895-1946)

Erika THURNER, Universität Innsbruck:
Österreichische Zigeunergesetze und der NS-Holocaust


Moderation:
Eva LAVRIC, Institut Français d’Innsbruck

Kurzdokumentation:
Roma in Frankreich (DVD, 45 Min.)


Donnerstag, 17. April 2008, 10.00 bis 13.00 Uhr
Claudiana, Herzog-Friedrich-Straße 3


07.04.2008

Ringvorlesung

„1968“ als Ereignis und Symbol wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Konfliktzonen.
Unter besonderer Berücksichtigung der Universitäten im internationalen Vergleich

Die Ringvorlesung thematisiert aus internationaler, inter-disziplinärer  und vergleichender Sicht die politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Dimensionen des Jahres 1968 unter besonderer Berücksichtigung der europäischen und amerikanischen Universitäten als Orte des Wissens und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Dabei geht es auch darum, wie sich auf der Grundlage der neuesten Historiografie zum Jahr 1968 eine globale und regionale Neubewertung der einschneidenden Ereignisse nach 40 Jahren erkennen lässt. Schließlich steht die Gegenwarts-relevanz im „Gedenkjahr“ 2008 (mit offensichtlichen Bezügen zu 1918 und 1938) genauso im Fokus wie die Perspektiven für die im Umbruch befindlichen Universitäten mitten im laufenden europäischen Integrationsprozess.

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<Plakate>


31.03.2008

Weiblichkeitsbilder im Nationalsozialismus: Politik - Kunst - Kultur

Elke Frietsch (Wien)

Weiblichkeitsbilder im Nationalsozialismus: Politik - Kunst - Kultur

Do, 3. April 2008, 12:00 s.t.

Seminarraum 1 des Instituts für Zeitgeschichte

Universitäts-Campus, Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

„Die Erscheinung der Frau ist zu allen Zeiten ein Kulturproblem gewesen... Geist, Niveau und Formgefühl einer Zeit bekunden sich an ihr.“ Dieses Zitat aus einer deutschen Kunst- und Kulturzeitschrift aus dem Jahre 1940 bringt zum Ausdruck, dass die nationalsozialistischen Theoretiker davon ausgingen, am ‚Bild der Frau' lasse sich der Zustand einer Kultur ablesen. Sie assoziierten ‚Weiblichkeit' mit ‚Natur' und setzten die jeweiligen Ideale mit den gesellschaftlichen Entwicklungen gleich. In „‚Kulturproblem Frau'. Weiblichkeitsbilder in der Kunst des Nationalsozialismus“, erschienen Köln/Weimar/Wien, Böhlau (2006) nähert sich Elke Frietsch diesem Phänomen, indem sie Bild- und Textmaterial aus Kunst- und Kulturzeitschriften, Unterhaltungsillustrierten und Parteiblättern analysiert. Dabei berücksichtigt sie insbesondere die Frauenbilder in der Reklame, Karikatur, in der Pressefotografie sowie in der Malerei und Skulptur. Im Rahmen der Interaktionen sollen die methodischen Ansätze und Fragestellungen des Buches diskutiert werden.

Dr. Elke Frietsch, z. Zt. Vertretungsstelle als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. Promotion 2004 am Graduiertenkolleg „Codierung von Gewalt im medialen Wandel“ der Humboldt-Universität zu Berlin. Veröffentlichungen insbesondere zu politischer Ikonographie, Nationalsozialismus, Kunst der Moderne und zeitgenössischer Kunst. Im Sommer 2008 erscheint: Elke Frietsch/Christina Herkommer (Hg.): Nationalsozialismus und Geschlecht. Zur Politisierung und Ästhetisierung von Körper, „Rasse“ und Sexualität im „Dritten Reich“ und nach 1945, transcript-Verlag, Bielefeld.


31.03.2008

Veranstaltungen der INTERAKTIONEN

Ort: Seminarraum 1 des Instituts für Zeitgeschichte 
(Universitätscampus, 1090 Wien, Spitalg. 2-4, Hof 1) 
Zeit: Donnerstag, jeweils 12.00 Uhr s.t. 

13. März 2008
Fritz Keller (Wien): „Wien, Mai 1968. Eine heiße Viertelstunde“ (Buchpräsentation), Kommentar Helmut Kramer

3. April 2008
Elke Frietsch (Berlin/Wien): Weiblichkeitsbilder im Nationalsozialismus. Politik - Kunst – Kultur

24. April 2008
Stephen Beller (Washington D.C.): „Antisemitismus – Neue Perspektiven“

27. Mai 2008 (ausnahmsweise Mittwoch)
Götz Aly (Berlin): „Ein Schriftdenkmal für die ermordeten europäischen Juden“. Bemerkungen zu einer Quellenedition

5. Juni 2008
Karl Heinz Gruber (Wien): Gesamtschule in Österreich – Anatomie eines Reformkonzepts und Pathologie seiner politischen Implementierung


31.03.2008

Aktionstage Politische Bildung 2008

Round table zur Menschenrechtsbildung in der Schule
Zentrum polis lädt alle Interessierten zur Präsentation einer Studie über die schulische Menschenrechtsbildung in Österreich ein, die im Aufrag des BMUKK im Rahmen des Weltprogramms für Menschenrechtsbildung erstellt wurde. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch zwei prämierte Schulprojekte zu menschenrechtlichen Themen vorgestellt.
Ort: edu4you Bildungsakademie, Frankgasse 4, Eingang Garnisongasse, 1090 Wien
Termin: 8. Mai 2008, 16h bis 18.30h
Details

Recht hat jedeR?! – Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander für Schulklassen
> Workshoptermine in der WUK KinderKultur / Wien (im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung): 23. April bis 9. Mai 08
> Gratis - Workshopangebot für Schulklassen in den Bundesländern: 12 Workshop-Plätze für das neue Modul “Vielfalt bringt´s?!”
Details

Schulfilmwoche Interkultureller Dialog
Von 5. bis 9. Mai 2008 werden in allen Bundesländern Kinosäle zu Lernorten. 16 Kinos präsentieren ein buntes Filmprogramm rund um kulturelle Begegnung und interkulturellen Dialog.
Programmheft
Details

Schulvorstellungen: Ver-fahren – Ein Theaterstück für Hominiden (kostenlos!)
von Theater Trittbrettl
Ort: Jugendzentrum Ottakring, Ottakringerstraße 200, 1160 Wien
Termine: 28. und 29. April jeweils 10 Uhr
Dauer der Vorstellung: 80 Minuten
Zielgruppe: Oberstufe
Details

Demokratie-Initiative: Gutscheinheft für Kontaktlehrkräfte
Nominieren Sie eine Kontaktlehrkraft für Politische Bildung an Ihrer Schule und profitieren Sie vom Gutscheinheft!
Details

Publikation: Interkultureller Dialog. Interkulturelles Lernen.
Eine praxisorientierte Handreichung für Lehrkräfte, erstellt vom Interkulturellen Zentrum im Auftrag von Zentrum polis, mit konkreten, leicht umsetzbaren Beispielen für Schulprojekte und Unterrichtseinheiten zum Thema Interkulturelles Lernen.
http://www.politik-lernen.at/goto?ACT=5&id=sNhGodLmGl

26.03.2008

Vortrag

Ao. Univ.-Prof. Dr. Brigitte Marschall hält den Vortrag "Hiroshima, der Einbruch des Realen in die Kunst: Erwin Piscators und Heiner Kipphardts gesellschaftspolitische Stellungsnahme gegen Atomrüstung" im Rahmenprogramm der Ausstellung „Krieg und Gedächtnis – Hiroshima und die Folgen“, die am Japanischen Informations- und Kulturzentrum gezeigt wird.

Der Vortrag findet im Anschluss an o.Univ.-Prof. Dr. Sepp Linharts Vortrag "Wie kam es zu den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki" statt.

Ort: Japanologie, JAP 2 am Universitätscampus der Universität Wien
Zeit: 31. März, 19 - 20:00

25.03.2008

ZARA:TALK

Sonja Fercher im Gespräch mit Dieter Schindlauer, zum Thema:

„Nie wieder Integration!“

Dieter Schindlauer, ZARA-Obmann und Präsident des Klagsverbandes zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern, spricht mit Sonja Fercher über alternative Konzepte zu Integration. Integration muss derzeit als Schlagwort für vieles herhalten. Unter dem Deckmäntelchen der „Integration“ wird in Österreich derzeit eine „Leitkulturdebatte“ geführt und auch der rassistische Diskurs nimmt sich des Begriffes immer mehr an (etwa „integrationsunwillig“ etc.). Im ZARA:TALK soll versucht werden, diesen Tendenzen und Diskurssträngen auf die Spur zu kommen und Alternativen aufzuzeigen.

Donnerstag, 27. März 2008, 19.00 Uhr
Im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Eintritt frei.


ZARA:TALK ist eine Veranstaltungsreihe von ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Depot (www.depot.or.at).


25.03.2008

ZARA Rassismus Report

Der aktuelle ZARA Rassismus Report - ein Einzelfallbericht über rassistische Übergriffe und Strukturen in Österreich - steht unter www.zara.or.at als Download zur Verfügung.


19.03.2008

Gedenkfahrt nach Engerau

Zum achten Mal findet heuer am Sonntag, dem 30. März 2008 im Gedenken an den Todesmarsch ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter von Engerau/Petrzalka (heute ein Stadtteil von Bratislava/Pressburg) nach Bad Deutsch-Altenburg eine „GEDENKFAHRT NACH ENGERAU“ statt. An den Gedächtnisorten und Gedenkstätten soll dabei an die unmenschliche Behandlung der Inhaftierten und die Gräueltaten ihrer Aufsichtorgane erinnert und das schreckliche Geschehen bewusst gemacht werden.

Am 29. März 1945, knapp vor dem Heranrücken der sowjetischen Armee, wurden die aus Ungarn für Schanzarbeiten beim Bau des so genannten „Südostwalls“ in Engerau internierten, durch Hunger und Krankheit gesundheitlich schon schwer gezeichneten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter vom Lager Engerau in einem Todesmarsch über Wolfsthal und Hainburg zur Donau bei Bad Deutsch-Altenburg getrieben, wobei mehr als hundert  Menschen durch Entkräftung zu Tode kamen oder erschlagen bzw. erschossen wurden. Ein großer Teil der aufgrund der unvorstellbaren hygienischen Bedingungen oder durch grausamste Misshandlungen  stark geschwächten Lagerinsassen kam bereits vor der Evakuierung des Lagers ums Leben oder wurde von der Wachmannschaft ermordet.

Für die Anmeldung (bis 25. März) oder eventuelle Rückfragen steht die Organisatorin und historische Begleiterin, Frau Mag. Dr. Claudia Kuretsidis-Haider, Tel. 01/22 89 469-315, e-mail: kuretsidis@hotmail.com gerne zur Verfügung.

Detailliertes Programm: http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/termine_index.php


25.02.2008

Programm Depot


<Programm Depot von März bis Mai>

01.03.2008

Verlorene Nachbarschaft

Am 9.11.2008 jährt sich zum siebzigsten Mal die Pogromnacht, eine Nacht, die in der Geschichte symbolisch für staatlich und sozial ausgeübten und ideologisch legitimierten Terror steht. Diese Nacht steht für den Beginn eines unvergleichbaren Prozesses in der Geschichte der Menschheit, der alles darauf Folgende verändert hat.

Im Gedenken an die Pogromnacht 1938 wird das Projekt „VERLORENE NACHBARSCHAFT - BUENOS AIRES – WIEN 2008“ stattfinden.

Es wird eine kulturelle Begegnung von Wien und Buenos Aires werden, eine Geste der Reflexion über die Vergangenheit und die Gegenwart beider Städte. Es ist die Fortsetzung eines Projekts, das wir mit viel Erfolg 1998 verwirklicht haben. Die Erfahrungen von damals lassen den Schluss zu, dass das vorliegende Projekt in vielfacher Hinsicht bedeutsam ist.

Für viele der Geflohenen und Vertriebenen war es lange Zeit, für manche von ihnen für immer unmöglich, auch nur für eine kurze Reise nach Wien zurückzukehren. Zu groß war oder ist der Schmerz, der Zorn über das erlittene Unrecht.
Der Holocaust hat nicht nur das Leben von Jüdinnen und Juden, sondern von uns allen verändert. Er ist prägender Bestandteil unserer Geschichte und Gegenwart.
Viele der Zeitzeugen sind leider schon verstorben. Diejenigen, die noch leben sind schon sehr alt und es bleibt nicht mehr viel Zeit, mit ihnen gemeinsam ein derartiges Projekt der Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung zu gestalten.


Veranstaltungen in BUENOS AIRES und in WIEN
Die Synagoge, die im Rahmen unseres Projekts Verlorene Nachbarschaft 1998 in Wien als Leinwand, zweigeteilt, wieder errichtet wurde, wird in Buenos Aires wieder als ein klares, unübersehbares inhaltliches Zeichen aufgestellt werden. In Zusammenarbeit mit argentinischen Freunden, lokalen jüdischen Vereinen, der österreichischen Botschaft, ehemaligen jüdischen Nachbar/innen und österreichischen Mitwirkenden aus Kultur und Wissenschaft wollen wir eine Veranstaltungsreihe von zwei Wochen zum Gedenken an die Pogromnacht durchführen.
In den Abend- und Nachtstunden ist am Wiener Heldenplatz die Installation einer Laserprojektion in Form eines Davidsterns vorgesehen. Der geschichtsträchtige Wiener Heldenplatz verkörpert so, für alle sichtbar, die Verbundenheit zu unseren verlorenen jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn und auch den ihnen gewidmeten Veranstaltungen in Buenos Aires.

Weitere Details zum Projekt und zur Veranstaltungsreihe unter www.verlorene-nachbarschaft.at.

Wie schon 1998 ersuchen wir Sie, unser Projekt zu unterstützen. Trotz tatkräftiger Unterstützung von mehreren Seiten, benötigen wir zusätzliche finanzielle Hilfe. Dafür bieten wir Ihnen an, als Sponsor (ab Euro 5.000,-), als Proponent (ab Euro 500,-) oder als Spender aufzutreten. Bitte beachten Sie, dass Ihre Unterstützung an die IG Neudeggergasse als spendenbegünstigter Verein für Sie steuerlich absetzbar ist.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns mit Ihrem Beitrag unterstützen und Ihr Interesse dem Zustandekommen unseres Projektes "VERLORENE NACHBARSCHAFT - BUENOS AIRES - Wien 2008" widmen.

Unsere Kontonummer bei Bank Austria:  50786020033 lautend auf IG Neudeggergasse.


25.02.2008

"Zeit Zone ´38"

Im Rahmen des Gedenkjahrs 2008 veranstaltet der Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Historisch- kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien gemeinsam mit dem Filmarchiv Austria und dem Demokratiezentrum Wien ein zweitägiges Symposium zum Thema "Zeit Zone ´38", in dessen Rahmen WissenschaftlerInnen aus Österreich und Deutschland neu erschlossene filmische Quellen aus dem Jahr 1938 einem interessierten Publikum vorstellen und diskutieren. Die Veranstaltung findet im Metro Kino im 1. Bezirk statt und wendet sich an die Wiener Öffentlichkeit. 

An fünf Abenden werden als einmalige Retrospektive außerdem die Nazi-Propagandafilme gezeigt, die das Reichspropagandaministerium im März 1938 in Wien zur Vorführung brachte. Die Filme werden von mir eingeführt und mit dem Publikum anschließend diskutiert.

<Programm des Symposiums>


25.02.2008

Einladung zur Gedenkveranstaltung

„März 1933 – Ausschaltung des Nationalrats“

Es sprechen:
Dr. Josef Cap, Klubobmann der SPÖ
Prof. DDr. Oliver Rathkolb, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Mag.a Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrates

Termin: Dienstag, 4. März 2008, 11 Uhr
Ort: Historischer Sitzungssaal, Parlament

Es wird ersucht, die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung per Mail veranstaltung@spoe.at oder Telefon (01)40110-3330
(Anrufbeantworter) bekannt zu geben.


04.02.2008

Wahlkabine.at

Was soll ich wählen?
Am 9. März 2008 finden in Niederösterreich Landtagswahlen statt. Viele Menschen haben zu verschiedenen Sachfragen eine klare Meinung, wissen aber oft nicht, durch welche Partei ihre Haltung am ehesten vertreten wird.

Österreichs erfolgreichste Politik-Orientierungshilfe steht Ihnen ab 3. Februar 2008 zur Verfügung und stellt auch diesmal wieder ca. 25 Fragen zu aktuellen Themen in Niederösterreich. Je nach Beantwortung werden Ihre Ergebnisse den wahlwerbenden Parteien zugeordnet. Sie können damit sehen, mit wem Sie inhaltlich am ehesten übereinstimmen.

Link: http://wahlkabine.at/


04.02.2008

Tagung: Islam in Sicht. Zur Auseinandersetzung um muslimische Bauten in Österreich

03. - 04. März 2008
Donau-Universität Krems

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28.01.2008

Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 2008


Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau von 15. bis 21.März 2008

Die Einladung, an dieser von der Gesellschaft für politische Aufklärung und vom Bildungswerk NÖ betreuten Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.

Informationen und Anmeldung:
Karin Liebhart u. Philip Rathgeb, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2, Tel.: 01/4277-47739, E-mail: karin.liebhart@univie.ac.at
Waltraud Riegler, Bildungs- und Heimatwerk NÖ, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhwnoe.at 
Anmeldung bis 1. Februar 2008 erbeten - begrenzte TeilnehmerInnenzahl!


<Informationsfolder>


24.01.2008

Schulprojektefonds zur Politischen Bildung

Die Demokratie-Initiative der österreichischen Bundesregierung will Jugendlichen Lust auf Demokratie und Politik machen und die demokratiepolitische Bildung stärken. Im Rahmen dieser Initiative stellt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in den Jahren 2007 und 2008 Mittel für schulische Bildungsprojekte zu Themen der Politischen Bildung und des Demokratie-Lernens bereit.

Die Abwicklung der Projekte erfolgt im Auftrag des BMUKK (Abteilung Politische Bildung) durch das Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule. Das BMUKK lädt Schulen ein, von diesem Angebot Gebrauch zu machen und wünscht gutes Gelingen bei den Aktivitäten.

<Informationen>
weitere Informationen unter: http://www.politik-lernen.at/goto/polis/on/spf/


24.01.2008

Aktionstage Politische Bildung 2008

Die Aktionstage Politische Bildung, eine Initiative des BMUKK durchgeführt von Zentrum polis, finden im kommenden Jahr bereits zum sechsten Mal statt – diesmal zum Schwerpunktthema Interkultureller Dialog für kulturelle Vielfalt.

Zielsetzung ist es, bereits bestehende oder geplante Projekte, Initiativen und Ideen zur Politischen Bildung nach Möglichkeit im Aktionszeitraum durchzuführen bzw. Schwerpunktsetzungen rund um das Thema Interkultureller Dialog zu initiieren. In den drei Wochen soll eine Fülle von verschiedenen Veranstaltungen in Form von Workshops, Ausstellungen, Filmen, Fortbildungsveranstaltungen für politische BildnerInnen, Projekten an Schulen, Internetauftritten u.v.m. aufzeigen, wie Interkultureller Dialog und andere Aspekte der Politischen Bildung thematisiert werden und welch unterschiedliche Formen und Zugangsweisen es gibt.

Genauere Informationen zu den Aktionstagen Politische Bildung 2008 finden Sie <hier> oder unter www.aktionstage.politische-bildung.at.


22.01.2008

Buchpräsentationen

Der Mandelbaum Verlag lädt zu den ersten Buchpräsentationen im Jahr 2008 ein:

 Cécile CORDON:
Ich weiß, was ich wert bin!
Irma Trksak - Ein Leben im Widerstand

am 8. Februar 2008, 18:00 Uhr

Wappensaal im Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Feststiege 1, 1010 Wien

»Wir Kinder haben mit dem Vater die verbotene Arbeiterzeitung verbreiten geholfen. Sie wurde von Otto Bauer in Brünn herausgebracht und wir haben sie heimlich verteilt in Wien. Meine Geschwister und ich haben schon von klein auf Widerstandsarbeit geleistet. Bereits in den tschechischen Schulen des Komensky-Schulvereines hatten wir politische Bildung. Mein Vater war Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei / Tschechische Sektion. Die Ausschaltung des Parlaments und die Zerschlagung aller Parteien war für uns ein Alarmzeichen und Auftakt gegen eine Diktatur zu kämpfen. Aber wir haben nicht damit gerechnet, dass der Faschismus noch ärger kommen könnte«, berichtet Irma Trksak.
Cécile Cordon schildert Irma Trksaks persönliche Geschichte und damit auch die Geschichte der tschechischen und slowakischen Minderheit in Wien von der Monarchie bis nach 1945. Sie kamen aus den Kronländern der Monarchie, die Armut trieb sie in die Großstadt Wien, wo sie als Arbeitskräfte gebraucht wurden. Das »deutsche Wien« hat sie trotzdem missachtet und sie oftmals an den Rand der Gesellschaft geschoben.Trotz dieser zugeschriebenen Rolle stellten Tschechen und Slowaken unter der Herrschaft der Nationalsozialisten die größte Widerstandsgruppe in Österreich und kämpften damit für ihr Land. Irma Trksak, heute 90 Jahrealt, war eine der Frauen dieser Gruppe. Sie war ein Jahr in Einzelhaft und drei Jahre im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert.
Cécile Cordon schildert das Leben einer Frau, für die der Kampf auch nach ihrer Rückkehr aus dem KZ noch lange nicht zu Ende war.

u.A.w.g.: Tel. 01.53 53 477-0, office@mandelbaum.at | www.mandelbaum.at/books/764/7003


15.01.2008

Pressekonferenz des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

Einladung zur Pressekonferenz des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

Termin: 18.01.08

<Programm>


15.01.2008

"Mit dem Tod bestraft"

Internationales Symposion "Mit dem Tod bestraft"

am 7. und 8. Februar 2008, veranstaltet  von der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz und der Österreichischen Liga für Menschenrechte.

<Informationen>


08.01.2008

Benefizclubbing für Zivilcourage und gegen Rassismus 

9. Februar 2007, Palais Auersperg, Wien

Am 9. Februar 2008 öffnen sich das vierte Mal in Folge die Tore des Palais Auersperg für die ZARA:MONIE.
Das Benefizclubbing für Zivilcourage und gegen Rassismus verspricht auch heuer wieder ein spannender Event zu werden, der das gemeinsame Feiern mit dem guten Zweck verbindet.

Puls 4 überträgt heuer erstmals live im TV.

Ein tolles Showprogramm, Dancefloors und zahlreiche prominente UnterstützerInnen sorgen für einen abwechslungsreichen, spannenden Abend und eine durchtanzte Nacht.


9. Februar 2008, ab 21.00 Uhr
Palais Auersperg, Auerspergstr. 1, 1080 Wien
Ehrenschutz: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer

Moderation: Lucy McEvil

Hauptbühne: 
Papermoon
Stylingshow Josef Winkler
maschek.
Mario Lima & Bertl Mayer
Beautiful Kantine Band
DJ DSL


Wintergarten:   
BEHAVE! Resident DJ Saint Ex. 
Homoriental


Diverse Bars
Buffet: bar, restaurant, café willendorf

Tickets: Vorverkauf: € 15, Abendkassa: € 21
Vorverkauf: ZARA, Luftbadgasse 14-16, Mo-Do 10-18h, alle BA-CA-Filialen und bar, restaurant, café willendorf.

Der gesamte Erlös des Abends kommt der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute.

Presseakkreditierung, Rückfragen, Interviews, etc.:
Fridolin Reinagl / ZARA-Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +43 (0)676 79 34 770
E-Mail:presse@zara.or.at

Weitere Infos zu Programm und Kartenverkauf sowie Pressematerial unter: www.zaramonie.at


<flyer>


08.01.2008

Kinder im KZ

15. bis 18. Jänner 2008

Kino De France, jeweils um 20 Uhr
Eine Veranstaltung des Bundesministeriums für Inneres/Mauthausen Memorial

Dienstag, 15.1., 20.00 Uhr: DER LETZTE SCHMETTERLING 
Mittwoch, 16.1., 20.00 Uhr: WENN ALLE DEUTSCHEN SCHLAFEN
Donnerstag, 17.1., 20.00 Uhr: FATELESS - ROMAN EINES SCHICKSALLOSEN 
Freitag, 18.1., 20.00 Uhr: DIE GEZEICHNETEN 

Die Filme werden durch einen kurzen Vortrag des Kurators der Filmreihe, Univ.-Prof. Dr. Frank Stern (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien), eingeleitet. Nach der  Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.  

Eintritt frei! 
Information und Reservierung ausschließlich unter 01/53 1 26 3867 

e-Mail: bmi-iv-7@bmi.gv.at

Website zur Filmreihe: http://www.mauthausen-memorial.at/index_open.php/


18.12.2007

KZ-Prozesse in Österreich

Wann: Montag 7./ 14./ 21./ 28. Jänner 2008 jeweils um 18.30 Uhr

Wo: in den Räumlichkeiten der Ausstellung des DÖW: 1010 Wien, Wipplingerstraße 6-8. Der Eingang zur Ausstellung befindet sich im Hof des Alten Rathauses.

Vortragende: Dr. Claudia Kuretsidis-Haider, Hellmuth Butterweck, Dr. Heimo Halbrainer, Mag. Siegfried Sanwald und Dr. Winfried R. Garscha

Am. 1 März 2006 trat die Novelle zum Telekommunikationsgesetz (TKG) in Kraft, die den Versand von Newslettern und Info-Mailings nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Empfängers erlaubt. Wenn Sie meine Informationen nicht mehr erhalten möchten, retournieren Sie mir bitte diese mail unter dem Titel NEIN im Betreff (Subject). Sollten Sie nicht antworten, darf ich dies als Bestätigung werten, meine Informationen auch weiterhin empfangen zu wollen. Danke für Ihr Verständnis. Wollen Sie allerdings diese email weiterleiten, so haben Sie durchaus mein Verständnis.

Veranstalter:
Zentrale Österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz
Pf. 98. 1013 Wien
Tel: (0043) 1 20 89 469 315
Mail: nachkriegsjustiz@hotmail.com
Web: www.nachkriegsjustiz.at

<Infos>


11.12.2007

ÖGPW Veranstaltungsreihe "Die Zukunft der Politikwissenschaft"

Einladung zu einem Round Table Gespräch "Politikwissenschaft und politische Bildung: PolitologInnen in die Schulen?"

13. Dezember 2007, 19.00 Uhr, Wien

Mit der Senkung des aktiven Wahlalters von 18 auf 16 Jahre im Juni 2007 wurde Österreich zum "Europa-Pionier". Zugleich rückte damit das Thema der politischen Bildung in den Schulen erneut in den Mittelpunkt des Interesses.


Im Zentrum der Podiumsdiskussion stehen die Fragen:
· Stellenwert der politischen Bildung in den Schulen?
· Weiterentwicklung der LehrerInnenausbildung (Didaktik)?
· Erwachsenenbildung und politische Bildung als Arbeitsfeld für PolitologInnen?
· Vorbild politische Bildungszentrale in Deutschland?

Dieser und anderen Fragen soll mit VertreterInnen und Verantwortlichen der österreichischer Bildungspolitik sowie Experten bei einem Round Table Gespräch nachgegangen werden.

TeilnehmerInnen:
o Prof. Peter Filzmaier (Donau-Universität Krems) o Mag. Matthias Hofer (gf. Bundesobmann der AHS-Lehrer im ÖAAB) o Prof. Wolfgang Sander (Universität Giessen) o Bundesministerin Dr. Claudia Schmied / Sektionschefin Mag. Heidrun Strohmeyer (bmukk) o Martin Schneider (Bundesschulsprecher)

Moderation: Louise Beltzung (Der Standard)

Ort: Veranstaltungszentrum des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6-8 (Eingang im Hof), 1010 Wien

Infos unter http://www.oegpw.at

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Renner Institut.

<Infos>


06.12.2007

EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 19.00 Uhr
Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck

Der Umbruch oder Hanna und die Freiheit. Ein Prag-Roman
von Alice Rühle-Gerstel

erschienen im AvivA-Verlag, Berlin

Die Kommunistin Hanna verlässt das nationalsozialistische Berlin und flieht in ihre Geburtsstadt Prag. Sie findet illegale Arbeit bei einer liberalen Tageszeitung, erkundet die 17 Jahre zuvor verlassene Stadt und begegnet in den Kaffeehäusern alten Freundinnen, misstrauischen Genossen und nationalsozialistischen Spionen. Durch die Neuentdeckung ihrer Heimat und die Konfrontation mit ihrer bürgerlichen Herkunft gerät ihr bisheriges Weltbild ins Wanken.

Rühle-Gerstels Prag-Roman ist mit historischen Postkarten, Fotografien und einem Stadtplan der »goldenen Stadt« illustriert und mit einem ausführlichen Nachwort der Biografin Rühle-Gerstels, Marta Marková, versehen.

Marta Marková, Biografin Alice Rühle-Gerstels(*) spricht über den Roman und die Person der Autorin.

Eleonore Bürcher, Schauspielerin am Tiroler Landestheater, liest einige Passagen aus dem Buch.

(*) Auf ins Wunderland! Das Leben der Alice Rühle-Gerstel. 2007 Studienverlag Wien-Innsbruck-Bozen


<Einladung>


14.11.2007

EINLADUNG zur Lesung: Wien - Dachau - Buchenwald: Verschollene Manuskripte aus 1938

CLIO & Theodor Kramer Gesellschaft laden herzlich ein zur Lesung
Wien – Dachau – Buchenwald: Verschollene Manuskripte aus 1938

Am 17. März 1938 wurde der jüdische Sportjournalist Maximilian Reich in Wien verhaftet und am 1. April mit dem so genannten „Prominententransport“ ins KZ Dachau deportiert. Nach der Freilassung gelang es ihm mit seiner Frau nach England zu emigrieren. Im englischen Exil verfassten Maximilian und Emilie Reich vermutlich die ersten von österreichischen Opfern des Nationalsozialismus verfassten Berichte. Henriette Mandl, die 1938 zehn Jahre alt war, hat die verschollenen Manuskripte ihrer Eltern wieder gefunden und legt sie nun mit dem Titel „Zweier Zeugen MundWien-Dachau-Buchenwaldder Öffentlichkeit vor.

Einführende Worte
Dr. Konstantin Kaiser (Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, Wien)

Lesung
Mag. Christian Teissl (Schriftsteller und Germanist, Graz) und Dr. Henriette Mandl (Autorin, Wien)

Dienstag, 20. November 2007, 19.00 Uhr 
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz


Weitere Veranstaltungen im Herbst:

"Wieder gut machen?“ Der Umgang mit den Opfern des Nationalsozialismus nach 1945
Eine Diskussion mit Dr. Andrea Strutz (Historikerin, Institut für Geschichte/Zeitgeschichte, Universität Graz), OAR Priska Polegek (Amt der Steiermärkischen Landesregierung), Maria Cäsar (Widerstandskämpferin, KZ Verband Steiermark), Gerhard Macher (Bezirksvorsteher Graz-Gries, Sozialdemokratische Freiheitskämpfer)
Dienstag, 27. November 2007, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz


„…damit Gotha leben kann, muss ich sterben“. Josef Gadolla – ein Grazer rettete Gotha vor der Zerstörung 1945
Dr. Helga Raschke (Historikerin und Archivarin, Gotha)
Dienstag, 11. Dezember 2007, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz


08.11.2007

Vortrag von Wolfgang BENZ: Vom Vorurteil zum Genozid. Geschichte und Aktualität des Antisemitismus

CLIO & Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz laden herzlich ein zum Vortrag:

Vom Vorurteil zum Genozid Geschichte und Aktualität des Antisemitismus

Univ. Prof. Dr. Wolfgang Benz (Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, Universität Berlin)
Moderation: Univ. Prof. Dr. Helmut Konrad (Historiker, Institut für Geschichte / Zeitgeschichte, Universität Graz)

Montag, 12. November 2007, 19.30 Uhr
Universitätsplatz 3, Hauptgebäude/1. Obergeschoß, HS 01.14

Judenfeindschaft hat eine lange Geschichte und viele aktuelle Erscheinungsformen. Dem christlichen Antijudaismus folgte der Antisemitismus als Rassenideologie, der zum Holocaust führte. Danach entstanden neue Formen der Ablehnung wie Antizionismus als politische Kampfansage gegen Israel. Das älteste religiöse, politische, soziale und kulturelle Vorurteil der Geschichte, die Überzeugung von der gefährlichen Eigenart der Juden, ist in neuen Formen immer noch wirksam und vielfältig instrumentalisiert.


Weitere Veranstaltungen im Herbst:

Wien – Dachau – Buchenwald: Verschollene Manuskripte aus 1938
Einführende Worte: Dr. Konstantin Kaiser (Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, Wien)
Lesung aus den Texten: Mag. Christian Teissl (Schriftsteller und Germanist, Graz) und Dr. Henriette Mandl (Autorin, Wien)
Dienstag, 20. November 2007, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

„Wieder gut machen?“ Der Umgang mit den Opfern des Nationalsozialismus nach 1945
Eine Diskussion mit Dr. Andrea Strutz (Historikerin, Institut für Geschichte/Zeitgeschichte, Universität Graz), OAR Priska Polegek (Amt der Steiermärkischen Landesregierung), Maria Cäsar (Widerstandskämpferin, KZ Verband Steiermark), Gerhard Macher (Bezirksvorsteher Graz-Gries, Sozialdemokratische Freiheitskämpfer)
Dienstag, 27. November 2007, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

„…damit Gotha leben kann, muss ich sterben“. Josef Gadolla – ein Grazer rettete Gotha vor der Zerstörung 1945
Dr. Helga Raschke (Historikerin und Archivarin, Gotha)
Dienstag, 11. Dezember 2007, 19.00 Uhr / Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz


06.11.2007

Einladung: Gespräche mit ZeitzeugInnen

Die Akademie des Bildungs- und Heimatwerkes NÖ und die Gesellschaft für politische Aufklärung laden ein

Donnerstag, 8. November 2007, 18.30 Uhr, Wr. Neustadt 

„Kristallnacht“ – das Pogrom im November 1938
Gespräch mit dem Zeitzeugen Karl Flanner

Am 9. November 1938 brannten 177 Synagogen im Dritten Reich, tausende Geschäfte und Betriebe jüdischer Eigentümer wurden demoliert und ausgeraubt, zahlreiche Jüdinnen und Juden wurden misshandelt, verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Der damalige Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verharmloste dieses Pogrom der Nationalsozialisten mit der Bezeichnung „Reichskristallnacht“.
Was danach passierte, wissen wir alle: Der antisemitische Rassenhass führte zur in den Konzentrations- und Vernichtungslagern durchführten sogenannten „Endlösung der Judenfrage“, zum Holocaust.
Prof. Karl Flanner wurde 1920 in Wiener Neustadt geboren. Mit 19 Jahren wurde er von der Gestapo festgenommen und in das KZ Dachau, später nach Buchenwald zwangseingewiesen. Er war Gemeinderat und arbeitete im Stadtarchiv Wiener Neustadt. Er ist Mitbegründer und langjähriger Leiter des Industrieviertelmuseums.

Termin:
Donnerstag, 8. November 2007, 18.30 Uhr
Ort: Industrieviertel-Museum, 2700 Wiener Neustadt, Anna-Rieger-Gasse 4
Anmeldung: bis 1. November bei Bildungs- und Heimatwerk NÖ, Tel. 01/5331899



Samstag, 17. November 2007, 15 Uhr, 1030 Wien

„Auf unseren Akten stand: Rückkehr unerwünscht“
Gespräch mit der Zeitzeugin Irma Trksak

Irma Trksak wurde 1917 in Wien geboren und wuchs dreisprachig (tschechisch, slowakisch und deutsch) auf. Sie besuchte die Pädagogische Akademie in Prag und wurde Lehrerin an der tschechischen Volksschule in Wien. Nach dem Anschluss Österreichs wurden alle tschechischen Schulen in Österreich geschlossen und Irma Trksak wurde aktiv in der Widerstandsbewegung. Sie schrieb Briefe an Soldaten, nicht in dieser Armee zu kämpfen, verteilte Flugblätter und versuchte die Eisenbahner zu überreden, die Fahrpläne für den Transport von Kriegsmaterial nicht einzuhalten. 1941 wurde Irma Trksak wegen Brandlegungsversuchen von der Gestapo verhaftet und im Polizeigefängnis Rossauer Lände ein Jahr inhaftiert. 1942 wurde sie in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert. 1945 gelang ihr während der Todesmärsche die Flucht. Irma Trksak lebt heute in Wien und ist in der Lagergemeinschaft der Ravensbrückerinnen aktiv. Gleichzeitig präsentiert der Mandelbaum-Verlag das neue Buch über Irma Trksak: "Ich weiß, was ich wert bin! Irma Trksak - Ein Leben im Widerstand" von Cécile Cordon. (nähere Infos: www.mandelbaum.at/books/new/)

Termin: Samstag, 17. November 2007, 15 Uhr
Ort: Bildungs- und Heimatwerk NÖ, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15
Anmeldung: bis 1. November 2007   bei Bildungs- und Heimatwerk NÖ, Tel. 01/5331899

Mehr über Irma Trksak: http://www.memory2000.net/int_aus_12.asp
Interview mit Irma Trksak: Ob sich heute jemand vorstellen kann, was Freiheit bedeutet?: http://oesterreich-2005.at/projekte/1143303416/1143309939



Informationen:

Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2, E-mail: karin.liebhart@univie.ac.at , Tel.: 01/4277-47739
Waltraud Riegler, Bildungs- und Heimatwerk NÖ, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15, tel.: 01/533 18 99-10

VeranstalterInnen: Akademie des Bildungs- und Heimatwerkes NÖ, www.bhwnoe.or.at,  und Gesellschaft für politische Aufklärung, http://www2.uibk.ac.at/gfpa
Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler (Bildungs- und Heimatwerk NÖ), Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung)


11.10.2007

ImmigrantInnentag

Das WIK-Vernetzungsbüro lädt Sie herzlich zum ImmigrantInnentag ein

Der ImmigrantInnentag-Anerkennungstag, der traditionell am 25. Oktober – einen Tag vor dem Nationalfeiertag  –  veranstaltet wird, findet heuer bereits zum dritten Mal statt. Während die letzten Jahre unter den Aspekten „40 Jahre Arbeitsmigration nach Österreich“ und „Diversität sichtbar machen“ standen, soll dieses Jahr der Schwerpunkt auf die Partizipation der ImmigrantInnen in den Bezirken gelegt werden. ImmigrantInnen muss das Recht auf politische Partizipation (aktiv/passiv) eingeräumt werden. Nur so ist eine vollständige Gleichberechtigung dieser Bevölkerungsgruppe gegenüber der Mehrheitsgesellschaft gewährleistet!

Integrationsgala

Mit Vielfalt in die Zukunft

am 25.Oktober 2007, 18:30 in der Akademie der bildenden Künste 

1060 Wien, Lehargasse 6; ehem. Semperdepot  

Neben einem Buffet und einem kleinen musikalischen Rahmenprogramm wird auf die Notwendigkeit der Partizipation der ImmigrantInnen eingegangen. In diesem Zusammenhang werden das Integrationsmodell und die Integrationscharta des WIK-Vernetzungsbüros vorgestellt. Politische VertreterInnen sowie ExpertInnen mit Migrationshintergrund nehmen Stellung, wie die Möglichkeiten der Partizipation der ImmigrantInnen effektiv gestaltet und genutzt werden kann.



Weiters findet im Rahmen des ImmigrantInnentages die Konferenz „Jugendliche im Mittelpunkt der Bildung“ am 23. Oktober 2007 statt und bietet eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und der Verschiedenartigkeit der Jugendlichen. Weiters soll den Fragen nach den interkulturellen Erfahrungen an den Schulen nachgegangen werden, wie zum Beispiel der Wichtigkeit der Muttersprache als Grundlage und Mehrsprachigkeit der LehrerInnen an Wiener Schulen.  

Konferenz

Jugendliche im Mittelpunkt der Bildung

Eröffnung durch Vizebürgermeisterin Grete Laska

Am 23. Oktober 2007, 09:30 – 19:00 im alten AKH

1090 Wien, Uni-Campus/Aula, Hof 1

 

<Detailliertes Programm>

UAwg bis 22. Oktober 2007 unter Tel: 01/ 606 41 29 oder E-Mail:
vereine@wik-vernetzungsbuero.at

Während des Tages gibt es am 25. Oktober 2007 unterschiedliche Aktionen in den Bezirken, die eine Begegnung und einen Austausch zwischen ImmigrantInnen und der Mehrheitsgesellschaft bewirken sollen. Weiters findet am 23. Oktober eine Jugendkonferenz mit dem Titel „Jugendliche im Mittelpunkt der Bildung“ statt. Das genaue Programm entnehmen Sie bitte beiliegendem Informations-Folder oder der Homepage des WIK-Vernetzungsbüros (www.wik-vernetzungsbuero.at).


05.10.2007

FREMD SEIN IN ÖSTERREICH

PODIUMSDISKUSSION "FREMD SEIN IN ÖSTERREICH"

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19 Uhr

Wiener Rathaus, Wappensaal
Lichtenfelsgasse 2, Feststiege 2, 1010 Wien

Eine Veranstaltungskooperation der Kulturabteilung der Stadt Wien Referat Wissenschafts- und Forschungsförderung Wiener Vorlesungen http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/vorlesungen/index.html
und der Sigmund Freud Privatstiftung http://www.freud-museum.at/d/index.html

Podiumsteilnehmer
Barbara Coudenhove-Kalergi
<http://www.freud-museum.at/pdf/fremdsein/Coudenhove.pdf>

Präsident Dr. Clemens Jabloner
<http://www.freud-museum.at/pdf/fremdsein/Jabloner.pdf>

Dr. Felix de Mendelssohn
<http://www.freud-museum.at/pdf/fremdsein/Mendelssohn.pdf>

Univ.-Prof. Dr. Peter Weinberger
<http://www.freud-museum.at/pdf/fremdsein/Weinberger.pdf>

Univ.-Prof. Dr. Ruth Wodak
<http://www.freud-museum.at/pdf/fremdsein/Wodak.pdf>

Moderation
Mag. a Renata Schmidtkunz
<http://www.freud-museum.at/pdf/fremdsein/Schmidtkunz.pdf>

Die Diskussion ist der Versuch, ein differenzierteres Bild dessen möglich zu machen, was heute "fremd sein" und "daheim sein" in Österreich bedeutet. Obwohl die Lebenswelten rund um den Globus einander immer ähnlicher werden, wird mit der Zuschreibung des "Fremden" häufig Ausgrenzungspolitik betrieben.
In einer in dynamischen Veränderungs- und Entwicklungsprozessen sich befindenden Welt, in der es noch viel weniger als früher "archimedische Punkte" des Gleichbleibenden in Alltag und Politik gibt, ist Identität wahrscheinlich noch viel stärker eine Frage der bewussten Selbstdefinition und -beschreibung geworden und hat weniger mit Lebensrealität zu tun. Wo sind denn in der Tat jene Lebensbereiche, von denen man/frau sagen kann - wie man es in Wien wohl früher öfters gesagt hat -, "das war schon immer so" und sollte daher auch so bleiben. Trotzdem gelingt es populistischen Parteien mit "Fremdheit" und "Heimat" Politik zu machen.
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion werden versuchen, aus ihrem jeweiligen Blickpunkt Situation und Probleme Fremder in Österreich zu beleuchten und den Blick auf das Phänomen der Xenophobie zu richten.
Probleme für Nicht-österreicher werden aus psychoanalytischer, linguistischer, persönlicher, politischer und rechtlicher Sicht diskutiert. Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Lebensumstände für Fremde in Österreich und der aktuellen Situation in Bezug auf Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass. Eigene Erfahrungen aus der beruflichen Praxis werden ebenso Gegenstand des Gesprächs wie wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema.

Rückfragehinweis: Sabine Jansa, Veranstaltungen, Sigmund Freud Privatstiftung, Berggasse 19, 1090 Wien,
T: + 43 1 319 15 96 12, F: + 43 1 317 02 79,
veranstaltung@freud-museum.at


05.10.2007

FILMPRÄSENTATION UND DISKUSSION

„DER LETZTE DER UNGERECHTEN“
BENJAMIN MURMELSTEIN, GEFILMT VON CLAUDE LANZMANN

Mitte Oktober kommt der französische Filmemacher Claude Lanzmann zu einem Publikumsgespräch nach Wien. Lanzmann präsentiert 5 Stunden eines bis dato unveröffentlichten Filminterviews, das er im Zuge der Dreharbeiten zu seinem monumentalen Dokumentarfilm „Shoah“ mit dem Wiener Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein geführt hat. Murmelstein war eine Schlüsselfigur der jüdischen Gemeinde Wiens in der NS-Zeit und nach seiner eigenen Deportation Mitglied des „Judenrates“ und späterer „Judenältester“ im Lager Theresienstadt. Die erstmalige Leinwandpräsentation des ungeschnittenen Filmmaterials wird von einem ExpertInnengespräch mit Doron Rabinovici, Anna Hájková und Pierre Genée begleitet und von Raye Farr, der Direktorin der Filmabteilung des United States Holocaust Memorial Museum eingeleitet.

Zeit: Sonntag, 14. Oktober 2007, 12:30 bis ca. 23:30 Uhr
Ort: Österreichisches Filmmuseum, 1010 Wien, Augustinerstrasse 1 (im Gebäude der Albertina)

<Flyer>


Die gemeinsame Veranstaltung des Österreichischen Filmmuseums und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) findet in Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, dem Jüdischen Museum Wien und dem United States Holocaust Memorial Museum statt, sowie mit Unterstützung der Wissenschafts- und Forschungsförderung der Stadt Wien (MA 7). Sie ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Ordnung muss sein. Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien“, die noch bis 21. Oktober 2007 im Jüdischen Museum Wien ( http://www.jmw.at ) zu sehen ist.

Kartenreservierungen (2 x EUR 5,-) bitte direkt im Österreichischen Filmmuseum:  http://www.filmmuseum.at    
Tel.: +43-1-533 70 54


Aktuelle Informationen unter http://www.vwi.ac.at


03.10.2007

Einladung ai-Menschenrechtstagung

Armut ? Hunger ? Krankheit
Wenn Staaten Menschenrechte ignorieren

Armut ist nicht naturgegeben, sie wird von Menschen verursacht und kann auch durch menschliches Handeln überwunden werden. Das ist keine Geste der Barmherzigkeit sondern ein Akt der Gerechtigkeit und bedeutet den Schutz eines fundamentalen Menschenrechts - des Rechts auf ein Leben in Würde.
(Nach einem Zitat von Nelson Mandela)

Die heurige ai Menschenrechtstagung beschäftigt sich mit dem Komplex der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte und mit den Möglichkeiten ihrer Durchsetzbarkeit. Sowohl die Probleme auf internationaler Ebene als auch die Herausforderungen in Österreich werden ein Thema sein. Abseits des Programms gibt es genügend Gelegenheit, andere ai-Mitglieder kennen zu lernen und mit ExpertInnen zu diskutieren.

Termin: Freitag, 2. November, bis Sonntag, 4. November 2007
Ort: Bildungshaus Schloss Retzhof, Dorfstraße 17, 8430 Leitring/Leibnitz
Vortragende: nationale und internationale ExpertInnen
TeilnehmerInnenanzahl: 40 - 100
Teilnahmebeitrag: Kostenlos (exklusive Anreise, Verpflegung und Übernachtung)

Näher Informationen und Anmeldung unter: www.ai-academy.at
Telefonisch: +43 1 78 008


03.10.2007

ZARA-Lehrgang 2007

Jetzt anmelden:

ZARA-Lehrgang 2007
„Kompetenzvermehrung Anti-Rassismus & Zivilcourage“
in Kooperation mit der VHS Ottakring

Der ZARA-Lehrgang ist ein wichtiger Bestandteil der Sensibilisierungsarbeit von ZARA.
Praxisnah, interaktiv und wissenschaftlich fundiert bietet der Lehrgang inhaltlich und methodisch eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik Anti-Rassismus und Zivilcourage.
Die Teilnahme am ZARA-Lehrgang stäkt persönliche Kompetenzen, den reflektierten Umgang mit Sprache, Vorurteilen und Unterschieden, sowie den Mut des/der Einzelnen, in der Öffentlichkeit in „unangenehmen Situationen“ gegen rassistische Diskriminierung aufzutreten. Weitere Schwerpunkte sind rechtliche Grundlagen einschließlich des Sicherheitspolizeigesetzes, sowie theoretischer und praktischer Hintergrund zu Anti-Rassismus in Österreich. Die hochqualitative Weitergabe von Informationen und Kompetenzen schafft MultiplikatorInnen und stärkt die Zivilgesellschaft.

Lehrgangsbeginn: 9.Oktober 2007

Näheres zu Terminen, Programm, Anmeldung und Förderungen unter: www.zara.or.at


23.08.2007

Nachruf Albert Sternfeld, 23.08.2007

Albert Sternfeld

Albert Sternfeld war eine der profilierten Persönlichkeiten des jüdischen Lebens der Zweiten Republik Österreich. Gerade weil er denen unbequem war, die es sich mit Halbwahrheiten in dieser Republik bequem machen wollten; gerade weil er Fragen stellte, die vielen unangenehm waren; gerade weil er daran erinnerte, dass 1938 nicht nur überzeugte Nationalsozialisten sich am jüdischen Vermögen bereichert hatten; und dass eben deshalb nach 1945 so vieles „in die Länge gezogen“ wurde – gerade darin liegt Albert Sternfelds Verdienst.

Albert Sternfeld stand im Zweiten Weltkrieg auf der Seite derer, in deren Lager Österreich war – auf der Seite der Alliierten. Und er kehrte nach Österreich zurück, obwohl viele ihm dies nicht leicht gemacht hatten. In diesem Österreich, in dem alle so gerne Opfer sein wollten, war er eine unabhängige Stimme; ein Autor, der nicht in eines der gängigen Klischees passte; ein citoyen – wie ihn dieses Österreich, wie ihn jede Demokratie braucht.

Wir vermissen diesen citoyen schon jetzt.

Anton Pelinka
23.08.2007


10.08.2007

Nachruf Regine Chum, 10.08.2007

Regine Chum 1923 – 2007

Wie es ihr denn ginge, habe ich sie damals – vor mittlerweile fast 20 Jahren – gefragt  Immerhin sei sie zum ersten Male wieder in Auschwitz-Birkenau, zum ersten Male seit der NS-Zeit, als sie Häftling in Birkenau gewesen war. Mir geht’s gut, ich kenne das alles, ich war ja schon einmal hier. Die anderen der Reisegruppe sollte ich fragen – die seien zum ersten Mal in Birkenau. Später dann, als wir an der Stelle standen, an der der ehemalige Kommandant des KZ Auschwitz-Birkenau, Rudolf Höß, hingerichtet worden war, sagte sie nur knapp: Damals waren wir unten, jetzt ist er unten.
Regine Chum war eine großartige Frau. Über viele Jahre war sie ständige Begleiterin auf den Fahrten zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, die ich von 1986-1999 für die Gesellschaft für politische Aufklärung organisiert hatte. Mit ihrer direkten, offenen und zugleich einfühlsamen Art stand sie den TeilnehmerInnen an diesen Fahrten nicht nur während der Vorbereitung, sondern auch in Auschwitz selbst zur Verfügung, ging auf alle Fragen ein und hatte teilweise überraschend einfache und trotzdem tiefgründige Antworten parat.
Als Überlebende von Auschwitz (und Ravensbrück) war Regine Chum auch über viele Jahre im Rahmen der Zeitzeugenaktion an österreichischen Schulen unterwegs. Tausende SchülerInnen konnte sie mit ihren Schilderungen faszinieren, zahllose Menschen konnten durch sie die Grauen des NS-Regimes zwar nicht nachvollziehen, aber besser verstehen.
Regine Chum hatte auch Humor. Eine geht noch, war ihr Standardsatz, wenn es darum ging sich noch eine Zigarette anzuzünden. Mit ihrem Lachen konnte Sie viele Menschen anstecken, konnte die Leichtigkeit des Lebens wecken. Dies trotz ihrer Lebensgeschichte, die für uns alle so beeindruckend war.
Regine Chum war eine sehr bescheidene Frau. Ich weiß nicht, ob ihr wirklich bewusst war, wie wichtig sie war, wie tief sie sich in meine Erinnerung einprägt hat und wie sehr ich sie vermisse.
Danke Gina, danke für alles.

Reinhold Gärtner


26.07.2007

60 Jahre Nürnberger Ärzteprozess - Kontinuität und Bruch in der Medizingeschichte

Dienstag, 11. September 2007, 16.00 - 21.00 Uhr
Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz

Am 9. Dezember 1946 begann der große Ärzteprozess, der vor bald 60 Jahren, am 20. August 1947, als erster der Nachfolgeprozesse des Nürnberger Prozesses mit zahlreichen Todesurteilen gegen Ärzte aber auch Nicht-Ärzte, die sich der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben, endete. Die Verbrechen, die damals öffentlich wurden, waren u.a. die Menschenversuche in den Konzentrationslagern Dachau und Natzweiler: Unterdruckversuche, Unterkühlversuche, Meerwasserversuche, Fleckfieberversuche und andere Versuche mehr, die erstmals bereits 1949 von Alexander Mitscherlich und Fred Mielke dokumentiert wurden. Eine Folge dieses Ärzteprozesses war der "Nürnberger Kodex", der auch noch heute gültig ist. Bei der Tagung soll neben der historischen Auseinandersetzung die medizinische Ethik und die Diskussionen rund um diese thematisiert werden.

PROGRAMM

16.00-16.30 Uhr


Musik: Studentinnen der Kunst Universität Graz: Musik von Viktor ULLMANN (1898-1944)

Begrüßung:
Heimo Halbrainer (Historiker, CLIO-Verein für Geschichts- u. Bildungsarbeit)
Rainer Possert (Arzt, Obmann des SMZ Liebenau)
Odo Feenstra (in Vertretung von Landesrat Mag. Helmut Hirt)
Wilfriede Monogioudis (Stadträtin der Stadt Graz)

16.30-19.00 Uhr

Referate und Diskussionen:
Ernst Klee (angefragt): Der Nürnberger Ärzte-Prozess und die Folgen

Winfried R. Garscha (Historiker, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, Wien): Ärzteprozesse vor österreichischen Volksgerichten. Die Urteile gegen Ärzte, Schwestern und Pfleger wegen Mord, Misshandlung und Verletzung der Menschenwürde (1945--1955)

Werner Vogt (Arzt und Publizist, Wien): Der Heinrich Groß-Prozess

Gabriele Czarnowsky (Institut für Sozialmedizin, Universität Graz): "Eingestellt"- Das Nachkriegs-Ermittlungsverfahren gegen Karl Ehrhardt, Vorstand der Universitätsfrauenklinik Graz 1939-1945

PAUSE

19.00-21.00

Michael Hubenstorf (Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien): Kontinuität und Bruch in der Medizingeschichte. Medizin in Österreich 1938-1945-1955

Karl Heinz Roth (Historiker, Sozialforscher, Arzt, Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts): Lehren aus Nürnberg: Ethik in der Medizin in Zeiten des Neoliberalismus

Die Veranstaltung von CLIO wird unterstützt durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und öffentliche Subvention des Landes Steiermark (Kultur,
Wissenschaft), Stadt Graz und dem Stadtmuseum Graz


10.07.2007

Filmreihe "Kinder im KZ"

von 22.8.2007 - 25.8.2007 veranstaltet das Bundesministerium für Inneres in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen die Filmreihe "Kinder im KZ", die Univ.-Prof. Dr. Frank Stern (Institut für Zeitgeschichte, Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte, Universität Wien) kuratiert hat.

Mittwoch, 22.8.2007, 20.00
DER LETZTE SCHMETTERLING (GB/CZ 1994 Karel Kachyna)

Donnerstag, 23.8.2007, 20.00
WENN ALLE DEUTSCHEN SCHLAFEN (D 1994 Frank Beyer)

Freitag, 24.8.2007, 20.00
FATELESS - ROMAN EINES SCHICKSALLOSEN (Ung. 2005 Lajos Koltai)

Samstag, 25.8.2007, 20.00
DIE GEZEICHNETEN (USA/Schweiz 1948, Fred Zinnemann)

Die Spielfilme werden durch einen kurzen Vortrag mit Ausschnitten aus filmischen Originaldokumenten von Frank Stern eingeleitet.

<weitere Informationen>


14.06.2007

WUK-Veranstaltung im Rahmen der Bezirksfestwochen Währing

AUFZEICHNUNGEN ZUM WIDERSTAND
Filmvorführung und Publikumsgespräch zum Gedenken an Harry Spiegel

Termin: 14. Juni 2007

Beginn: 19.00 Uhr

Ort: Projektraum im WUK, Währingerstr. 59, 1090 Wien

Programm: Filmvorführung „Aufzeichnungen zum Widerstand“
(Österreich 2006, Regie: Martin Krenn; 65 min.)

Publikumsgespräch mit dem Regisseur Martin Krenn, dem Schriftsteller Erich Hackl und Gert Hoffmann, einem Zeitzeugen des Spanischen
Bürgerkriegs.
Moderation: Sylvia Köchl/Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen

Eintritt frei; Buffet gegen Spende – der Erlös geht an die Psychopannenhilfe.

Aufzeichnungen zum Widerstand ist eine Dokumentation über den Widerstand gegen den Faschismus in den 30er und 40er Jahren - in Österreich, Spanien und Frankreich.

Protagonist des Films ist der österreichische Widerstandskämpfer Harry Spiegel, der in den 30er Jahren in Spanien auf Seiten der Republikaner
gegen Franco gekämpft hatte. Harry Spiegels Erzählungen werden in Form von Tondokumenten, Zeichnungen und Animationen filmisch visualisiert; Freunde und MitstreiterInnen erinnern sich an ihn und erzählen in Interviews von ihren gemeinsamen Aktivitäten. Der Film gibt ein
komplexes und differenziertes Bild einer Generation von Antifaschisten, die sich den Regimes von Dollfuß/Schuschnigg, Franco und Hitler
entgegengestellt haben.

Harry Spiegel war engagiertes Mitglied und zeitweilig Vorstand des WUK.
Er war Begründer der Psychopannenhilfe, eines im WUK beheimateten Vereins für psychisch kranke Menschen.


12.06.2007

Zwischen moralischer Instanz und Ökonomie der Aufmerksamkeit: Gedächtnis und Öffentlichkeit

20.6.2007, 12.00-13.30
NIG Neues Institutsgebäude, 1090 Wien, Universitätsstraße 7, HS II

Podiumsgespräch im Rahmen der Vorlesung „Nationalsozialismus und Gedächtniskultur: Österreich im europäischen Kontext“

Mit der Waldheim-Debatte 1986 ist die Frage des Umgangs mit der NS-Vergangenheit in Österreich auf die Bühne des öffentlichen Diskurses
getreten. Mehr als 20 Jahre danach hat sich Gedächtnis nicht allein als Fixpunkt auf der medialen Agenda etabliert, vielmehr: die Initiativen im
Feld der Erinnerungspolitik und Gedächtniskultur folgen zunehmend den Logiken des Medialen, d.h. vor allem auch der Konkurrenz um die knappe Ressource Aufmerksamkeit. Steht damit die Funktion von Gedächtnis als moralischer Instanz, als Instrument politischer Aufklärung zur
Disposition? Beeinflussen die Vorgaben einer Ökonomie der Aufmerksamkeit auch die wissenschaftliche Forschung, wird der Erfolg wissenschaftlichen Arbeitens nicht zunehmend an der medialen Präsenz, dem erfolgreichen Agieren in der Konkurrenz um die knappe Ressource Aufmerksamkeit gemessen? Als Indikator für diese Entwicklung erweisen sich Gedenktage und –jahre – wie das kommende Jahr mit seinen historischen Bezugspunkten 1918 und 1938. An diesen Aufmerksamkeitsfenstern orientieren sich auch die wissenschaftlichen Akteure – eine Fülle von Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen ist zu erwarten, zusätzliche öffentliche Förderungen werden erhofft. Im Vorfeld des Gedenkjahres 2008 über die gegenwärtigen Rahmenbedingungen und die Zukunftspotentiale von Gedächtnis zu reflektieren, die Interessen unterschiedlicher Akteure – JournalistInnen, HistorikerInnen – zu beleuchten und die Rolle der Wissenschaft im Feld der gesellschaftlichen Erinnerung zu diskutieren ist Ziel dieser Podiumsgesprächs.

TeilnehmerInnen:
Aleida Assmann, Universität Konstanz, derzeit Gast des IFK Internationales
Forschungszentrum Kulturwissenschaften
Marianne Enigl, Profil
Peter Lachnit, ORF Ö1
Oliver Hochadel, Wissenschaftsjournalist, Heureka
Charles Ritterband, Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung
Moderation: Heidemarie Uhl, Institut für Zeitgeschichte der Universität
Wien, Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Eine Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien in Kooperation mit dem IFK Internationales Forschungszentrum
Kulturwissenschaften Wien und der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften


12.06.2007

Nach-Bürgerkriege. Österreich - Spanien und Griechenland im Vergleich

in Zusammenarbeit mit der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, dem Institut für Byzantinistik und Neogräzistik, dem Institut für Zeitgeschichte und der Balkankommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Zeit: 15. Juni 2007
Ort: Sitzungssaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,
Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1. Stiege, 1. Stock,
1010 Wien

<Programm>


12.06.2007

ZARA:TALK

Das Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) veranstaltet am 21.06.2007 in Innsbruck eine Tagung mit dem Titel „MEHRWERT DIVERSITY –  Gleichbehandlung im Bereich der sozialen Grundversorgung“. Die Teilnahme ist kostenlos und auf 70 Personen beschränkt. Diese Weiterbildungsveranstaltung bietet Ihnen und Ihren MitarbeiterInnen die Chance sich im Bereich "Gleichbehandlung-Diversity" zu qualifizieren. Die Veranstaltung wird von professionellen ExpertInnen und TrainerInnen geleitet.

<Information>


12.06.2007

ZARA:TALK

derStandard.at-Redakteurin Mag.a Sonja Fercher im Gespräch mit Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) zum Thema:

„Antisemitismus und Rassismus: Begrifflichkeiten, Geschichte und neue Entwicklungen“

Mittwoch, 20. Juni 2007, 19 Uhr
im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Eintritt frei.

Bisweilen wird in der Debatte über die internationale Finanzwelt immer noch der Begriff „Ostküste“ zitiert, jüdische Einrichtungen sind Opfer von Vandalismus, ein österreichischer Politiker macht sogar Witze à la „Wie kann einer, der Ariel heißt, nur so viel Dreck am Stecken haben?“ – JüdInnen sind nach wie vor Opfer von Anfeindungen und Gewalt.
Im ZARA:TALK erläutert Heribert Schiedel, Rechtsextremismusexperte des DÖW, die Begriffe Rassismus und Antisemitismus, erklärt Gemeinsamkeiten und Unterschiede und geht auf deren Geschichte sowie auf neue Entwicklungen im Antisemitismus ein.

ZARA:TALK ist eine Veranstaltungsreihe von ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Depot. www.zara.or.at, www.depot.or.at


04.06.2007

neueste Ausgabe der Zeitschrift polis

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift polis aktuell "Vielfältige L(i)ebenswelten-Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung" von Zentrum polis finden Sie unter: http://www.politik-lernen.at/goto/polis/details/pa_6_07/

Nicht zuletzt im Bildungsbereich erfordert es nach wie vor sehr viel Mut, sich in einer heterosexuell geprägten Umgebung zu outen.
Das vorliegende polis aktuell plädiert für eine Didaktik der Vielfalt, die nicht nur für Respekt für das jeweils andere wirbt, sondern auch für die
Reflexion des jeweils eigenen. Zugänge der Politischen Bildung zum Thema Sexuelle Orientierung, Übungen, Medien-, Literatur- und Webtipps und Hinweise auf Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen ergänzen in gewohnter Weise das Heft.

Sie können polis aktuell in Printversion zum Jahrespreis von EUR 22,50 abonnieren.
Einzelexemplare der Ausgaben 2007 werden zum Preis von EUR 3,-- verschickt (inklusive Versand).
Das Online-Abo ist weiterhin kostenlos.


04.06.2007

CSR – VERSPRECHEN VERANTWORTUNG

Die Österreichische Liga für Menschenrechte lädt – anlässlich der Präsentation der Zeitschrift liga 1/2007 zum Schwerpunktthema CSR - zur Filmvorführung mit anschließendem Publikumsgespräch mit dem Regisseur.

CSR – VERSPRECHEN VERANTWORTUNG ein Film von Emanuel Danesch (A 2006)

am Montag, 4.Juni 2007, um 19.00 Uhr
im Schikaneder Kino, Margaretenstraße 24, 1040 Wien

mit: Emanuel Danesch (Regisseur), Christian Felber (Buchautor), Roman Mesicek (Respact), Didar Can (Verein kurdischer StudentInnen / eca-watch)
Moderation: Max Koch (Österreichische Liga für Menschenrechte)

EINTRITT FREI

CSR – Versprechen Verantwortung. Welcher Zusammenhang besteht zwischen einem sudanesischen Flüchtling, einem kurdischen Bauern und dem Verantwortungsbewusstsein österreichischer Großkonzerne?
Zwei österreichische Konzerne versprechen Verantwortung.
Zwei Situationen sprechen dagegen.
Der Film von Emanuel Danesch wurde heuer bei der Diagonale erstmals gezeigt.

liga-Gespräche. Seit Oktober 2003 erscheint vierteljährlich liga, das Magazin der Österreichischen Liga für Menschenrechte. Die hohe journalistische Qualität und das ansprechende Design werden nun schon zum dritten Mal in Folge mit dem renommierten internationalen Preis Best of Corporate Publishing in der Sparte NGO/NPO ausgezeichnet.

Die aktuelle Ausgabe (1/2007) behandelt das Thema Unternehmensverantwortung. Mit der Präsentation des Filmes führen wir die Diskussion zum Thema CSR fort.

<Einladung>


21.05.2007

identities 2007

QUEER FILM FESTIVAL

7. – 15. Juni

Filmcasino, Cinemagic, Top Kino
präsentiert von DV8-FILM

Das Programm ist fixiert, in exakt drei Wochen geht es los!

Die frisch gedruckten Programmhefte liegen ab sofort im FILMCASINO, im TOP KINO und an hunderten Stellen in ganz Wien auf bzw. sind postalisch schon auf dem Weg zu Ihnen, wenn Sie auf der identities-Mailingliste sind.
Wenn nicht, schnell bestellen - selbstverständlich gratis - bei DV8-FILM
(Tel.: 01/ 524 62 74, mail: office@identities.at, homepage: www.identities.at)


Nicht in Wien zu Hause? Reiseplanung für identities 2007 noch offen?

Zwei spezielle Angebote für FestivalbesucherInnen:

 

 

Das ÖBB EVENTticket für identities-BesucherInnen aus Österreich, die per Bahn anreisen. Bis zu 60% Rabatt auf das Zugticket. Wie geht das?
Mit Gutschein - ausfüllen und am Bahnschalter abgeben - oder direkt online das ÖBB EVENTticket buchen. Gutschein PDF und Onlinebuchung über www.event.oebb.at.

 

Die AUSTRIAN Airlines Congress Fare – speziell für FestivalbesucherInnen aus dem Ausland, die per Flug anreisen.
Unser Official Festival Carrier bringt Sie sicher, zu speziellen Preisen und with a smile nach Wien. Mehr dazu ab 21. Mai auf www.identities.at


21.05.2007

60 Jahre Lagergemeinschaft Ravensbrück

Die Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen (ÖLGRF) ist die Organisation der Überlebenden des KZ Ravensbrück
und Frauen der nächsten Generationen.

Zum 60-Jährigen Bestehen laden wir zu folgenden Veranstaltungen ein:

Dienstag, 15. Mai 2007, 19.00 Uhr
ORT: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Filmvorführung „Irmas Zeit“ (2007), von Alenka Maly und Roland Freinschlag über Irma Trksak;
„In Erdberg steht ein Häuserl“ (2007), ein Spaziergang mit Hermine Jursa, von Tina Leisch.

Freitag, 1. Juni 2007, 15.30 Uhr
ORT: Parlament, Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1017 Wien
Festveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen
(Einlass nur nach persönlicher Einladung durch ÖLGRF und Parlament)

Samstag, 2. Juni 2007, 20.00 Uhr
ORT: Hof des Amerlinghauses, Stiftgasse 8, 1070 Wien
Konzert „Coincidence“ mit Esther & Edna Béjarano

Sonntag, 3. Juni 2007, 11.00 Uhr
ORT: FrauenLesbenMädchenZentrum Wien,
Währingerstr./Prechtlg., 1090 Wien (An der schwarzen Tür läuten)
„Erinnern und Gedenken führt zum Heute“
Verfolgte des NS-Faschismus und Frauen der jüngeren Generation im Gespräch mit Esther Béjarano, Ceija Stojka und Irma Trksak

Gespräche zur persönlichen Geschichte, Rückkehr, Weiterleben, Weitergabe der Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen an die jüngeren
Generationen und zu Wegen der Auseinandersetzung mit dem NS-Faschismus und der Verbundenheit mit der Lagergemeinschaft, Weitergeben und Gedenken heute und zukünftig, verbunden mit eigenen Zielen.

Für Frauen!

ÖLGRF in Kooperation mit FZ (FrauenLesbenMädchenZentrum) und Amerlinghaus


16.05.2007

„In den Wind geschrieben“

„In den Wind geschrieben“
Literarisches Gedenken an 61 durch die SS ermordete Widerstandskämpfer

25. Mai 2007 - 17:30 Uhr
Hadersdorf am Kamp / Hauptplatz
(bei Schlechtwetter im Pfarrsaal)

Ehrenschutz: Landesrätin Dr. Petra Bohuslav

Mit Solidaritätslesungen der AutorInnen: El Awadalla, Susanne Ayoub, Traude Korosa, Harry Kuhner, Gerhard Ruiss, Norbert Silberbauer, Brita
Steinwendtner, Robert Streibel und Heinz R. Unger.

Eine Kooperation von: Unabhängiges Literaturhaus NÖ, Theodor Kramer Gesellschaft und „Gedenkstätte – Hadersdorf am Kamp“.

Weitere Informationen zu den AutorInnen finden Sie unter: http://www.gedenkstaette-hadersdorf.at


16.05.2007

“Humanitarian Intervention” and the “Responsibility to Protect”

“Humanitarian Intervention” and the “Responsibility to Protect”
Chair: Gerhard REIWEGER, Diplomatic Academy, Vienna

Participants:
H.E. Marie GERVAIS-VIDRICAIRE,
  Ambassador of Canada
Manfred NOWAK, Wiener Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte -BIM,
Sonderberichterstatter der UN-Menschenrechtskommission
Heinz GÄRTNER, OIIP

Monday, May 21, 2007
5:30 p.m.
OIIP Library

Programme: http://www.oiip.at/magazin/00/artikel/6483/
doc/d/Invitation_Panel_Discussion.pdf

In co-operation with the Embassy of Canada and the Diplomatic Academy (Vienna)

Information and registration:T: 01/581 11 06, email: mailto:info@oiip.at


15.05.2007

Wiener Tagung "Arbeit und Vernichtung"

HOLOCAUST STUDIES TAGUNG
Arbeiterkammer Wien
Wiener Wiesenthal Institut fuer Holocaust-Studien (VWI)


In Kooperation mit: Institut fuer Zeitgeschichte der Universitaet Wien (IfZ) und Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG)
Ehrenschutz: Bundespraesident Heinz Fischer

Datum: Mittwoch, 27.6. bis Freitag, 29.6.2007
Ort: Grosser Saal AK-Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040
Wien

Liveuebertragung im Internet: www.vwi.ac.at

Mi 27.6.: 19:00 Eroeffnungsvortrag Ulrich Herbert Do 28.6., Fr 29.6.: jeweils 10:00-12:00 und 14:00-18:30 Vortraege und Diskussion

Thema der Tagung ist die Verschraenkung von oekonomischer Ausbeutung und rassistisch motivierterJ Massenvernichtung im Nationalsozialismus, die sich vor allem gegen Juden, Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, aber zum Teil auch gegen politische Gegner und als "Asoziale" und "Kriminelle" stigmatisierte Personengruppen gerichtet hat. In welchem Verhaeltnis stehen die "Vernichtung durch Arbeit", die "Vernichtung so genannten "arbeitsunfaehigen" und "lebensunwerten" Lebens, die "Vernichtung als Arbeit" und die Hoffnung der Opfer auf "Rettung durch Arbeit"? Einen geographischen Schwerpunkt werden die von NS- Deutschland besetzen Gebiete Osteuropas bilden.

Vortragende: Andrej Angrick, Gustavo Corni, Florian Freund, Manfred Grieger, Elizabeth Harvey, Patricia Heberer, Ulrich Herbert, Eleonore Lappin, Andrea Loew, Dieter Pohl, Christian Streit, Harald Welzer

Details zum Tagungsprogramm ab Anfang Juni unter www.vwi.ac.at
Rueckfragen an: sectiona@sectiona.at (Tagungsorganisation)


Ein Projekt von:
Dokumentationsarchiv des oesterreichischen Widerstandes
Dokumentationszentrum des Bundes juedischer Verfolgter des Naziregimes
IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften
Institut fuer Konfliktforschung
Institut fuer Zeitgeschichte der Universitaet Wien
Israelitische Kultusgemeinde Wien
Juedisches Museum Wien

Inhaltliche Rueckfragen:
Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
1010 Wien, Desider-Friedmann-Platz 1
Tel.: +43-1-531 04-201


10.05.2007

Einladung zu TransitTriest - memoryprojects

Einladung zur Ausstellungseröffnung
Installation im öffentlichen Raum

ERÖFFNUNG SA 19 05 2007 | 17 30
neben La Salvia, (friulanisch-istrische Feinkost und Vinothek)
Yppenplatz/Ecke Weyprechtgasse) | 1160 Wien

Vertriebene Menschen hinterlassen Spuren in den Erinnerungen und dem Gedächtnis erzählter Geschichten in ihrer ehemaligen Heimat oder dort, wo sie sich niederlassen müssen, um ein neues Leben zu beginnen, kaum aber an jenen Orten, die ihnen Transit und temporäre Zuflucht bieten.

Triest bot zwischen März 1938 und Ende 1939 tausenden jüdischen ÖsterreicherInnen u.a. auch einigen hundert BurgenländerInnen kurzzeitigen Aufenthalt vor ihrer Flucht nach Palästina, USA, Südamerika und anderen Zufluchtsländern. Trotz kurzzeitigem Aufenthalt und provisorischer Bleibe, hat sich Triest als wichtiger, lebensrettender Hafen in den Lebensgeschichten und den Erinnerungen dieser Menschen eingeschrieben. Das temporäre Kunstprojekt TransitTriest holt BurgenländerInnen aus Eisenstadt, Güssing, Pinkafeld und Großpetersdorf und Wiener, die auf ihrer Flucht Station in Triest machten, als Erinnerungsbilder in die Stadt zurück.

Die Installation TransitTriest stand vom 9.5. bis 4.6.2006 im Rahmen des Festivals „Ich hab das Meer gesehen, Wien-Triest: eine Annäherung“ (Verein forart) am Molo Audace. Ein Jahr später wird sie bei Soho in Ottakring in Wien gezeigt.

Im Rahmen von SOHO in Ottakring 2007

Mehr Informationen zu TransitTriest
www.memoryprojects.at/transittriest/triest.htm
www.forart.at/projekt/projekt.htm

Mehr Information zu memoryPROJECTS
www.memoryprojects.at


08.05.2007

Workshop und Buchpräsentation

Workshop „Kriegsverbrechen und Völkermord im 20. Jhdt.“
sowie Buchpräsentation „Kriegsverbrechen, NS-Gewaltverbrechen und die europäische Strafjustiz von Nürnberg bis Den Haag“
(hrsg. v. Heimo Halbrainer und Claudia Kuretsidis-Haider)

Freitag 11. Mai 2007, 16-19 Uhr
Veranstaltungsraum in der DÖW-Ausstellung
Altes Rathaus, Innenhof
Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien

Veranstalter: Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz
Clio - Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)

<Programm>


08.05.2007

Auswirkungen des Antisemitismus im Nahostkonflikt

Am 9. Mai, 18:30, wird Mattias Küntzel im Jüdischen Museum Wien (1010 Wien, Dorotheergasse 11) einen Vortrag über die eskalierenden Auswirkungen des Antisemitismus im Nahostkonflikt halten.

Nähere Infos: http://www.doew.at/aktuell/kuentzel.html


03.05.2007

Einladung zu Buchpräsentation und Zeitzeuginnen-Gespräch: Frauen im Widerstan

CLIO und KZ Verband Steiermark laden ein zu Buchpräsentation und Zeitzeuginnen-Gespräch

„Die im Dunkeln sieht man doch“
Frauen im Widerstand – Verfolgung von Frauen in der Steiermark

Zeitzeuginnendiskussion, Buchpräsentation

mit den Herausgebern und Zeitzeuginnen:
Maria Cäsar, Käthe Sasso, Irma Trksak, Dr. Heimo Halbrainer, Dr. Anita Farkas, u. a.

Dienstag, 8. Mai 2007, 19.00 Uhr
Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

CLIO in Kooperation mit dem KZ Verband Steiermark und www.erinnern.at


ZUM BUCH: 

Maria Cäsar / Heimo Halbrainer (Hrsg.), „Die im Dunkeln sieht man doch“ Frauen im Widerstand – Verfolgung von Frauen in der Steiermark. (= CLIO Historische und gesellschaftspolitische Schriften. Bd 5), Graz 2007, ISBN 978-3-902542-05-2, 224 Seiten, Euro 19,00
Bestellungen: verlag@clio-graz.net

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort


WIDERSTAND


„Die im Dunklen sieht man nicht“ – Steirerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Heimo Halbrainer

Widerstand in Judenburg – 1938 und danach
Maria Cäsar

„Ich bekämpfe den Antisemitismus, weil er unser Christentum schändet“

Irene Harand und die „Weltbewegung gegen Rassenhass und Menschennot“ in der Steiermark
Christian Klösch


FRAUENKONZENTRATIONSLAGER RAVENSBRÜCK

Steirerinnen und Steirer im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück
Helga Amesberger

Mein Leidensweg ins Konzentrationslager
Luise Reiter

Von Ravensbrück nach Uckermark
Irma Trksak

FRAUENKONZENTRATIONSLAGER IN DER STEIERMARK

Von Ravensbrück in die Steiermark – Lila Winkel in den Konzentrationslagern der Grünen Mark
Heimo Halbrainer

Stiftsmauern und Konzentrationslager – NS-Missbrauch von Stätten und Menschen: über das Frauenkonzentrationslager St. Lambrecht
Anita Farkas

NACHGESCHICHTE

„… unser Kampf galt einem sauberen, freien und demokratischen Österreich ...“

Fallbeispiele steirischer Widerstandskämpferinnen und ihre Behandlung als NS-Opfer in der Zweiten Republik.
Andrea Strutz

Lexikon der weiblichen NS-Opfer aus der Steiermark

Opfer der politischen Verfolgung
Helga Amesberger / Brigitte Halbmayr / Heimo Halbrainer / Kerstin Lercher

Opfer des Rassenwahns
Gerald Lamprecht / Ursula Mindler


03.05.2007

Führung mit Gartenschere

Aktionstag der Wiener Volkshochschulen in Kooperation mit erinnern.at auf dem
Zentralfriedhof Tor 1 am 6. Mai zwischen 10:00 und 16:00 Uhr


Führung mit Gartenschere
Zum Holocaust Gedenktag am 5. Mai laden die Wiener Volkshochschulen Interessierte auf den Zentralfriedhof Tor 1 zu einem Aktionstag am Sonntag, 6. Mai. Hand anlegen an die Geschichte bedeutet so viel wie Geschichte wieder lesbar zu machen und Gräber von Unkraut zu befreien. Um 10, 12 Uhr und 14 Uhr gibt es durch Dr. Robert Streibel eine kurze Führung. Der jüdische Friedhof als Lernfeld zu Geschichte des österreichischen Judentums, Symbolik und Begräbnisriten.

Da die Führung um 10 Uhr bereits voll gebucht ist, ersuchen wir die späteren Termine vorzumerken. Die Führung dauert rund eine Stunde im Anschluss können Gräber von Unkraut befreit werden. Im Vorjahr hat dieser Aktionstag zum ersten Mal stattgefunden und rund 200 SchülerInnen und Interessierte waren gekommen. Erinnern.at ist ein Netzwerk von LehrerInnen, die an Seminaren in Yad Vashem teilgenommen haben und sich besonders um das Vermächtnis an den Holocaust angenommen haben.


27.04.2007

FILM | GEDÄCHTNIS | POLITIK

Konferenz des gleichnamigen Projekts im Rahmen des Forschungsprogramms TRAFO Transdisziplinäres Forschen des BM.W_fa

Das Projekt FILM | GEDÄCHTNIS | POLITIK – eine Kooperation des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie von SYNEMA - Gesellschaft für Film & Medien – versucht zum einen, neue transdisziplinäre Kooperationsperspektiven zwischen den Bereichen Politikwissenschaft und Dokumentarfilm herzustellen, zum anderen eine reflexive Diskussion über medial erzeugte öffentliche Bilder in einem aktuellen politischen Kontext anzuregen.

<Programm>


26.04.2007

Einladung zu Film und Gespräch "Anständig sterben" Franz Leitner

„Anständig sterben“
Franz Leitner – Ein Widerstandskämpfer in Buchenwald
(Film von Richard Kriesche und Walter Müller 2000)

Ein Gespräch mit Richard Kriesche & Heimo Halbrainer
Donnerstag, 3. Mai 2007, 20.00 Uhr
Studentenhaus Münzgrabenstraße 59 / 8010 Graz


WEITERE VERANSTALTUNGEN von CLIO in der REIHE "Zeitgeschichte bei CLIO":

„Die im Dunkeln sieht man doch“: Frauen im Widerstand – Verfolgung von Frauen in der Steiermark

Vortrag, Zeitzeuginnendiskussion, Buchpräsentation
Vortrag & Diskussion mit den Herausgebern und Zeitzeuginnen: Maria Cäsar, Käthe Sasso, Irma Trksak, Dr. Heimo Halbrainer, Dr. Anita Farkas, u. a.
Dienstag, 8. Mai 2007, 19.00 Uhr im Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

CLIO in Kooperation mit dem KZ Verband Steiermark und www.erinnern.at



Kriegsverbrechen und Völkermord im 20. Jahrhundert - Workshop und Buchpräsentation
Begrüßung und Einleitung: Univ.-Doz. Dr. Brigitte Bailer (DÖW), Dr. Heimo Halbrainer (CLIO Graz), Dr. Claudia Kuretsidis-Haider (Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)


Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verletzung der Menschenwürde und Gesetze der Menschlichkeit: Von der Schwierigkeit, Unmenschlichkeit juristisch zu definieren
Dr. Winfried R. Garscha (Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)


Die justizielle Ahndung von Kriegsverbrechen und Völkermord aus historischer Perspektive
Dr. Wolfgang Form (Universität Marburg/Lahn)


Die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts bei der Bestrafung und Verhinderung von Völkermord
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Benz (Leiter des Instituts für Antisemitismusforschung an der TU Berlin)
Moderation: Univ.-Prof. Dr. Martin F. Polaschek (Universität Graz)
Freitag 11. Mai 2007, 16 – 19 Uhr
Veranstaltungsraum in der DÖW-Ausstellung / Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien

Veranstalter: Clio - Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz


26.04.2007

Filmscreening und Diskussion

Institut für Zeitgeschichte 19.30 Uhr

Keine ruhigen Fronten
Fünf Blicke auf den laufenden Wahnsinn

<Programm>


25.04.2007

Buchpräsentation

"Auf ins Wunderland!"

Das Leben der Alice Rühle-Gerstel
von Dr. Marta Pelinka-Marková

<Einladung>


25.04.2007

Podiumsdiskussion - Metamorphosen desAntisemitismus heute II

Einladung zur Podiumsdiskussion

Seit Beginn der Zweiten Intifada im Herbst 2000 häufen sich die Warnungen vor einem neuen Antisemitismus in Europa. Beeinflusst durch 9/11 werden etwa in Frankreich, Großbritannien und Deutschland und Österreich Diskurse geführt, neu daran ist, dass sich die Linke dem Vorwurf des Antisemitismus stellen muss.

Unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Gerhard Botz diskutieren zum brisanten Thema:

Metamorphosen des Antisemitismus heute II

Prof. Dr. Wolfgang Benz
Univ.-Doz. Dr. John Bunzl
Hon-Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer
Prof. Dr. Alexander von Plato

9. Mai 2007, 16.00 – 18.00 Uhr

Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1
Uni-Campus Altes AKH
Spitalgasse 2-4, Hof 1
1090 Wien

Ludwig Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

<Einladung>


25.04.2007

„Kriegsverbrechen und Völkermord im 20. Jhdt.“

Workshop „Kriegsverbrechen und Völkermord im 20. Jhdt.“

Anlässlich der Präsentation des Buches „Kriegsverbrechen, NS-Gewaltverbrechen und die europäische Strafjustiz von Nürnberg bis Den Haag“ (hrsg. v. Heimo Halbrainer und Claudia Kuretsidis-Haider)

Freitag 11. Mai 2007, 16 – 19 Uhr
Veranstaltungsraum in der DÖW-Ausstellung
Altes Rathaus, Innenhof
Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien

Veranstalter:
Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz
Clio - Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)


<Programm>


25.04.2007

Verleihung des Williy und Helga Verkauf-Verlon Preises 2007

Zeit: Montag, 14. Mai 2007, 18.30 Uhr

Ort: Veranstaltungsraum Ausstellung Dokumentationsarchiv,
Wipplingerstr. 6–8, 1010 Wien (Eingang im Hof)

<Programm>


16.04.2007

DER UNBEKANNTE SOLDAT

ab 20. April bringt das Votivkino den Film DER UNBEKANNTE SOLDAT von Michael Verhoeven (Deutschland 2006). 

Die zwischen 1999 und 2004 in mehreren Staedten Deutschlands gezeigte Wehrmachtsausstellung war ein Tabubruch. Bis dahin hatte die deutsche Oeffentlichkeit das Bild der sauberen Wehrmacht gepflegt. Und nun wurde sie ploetzlich mit Fotos von Soldaten beim Mord an Zivilisten konfrontiert. Die NPD marschierte vor der Wehrmachtsausstellung auf, und selbst konservative Politiker waren empoert. Gehoeren die Verbrechen der Wehrmacht tatsaechlich zum Familienalbum der Deutschen? Michael Verhoeven nimmt die Ausstellung über den Vernichtungskrieg im Osten und vor allem die heftigen Reaktionen darauf als Ausgangspunkt für seinen aufwuehlenden Dokumentarfilm. Er verfolgt die Spuren der Wehrmacht bis in die Ukraine und nach Weissrussland. Anhand von zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen und Historikern in Deutschland, den USA und an den Orten des Geschehens, illustriert Verhoeven den wohl schrecklichsten Teil der Geschichte der deutschen Wehrmacht. 

Informationen zum Film:
http://www.votivkino.at/textkurz/k1401uns.htm


11.04.2007

Symposion und Podiumsdiskussion

Naturalrestitution an NS-Opfer: Symposion und Podiumsdiskussion
Montag, 16. April 2007, 13.00-19.00
Juridicum Wien

Das im Jahr 2001 geschlossene Washingtoner Abkommen und das auf ihm basierende Entschädigungsfondsgesetz hatten das erklärte Ziel, „Lücken in der Entschädigungs- und Restitutionsgesetzgebung“ der Zweiten Republik zu schließen. Dazu zählt auch die Naturalrestitution von Liegenschaften in öffentlichem Eigentum, deren Antragsfrist vom österreichischen Nationalrat soeben bis Ende 2007 verlängert wurde. Die auf der Website des Nationalfonds der Republik Österreich publizierten bisherigen Entscheidungen der dreiköpfigen Schiedsinstanz für Naturalrestitution sowie die in den letzten Jahren erschienene Literatur zum Entschädigungsfondsgesetz haben zahlreiche rechtsdogmatische Fragen aufgeworfen, die einer öffentlichen Erörterung harren. Grund und Anlass genug, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. 
Unter dem Titel „Naturalrestitution an NS-Opfer – Aktuelle Fragen des Entschädigungsfondsgesetzes“ veranstalten das Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte der Universität Wien und die Israelitische Kultusgemeinde Wien ein Symposion und eine Podiumsdiskussion, die am Montag, 16. April 2007 von 13.00 bis 19.00 Uhr im Dachgeschoss des Wiener Juridicum stattfinden werden. 


11.04.2007

Wozu erinnern?

Im Mittelpunkt steht eine unüberschaubare Flut von Vergangenheitsbildern. Erinnerungen an immer noch tabuisierte oder ignorierte Themen wie Antisemitismus, Widerstand, Verfolgung, Emigration sowie österreichische Nation oder Identität.
Erzählungen und Bilder, private Diskurse leben weiter, prägen und formen uns. Unsere Identität.
Erinnern und Vergessen, Tradierung und Verarbeitung, Generation und Gedächtnis.
Sitzt uns die Zukunft im Nacken oder anders gesagt: Wird aus Erinnerung Zukunft?

Donnerstag, 12. April 2007, 19.00 Uhr
in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien


TeilnehmerInnen:
Prof. Albrecht K. Konecny
Vorsitzender der Bundesratsfraktion (SPÖ)

Mag. phil. Michaela E. Lehner
Universität Wien, Kulturjournalistin

Dr. Susanne Ogris
Psychologin und Pädagogin

Anja Salomonowitz
Filmemacherin


11.04.2007

Donnerstagsvortrag der INTERAKTIONEN im Sommersemester 2007

Do 19. April  2007, 12:00 s.t.   
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte   

Helga Amesberger & Brigitte Halbmayr
Ehemalige weibliche Häftlinge des KZ Mauthausen und seiner Außenlager
(Werkstattbericht)

<Information>


11.04.2007

VERANSTALTUNGEN des Demokratiezentrum Wien

EINLADUNG ZUR VERANSTALTUNG: Geschlechterdemokratie - was ist das?
Präsentation des neuen Online-Moduls und Diskussion, 2. Mai 2007, 17.00 Uhr,
Demokratiezentrum Wien, Hegelgasse 6/5, 1010 Wien
Im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2007 (23.04.07-09.05.07) werden das neue Wissensangebot zum Thema Geschlechterdemokratie auf www.demokratiezentrum.org präsentiert und aktuelle Fragestellungen diskutiert. Der Begriff Geschlechterdemokratie thematisiert die ungleichen Rollen von Frauen und Männern in der liberalen Demokratie und zeigt Möglichkeiten einer gleichberechtigten Partizipation und Repräsentation im politischen System auf.

Anmeldung erforderlich, beschränkte TeilnehmerInnenanzahl
(Tel.: 01/512 37 37, Fax 01/512 37 37-20, Email: office@demokratiezentrum.org)


HINWEIS ZU EINER WEITEREN VERANSTALTUNG im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung:
Geschlechtersensibler Unterricht und Politische Bildung
veranstaltet vom Forum Politische Bildung, 26. April 2007, 14.00-16.00 Uhr,
Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1, Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien.
Über Theorie und Praxis des geschlechtersensiblen Unterrichts in der Politischen Bildung referieren und diskutieren ExpertInnen und angehende PädagogInnen. Weiters wird das Themenheft "Geschlechtergeschichte - Gleichstellungspolitik - Gender Mainstreaming", Band Nr. 26 der Reihe Informationen zur Politischen Bildung, präsentiert.

Anmeldung erforderlich, beschränkte TeilnehmerInnenanzahl
(Tel.: 01/512 37 37-15, Fax 01/512 37 37-20, Email: office@politischebildung.com)

 
VORANKÜNDIGUNG: Pionierinnen der Frauenbewegung - Frauen in der Politik

Im Zeitraum der Aktionstage Politische Bildung 2007 (23.04.2007-09.05.2007) werden wir auf unserem Wissensportal www.demokratiezentrum.org Frauen vorstellen, die sich für die Rechte der Frauen und deren Umsetzung in der Politik engagiert haben und/oder die "gläserne Decke" durchstoßen haben. Damit wird ein biografischer Überblick über die Frauen-Geschichte gegeben.


<Veranstaltungsfolder>
<Workshopfolder>


11.04.2007

Buchpräsentation

Einladung
fürMittwoch, den 18. April 2007, 19 Uhr in der Buchhandlung Heinz Kolisch & Peter Bettelheim

Jörg Flecker und Sabine Kirschenhofer stellen ihr soeben erschienenes Buch vor:

Flecker/ Kirschenhofer: Die populistische Lücke. Umbrüche in der Arbeitswelt und Aufstieg des Rechtspopulismus am Beispiel Österreichs 
edition sigma, Berlin 2007 – 165 S., kart., Euro 16,30


Wie haben die Menschen den Umbruch des Erwerbslebens in Österreich erlebt? Wie verarbeiteten sie den Anstieg von Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck, Unsicherheit und Ungleichheit? Haben diese Veränderungen und ihre Verarbeitung zum politischen Erfolg des Rechtspopulismus beigetragen?
Diese Fragen werden in diesem Buch auf Grundlage einer sozialwissenschaftlichen Untersuchung beantwortet, mit dem Ziel, die Attraktivität rechtspopulistischer Politik besser zu verstehen und populäre Annahmen zu überprüfen.
Es wird beschrieben, wie ArbeitnehmerInnen, darunter Abstiegsgefährdete, aber auch AufsteigerInnen, die Veränderungen der Arbeitswelt wahrnehmen und auf sie reagieren. Ihre Bilder von sozialer Ordnung, ihre Gerechtigkeitskonzepte, Hoffnungen und Frustrationserfahrungen sowie ihre Bedürfnisse nach Anerkennung werden im Hinblick auf die Auswirkungen auf ihre politischen Orientierungen untersucht. Analysiert wird, wie Personen ihre Lebenssituation sowie gesellschaftliche Bedingungen unter Rückgriff auf ideologische Angebote des Rechtspopulismus deuten.
Es gibt eine Vielfalt von Wegen, die zur Empfänglichkeit für rechtspopulistische Politik führen. Egal ob aufstrebende Angestellte, enttäuschter Arbeiter oder pragmatischer Manager - alle haben ihre Gründe, Botschaften einer gegen Eliten, Ausländer oder Sozialleistungs -empfänger gerichtete Politik attraktiv zu finden. Die Autorin und der Autor stellen nicht nur Typen rechtspopulistischer Anziehung dar, sondern auch die Lebensgeschichten einzelner Personen, um den Zusammenhang zwischen Betroffenheit vom sozialen Wandel und politischer Orientierung besonders anschaulich zu machen.

Die abschließende Argumentation lautet, dass der Rechtspopulismus seinen Aufstieg einer Lücke im politischen Angebot, sozusagen einer populistischen Lücke, zu verdanken hat: Es mangelt an öffentlicher Wahrnehmung von Problemlagen, an Angeboten für die Deutung sozialer Veränderungen und an sozialer Wertschätzung bestimmter Gruppen und der Vertretung ihrer materiellen und symbolischen Interessen. Ziel ist es, Haltungen und Orientierungen der Menschen zu verstehen – nicht zu be- oder verurteilen. Damit sollte jenen eine Stimme gegeben werden, die sich in der öffentlichen und politischen Diskussion offensichtlich übergangen fühlen.

Eine rechtzeitige Anmeldung per Telefon oder Email sichert Ihnen einen Sitzplatz.

k o l i s c h - b u c h
1010 Wien, Zedlitzgasse 3
tel 512 75 59
e-mails:  kolischbuch@aon.at
http://www.dada.at/kolischbuch


11.04.2007

24. Schlaininger Sommerakademie

Von kalten Energiestrategien zu heißen Rohstoffkriegen?
Schachspiel der Weltmächte zwischen Präventivkrieg und zukunftsfähiger Rohstoffpolitik im Zeitalter des globalen Treibhauses

<Programm>


22.03.2007

Buchpräsentation

Bücher Wiederin, Innsbruck
Gesellschaft für Politische Aufklärung, Wien-Innsbruck
Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck
Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

laden zur  Buchpräsentation:

Österreichische Nation – Kultur – Exil und Widerstand.
In memoriam FELIX KREISSLER


hrsg. von Helmut Kramer, Karin Liebhart und Friedrich Stadler, Wien-Berlin 2006

Vorstellung durch:
Johann Holzner, Innsbruck
Karin Liebhart, Wien
Sieglinde K.Rosenberger, Wien


Moderation:
Erika Thurner, Innsbruck

Dienstag, 27.3.2007, 19.00 Uhr
Buchhandlung Wiederin,
Innsbruck, Sparkassenplatz 4


21.03.2007

Neuerscheinung

Heimo Halbrainer / Claudia Kuretsidis-Haider (Hrsg.), Kriegsverbrechen, NS-Gewaltverbrechen und die europäische Strafjustiz von Nürnberg bis Den Haag, Graz 2007,  ISBN-13: 978-3-902542-04-5, 316 Seiten, 25,00 Euro

Völkermord und staatlichen Gewaltverbrechen prägten das „kurze 20. Jahrhundert“ (Eric Hobsbawm), wobei die Shoa, die Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen, in ihrer Dimension und Intensität alles vorher Gekannte übertraf. Das Internationale Militärtribunal in Nürnberg war die erste multinationale Institution zur Verfolgung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die „Nürnberger Prinzipien“ haben die Entwicklung des internationalen Menschenrechtsschutzes maßgeblich beeinflusst. Genozidale Menschenrechtsverletzung werden heute international strafrechtlich verfolgt.
Genozid, NS-Verbrechen und staatlich angeordnete und/oder geduldete Gewaltverbrechen waren neben neuesten Forschungsergebnissen zur österreichischen Nachkriegsjustiz Thema der am 23. und 24. März 2006 in Graz durchgeführten Konferenz „Genocide on Trial. Von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag“. Die Publikation dokumentiert die Vorträge dieser Tagung, geht aber in der Breite der Darstellung darüber hinaus, indem die Referenten und Referentinnen ihre Beiträge teilweise überarbeitet und vertiefend ergänzt haben.

Die Beiträge des Buches spannen den Bogen von der nationalen Strafverfolgung in Form von „Studien zur österreichischen Nachkriegsjustiz“, über die Darstellung von „NS-Verbrechen vor nationalen Gerichten im europäischen Kontext“ (in Ost- und Westdeutschland, Niederlanden, Belgien, Frankreich, Tschechien, Polen, Slowenien) bis hin zu Fragen des modernen internationalen Völkerstrafrechts. Die Untersuchungen zur „Aktualität der Ahndung von Genozidverbrechen in ihrer historischen Entwicklung von Nürnberg bis Den Haag“ zeigen deutlich eine Kontinuitätslinie vom Umgang mit nationalsozialistischen Verbrechen durch die Strafjustiz hin zur aktuellen justiziellen Ahndung von Menschheitsverbrechen und verdeutlichen damit die Bedeutung der historischen und juristischen Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen im gegenwärtigen völkerstrafrechtlichen Diskurs.

Mit Beiträgen von Martin O. Achrainer, Karin Bruckmüller, Bernhard Brunner, Wolfgang Form, Winfried R. Garscha, Heimo Halbrainer, Eva Holpfer, Stefan Klemp, Kateřina Kočová, Witold Kulesza, Claudia Kuretsidis-Haider, Sabine Loitfellner, Dick de Mildt, Dušan Nečak, Martin F. Polaschek, Gabriele Pöschl, Christiaan F. Rüter, Stefan Schuman, Romana Schweiger, Anke Sembacher, Otto Triffterer, Susanne Uslu-Pauer, Nico Wouters.


Bestellungen bei CLIO / Großgrabenweg 8 / 8010 Graz, Fax: ++43 (0)316 / 35 71 94
verlag@clio-graz.net


20.03.2007

Einladung zur Frauen Frühlings Universität

Die FFU findet von 30.4. bis zum 4.4. in Wien im alten AKH statt und lehnt sich an die Tradition der Frauensommerunis an, welche zuletzt in den 1980ern in Österreich stattfanden.
Es gibt ein sehr buntes Programm mit ca. 50 Workshops, Diskussionsrunden und Kulturveranstaltungen. Genaueres kann unter http://www.frauenuni.net nachgelesen werden.

<Einladung>


20.03.2007

ZARA:TALK

Hikmet Kayahan im Gespräch mit Mag.a Sonja Fercher, Journalistin und Politiwissenschafterin, zum Thema: „Über Rassismus schreiben“

Mittwoch, 28. März 2007, 19-21 Uhr
im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Eintritt frei.

Rassismus ist ein kontroverses Thema, darüber zu schreiben eine Herausforderung: derStandard.at-Redakteurin Sonja Fercher spricht mit Hikmet Kayahan, Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus darüber, warum die Berichterstattung über dieses sensible Thema große Sorgfalt erfordert, spricht über Reaktionen und warum es manchmal auch Positives zu berichten gibt.

Talkgast ist Mag.a Sonja Fercher, sie schreibt für derstandard.at im Ressort Politik und einer ihrer Schwerpunkte dort sind die Themen Rassismus/Anti-Rassismus.
Die Fragen stellt Hikmet Kayahan, Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus.

ZARA:TALK ist eine Veranstaltungsreihe von ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Depot.
www.zara.or.at


20.03.2007

Eröffnung NACHKLANG-WIDERHALL

Am 11. Mai 2007 um 14.30 wird in Leonding bei Linz das Denkmal NACHKLANG-WIDERHALL eröffnet.

NACHKLANG-WIDERHALL ist eine hörbare Textskulptur zur Erinnerung an die Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung und den Widerstand von: Jüdinnen und Juden, Roma, Sinti und Jenischen, behinderten Menschen, Angehörigen von Religionsgemeinschaften, Deserteuren, Homosexuellen,
Kriegsdienstverweigerern, Kriegsgefangenen, politischen GegnerInnen, ZwangsarbeiterInnen und allen anderen Opfern des Nationalsozialismus.

Mit Beiträgen von: Michael Amon, Heimrad Bäcker, Bogdan Bogdanović, Franzobel, Karl-Markus Gauß*, Eva Geber, Elfriede Gerstl*, Sabine Gruber,
Henriette Haill*, Josef Haslinger, Elfriede Jelinek, Eugenie Kain, Franz Kain, Leo Katz*, Alois Kaufmann, Ruth Klüger*, Walter Kohl, Traude Korosa,
Theodor Kramer*, Ludwig Laher, Gitta Martl, Martin Pollak, Christian Qualtinger, Doron Rabinovici, Schoschana Rabinovici, Elisabeth Reichart,
Erwin Riess, Kathrin Röggla, Stella Rotenberg*, Gerhard Ruiss, Robert Schindel, Simone Schönett, Ceija Stojka, George Tabori, Peter Turrini*,
Vladimir Vertlib, Susanne Wantoch* und Rosa Winter*.
Moderation: Johanna Tomek. Musik: Christof Dienz.

*gelesen von: Ilse M. Aschner, Siglinde Bolbecher, Eva Geber, Konstantin Kaiser, Gitta Martl, Otto Tausig
Entwurf Stele: Georg Lindorfer. Keramik: Monika Hinterberger

Programm der Eröffnung und nähere Informationen zum Projekt: www.nachklang-widerhall.at

NACHKLANG-WIDERHALL ist ein Projekt von Kult-Ex (www.kult-ex.org).
Konzeption und Umsetzung: Vorstand Kult-Ex (Sabine Belezanski, Michael Dunzendorfer, Anita Eyth, Thomas Hinterberger, Andrea Hummer, Bernhard Hummer, Regina Klambauer, Doris Schuller).


13.03.2007

ZARA – Frühjahrsprogramm 2007

Mit dem Frühjahrsprogramm 2007 bietet ZARA in Kooperation mit der VHS Ottakring eine Reihe frei kombinierbarer Module in Form von Workshops,
Trainings und interaktiven Vorträgen an.
Diese sind für alle am Thema Interessierten offen und zielen darauf ab, die persönlichen Kompetenzen im Bereich Anti-Rassismus und Zivilcourage
zu stärken.

<Programm>


12.03.2007

Semesterprogrammheft

Semesterprogrammheft "Exil, Widerstand, Kultur, Wissenschaft, Musik, Literatur" der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung mit zahlreichen Hinweisen auf Veranstaltungen und neu erschienene Publikationen.

<Programmheft>


11.03.2007

Re-Konkretisierung der Vergangenheit

Ein Denkmalprojekt in Oberösterreich versucht sich an einer zeitgemäßen Codierung der Gedächtniskultur
Von Martin Wassermair und Katharina Wegan. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 1, März 2007


Die Debatte um NS-Herrschaft, Terror und Barbarei ist im globalen Zeitalter angelangt. Eine Nationen übergreifende Gedächtniskultur wird heute weitgehend als Grundlage einer weltweit verbindlichen Menschenrechtspolitik betrachtet. Entortung und Überschreitung von Grenzen kennzeichnen auch die Forderung nach einem "Kosmopolitismus der Erinnerung", der sich mit seiner traumatischen Holocausterfahrung keineswegs auf Europa beschränke. Der diesbezügliche Diskurs ist in kultur- und geschichtswissenschaftlichen Fachpublikationen bereits zahlreich nachzulesen, Funk und Fernsehen berichten in aufwändig gestalteten Beiträgen davon und auch spezialisierte Informationsplattformen im Internet sind grundsätzlich verfügbar. Wie ist aber nun zu erklären, dass sich dennoch vielerorts Leerstellen auftun? ...

<vollständiger Artikel>


09.03.2007

Vergangenheitspolitik des BSA

Mittwoch, 14. März, 19.00

Vergangenheitspolitik des BSA
Vortrag und Publikumsdiskussion

Wie gehen politische Bewegungen mit Vergangenheit im Allgemeinen und der NS-Geschichte im Besonderen um?
Wie wird die Rolle des eigenen politischen Lagers im Nationalsozialismus dargestellt und ritualisiert, wie mit der Verstrickung von Mitgliedern in NS-Verbrechen umgegangen?

Georg Appl, Generalsekretär des BSA - Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen

In Kooperation mit GEDENKDIENST.

Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at


09.03.2007

Einladung zu Vortrag 13.3.2007

Centrum für Jüdische Studien

Einladung
Es geht um das Jüdische und nicht um "die Juden"
Bemerkungen zu einem problematischen Verhältnis


Vortrag von Univ. Prof. Dr. Michael Daxner(Universität Oldenburg)

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad

Dienstag, 13. März 2007, 18.30 Uhr
HS 23.03
Mozartgasse 3 (Meerscheinschloß)


09.03.2007

Einladung zu Vortrag 13.3.2007

Centrum für Jüdische Studien

Einladung
Es geht um das Jüdische und nicht um "die Juden"
Bemerkungen zu einem problematischen Verhältnis


Vortrag von Univ. Prof. Dr. Michael Daxner(Universität Oldenburg)

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad

Dienstag, 13. März 2007, 18.30 Uhr
HS 23.03
Mozartgasse 3 (Meerscheinschloß)


03.03.2007

!!! Nachfrist für die Anmeldung bis 15. März !!!


Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau von 31. März bis 6. April 2007

Die Einladung, an dieser von der Gesellschaft für politische Aufklärung und vom Bildungswerk NÖ betreuten Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. berufl ichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.

Informationen und Anmeldung:
Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2, Tel.: 01/4277-47739, E-mail: karin.liebhart@univie.ac.at
Waltraud Riegler, Bildungs- und Heimatwerk NÖ, 1010 Wien, Wipplingerstraße 23/23, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler@bhwnoe.at
Nachfrist für die Anmeldung bis 15. März 2007 - begrenzte TeilnehmerInnenzahl


<Informationsfolder>


22.02.2007

Wiener Vorlesungen

Im Rahmen der "Wiener Vorlesungen" findet am 14. März 2007 ein Vortrag von Prof. Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin) zum Thema "Völkermord im 20. Jahrhundert" statt.

Prof. Benz unterrichtet im Sommersemester 2007 im Rahmen der "Sir Peter Ustinov-Gastprofessur der Stadt Wien zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen" am Institut für Zeitgeschichte.

<Einladung>


27.02.2007

"Gegen das Vergessen"

Gedenkkundgebung anlässlich des Jahrestags der Ermordung von 61 Widerstandskämpfern in Hadersdorf am Kamp durch die SS

Am 7. April 1945 ermordete die SS in Hadersdorf am Kamp 61 Antifaschisten und Widerstandskämpfer. Mit der Gedenkkundgebung wird all jener erinnert, die sich dem Nationalsozialismus mutig entgegen stellten und für die Ideale von Freiheit und Demokratie einsetzten. Als sichtbares Zeichen werden 61 schwarze Ballons die Namen der Opfer in alle Himmelsrichtungen tragen.



7. April 2007 - 12:00 Uhr
Hadersdorf am Kamp / Hauptplatz

Zur Gedenkkundgebung rufen der Verein "Gedenkstätte - Hadersdorf am Kamp" gemeinsam mit dem Historiker Dr. Robert Streibel und dem Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), der offiziellen Nachfolgeorganisation der Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen,
auf.

Weiter Infos unter http://www.gedenkstaette-hadersdorf.at


22.02.2007

Simon Wiesenthal Lecture

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust Studien veranstaltet am 8. März 2007 die erste Erste Simon Wiesenthal Lecture.

<Einladung>


14.02.2007

Buchpräsentation und Diskussionsveranstaltung

Schlussstrich? Die Geschichte der Restitution

Die Herausgeber – Verena Pawlowsky und Harald Wendelin - präsentieren ihre vierbändige Reihe „Raub und Rückgabe – Österreich von 1938 bis heute“.
Die Reihe hat sich zum Ziel gesetzt, anhand der umfassenden Erkenntnisse, die die Österreichische Historikerkommission jüngst vorgelegt hat, einen Überblick über das komplexe Thema der Restitution von Vermögen zu bieten, das im Dritten Reich entzogen wurde.
Die Wiedergewinnung der österreichischen Identität und Staatlichkeit nach 1945 wurde erkauft durch die Verdrängung der Mitverantwortung und Beteiligung vieler Österreicher und Österreicherinnen am Nationalsozialismus. Aus dem rechtlichen und politischen Kalkül der »Opferthese« wurde eine bequeme Argumentationshilfe dafür, Rückstellungen und Entschädigungen von vornherein nicht als »öffentliche« Aufgabe zu betrachten.

Im Anschluss findet eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Die Republik und das NS-Erbe“ statt.

DiskussionsteilnehmerInnen:
Clemens Jabloner (Präsident des Verwaltungsgerichtshofes und ehem. Vorsitzender der Österreichischen Historikerkommission)
Terezija Stoisits (Nationalratsabgeordnete)
Kurt Scholz (Restitutionsbeauftragter der Stadt Wien)
Gerhard Baumgartner (Historiker)
Moderation: Eva Blimlinger (Historikerin)

Zeit: Mittwoch, 21. März 2007, 17.30 Uhr
Ort: Palais Epstein
        Dr. Karl Renner Ring 1
        1010 Wien

Einladende:
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer
Mitveranstalter:
Mandelbaum Verlag

Anschließend sind Sie herzlich zu einem Buffet eingeladen.


Bitte beachten Sie: Begrenzte TeilnehmerInnenzahl!
Anmeldung ist unter Angabe der Postadresse unbedingt bis 1. März 2007 erforderlich, dann wird Ihnen eine Einladung der Nationalratspräsidentin zugesandt. Nur mit dieser Einladung ist ein Zutritt möglich!

Anmeldung:
Evangelische Akademie Wien
Tel.: 01/408 06 95
Email: akademie@evang.at

<Einladung>


13.02.2007

Metamorphosen des Antisemitismus heute

Dr. Doris Sottopietra
Historikerin, Germanistin und Politikwissenschaftlerin

7. 1. 1960 – 1. 3. 2006



Gedächtnis-Symposion
Metamorphosen des Antisemitismus heute


Würdigung der wissenschaftlichen Arbeit von Doris Sottopietra:
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz
Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb
Dr. Helmut Wohnout


Statements zum Thema und Podiumsdiskussion mit:
Univ.-Doz. Dr. Margit Reiter
Hon.-Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer
Univ.-Doz. John Bunzl
Univ.-Prof. Dr. Bernd Marin


Dienstag, 6. März 2007, 17.00 Uhr
Seminarraum des Instituts für Ethik in der Medizin (Alte Kapelle)
Campus Altes AKH
1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 2

<Einladung>


08.02.2007

Buchdiskussion


Dienstag, 13. Februar, 19 Uhr - im Republikanischen Club

Zwischen Anspruch und Anpassung - Journalisten und der Presseclub Concordia im Dritten Reich

von SANDRA PAWERONSCHITZ (Hrsg .) , Buchpräsentation und Diskussion mit Sandra PAWERONSCHITZ (Buchautorin), Prof. Fritz HAUSJELL (Inst. für Publizistik und Kommunikationswissenschaften), Prof. Oliver RATHKOLB (Institut für Zeitgeschichte), Moderation: Marianne ENIGL (profil).

Als die Nationalsozialisten 1938 in Wien einmarschierten, wurde ein eigener Stillhaltekommissar eingesetzt, um rasch an das Vermögen zahlreicher Vereine und Verbände zu gelangen. Einer davon: Die Concordia, älteste Pressevereinigung der Welt. Die Zeithistorikerin Sandra Paweronschitz schildert in ihrem Buch nicht nur das Schicksal des Journalisten- und Schriftstellervereins, sondern geht dem Lebensweg von einzelnen Concordia-Mitgliedern nach.

Republikanischer Club – Neues Österreich, Rockhgasse 1, 1010, Eingang Cafe Hebenstreit, Ktnr.: 610 620 502 Bank Austria, BLZ 12.000, www.repclub.at


01.02.2007

Publikation

Berger, Ernst (Hrsg.); Rieger, Else (Redak.)
Verfolgte Kindheit

Kinder und Jugendliche als Opfer der NS-Sozialverwaltung  (in Wien)


Die historische Forschung der letzten Jahre hat den Blick für die Rolle der Psychiatrie bei der Tötung behinderter und psychisch kranker Menschen während der NS-Zeit geschärft. Damit wurde jedoch nur die "Spitze eines Eisbergs" sichtbar gemacht. Diese Publikation zeigt, dass sich das System der "Vernichtungspsychiatrie" auf ein weitverzweigtes Netz stützte, welches das gesamte Fürsorgewesen umfasste und in der Pädagogik der NS-Zeit wurzelte. Diese fußte ihrerseits in der Pädagogik des beginnenden 20. Jahrhunderts und wirkte nach 1945 noch jahrzehntelang nach.

Mit Beiträgen von Gerhard Benetka, Ernst Berger, Regina Böhler, Elisabeth Brainin, Regina Fritz, Vera Jandrisits, Marie-Luise Kronberger,  Peter Malina, Clarissa Rudolph, Samy Teicher.

Ein Grundlagenwerk zur Jugendfürsorge  des Nationalsozialismus in Wien.


geb., 460 Seiten, Euro 39,00 unter: http://www.dada.at/kolischbuch


01.02.2007

Ausschreibung für den Herbert Steiner Preis 2007

Der Herbert Steiner-Preis 2007 – benannt nach dem Mitbegründer und langjährigen Leiter des Doku-mentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und der International Conference of Labour and Social History (ITH) – wird im September 2007 im Rahmen der Eröffnung Linzer Konferenz der ITH verliehen werden.

<Ausschreibung>


30.01.2007

DEBATTE “Bilanz 2006 –und Huntington hatte doch (nicht) recht“

Das Jahr 2006 war reich an den Huntington´schen Ansatz möglicherweise verifizierenden bzw. falsifizierenden Phänomenen. So können der Karikaturenstreit, die Papstrede, und der “Alliance of Civilizations-Report“ innerhalb des Huntington´schen Verständnisses gelesen werden, während Ereignisse wie der Konflikt im Libanon, die Atomtests in Nordkorea, die Nuklearambitionen des Iran sowie das potentielle Wettrüsten im Nahen Osten und die außenpolitische Strategie der USA sein Verständnis von der Dominanz zivilisatorischer Konflikte zu widerlegen scheinen.
In zwei Debattenrunden soll zunächst das theoretisch-konzeptionelle Verständnis von Huntington in einer Gegenüberstellung zu anderen Theorien der Internationalen Beziehungen auf seine Kohärenz und Kontinuität hin betrachtet werden. Danach anhand der Vorstellungen des „Clash of Civilizations“ und des in „Who are We“ entwickelten Modells konkrete Ereignissen des Jahres 2006 untersucht werden.

Donnerstag, 1. Februar 2007, 16.00 Uhr OIIP-Bibliothek
Operngasse 20B
1040 Wien


PROGRAMM

16.00 Begrüßung
16.15 - 18.00 Runde eins:


Heinz Gärtner (OIIP)
Anton Pelinka (CEU, IKF)
Dimitar Dimitrov (ESCE)
Henriette Riegler (OIIP)

Moderation: Wolfgang Machreich

18.00 - 18.15 Pause
18.15 - 20.00 Runde 2:


Jürgen Wallner (Rechtsphilosoph)
Rüdiger Lohlker (Islamwissenschaftler)
Anton Pelinka (Politologe)
Wolfgang Machreich (Journalist)
Dimitar Dimitrov (Politologe)

Moderation: Henriette Riegler


Information und Anmeldung:
Tel. (01) 581 11 06 oder info@oiip.at


29.01.2007

Aufruf zur Mitarbeit am Projekt „Erinnerungen für die Zukunft“

„Das Vergangene ist nicht; es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd.“ William Faulkner

Die Kulturkommission der Mariahilfer Bezirksvertretung hat beschlossen, ein Erinnerungsprojekt zu den Auswirkungen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im 6. Bezirk ins Leben zu rufen. Es soll bereits im heurigen Herbst beginnen und nächstes Jahr weitergeführt werden, wobei besonderes Augenmerk auf den siebzigsten Jahrestag des 12. März 1938 gerichtet werden soll.

Das Projekt „Erinnerungen für die Zukunft“ soll ein breites Spektrum von Veranstaltungen und Aktionen umfassen:

  • Wie beim Projekt „Wege der Erinnerung“ in der Leopoldstadt sollen auch in Mariahilf vor Privat- und Sammelwohnungen deportierter jüdischer MitbürgerInnen Messingplatten im Gehsteig eingelassen werden.
  • In Bezirksführungen soll auf arisierte Gebäude und Geschäfte, zerstörte Synagogen und andere ehemalige Stätten jüdischen Lebens hingewiesen werden.
  • Ebenso soll die Verfolgung anderer Gruppierungen durch das NS-Regime dokumentiert werden: Roma/Sinti, Homosexuelle, politische Gegner, Religionsgemeinschaften u.a.
  • In verschiedenen Einrichtungen des Bezirks sollen Informations- und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt werden. Ganz besonders sollen junge Menschen mit Schul- und Kulturveranstaltungen angesprochen werden.
  • In Ergänzung zum geschichtlichen Schwerpunkt soll auch auf heutige Formen von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und die Unterdrückung von Minderheiten Bezug genommen werden.
  • Ein weit gefächertes und spartenübergreifendes Kulturprogramm soll sich mit der Relevanz der historischen Ereignisse für Gegenwart und Zukunft beschäftigen. Unkonventionelle und innovative Formen künstlerischen Ausdrucks sind dabei durchaus erwünscht.

Die finanziellen Mittel des Bezirks sind zwar nicht besonders üppig, es dürfte aber voraussichtlich ein Budget von etwa 70 000 € zur Verfügung stehen.


Gesucht werden nun:

1. Ein/e Koodinator/in für das Gesamtprojekt
2. Engagierte Wissenschafter/innen mit Bezug zur Thematik
3. Interessierte Institutionen und Initiativen im Bezirk
4. Ideen, Projekte und Mitwirkende für das Kulturprogramm


23.01.2007

RULE OF LAW

Das Renner-Institut weist auf folgenden Film hin

RULE OF LAW
Justiz im Kosovo


Ein Film von Susanne Brandstätter. Mit Claudia Fenz, Osman Kuci u.a.
OF Englisch und Albanisch mit dt. UT

ab 27. Jänner 2007 im Votivkino

Diskussion
jeweils nach der Filmvorführung um 17:15

am 27.1.2007, 19.00 Uhr mit CLAUDIA FENZ, Protagonistin des Films

und am28.1.2007, 19.00 Uhr mit SUSANNE BRANDSTÄTTER, Regisseurin des Films

=> nähere Information zum Film


11.01.2007

ANERKENNUNGSPREISE zum BRUNO-KREISKY-PREIS FÜR DAS POLITISCHE BUCH 2006

Das Renner-Institut, die Bildungsorganisation der SPÖ und die Parlamentsfraktion der SPÖ laden ein zur

Überreichung der ANERKENNUNGSPREISE zum BRUNO-KREISKY-PREIS FÜR DAS POLITISCHE BUCH 2006 an

MARTA S. HALPERT
für "Gegangen und geblieben. Ungarn 1956. Lebensläufe nach dem ungarischen Volksaufstand" (Molden-Verlag)

RAIMUND LÖW (Hg.)
für "Die Fantasie und die Macht. 1968 und danach" (Czernin-Verlag)

CORINNA MILBORN
für "Gestürmte Festung Europa. Einwanderung zwischen Stacheldraht und Ghetto. Das Schwarzbuch" (Styria-Verlag)

MARGIT REITER
für "Die Generation danach. Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis" (Studien-Verlag)


Termin
Montag, 22. Jänner 2007, 19.00 Uhr

Ort
Bruno-Kreisky-Forum für internationalen Dialog
Armbrustergasse 15
1190 Wien

Die Haupt- und Sonderpreise werden zu einem späteren Zeitpunkt verliehen.


=> Nähere Information

=> Alle PreisträgerInnen 2006



Wir bitten um schriftliche Anmeldung
Renner-Institut
F 01-804 08 74
post@renner-institut.at  

In Kooperation mit
Bruno-Kreisky-Forum für internationalen Dialog


09.01.2007

"Kunstraub und Restitution. Neueste Ergebnisse aus Forschung und Politik"

Einladung zum Symposium
"Kunstraub und Restitution. Neueste Ergebnisse aus Forschung und Politik"

am 18. Jänner 2007, ab 16:00 in der Urania (Dachsaal)

<Einladung>


08.01.2007

Filmretrospektive "Frauen im KZ"

Einladung zur Filmretrospektive "Frauen im KZ"

Wann: 16.-19.1.2007
Wo: Metro-Kino

<Einladung>


07.01.2007

Vortrag: Erich Lessing


Einladung zum Vortrag mit anschließender Diskussion
Erich Lessing

Fotoreportage im digitalen Zeitalter und das Verschwinden des Dokuments

Dienstag, 9. Jänner 2007 18.00 Uhr
Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1
Universitätscampus Altes AKH
Spitalgasse 2-4, Hof 1, Eingang I.13
1090 Wien

<Einladung>

15.12.2006

Holocaustleugner-Konferenz

Die internationale Holocaustleugner-Konferenz ist zwischen 11. und 12. Dezember in Teheran über die Bühne gegangen. Ein Bericht darüber findet sich unter: http://www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2006_12/teheran.html

11.12.2006

Filmvorführung und Diskussion

U C K E R M A R K - Das Mädchenkonzentrations- und spätere Vernichtungslager.
Filmvorführung und Diskussion

veranstaltet von der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen

Im Kulturzentrum 7stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien
Mi. 20. Dezember, 19h

Das Mädchenkonzentrationslager und spätere Vernichtungslager Uckermark ist bis heute ein weitgehend unbekannter Ort des nationalsozialistischen Terrors. Erst 1970 wurde es als Konzentrationslager anerkannt. 2005 fand nach 60 Jahren die erste Gedenkfeier auf dem Gelände des ehemaligen Lagers statt.
Der Film will dieses vergessene Lager, das eigens für Mädchen und junge Frauen eingerichtet wurde, bekannter machen. Ein Haftgrund war die Stigmatisierung als "Asoziale". Dieses Stigma wirkte auch nach Ende des Nationalsozialismus weiter.
Zwei Portraits von Zeitzeuginnen, die als "Asoziale" verhaftet wurden - Anita Köcke und Ilse Heinrich - beschreiben ihre Erfahrungen vor, während und nach ihrer Haftzeit. In den letzten Monaten vor Kriegsende wurde das Mädchen-KZ zum Teil geräumt und zum Vernichtungslager für Frauen aus dem benachbarten KZ Ravensbrück gemacht. Die beiden Filmausschnitte "das nannte man asozial" - Das Mädchenkonzentrationslager Uckermark und "dass sowas halt nie wieder passiert" - Gedenkfeier und Gedenkort Uckermark sind im Rahmen des 60. Jahrestages der Befreiung und des FrauenLesbenTransgender Baucamps 2005 als Filmprojekte begonnen worden.

***
eine weitere Filmvorführung findet am Fr. 19. Jänner 07 um 19:30h in der FZ Bar statt

Währingerstraße 59/6, Eingang Prechtlgasse (läuten)
Veranstaltung für Frauen


11.12.2006

Geschichtspolitik und Erinnerungskultur: Buchpräsentation mit Strategiediskussion, 14. Dezember 2006

Geschichtspolitik und Erinnerungskultur stehen vor neuen Herausforderungen und strategischen Diskussionen: Mit den rechtskonservativen Regierungsfeierlichkeiten 2005 hat die Anzahl der NS-Verharmlosungen erneut zugenommen. 2007 werden für das "Haus der Geschichte" wichtige Entscheidungen getroffen, schon ein Jahr später wird Österreich der Auslöschung durch das NS-Terrorregime 1938 gedenken.

Der Anfang Dezember 2006 erschienene Essay-Band "rebranding images" sucht aus verschiedenen streitbaren Perspektiven die diskursive Konfrontation mit der Produktion von Identitätsbildern und historischen Mythen und fördert damit die Auseinandersetzung mit historischer Verantwortung, Wiedergutmachung und politischem Neubeginn.

Donnerstag, 14. Dezember 2006, 19.00 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien


Die HerausgeberInnen Katharina Wegan und Martin Wassermair im Gespräch mit den BuchautorInnen Marlene Streeruwitz und Vrääth Öhner.

Das Buch:
Martin Wassermair, Katharina Wegan (Hg.): rebranding images. Ein streitbares Lesebuch zu Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Österreich. Wien: Studienverlag 2006.
Mit Beiträgen von: Ljubomir Bratic, Irene Bandhauer-Schöffmann, Boris Buden, Ela Hornung, Daniela Koweindl, Tina Leisch, Walter Manoschek, Oliver Marchart, Lisa Mayr, Martina Nußbaumer, Vrääth Öhner, Doron Rabinovici, Lisa Rettl, Ines Rieder, Burghart Schmidt, Georg Spitaler, Marlene Streeruwitz, Daniela Strigl, Martin Wassermair, Katharina Wegan und Heidrun Zettelbauer.

Ausführliche Informationen: http://www.wassermair.net/texte/rebranding_images_editorial



05.12.2006

GENDER-FEMINISMUS-FRAUENPOLITIK

Podiumsdiskussion im Rahmen der Gastprofessur Johanna DOHNAL 

GENDER-FEMINISMUS-FRAUENPOLITIK
Herausforderungen der Frauenpolitik in Österreich

Freitag, 15.12.2006, 19.30-21.00 Uhr
Aula (Sowi-Gebäude, Universitätsstraße 15)

 am Podium:
Johanna Dohnal (Frauenministerin a. D.),
Gisela Wurm (SPÖ-Nationalratsabgeordnete)
Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ-Nationalratsabgeordnete)
Alexandra Weiss (freie Wissenschaftlerin, AEP)
Margit Drexel (Gestalttherapeutin,  Frauenhaus-Aktivistin)

Moderation: Erika Thurner (Institut für Politikwissenschaft, GfpA)

<Einladung>


20.11.2006

Vortrag und Diskussion

KZ-Prozesse. Alliierte Verfahren wegen Verbrechen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Ort: Veranstaltungsraum Ausstellung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien (Eingang im Hof)
Zeit: Montag, 27. November 2006, 18.30 – 20.30 Uhr
Veranstalter: Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz

Referenten:
Dr. Wolfgang Form (Philipps-Universität Marburg): Völkerstrafrechtliche Grundlagen der Alliierten amerikanischen und britischen Prozesse
Prof. Dr. Michael Bryant (Universität von Toledo/USA): Die amerikanischen Dachau-Prozesse

Moderation: Drin. Claudia Kuretsidis-Haider (Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)


16.11.2006

erinnern.at

Beispiele der Holocaustleugnung in jüngster Vergangenheit - insbesondere  Äußerungen und Verhaltensweisen rechtsextremer Parteien und ihrer Anhänger in Deutschland und Europa, wiederholte Verlautbarungen des iranischen Präsidenten Ahmadinejads und in der muslimisch geprägten Welt sowie die Ankündigung, im Iran eine Konferenz einberufen zu wollen, die sich mit der Entkräftung der Forschungsergebnisse über den Holocaust, schließlich sogar mit der grundsätzlichen Widerlegung auseinandersetzen soll, riefen international scharfe Proteste hervor. Sie sind auch Anlass für eine international besetzte und kurzfristig anberaumte Konferenz der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Zentrum für Antisemitismusforschung.

Weitere Informationen hier

Aktuell:
bis 9. Jänner 2007: Jugendbeteiligungsprojekt www.mitmachen.at
23. April bis 9. Mai 2007: Aktionstage Politische Bildung Gender | Gleichstellung | Geschlechtergerechtigkeit
26. bis 28. April 2007: Europäische Konferenz Rethinking Citizenship Education in European Migration Societies: Political Strategies – Social Changes – Educational Concepts


15.11.2006

AUFZEICHNUNGEN ZUM WIDERSTAND

Filmpremiere
Sonntag, 19. November 2006, 11.00 Uhr,
Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien

In Anwesenheit des Regisseurs Martin Krenn und der ProtagonistInnen
Einleitende Worte: Wolfgang Neugebauer
Im Anschluss an die Premiere: Diskussionsrunde und Empfang im Topkino

Kinostart
Freitag, 24. November 2006

Kartenreservierung und -verkauf
T 01-208 30 00
www.topkino.at

Nähere Information
www.poool.at

_______________________________

Aufzeichnungen zum Widerstand
Österreich 2006, 65 Minuten
Sprachen: Deutsch, Spanisch mit dt. UTInhalt

Aufzeichnungen zum Widerstand ist eine Dokumentation über den Widerstand gegen den Faschismus in den 30er und 40er Jahren - in Österreich, Spanien und Frankreich. Protagonist des Films ist der österreichische Widerstandskämpfer Harry Spiegel, der in den 30er Jahren in Spanien auf Seiten der Republikaner gegen Franco gekämpft hatte. Harry Spiegels Erzählungen werden in Form von Tondokumenten, Zeichnungen und Animationen filmisch visualisiert; Freunde und MitstreiterInnen erinnern sich an ihn und erzählen in Interviews von ihren gemeinsamen Aktivitäten. Der Film gibt ein komplexes und differenziertes Bild einer Generation von Antifaschisten, die sich den Regimes von Dollfuß/Schuschnigg, Franco und Hitler entgegengestellt haben.

Regie: Martin Krenn
Drehbuch: Nina Maron & Martin Krenn
Kamera: Martin Krenn, Bernhard Pötscher
Schnitt: Martin Krenn, Thomas Woschitz
Ton: Bruno Pisek
Zeichnungen: Paul Braunsteiner
Produktion: Martin Krenn in Zusammenarbeit mit AMOUR FOU Filmproduktion


Mit Unterstützung von: Innovative Film Austria, Stadt Wien, Niederösterreich Kultur, Bruno Kreisky Stiftung


13.11.2006

Zukunft in Sicht?

Die Situation der Roma in Europa

In Europa leben heute weit über 8 Millionen Roma. Höchste Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung kennzeichnen die Lage dieser wirtschaftlich ärmsten europäischen Minderheit. Diskriminierung und soziale Ausgrenzung gehören zu einem Lebensalltag, der meist am Rande der Gesellschaft stattfindet. Zwar wurde seitens der Europäischen Union 2005 eine "Entschließung zur Lage der Roma" verabschiedet, doch gehen die Reformen in den einzelnen Ländern nur sehr schleppend voran.
Wie sieht die zukünftige Politik der europäischen Union gegenüber der größten Minderheit der Europäischen Union aus? Wie kann die Umsetzung der Maßnahmen in den Nationalstaaten beschleunigt werden? Welche Schritte müssen gesetzt werden, um Vorurteile weiter abzubauen?

Donnerstag, 23. November 2006, 19.30 Uhr
in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

TeilnehmerInnen:

Fevzije BAHAR
Sprecherin der Internationalen Romani Union (IRU)

Dr. Florian FREUND
Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte

Prof. Rudolf SARKÖZY
Kulturverein Österreichischer Roma

Dr. Hannes SWOBODA
Mitglied des Europäoschen Parlaments, Vizepräsident der SPE-Fraktion

Moderation:
Erich SCHNELLER
ORF Burgenland


13.11.2006

URI AVNERY

Gründer der Friedensbewegung Gush Shalom, langjährigen Knesseth-Abgeordneten, Träger des alternativen Nobelpreises, des Bruno-Kreisky-Preises für Verdienste um die Menschenrechte und vieler anderer Friedensauszeichnungen...

URI AVNERY
„Der Frieden zwischen Israel und Palästina ist möglich“

Mittwoch, 15. November 2006, 19:30 Uhr
Stadtmuseum Graz, 8010 Graz, Sackstraße 18


09.11.2006

CLIO

VORTRAG im Rahmen der REIHE: "Die im Dunklen sieht man doch" Frauen im Widerstand / Verfolgung von Frauen
Die Frauenkonzentrationslager in der Steiermark

Vortrag: Dr. Anita Farkas (Gedenkstättenpädagogin, Klagenfurt) / Dr. Heimo Halbrainer (Historiker, Graz)
Dienstag, 14. November 2006, 19.00 Uhr im Grazer Stadtmuseum


Weitere Veranstaltung der REIHE:

Vom Leben und Überleben. Wege ins Frauenkonzentrationslager Ravenbrück
Vortrag und Zeitzeuginnendiskussion: Dr. Helga Amesberger (Soziologin, Wien) / Irma Trksak (Zeitzeugin, Wien)
Dienstag, 21. November 2006, 19.00 Uhr im Grazer Stadtmuseum


CLIO im Stadtsalon /stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


09.11.2006

EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION

EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION

Der Presseclub Concordia und die Edition Steinbauer laden herzlich zur Präsentation des Buches von
Sandra Paweronschitz
„Zwischen Anspruch und Anpassung“
Journalisten und der Presseclub Concordia im Dritten Reich



am Dienstag, den 28. November 2006, um 11.00 Uhr
im Presseclub Concordia
Bankgasse 8, 1010 Wien

Mit der Autorin diskutieren:
Prof. Herbert Krejci
Prof. Lucian Meysels
Präsident CR Peter Bochskanl
Generalsekretärin Dr. Ilse Brandner-Radinger

Anmeldungen bitte unter: 01 5338573 oder office@concordia.at

<Einladung>

 


09.11.2006

Immigrationstag


Rede zum Immigrationstag vom 25.10.2006
<download>


31.10.2006

Neuaufstellung des so genannten “Siegfriedkopfs”

Die Hadassah-Austria lädt gemeinsam mit den Künstlern Bele Marx und Gilles Mussard am Sonntag, den 5. November um 10:30 Uhr zu einer Begehung der Neuaufstellung des so genannten “Siegfriedkopfs” im Arkadenhof der Universität Wien ein.

Der Siegfriedkopf, ursprünglich 1923 zur Ehrung der Gefallenen des ersten Weltkrieges  in der Aula der Universität aufgestellt, wurde bald zur Ikone der deutsch- nationalen Studenten Verbindungen. Im Zuge der Neugestaltung des Arkadenhofes der Universität, wollte man auch dieses Monument im kritischen Licht der Geschichtsaufarbeitung präsentieren.  Bele Marx und Gilles Mussard haben den Siegfriedkopf von seinem Sockel „gestürzt“ und ihn mit einer Schrift ummantelt, die auf Glas gestrahlt ist und die sich „verteidigen“ kann. Ein außerordentliches Konzept, das die Freunde der Hadassah exklusiv in einer extra für uns am Sonntag geöffneten Universität besichtigen können.

Im Anschluss daran treffen wir uns zu einem Gespräch und einem kleinen Imbiss im Atelier der Künstler, Büro/Atelier Photoglas, Wollzeile 9/1/30.

www.hadassah.at


30.10.2006

STAMMTISCH POLITIK

Politik ist etwas, dem niemand entkommen kann. Entweder wird mit uns Politik gemacht, oder wir machen Politik. Politik ist auch das einzige Korrektiv gegenüber dem, was wir so oft beklagen - die Macht der Konzerne etwa oder die Gewalt der Globalisierung. Mit einem Wort: Die Alternative heißt Resignation

Dr. Bernhard Perching: Migration - Integration
14. November 2006, 19 Uhr in der VHS Hietzing
Moderation und Koordination Mag.a Elisabeth Morawek
Eintritt kostenlos!

Die Themen Einwanderung und Integration waren zuletzt wieder massiv in der politischen Diskussion. Dabei wird Integration zunehmend auf Spracherwerb und "Anpassung an die österreichische Lebensweise" reduziert, der Begriff verliert seinen ursprünglich kritischen Gehalt. Im Gespräch soll der Geschichte des Integrationsbegriffs, seinem Potential und seinen Schwächen nachgegangen und diskutiert werden, wieviel "Integration" eine Einwanderungsgesellschaft wie die österreichische braucht.

(Bernhard Perching:  Österreichische  Akademie der Wissenschaften -  Institut für Europäische Integrationsforschung)

Nähere Infos unter www.vhs-hietzing.at und in der VHS Hietzing,
Tel. 804 55 24
Volkshochschule Hietzing
Hofwiesengasse 48
1130 Wien


20.10.2006

RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN

Donnerstag, 26. Oktober 2006
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien

Nationalfeiertag? Was soll das?

Jedes Jahr kommt er wieder, der Nationalfeiertag, und jeden Sommer kommt sie wieder, die Debatte um eine Änderung der Nationalhymne, aber was soll das
alles eigentlich? Wozu brauchen wir eine Nation oder eine Hymne? Und wer ist verdammt noch mal überhaupt mit „wir“ gemeint? Dazu begrüßen wir im Studio den Politologen Vedran Dzihic mit dem wir über Nationsbildung, Nationalismus und Folgeerscheinungen sprechen möchten. Dzihic forscht insbesondere zu Nationalismus und Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina sowie zum Friedens- und Transformationsprozesse in den ex-jugoslawischen Nachfolgestaaten.

Weitere Sendungsthemen:
Wie Dogville ist Wien? In Lars van Triers Film „Dogville“, der seit kurzem im Wiener Volkstheater als Theaterstück zu sehen ist, wird das Schicksal einer
Flüchtigen abgehandelt, die auf Schutz und Unterstützung angewiesen ist – und gnadenlos ausgebeutet und misshandelt wird. Im Anschluss an eine Aufführung fand ein Diskussionsabend statt. Radio Stimme bringt eine Zusammenfassung.
Beitrag zum Buch über das Hymnenprojekt der Initiative Minderheiten

Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck) Do, 02. November, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten) Do, 02. November, 19.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz) Sa, 04. November, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 05. November, 11.00 Uhr


20.10.2006

"Exil, Widerstand Kultur"

<Programmheft für das Wintersemester 2006/07>


17.10.2006

"Die im Dunklen sieht man doch" Frauen im Widerstand / Verfolgung von Frauen

Das Comité International de Mauthausen, das Mauthausen-Komitee Österreich und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen haben für das Jahr 2006 den Schwerpunkt „Frauen im Konzentrationslager“ gesetzt. Dabei sollte dieses Thema aber nicht nur im Rahmen von Gedenkfeiern vorkommen, sondern das heurige Jahr soll zum Anlass genommen werden, eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema zu führen. Der KZ Verband Steiermark und CLIO haben beschlossen, diese vertiefende Auseinandersetzung auch in der Steiermark zu führen.

„Die im Dunklen sieht man nicht“ – Steirerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Vortrag und Zeitzeuginnendiskussion: Dr. Heimo Halbrainer (Historiker, Graz), Maria Cäsar und Hermine Liska (Zeitzeuginnen)
Dienstag, 24. Oktober 2006, 19.00 Uhr im Grazer Stadtmuseum

„Gegen Rassenhass und Menschennot“ – Irene Harand: eine Widerstandskämpferin gegen den Antisemitismus
Vortrag: Dr. Christian Klösch (Historiker, Wien)
Dienstag, 07. November 2006, 19.00 Uhr im Grazer Stadtmuseum

Die Frauenkonzentrationslager in der Steiermark
Vortrag: DDr. Anita Farkas (Gedenkstättenpädagogin, Klagenfurt) / Dr. Heimo Halbrainer (Historiker, Graz)
Dienstag, 14. November 2006, 19.00 Uhr im Grazer Stadtmuseum

Vom Leben und Überleben. Wege ins Frauenkonzentrationslager Ravenbrück
Vortrag und Zeitzeuginnendiskussion: Dr. Helga Amesberger (Soziologin, Wien) / Irma Trksak (Zeitzeugin, Wien)
Dienstag, 21. November 2006, 19.00 Uhr im Grazer Stadtmuseum


17.10.2006

Überschreibung des Ehrengrabes für einen SA-Sturmbannführer auf dem Grazer Friedhof


Heute wurde am Grazer Zentralfriedhof auf dem dort befindliche Ehrengrab für einen SA-Sturmbannführer mit Hakenkreuz und dem Text "ER FIEL IM KAMPFE FÜR GROSSDEUTSCHLAND" eine transparente Tafel von den Künstlern Wolfram P. Kastner und Martin Krenn angebracht.

Weitere Informationen, Bilder und Pressereaktionen finden sich auf http://www.martinkrenn.net/ueberschreibung


17.10.2006

NEUERSCHEINUNG

„Ich bin immer schon eine politische Frau gewesen.“ Maria Cäsar – Widerstandskämpferin und Zeitzeugin. Hg. v. Heimo Halbrainer, Graz 2006, ISBN-13: 978-902542-00-7, 164 Seiten mit zahlreichen Abb. Euro 12,00

Inhaltsverzeichnis:
* Maria Cäsar – biografische Anmerkungen (Heimo Halbrainer)
* Von der Bürger- zur Arbeiterstadt. Skizzen zur Geschichte der Sozialdemokratie in Judenburg (Michael Schiestl)
* Der Kommunistische Jugendverband Knittelfeld-Judenburg im Widerstand (Heimo Halbrainer)
* „Mein Motor ist ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn“ – Maria Cäsar privat (Bettina Behr / Ilse Wieser)
* Maria Cäsar als Zeitzeugin  (Helmut Konrad)
* Wie können wir Geschichte besser verstehen? (Bettina Ramp)
* Begegnungen und Würdigungen

Bestellungen bei CLIO Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit / Großgrabenweg 8 / 8010 Graz
verlag@clio-graz.net


17.10.2006

Symposium USA 2006

Das Institut für Zeitgeschichte veranstaltet am Montag und Dienstag nächster Woche (23. und 24. Oktober) eine Tagung zum Thema "Amerika unter Bush: Disconnecting People".

<Programm>


17.10.2006

Colloque international interdisciplinaire

Buchpräsentation

AUTRICHE / FRANCE
Transferts d’idées – Histoires parallèles ?

<Information>


16.10.2006

"Nachrichten aus Demokratien - feministische Auseinandersetzungen und Positionen"


Tagung "Nachrichten aus Demokratien - feministische Auseinandersetzungen und Positionen"

Die Tagung findet zwischen 26. - 29. Oktober 2006 statt und richtet sich an Frauen allen Alters, aller Herkünfte und Geschlechter.
Ort: Jugend am Werk, Landstraßer Haupstraße 146/6, 1030 Wien

Anmeldung: office@frauenhetz.at, tel.:01/7159888
(Anmeldefrist verlängert!)

Die Frauenhetz feiert im Rahmen dieser Tagung auch ihr 15-jähriges Bestehen mit einem Fest u.a. mit Les Reines Prochaines am 28. Oktober in der Szene Wien!

Näheres zum Tagungs-Programm im Anhang und unter www.frauenhetz.at
<Programm>


27.09.2006

Matinee im Rahmen von "Kristallnacht – Zeitzeugen berichten"

"GHETTO"

Termin

Sonntag, 5. November 2006,  11.00 Uhr

Ort
Volkstheater, Neustiftgasse 1, 1070 Wien

Die Errichtung von Ghettos in den besetzten Ostgebieten, u.a. in den Städten Warschau und Vilnius, war ein Bestandteil der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Tausende Juden wurden auf engstem Raum zusammengezwängt, Hunger, Krankheit und Tod bestimmten den Alltag. Die Judenräte -­ die jüdische Selbstverwaltung in den Ghettos - sind ein Beispiel für den Zynismus der NS-Herrschaft. Sie waren beispielsweise gezwungen, Mannschaften für Zwangsarbeitseinsätze zusammenzustellen. Widerstand, Schmuggel von Lebensmitteln oder der Bau von Verstecken waren geringfügige Möglichkeiten, sich zu wehren. Die Auflösung der Ghettos im Rahmen der "Endlösung" bedeutete den Transport in die Vernichtungslager.

Die eingeladenen ZeitzeugInnen, die vom (Über-)Leben im Ghetto berichten werden, sind
ORNA BIRNBACH, Israel
SCHOSCHANA RABINOVICI, Österreich/Israel
WALTER FEIDEN, USA
ISRAEL ORZECH, Israel

Moderation
HANS-HENNING SCHARSACH

=> nähere Information

Kartenpreise
€ 14,- (ermäßigt € 8,-)

Kartenbestellungen
T 01-52 111-400
F 01-52 111-444
ticket@volkstheater.at
www.volkstheater.at

Eine Produktion von B-project in Kooperation mit dem Verband Wiener Volksbildung



27.09.2006

CLIO Veranstaltungsreihe

Zionismus Israel Diasporismus Antisemitismus Antizionismus Israelfeindschaft

Antisemitismus als kultureller Code – Antisemitismus im medialen Diskurs

Gerald Lamprecht (Historiker, Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz)
Donnerstag, 12. Oktober 2006, 19.00 Uhr
Stadtsalon / Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

 

Zionismus und Diasporismus: gestern und heute

Univ.-Prof. Dr. Mark Gelber (Beer Sheva/ Israel)
Dienstag, 17. Oktober 2006, 19.00 Uhr
Universität Graz, Mozartgasse 3, HS 23.03
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz

 

„Die Islamisierung der Protokolle der Weisen von Zion“ Antisemitismus und Islam

Thomas Schmidinger (Politikwissenschafter, Wien und Mitarbeiter der im Irak tätigen Hilfsorganisation Wadi)
Donnerstag, 19. Oktober 2006, 19.00 Uhr
Stadtsalon / Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

 

Frieden zwischen Israel und Palästina ist möglich

Uri Avnery (Gründer der Bewegung Gush Shalom)
Mittwoch, 15. November 2006, 19.30 Uhr
Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


Eine Veranstaltung in Kooperation mit Akademie Graz, Stadtmuseum Graz, Korso, Kitab Verlag




04.10.2006

TRAFO-Projektpräsentation FILM-GEDÄCHTNIS-POLITIK im Depot


DEPOT, INSTITUT FÜR POLITIKWISSENSCHAFT, SYNEMA laden ein zur PROJEKTPRÄSENTATION

Vom Osten nichts Neues?

Medien zeigen „den Osten“ gerne als Ort wirrer Verhältnisse vor trostloser Kulisse. Dieses Bildrepertoire trägt zur Formung von Vorstellungen und Meinungen bei und beeinflusst kollektives Erinnern. WissenschafterInnen, MedienpraktikerInnen und FilmemacherInnen arbeiten an dem Forschungsprojekt „Film-Gedächtnis-Politik“ zusammen, das versucht, diese Bilder in aktuellen politischen Kontexten zur Diskussion zu stellen und Gegenbilder auszumachen.

PROJEKTGRUPPE FILM-GEDÄCHTNIS-POLITIK des Forschungsschwerpunktes TRAFO-Transdisziplinäres Forschen des bm:bwk
http://www.trafo-research.at/

PROJEKTBESCHREIBUNG
http://www.trafo-research.at/cms/scripts/active.asp?vorlage=3&id=349

PROJEKTTEAM
http://www.trafo-research.at/cms/scripts/active.asp?vorlage=6&id=349


Zeit: Dienstag, 10. Oktober 2006, 19 Uhr
Ort: Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

VeranstalterInnen:
Depot www.depot.or.at
Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien http://politikwissenschaft.univie.ac.at/
SYNEMA - Gesellschaft für Film und Medien www.synema.at


27.09.2006

Film-Bilder und Fern-Sehen: NS-Verbrechen vor Gericht

Am 1. Oktober jährt sich zum 60. Mal die Urteilsverkündung im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess des alliierten Militärgerichts gegen führende Offiziere und Funktionäre Nazi-Deutschlands. Neben seinem Status im Feld des internationalen Rechts ist dieses elfmonatige Verfahren auch zur Medien- Ikone geworden - und war bereits damals ganz auf Medialisierung und Beobachtung hin inszeniert: Im Saal wurden Filme als Beweismittel projiziert, wurde aufgezeichnet und übertragen; davon zeugen etwa die Sonnenbrillen (wegen kameratauglicher Beleuchtung) und Kopfhörer (für Simultanübersetzung) von Göring, Speer, von Schirach, Kaltenbrunner und den 17 anderen Angeklagten. Davon ausgehend, widmet sich die Tagung Prozess / Beobachter der Rolle des Films: dem Beobachten des Prozesses und dem Prozessieren
der Beobachtung. Es geht um Inszenierung und Einsatz von Kino-Bildern und späteren TV-Bildern, die auf das prominente Tribunal (zurück)schauen - sowie auf die zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse 1946- 49 u.a. gegen Ärzte, Juristen und Industrielle und auf spätere Verfahren gegen NS-Verbrecher, etwa das Jerusalemer Verfahren gegen Adolf Eichmann oder das ausgebliebene Wiener Verfahren gegen Heinrich Gross. Es geht um filmische Formen des Dokumentierens und Propagierens von Urteilen, des Dramatisierens von Wahrheitsfindungen im courtroom drama (z.B. "Judgement at Nuremberg", 1961), des Dechiffrierens ethisch-politischer Problemlagen wie etwa in den Filmessays von Marcel Ophüls. Zur Diskussion filmischer Sicht- und Denkbarmachung nationalsozialistischer Menschheitsverbrechen bieten die film-, medien- und geschichtswissenschaftlichen Vorträge von Prozess / Beobachter Thesen und Anschauungsmaterial.



Eine Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann-Institut für Geschichte und Gesellschaft und dem Filmmuseum

5. bis 7. Oktober 2006
Österreichisches Filmmuseum
Augustinerstraße 1
1010 Wien

Konzept, Organisation, Moderation: Siegfried Mattl, Drehli Robnik

mit Vorträgen von Frank Stern, Michael Loebenstein, Drehli Robnik, Cornelia Vismann, Hito Steyerl, Vrääth Öhner, Monika Bernold

Vorträge bei freiem Eintritt

Veranstaltung gefördert durch MA 7 - Wissenschafts- und Forschungsförderung


26.09.2006

antirassismus plattform


clean politics – Keine Stimme für Rassismus

Kampagne für eine Politik ohne Diskriminierung & Ausgrenzung

ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, Verein Wiener Jugendzentren und Verein wienXtra präsentieren im Wahlkampfmonat die gemeinsam initiierte Kampagne „clean politics – Keine Stimme für Rassismus“ und damit verbundene Aktionen. clean politics soll deutlich machen, dass Rassismus und Ausgrenzung im Kampf um WählerInnenstimmen nicht unwidersprochen bleiben darf. „Wir verurteilen, dass im Wahlkampf einzelne Gesellschaftsgruppen gezielt ausgegrenzt und bewusst rassistisch diskriminiert werden. Deshalb appellieren wir an alle politisch Verantwortlichen rassistischen Stimmenfang zu unterlassen und politisch zu sanktionieren“, betont Hikmet Kayahan, Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus. Ziel der Kampagne ist es, den Unmut der Menschen über solch unsaubere Wahlkampfpraktiken zu kanalisieren, dem Widerstand Stimme zu verleihen und die wache Zivilgesellschaft gegen Rassismus und Ausgrenzung im Wahlkampf zu mobilisieren. Darüber hinaus muss clean politics ein nachhaltiges Prinzip für zukünftige Wahlkämpfe werden.

mehr Informationen unter: http://www.antirassismus-plattform.at/clean.htm

23.08.2006

wahlkabine.at


Nationalratswahlen 2006
Am 1. Oktober 2006 finden in Österreich Nationalratswahlen statt. Die Politik-Orientierungshilfe wahlkabine.at stellt Ihnen 26 Fragen zu aktuellen Themen in Österreich. Anschließend erfahren Sie, mit welchen Parteien Sie inhaltlich am ehesten überein stimmen.




23.08.2006

ZARA-Lehrgang Wintersemester 2006


ZARA-Lehrgang Wintersemester 2006

„Kompetenzvermehrung Anti-Rassismus & Zivilcourage“
in Kooperation mit der VHS Ottakring

Der ZARA-Lehrgang ist ein wichtiger Bestandteil der Sensibilisierungsarbeit von ZARA.
Praxisnah, interaktiv und wissenschaftlich fundiert bietet der Lehrgang inhaltlich und methodisch eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik Anti-Rassismus und Zivilcourage.
Die Teilnahme am ZARA-Lehrgang stäkt persönliche Kompetenzen, den reflektierten Umgang mit Sprache, Vorurteilen und Unterschieden, sowie den Mut des/der Einzelnen, in der Öffentlichkeit in „unangenehmen Situationen“ gegen rassistische Diskriminierung aufzutreten. Weitere Schwerpunkte sind rechtliche Grundlagen einschließlich des Sicherheitspolizeigesetzes, sowie theoretischer und praktischer Hintergrund zu Anti-Rassismus in Österreich. Die hochqualitative Weitergabe von Informationen und Kompetenzen schafft MultiplikatorInnen und stärkt die Zivilgesellschaft.
Lehrgangsbeginn: 5.Oktober 2006

Näheres zu Terminen, Programm und Förderungen unter: www.zara.or.at
Anmeldung über die VHS Ottakring, Anmeldeschluss: 1. Oktober 2006


23.08.2006

Innviertler verbeugen sich vor NS-Opfern


Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte am 11. und 12. August im Bezirk Braunau am Inn 13 Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus.

Der ehemalige „Heimatkreis des Führers“ ist damit der erste Bezirk oder Landkreis im deutschen Sprachraum der in dieser Form flächendeckend an seine NS-Opfer erinnert. Gunter Demnig hat seit 1995 etwa 8.200 dieser Pflastersteine mit der Aufschrift HIER WOHNTE vor dem Haus der NS-Opfer verlegt.Dies erfolgte aber meist in Städten, die Einladung in Landgemeinden blieb die Ausnahme.

1997 verlegte Demnig auf Einladung des Politikwissenschafters Andreas Maislinger bereits zwei Stolpersteine für die wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichteten Bauernsöhne Johann und Matthias Nobis in St. Georgen bei Salzburg. Es waren dies die ersten Stolpersteine in Österreich und die ersten für von den Nationalsozialisten ermordeten Zeugen Jehovas. Nachdem sich über fast ein Jahrzehnt keine weitere österreichische Gemeinde entscheiden konnte in dieser Form an ihre NS-Opfer zu gedenken, lud die Stadt Mödling bei Wien auf Anregung der Grünen Gemeinderatsfraktion Gunter Demnig für den 14. August ein 14 Stolpersteine zu verlegen. 13 für Ehemalige Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und einen für Schwester Restituta.

Die Verlegung der Stolpersteine in Altheim, Braunau am Inn, Hochburg-Ach, Maria Schmolln, Moosdorf, St. Georgen bei Salzburg, St. Radegund und St. Veit im Innkreis erfolgte immer mit Unterstützung des Bürgermeisters und einer breiten Zustimmung im Gemeinderat. In der Stadt Altheim war bei der Verlegung des Stolpersteines für Engelbert Wenger auch der FPÖ-Obmann anwesend. Dass die Erinnerung an ein NS-Opfer in der Gemeinde bis heute sehr umstritten sein kann zeigt der Wallfahrtsort Maria Schmolln. Bürgermeister Gottfried Grubmüller hatte der Verlegung des Stolpersteines für den im KZ Dachau verstorbenen Franziskaner Ludwig Seraphin Binder sofort zugestimmt, sprechen wollte er im Gegensatz zu den anderen Bürgermeistern bei der Verlegung allerdings nicht.

Wer die Aufschrift eines Stolpersteines lesen möchte, muss sich verbeugen. In diesem Sinne verbeugen sich seit einigen Tagen Innviertler vor ihren NS-Opfern. Mit Ausnahme von Franz Jägerstätter der seit dem Film von Axel Corti sehr bekannt ist und kürzlich auch durch die Eröffnung des Franz-Jägerstätter-Parkes in Braunau am Inn geehrt wurde, kannte man von den meisten nicht einmal den Namen.

www.hrb.at/stolpersteine


22.08.2006

OPERATION SPRING – Gericht erklärt Erstauswertung des Lauschangriffs für unbrauchbar!

Nun gibt es die schriftliche Ausfertigung des Urteils im letzten „Operation Spring“ Prozess seitens des Gerichts und sie enthält brisante Details.

Das zuständige Gericht erklärt darin die gesamte Erstauswertung bzw. Übersetzung des großen Lauschangriffs für unbrauchbar!

Zur Erinnerung:

Im letzten "Operation Spring" Prozess gegen den Angeklagten Emmanuel C., kam es am 29.12.2005 zum Urteilsspruch und er lautete auf "schuldig". Die verhängte Strafe beträgt 4 Jahre und 9 Monate unbedingter Haft - ziemlich exakt jenes Ausmaß, das der Angeklagte bereits in der Untersuchungshaft verbracht hatte.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Verteidiger Lennart Binder legte sofort nach Urteilsverkündung Nichtigkeitsbeschwerde ein.

In der uns vorliegenden schriftlichen Ausfertigung des Urteils lautet es wörtlich:

„Was nun die erste „Auswertung“ der Audioaufzeichnungen der Maßnahme nach §149 d StPO betrifft, so muss hier dem Angeklagten und der Verteidigung zugestanden werden, dass es zur neuen Übersetzung Diskrepanzen gibt...

...Diese Unterschiede liegen aber in der ... Vorgangsweise bei der ersten Auswertung begründet. Bei dieser handelt es sich durchgehend um eine Zusammenfassung von Aussagen und Ereignissen, die anfänglich in einem Intervall von bis zu einer Stunde, später „nur“ mehr in einem Zeitraum von etwa 10 Minuten vorgekommen sind...

...Verwechslungen und Irrtümer in der Erstauswertung...

...Aus den oben angeführten Umständen – nämlich die, aus der zusammenfassenden Darstellung zwangsläufig resultierenden, Ungenauigkeiten – verbietet sich geradezu eine Verwertung dieser ersten Auswertung bzw. Übersetzung, und zwar in welcher Richtung auch immer.“

Gerade diese nicht detaillierte Erstübersetzung war und ist Basis und Eckpfeiler unzähliger Verfahren und Schuldsprüche im Rahmen der „Operation Spring“.

Zum Hintergrund: Ein vorerst nicht beeideter Dolmetscher der Polizei hatte die Übersetzungen und Auswertungen der Audioüberwachungsaufnahmen des Großen Lauschangriffs gemacht, auf die sich das Gericht in allen Verfahren - mit Ausnahme des letzten - gestützt hatte.

Im letzten noch offenen Verfahren, dem Verfahren gegen Emmanuel C., wurde nun erstmals ein neuer Übersetzer hinzugezogen.

Das Justizministerium machte bislang weitere Schritte davon abhängig, wie dieser letzte Prozess enden wird und welche Kritikpunkte darin auftauchen.
Die Kritikpunkte seitens des Gerichts an der Erstauswertung des Großen Lauschangriffs sind nun formuliert und offenkundig.

Die logische Schlußfolgerung ist wohl eine Neuaufnahme der gesamten Verfahren.

Fragt sich nur, wer sich getraut, die heiße Kartoffel anzugreifen  – Justizministerium, Staatsanwaltschaft, Rechtsanwaltskammer?

Das Verfahren gegen Emmanuel C. ist auf jeden Fall noch nicht abgeschlossen, da sein Anwalt Lennart Binder Berufung eingelegt hat.


All jene, die den Film OPERATION SPRING bislang noch nicht gesehen haben, können dies folgendermaßen nachholen:

24.8. - 21 Uhr - Sommerkino Tribüne Krieau, 1020 Wien
24.8. - 20:00 - Karmelitermarkt, 1020 Wien - Open Air + Eintritt frei, organisiert von Volxkino

Wenn das nicht klappt, dann hilft vielleicht eine DVD von OPERATION SPRING.
Die gibt es ab Oktober 2006 und sie ist dann über den docushop zu beziehen.

 


19.08.2006

MEDIATION - Ein Gestaltungselement der Demokratie


3. Oktober 2006, 18:00 - 21:00

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft - Lebensministerium
A-1010 Wien, Stubenring 1 - 1. Stock/ Gobelinesaal/ Saal II

Eintritt: 20 Euro (Mitglieder kostenlos)

Anmeldung bis 15. September unter: office@icbm.at

<Einladung>


08.08.2006

Aufruf für einen egalitären Frieden im Nahen Osten


<Petition>


08.08.2006

Initiative THARA Haus

Business Behaviour Seminar startet am 25.9.2006


Infotag dazu: am 18.9.2006 - Informationen: PDF Download
Jugendliche, die in der Arbeitswelt Fuß fassen wollen, werden oft mit Situationen konfrontiert, die für sie ganz neu und fremd sind. Sicherlich, in der Schule wird einem das eine oder andere beigebracht und trotzdem ergeben sich im beruflichen Umfeld Fragen und Unsicherheiten.
Das im Rahmen der Initiative THARA Haus von THARA Partnerin Online Schulungs- und Beratungsges.mbH angebotene Business Behaviour Seminar will den TeilnehmerInnen dabei helfen, sich auf diese unerwarteten Situationen vorzubreiten.
Das Seminar ist modular aufgebaut und TeilnehmerInnen können je nach Bedarf und Interesse einzelne oder alle Module besuchen.
Methodisch entspricht es auch der jugendlichen Zielgruppe: Mit Rollenspielen und szenischem Lernen wird Birgit Langeder den TeilnehmerInnen das wesentlichste, von der Bewerbungsmappe über effektive Kommunikation beim Vorstellungsgespräch bis zur erfolgreichen Präsentation der eigenen Persönlichkeit, vermitteln.

Information – Beratung - Anmeldung
Birgit Langeder
E-Mail: b.langeder@teleonline.at
Tel.: 0676 / 83 16 55 62

Muadin Memis
muadin.memis@thara.at
Tel.: 0699 / 11 98 18 66


Hauptschulabschluss Externistenlehrgang

THARA Partner polycollege Stöbergasse bietet Roma und Sinti Jugendlichen ab dem 18. September einen Externistenlehrgang für den Hauptschulabschluss. Das Besondere daran ist, dass die SchülerInnen hier im THARA Haus auch kostenlose Nachhilfe und Lernhilfe erhalten. Unter bestimmten Vorraussetzungen können TeilnehmerInnen eine kleine Beihilfe erhalten. PDF Download
Information – Beratung - Anmeldung
Muadin Memis
muadin.memis@thara.at
Tel.: 0699 / 11 98 18 66


Modellentwicklung: erstes Produkt fertiggestellt


"Leitfaden für die Jugendarbeit mit Roma und Sinti" PDF Download
Autorinnen des Leitfadens sind Barbara Liegl und Nadine Papai. Der Leitfaden basiert auf der Auswertung von Interviews mit  Roma Jugendlichen und JugendarbeiterInnen in Wien, die mit Roma und Sinti Jugendliche arbeiten bzw. selbst Roma sind.
Die interkulturelle Zusammenarbeit ist deshalb so spannend und herausfordernd, weil Menschen im Allgemeinen dazu neigen, ihre eigenen kulturellen Erfahrungen auf andere Menschen zu übertragen. Dadurch entstehen Fehlinterpretationen, Missverständnisse und Spannungen. Kulturelle Unterschiede werden dann besonders deutlich sichtbar, wenn sich die interkulturelle Zusammenarbeit schwierig gestaltet. (Ein Phänomen das z.B. auch internationale Projekte betrifft.)
Die im Laufe des Projektes nEwC_baselines gemachten Erfahrungen werden gesammelt, ausgewertet und dokumentiert. Diese werden nach Ablauf des Projekts allen PartnerInnen im In- und Ausland zur Verfügung gestellt. Sinn dieser Arbeit ist es, zukünftigen Projekten Zugriff auf diese Erfahrungen zu ermöglichen.


Herbst Vorschau: Neue Angebote


Trotz brütender Hitze und urlaubsbedingter Leere in Wien arbeiten im THARA Haus alle daran, neue Angebote für den Herbst zu entwickeln. Hier eine Vorschau:

ORF-Volksgruppenredaktion Radio Workshop
Wie bereits im Frühjahr 2006 findet im Herbst wieder ein Workshop für Radiojournalismus statt! Jugendliche Roma und Sinti, die Romanes sprechen und sich für relevante Themen interessieren, erhalten die Chance, für Radio Kaktus Berichte zu gestalten.
TeilnehmerInnen gesucht!!!  Anforderung: Romanes und Neugierde! PDF Download

Informationen und Anmeldung:
Gilda Horvath
gilda.horvath@thara.at
Tel.: 0676 / 83 402 231

_______

Infotag zu den Aktivitäten/Angeboten von Modul 3 / Berufsorientierung durch Roma Kulturarbeit für den Herbst findet am So., 10.9.06 von 17-20 Uhr im THARA Haus statt.

Information und Anmeldung:
office@romaodrom.at
Obrad Jovanovic
Tel.: 0676 / 83 402 450

Unter anderem wird angeboten:

Musikworkshop mit Harri Stojka
jeweils Mo. und Di. 17-19 Uhr , ab Di., 11.9.06

Theaterworkshop
(später unterteilt in Schauspiel, Bühnenbild, Kostüme & Requisite, Ton & Licht)
Ab 14.9.06 jeweils Do. 17-21 Uhr 

Information und Anmeldung:
office@romaodrom.at
Ulrike Friedl
Tel.: 0676 / 83 402 455

Workshop Modedesign zum Thema traditionelle Roma-Mode: Von der Recherche zur Modenschau (dazu *Tanz-Workshop.*)
Voraussichtlich ab 13.9. 06 , jeweils Mi., 17-21 Uhr

Information und Anmeldung:
office@romaodrom.at
Usnija Buligovic
Tel.: 0676 / 83 402 452

Weiters sind geplant:  Exkursionen, Vorträge und Romanes-Kurs

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Mädchengruppe Aven Cajalen 2. Runde:
ab Ende Oktober

Gruppenangebot Berufsplanung:
ab Mitte Oktober 2 x wöchentlich Do/Fr geschlossene Gruppe 6-8 TeilnehmerInnen
Den eigenen "Fahrplan" für die berufliche Zukunft erarbeiten - konkrete Schritte setzen und durchführen. 

Information und Anmeldung:
Fevzije Bahar
Tel.: 0676 / 83 402 234


08.08.2006

Population Politics and Human Rights


International Essay Competition on Population Politics, Migration and Human Rights Conference and workshop participation in Berlin February 2007 ICS Scholarship/ Grant for 2007 

New Extended Deadline:  September 24th, 2006
The Irmgard Coninx Foundation is continuing its program on human rights with an international conferences and adjunct workshops to address the social, political, theoretical, and pragmatic issues of human rights today.

The topic of the new focus is: Population Politics and Human Rights

As in the years before the “Berlin Roundtables on Transnationalism” will start its new topic with an essay/working paper competition. The 2007 conference and workshops will focus on

Population Politics and Human Rights:
Up to 45 essayists will be selected by an international jury and invited to join the international conference and workshops in Berlin from February 15th – 20th 2007.
The Irmgard Coninx Foundation will cover costs of travel to and accommodation in Berlin for invited participants.
Furthermore, for the best essay the Irmgard Coninx Foundation will award to up to three workshop participants a three months research grant in Berlin for the year 2007 at the Social Science Research Centre Berlin (WZB) and the Humboldt University. The recipient will also be invited to join the workshop in 2006. The Irmgard Coninx Foundation will provide for a monthly stipend of 1000 Euro plus accommodation.

For essay details, application procedure and additional information, please visit the website:
www.irmgard-coninx-stiftung.de
info@irmgard-coninx-stiftung.de

<nähere Informationen>


03.07.2006

A U R F U F 


R E S E A R C H E R S   W I T H O U T   B O R D E R S
Verhelfen Sie Qualifikation zum Durchbruch! 
www.researcherswithoutborders.at

Die vergessenen Forscher/innen

Als Wissenschafterin oder Wissenschafter sind Sie Teil einer globalen Scientific Community. Sie stehen in engem Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt und reisen zu internationalen Workshops und Kongressen.
Manche Ihrer Kolleg/innen reisen jedoch unter weit  prekäreren Umständen: Sie fliehen vor Krieg und vor existenzieller Not, vor politischer Verfolgung und Rassismus. Einige von ihnen befinden sich als Aylwerber/innen oder Flüchtlinge auch in Österreich. Durch das Arbeitsverbot während des Asylverfahrens liegen ihre Qualifikationen brach, ihre Arbeit, die ganz wesentlich auf kontinuierlicher Weiterbildung und dem Austausch mit ihren Fachkolleg/innen basiert, bleibt ungenutzt und verkümmert im Exil.
Neben den Belastungen durch ihr Asylverfahren  und das Flüchtlingsdasein bedeutet die oft jahrelange Unterbrechung des Zugangs zum eigenen Fachbereich und der wissenschaftlichen Community zusätzliche berufliche und soziale Isolation: Einmal vom eigenen Forschungsfeld abgeschnitten, schaffen es die wenigsten, sich wieder in ihrem Forschungsbereich zu etablieren.

Der Verein

Die Zahl der akademisch hoch qualifizierten Asylwerber/innen und Flüchtlinge in Österreich liegt im Dunkeln. Sie wird seitens der Behörden nicht erhoben. Ihre vergessene Anwesenheit bildet die Kehrseite der Diskussionen und Maßnahmen – Stichwort "Green Card" – die den Zuzug von Schlüsselkräften für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich regeln sollen. Deshalb wurde im Zuge eines Projektes der Ausstellung „die wahr/falsch inc.“ der Verein "Reseachers without Borders" gegründet: Er soll hoch qualifizierte Asylwerber/innen und Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt und die Scientific Community unterstützen.

Werden auch Sie aktiv: Helfen Sie Qualifikationen zum Durchbruch

Was können Sie tun? Setzen Sie aktiv ein Zeichen und unterzeichnen Sie den Aufruf von "Researchers without Borders" unter www.researcherswithoutborders.at. Als Spenden werbende Organisation ist der Verein, um unabhängig arbeiten zu können, aber zusätzlich auch auf die finanzielle Unterstützung der Scientific Community angewiesen: Wir ersuchen Sie deshalb, Ihrer Solidarität auch mit Ihrer Spende oder durch Ihre Mitgliedschaft Ausdruck zu verleihen.

Alle Informationen dazu finden Sie ebenfalls unter www.researcherswithoutborders.at.

Werden auch Sie Forscher/in ohne Grenzen und verhelfen Sie Qualifikationen zum Durchbruch!
 PS: Wenn Sie unsere Initiative in gemütlichem Rahmen näher kennen lernen wollen, würden wir uns freuen, Sie beim Gründungsfest am kommenden Samstag, 1.6., ab 18.00 am Karlsplatz vor der Karlskirche (bei Schlechtwetter in der Künstlerhauspassage am Karlsplatz) begrüßen zu dürfen – für musikalische Unterhaltung und Catering ist gesorgt.

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Researchers without Borders
Helfen Sie Qualifikationen zum Durchbruch.

c/o Science Communications
Kirchberggasse 7/2
1070 Wien
T: 01-585 60 69 – F 01-585 60 69-12
office@researcherswithoutborders.at


03.07.2006

OPEN AIR FILMRETROSPEKTIVE

"Frauen im KZ"
23. - 26.08.06, 20:00
vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen


"im_fokus"
29.08 - 01.09.06, 20:00
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

<Programm>


25.06.2006

CLIO


VORTRAG
im Stadtsalon (Stadtmuseum Graz)

„Die Islamisierung der Protokolle der Weisen von Zion“
Antisemitismus und Islam

Thomas Schmidinger (Politikwissenschafter, Wien und Mitarbeiter der im Irak tätigen Hilfsorganisation Wadi)

Do, 29. Juni 2006, 19.00 Uhr 
Ort: Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


25.06.2006

Wie viel Politik verträgt der ORF?


Diskussion
Donnerstag, 29. Juni 2006, 19 Uhr
in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

TeilnehmerInnen:
Barbara Coudenhove-Kalergi (Freie Journalistin)
RA Univ.-Doz. Dr. Alfred J. Noll (Rechtsanwalt)
Prof. Alfred Payrleitner (Publizist, ehem. Hauptabteilungsleiter des ORF)

Moderation:
Max Koch (Liga für Menschenrechte)

ZUK - Buchtipp
Medien. Macht. Meinung. Journalist Lectures (7-10)
Hg.: Zukunfts- und Kulturwerkstätte / Friedrich Austerlitz-Institut für JournalistInnenausbildung, Wien 2006, 79 Seiten, ISBN 3-901485-25-2, Euro 5.-

Nähere Infos unter:
Zukunfts- und Kulturwerkstätte
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Tel.: 01/513 86 82
www.diezuk.at
zuk@spoe.at


15.06.2006

Donnerstagsvortrag der INTERAKTIONEN


"Unter den Brettern hellgrünes Gras ..."

Eine Diskussion mit der Politikwissenschafterin und Filmemacherin Karin Berger zu ihrem Film über die Erinnerungen der Romní Ceija Stojka an ihre Zeit als elfjähriges Mädchen im KZ Bergen-Belsen

Do 22. Juni 2006, 12:00 s.t.
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte

In dem Film "Unter den Brettern hellgrünes Gras" erinnert sich die österreichische Romní Ceija Stojka an ihre Zeit im KZ Bergen- Belsen. Als 11-jähriges Mädchen war sie darin von Jänner bis April 1945 gefangen. Große Teile des Lagers wurden in diesem Zeitraum von der SS nicht mehr versorgt. Die Häftlinge konnten nur überleben, indem sie Gras und Blätter aßen, Feuchtigkeit holten sie von den Tautropfen des Stacheldrahts. Ceijas Stojkas Erzählen in diesem Film ist authentisch und gegenwärtig, ohne Ressentiments und Selbstmitleid. Oft steht es in Gegensatz zu der irreal erscheinenden Szenerie, die sie in Bergen-Belsen umgibt.

Karin Berger diskutiert auf der Basis der gemeinsamen Rezeption von Ausschnitten des Filmes Fragen der Oral-History und ihrer Möglichkeit für die publizistische Gestaltung. Authentizität subjektiven Erinnerns und deren Relevanz für kreative und inhaltliche Entscheidungen im Entstehungsprozess eines Filmes sowie der mögliche Stellenwert der Einbeziehung von Archivmaterial sind dabei zentrale Diskussionspunkte.

Karin Berger ist freiberufliche Univ. Lektorin, Politikwissenschafterin und Regisseurin. Herausgeberin verschiedener Buchpublikationen auf der Basis biografischer Interviews. Seit den frühen 1980er Jahren beschäftigt sie sich mit der Verbindung von Oral History mit Literatur bzw. Film. Die ersten auf Basis von Oral History - gemeinsam mit einer Projektgruppe - herausgegebenen Werke sind "Der Himmel ist blau. Kann sein." (Promedia 1985) bzw. der Film "Küchengespräche mit Rebellinnen" über den Widerstand österreichischer Frauen gegen den Nationalsozialismus.

Der jüngste Film "Unter den Brettern hellgrünes Gras" entstand ebenfalls in Verbindung mit der Buchpublikation "Träume ich, dass ich lebe?" (Picus 2006)

"Unter den Brettern hellgrünes Gras verzichtet souverän auf die gängigen 'Bilder des Grauens' und konfrontiert sein Publikum mit der Bildermächtigkeit der Sprache und der Komplexität gelebter Erinnerung. Ein Geschichtsdokument, ein Gesellschaftsporträt." (Constantin Wulff)


<Information>


12.06.2006

VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG IG Kultur Österreich

Europa: Mit Theater aus der Krise?

Einladung zur Matinee anlässlich des Endes der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft.

Lesung & Diskussion mit:
Michael Köhlmeier
Robert Menasse
Doron Rabinovici
Marlene Streeruwitz
Daniela Strigl
Maria Bill liest Gedichte von Gerhard Ruiss
Einleitung: Christian Felber, Attac, Mitherausgeber „Das kritische EU-Buch“


Moderation: Corinna Milborn, Autorin „Gestürmte Festung Europa“

15. Juni 2006, 11h
Volkstheater – Großes Haus
Neustiftgasse 1
1070 Wien
Tickets: 01/52 111


Neoliberale Politik hat das „Friedens- und Wohlstandsprojekt“ EU in die Krise geführt. Die einseitig wirtschaftliche Integration zerstört den sozialen und ökologischen Frieden. Immer mehr Menschen verlieren ihre sozialen Absicherungen, ihre Arbeitsplätze in der globalen Standortkonkurrenz. Die Europäischen Werte – Freiheit, Demokratie, Menschenrechte – verkommen zur Staffage. Der wahre europäische Leitwert ist der Wettbewerb.
Entsprechend ist die Reaktion der Bevölkerung. Nur noch 49% der Menschen halten die EU für eine „gute Sache“. Die Referenden in Frankreich und den Niederlanden sind gescheitert. Jetzt versucht die offizielle Politik mit fragwürdigen Inszenierungen wie „Sound of Europe“ oder „Café d´Europe“ die Krise zu kaschieren. Sie bedient sich der Kultur als Identität stiftendes Vehikel. Mit solchen Inszenierungen und dem „Plan D“ (Demokratie, Diskussion, Dialog) soll die Zustimmung zum neoliberalen Projekt hergestellt und der „Mehrwert für die Bürger“ kommuniziert werden. Theater statt Demokratie.

Prominente AutorInnen üben literarisch und diskursiv Kritik am gegenwärtigen Konstrukt Europa. Das Publikum ist zur Diskussion eingeladen, um gemeinsam den (Theater-) Raum für politische Alternativen zu öffnen und ein Stück „europäische Öffentlichkeit“ zu schaffen.

Eintritt: 7 Euro
StudentInnen, SeniorInnen, Arbeitslose: 5 Euro
Solidaritätspreis: 10 Euro

Eine Veranstaltung von Attac Österreich, IG Kultur Österreich, IG AutorInnen, Deuticke und Volkstheater


12.06.2006

Gedenkveranstaltung


In memoriam Moritz Schlick (1882–1936)

22. Juni 2006

<Einladung>


12.06.2006

CLIO

CLIO - Veranstaltungsreihe im Büro der Erinnerungen (Landesmuseum Joanneum)

Wie Geschichte gemacht wird
Geschichte, wie wir sie kennen, ist nichts Objektives und Unveränderliches. Sie wird immer aus der Gegenwart mit dem Blick in die Vergangenheit geschaffen. WissenschafterInnen, PolitikerInnen und Medien arbeiten auf ihre Weise an der Interpretation und Umdeutung von Vergangenheit mit. Dabei entstehen natürlich unterschiedliche Geschichten, die zueinander in Konkurrenz stehen oder sich wechselseitig ergänzen. Um „gültige“ Geschichtsbilder innerhalb einer Gesellschaft entstehen Auseinandersetzungen und werden diese mit verschiedensten Mitteln geführt. Sichtbar und virulent wurde dies in den letzten Jahren sowohl bei den Debatten rund um die Rolle der Soldaten der Deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges wie auch anlässlich der Feierlichkeiten zum Staatsvertragsjubiläums 1955-2005. Verschiedene gesellschaftliche und politischen Gruppen traten dabei in die Auseinadersetzung um die Deutung von Geschichte ein und bedienten sich unterschiedlicher Medien: Bücher, Ausstellungen, Fernsehdokumentationen, Zeitungsartikel, Vorträge, Podiumsdiskussionen und „Events“ waren dabei nur einige der Werkzeuge.
Die Veranstaltungsreihe „Wie Geschichte gemacht wird“ widmet sich eben diesen Fragen der Konstruktion und gesellschaftspolitischen Bedeutung von Geschichte, um letztlich selbst der prinzipiellen Frage nach deren Nutzen nachzugehen.

Das Staatsvertragsjubiläum 2005 im Rückblick
Eine Diskussion mit: Katharina Wegan (Historikerin, Wien), Martin Wassermaier (Historiker, Wien), Peter Fritz (Historiker, LBI für Kriegsfolgenforschung Graz), Ernst Sittinger (Journalist, Kleine Zeitung, Graz)
Moderation: Gerald Lamprecht (Historiker, Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz)

Di. 13. Juni 2006, 19.00 Uhr im Büro der Erinnerungen (Neutorgasse 45/Ecksaal)


Konstruktionen von Erinnerungen an die Wehrmacht in der Zweiten Republik
Walter Manoschek (Politologe, Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien)

Di. 20. Juni 2006, 19.00 Uhr im Büro der Erinnerungen (Neutorgasse 45/Ecksaal)


„Grüß Gott und Heil Hitler“ – Katholische Kirche und Nationalsozialismus in Österreich

Stefan Moritz (Theologe, Wien)
Do, 22. Juni 2006, 19.00 Uhr im Stadtmuseum Graz (Sackstraße 18 / 8010 Graz)


31.05.2006

BUCHVORSTELLUNG


EINLADUNG


Salzburg, 14. Juni 2006, 20:00
Wien, 22. Juni 2006, 20:00

Vorgestellt wird das von Veronika Weis geschriebene und im Peter Lang Verlag erschienene Buch
SEXUALITÄT UND KONTROLLE - Verfolgung und Diskriminierung Homosexueller in Österreich im Dritten Reich und heute
Kann durch die Sexualität Macht auf den Menschen ausgeübt werden?
Welche sexuelle Orientierung wird sanktioniert - welche steht im Interesse der Machterhaltung?
Welche Rolle spielt dabei die Reproduktion?


Anhand des Beispiels "Homosexualität im 3. Reich" kann diesen Fragen konkret nachgegangen werden.

SALZBURG:

Mittwoch 14. Juni 2006, 20:00
Universität Salzburg, Hörsaal 388
Rudolfskai 42

mit Buchverkauf und einem Büchertisch des Infoladen Salzburg
veranstaltet vom Fachbereich Politikwissenschaft

WIEN:
Donnerstag, 22. Juni 2006, 20:00
Rosa Lila Villa
Linke Wienzeile 102
1060 Wien

mit Buchverkauf


31.05.2006

CLIO


CLIO - Veranstaltungsreihe im Stadtsalon (Stadtmuseum Graz)

Antisemitismus, Antizionismus, Israelfeindschaft

Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes ist der Antisemitismus im Bewusstsein der Menschen keineswegs überwunden. Jährliche Umfragen zeigen, dass nach wie vor eine beträchtliche Anzahl von ÖsterreicherInnen ein „schwieriges“ Verhältnis zu Juden hat. Die dabei artikulierten stereotypen „Judenbilder“ basieren zumeist nicht auf realen Erfahrungen, sondern gehen auf Jahrhunderte lang tradierte Fremd- und Feindbilder zurück.

In den letzten Jahren kam zu den traditionellen antisemitischen Stereotypen eine häufig diffuse und antisemitisch konnotierte Israelkritik hinzu, die eine explosive Mischung ergibt. Wie an antisemitischen Übergriffen in Frankreich und auch im Zusammenhang mit dem Karikaturen-Streit im Frühjahr 2006 sichtbar wurde, stellt diese Form des „Neuen Antisemitismus“ auch in Europa eine Bedrohung dar.


„Der unverschämte verschämte Antisemitismus“ – Antisemitismus, Antizionismus und die Linke

Karl Pfeifer (Publizist, Wien)
Do, 8. Juni 2006, 19.00 Uhr im Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


„Grüß Gott und Heil Hitler“ – Katholische Kirche und Nationalsozialismus in Österreich

Stefan Moritz (Theologe, Wien)
Do, 22. Juni 2006, 19.00 Uhr im Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


„Die Islamisierung der Protokolle der Weisen von Zion“ Antisemitismus und Islam

Thomas Schmidinger (Politikwissenschafter, Wien und Mitarbeiter der im Irak tätigen Hilfsorganisation Wadi)
Do, 29. Juni 2006, 19.00 Uhr im Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


Antisemitismus als kultureller Code – Antisemitismus im medialen Diskurs

Gerald Lamprecht (Historiker, Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz)
Do, 12. Oktober 2006, 19.00 Uhr im Stadtmuseum Graz / Sackstraße 18 / 8010 Graz


23.05.2006

Demokratisierung und Entdemokratisierung in Europa?


AGORA, die Sektion Demokratieforschung der ÖGPW und das Renner-Institut laden sehr herzlich zur Tagung "Demokratisierung und Entdemokratisierung in
Europa?"
am Donnerstag, den 8. Juni und Freitag, den 9. Juni 2006 in Wien ein.

Die Tagung findet am Donnerstag, den 8. 6. ab 18h im Saal der Österreichischen Kontrollbank, Strauchgasse 3, 1010 Wien und am Freitag, den 9. 6. 9h30 bis 20h am Renner-Institut, Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingergasse 26-28, 1120 Wien statt.

Ziele und inhaltlicher Überblick:
In den letzten beiden Jahrzehnten hat die Aufkündigung des Gesllschaftsvertrags der Nachkriegszeit mit seinen ökonomischen und sozialen Merkmalen (Vollsbeschäftigung, wohlfahrtsstaatliche Sicherung etc.) durch eine neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zu politischen Veränderungen in Europa geführt. Davon sind nicht nur bestimmte Politikbereiche, sondern auch die politischen Systeme und die Beschaffenheit von Demokratie - im Sinn von Demokratiequalität - betroffen. Die Tagung soll untersuchen, ob und inwiefern sich in ausgewählten europäischen Ländern (Österreich, Großbritannien, Italien, Tschechische Republik) und auch in der Europäischen Union die Dezmokratiequalität im Zeitraum von etwa 1990 bis 2006 verändert hat - welche Phänomene bzw. Tendenzen von Demokratisierung und Entdemokratisierung festzustellen sind und wie ein Mehr an Demokratie gefördert werden kann.

Um verbindliche Anmeldung per E-Mail an folgende Adresse bis 2. Juni wird gebeten:
Renner-Institut
Erich Fröschl
Tel.: 01 804 65 01
froeschl@renner-institut.at


<Einladung>


11.05.2006

A Letter to the Stars – Eine Kritik der Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen


Das Schulprojekt “A Letter to the Stars” ging heuer mit “Blumen der Erinnerung” in die vierte Runde. Der Homepage entnehmen wir, dass am 5. Mai 2006 80.000 weiße Rosen auf dem Wiener Stephansplatz zu einem „beeindruckenden Mahnmal“ geformt und „Tausende“ Kerzen angezündet wurden. Anschließend sollten die Rosen mit Namen und Adressen von Opfern des Nationalsozialismus versehen und von Jugendlichen an jene Orte gebracht werden, an denen die Opfer vor ihrer Deportation gewohnt haben. Auf der Homepage von “A Letter to the Stars” heißt es dazu: „Am 5. Mai 2006 tragen wir 80.000 weiße Rosen mit den Namen der Opfer zu allen Adressen in Österreich, an denen die Opfer vor ihrer Vertreibung – als unsere Nachbarn – gelebt haben.“

<Informationen>


10.05.2006 Ausstellung über KZ Mauthausen "das sichtbare unfassbare"

Ausstellung im Palais Epstein über Fotografien aus dem KZ Mauthausen
bis 19. Mai (Mo-Fr 10-17, Sa 10-13, Eintritt frei)
Info: www.mauthausen-memorial.at

Parallel dazu gibt es im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Vorträge:

10. Mai 2006: Frank Stern "Bildergrenzen: Konzentrationslager im Spielfilm"
11. Mai 2006: Florian Freund "Mauthausen: Zur Struktur des Hauptlagers und der Aussenlager"
12. Mai 2006: Ute Wrocklage "Das fotografierte KZ Mauthausen und andere Lager in der SS-Bildproduktion"


Beginn 19 Uhr

07.05.2006 HINTERGEDANKEN ZUM GEDANKENJAHR 2005


Einladung zur Projektpräsentation

Dienstag, 9. Mai, 19.00 
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien   
Im Rahmen einer Ringvorlesung des Instituts für Politikwissenschaft wurden Studierende gebeten, sich "Hintergedanken" zum Gedankenjahr 2005 zu machen. Die dabei entstandenen Projekte setzen sich mit der spektakulären Inszenierung von Erinnerung auseinander, etwa in Form eines Doku-Fakes, der Installation 25 missing peaces oder einer Sendung auf Radio Orange.Bei der Veranstaltung werden ausgewählte Arbeiten der Studierenden vorgestellt und kommentiert.

Auf Dein/Ihr Kommen freuen sich 
Petra Bernhardt, Organisatorin der Ringvorlesung
Sarah Galehr, Organisatorin der Ringvorlesung 
Karin Liebhart, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
Birgit Sauer, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien



07.05.2006 planet -Diskurs zum Thema „EUROVISIONEN“


planet - zeitung der grünen bildungswerkstatt freut sich, zu folgender Veranstaltung einladen zu können:


Montag, 8. Mai 2006

19:00 Uhr
im Architekturzentrum, Museumsquartier
(freier Eintritt)

es diskutieren:
Karin LIEBHART (Politikwissenschafterin)
Anneliese ROHRER (Journalistin)
Alexander VAN DER BELLEN (Bundessprecher der Grünen)

Moderation: Daniel Hausknost (planet - Zeitung der Grünen Bildungswerkstatt)

folgende Fragen sollen u.a. aufgeworfen werden:
* Was macht heute Europa aus?
* Wie können wir mit der aktuellen Skepsis und Verunsicherung der EuropäerInnen umgehen?
* Welche Phantasien und Visionen rund um Europa gibt es derzeit? Und ganz provokant formuliert: Sollte man nicht einige davon beiseite schieben, um wieder genauer zu sehen und zu hören, was die EuropäerInnen wollen und brauchen?


07.05.2006 Vortrag: Dorit B. Whiteman: Historical Trauma – Human Consequences

Bedeutet materielle „Wiedergutmachung“ mehr als die symbolische Anerkennung erfahrenen Unrechts? Welchen Herausforderungen hatten sich jüdische EmigrantInnen in den USA zu stellen? Wie gingen diese ImmigratInnen mit erlittenen Traumata von Verlust, Vertreibung und Enculturation um? Die Psychologin, Psychotherapeutin und Buchautorin Dorit B.Whiteman, bekannt nicht zuletzt als Namensführerin einer Sammelklage gegen die Republik Österreich, wird über ihre Studien und Erfahrungen berichten.

17. Mai 2006
18.00 Uhr
Uni-Campus Altes AKH, Alte Aula
Spitalgasse 2-4, Hof 1
1090 Wien

Ludwig Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft
Literaturhaus Wien
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

<Einladung>


07.05.2006 Praktikumsstelle für Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas


Aufgabengebiet: In Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags, auch das Gedenken an andere Opfergruppen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sicher zu stellen, entwickelt die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas derzeit eine Wanderausstellung zum Thema »Opfer der NS-Militärjustiz«. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt Praktikanten zur Unterstützung der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Stiftung bei der Umsetzung dieses Projekts. Das Aufgabenfeld der Praktikanten umfasst folgende Tätigkeiten:
* wissenschaftliche Recherchen zur Topographie der NS-Militärjustiz: ehemalige Wehrmachtsgefängnisse, Lager und Haftstätten sowie Gedenkstätten und Denkmale nach 1945 (BRD/DDR)
* Suche nach historischem und aktuellem Bildmaterial Verwaltung ausstellungsrelevanter Materialien in Datenbanken Korrespondenz mit Archiven und Gedenkstätten

Anforderungsprofil:
* Abgeschlossenes Grundstudium
* Studienschwerpunkt Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
* Erfahrung in der Arbeit mit Archivalien und Primärquellen
* IT-Kenntnisse, Erfahrung im datenbankgestützten Dokumentationswesen
* Kreatives Denken, organisatorisches Talent und Teamfähigkeit

* besonderes Interesse an der Konzeption und Realisierung von historischen Ausstellungen

Dauer: Mind. 3 Monate Vollzeit- oder Teilzeitpraktikum, auch semesterbegleitend

Bezahlung: Leider nicht möglich

Ort des Praktikums ist die Geschäftsstelle der Stiftung Denkmal.

Aussagekräftige Bewerbungen richten Sie bitte per E-Mail an den Projektleiter Herrn Dr. Ulrich Baumann: ulrich.baumann@stiftung-denkmal.de

 


09.04.2006 Im Schatten des Dritten Reiches: Verfolgung und Vernichtung im Ustscha-Kroatien 1941-1945


Datum:
Dienstag, 2.5.2006
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Kleiner Festsaal der Hauptuni, Universität Wien


Vortrag und Diskussion mit Zeev Milo (Tel Aviv)

Moderation: Prof. Walter Manoschek

(anschließend Buffet
)

Veranstalter:
Instituts für Politikwissenschaft
Institut für Staatswissenschaft
Instituts für Zeitgeschichte
ÖH-Bundesvertretung
ÖH-Uni Wien
Studienvertretung Politikwissenschaft

<info>


30.03.2006 RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN


Donnerstag, 30. März 2006
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien

Deutschzwang in der Schule
Seit kurzem gilt in einer Berliner und einer Linzer Schule ganz offiziell: SchülerInnen haben sich in der Pause nur noch auf Deutsch zu unterhalten.
Vielsprachigkeit wird als Hindernis auf dem Weg zur "Integration" gesehen.
Aber macht es tatsächlich Sinn, dass Kinder an der Schule nur Deutsch sprechen? Oder kann verpflichtendes Deutsch sogar kontraproduktiv sein? Und was sind die tatsächlichen Herausforderungen, mit denen Schulen mit hohem Anteil an Kindern, die nicht Deutsch als Erstsprache haben, konfrontiert werden? "Radio Stimme" versucht das Thema von akademischer und praktischer Seite zu beleuchten.
Dazu begrüßen wir im Studio: den Sprachwissenschaftler Rudolf de Cillia, die Schülerin Dilan Sengül, die Lehrerin Margot Lunzer sowie die Schuldirektorin Margaret Witek (alle vom Gymnasium Karajangasse im 20. Wiener Bezirk).

Weitere Sendungsthemen:
Zwei neu erschienene Bücher aus dem Braumüller Verlag werden vorgestellt:
"Defizitäre Demokratie" und "Populisten an der Macht"


Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck) Do, 6. April, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten) Do, 6. April, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 8. April, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 16. April, 11.00 Uhr

-> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv.
Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar:
http://www.initiative.minderheiten.at/Radio

-> Sendung über's Internet hören.
Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören.
Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u
FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u
Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php
HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php

online: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at


30.03.2006 GEDENKVERANSTALTUNG


GEDENKVERANSTALTUNG anlässlich des 61. Jahrestags des SS-Massakers an 61 Menschen in Hadersdorf am Kamp
Enthüllung eines provisorischen Denkmals

7. April 2006, 16.30 Uhr
Hauptplatz, Hadersdorf am Kamp

Wir wollen die Erinnerung an die 61 ermordeten Antifaschisten aufrechterhalten und gemeinsam mit der Bevölkerung von Hadersdorf und allen anderen Interessierten einen Gedenktag begehen. Diese Veranstaltung und die Enthüllung eines provisorischen Denkmals sollen auch ein neuerlicher Anstoß für die Errichtung einer Gedenkstätte in Hadersdorf am Kamp sein. Die Verantwortlichen der Gemeinde haben sich, nach fast einem Jahr Verhandlungen, entschlossen, selbst das kleinste Zeichen der Erinnerung - eine Tafel im Inneren des Ortsfriedhofes - nicht zu realisieren.

Diese Veranstaltung wird vom Kremser Zeithistoriker Dr. Robert Streibel und dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes unterstützt.

Verein "Gedenkstätte Hadersdorf am Kamp"
eMail: info@gedenkstaette-hadersdorf.at
Web: http://www.gedenkstaette-hadersdorf.at


28.03.2006


6 Interviews mit den WiderstandskaempferInnen Ana Zablatnik & Lonki Schellander, Hans Landauer, Irma Schwager, Johnny Moser, Fritz Propst und Irma Trksak des Projekts "Nach der Freiheit..." sind in voller Laenge online nachzulesen - auf der Plattform Oesterreich-2005 Website:
http://oesterreich-2005.at/projekte/1143303416/

Nach der Freiheit ...

In Interviews mit AktivistInnen des antifaschistischen Widerstands werden Fragen der Herrschaft und des Aufbegehrens thematisiert und in Beziehung gesetzt zum Alltag in einem gegenwärtig alternativlos erscheinenden gesellschaftlichen System. Was sagen uns die Erfahrungen der WiderstandskämpferInnen über die Entwicklung widerständiger Subjektivitäten im Neoliberalismus?

Interviews:

Sprache und Freiheit (Apollonia Schellander und Ana Zablatnik)

Apollonia Schellander und Ana Zablatnik waren noch sehr jung, als 1942 auch aus der Gemeinde Ludmannsdorf/Bilcovs slowenische Familien
deportiert wurden. Ab 1943 bildete sich auch in der Umgebung von Ludmannsdorf die Widerstandsbewegung der slowenischen Befreiungsfront, der sich unter anderen die beiden anschlossen. Es folgen Auszüge eines Gesprächs vom 18. August 2005 mit Lonki Schellander und Ana Zablatnik in Ludmannsdorf.

Wissen über den Widerstand... (Fritz Probst)

Fritz Propst wurde in der Zeit des Austrofaschismus mehrere Male inhaftiert, bis er 1939 über Prag nach England emigrierte, wo er die Organisation "Young Austria" mitgründete. Er ist einer von rund 3.000 Österreichern, die in der britischen Armee für die Befreiung Österreichs kämpften. 1945 kehrte er nach jahrelangem Exil nach Wien zurück. Das Interview entstand am 11. August 2005 im großen Festsaal des Amtshauses in Hietzing.

Geduld ist eine revolutionäre Eigenschaft (Irma Schwager)

Irma Schwager schloss sich im Lager Gurs der Kommunistischen Partei und schließlich der französischen Résistance an. Sie stammt aus einer
jüdischen Familie und war 18 Jahre alt, als 1938 deutsche Truppen in Wien einmarschierten. Nach der Befreiung war sie vor allem in der Frauen- und Friedensbewegung aktiv, engagierte sich als langjährige Vorsitzende des Bundes Demokratischer Frauen. Folgendes Interview
entstand am 28. September 2005 im KPÖ Sitzungssaal in der Drechsergasse.

Demokratie verteidigen ... (Hans Landauer)

Als 16-Jähriger ging Hans Landauer nach Spanien um als Freiwilliger für die Republik zu kämpfen. Er gehört zu den 384 österreichischen
Spanienkämpfern, die im KZ Dachau inhaftiert waren. Nach seiner Befreiung wurde er Kriminalpolizist. Folgendes Interview mit Hans
Landauer entstand am 7. September 2005 im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes.

"Kezeket fel!" Hände heben! (Johnny Moser)

Johnny Moser sollte mit dem letzten Transport nach Auschwitz deportiert werden. Durch einen glücklichen Zufall lernte er aber den schwedischen Gesandten Raoul Wallenberg kennen und unterstützte ihn bei der Rettung tausender ungarischer Juden und Jüdinnen. Es folgen
Auszüge eines Interviews, das am 5. September 2005 im Dokumenationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) geführt wurde.

Ob sich heute jemand vorstellen kann, was Freiheit bedeutet? (Irma Trksak)

Irma Trksak war aktiv im Widerstand der tschechoslowakischen Minderheit. Wegen mehreren Brandlegungsversuchen wurde Irma 1941 von
der Gestapo verhaftet. Ende September 1942 wurde sie in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, nördlich von Berlin gebracht. In einem der so genannten Todesmärsche gelang Irma Trksak die Flucht. Folgendes Interview entstand am 4. Oktober 2005 im österreichischen
KZ-Verband im Lassallehof in Wien.


24.03.2006 Initiative "Haus der Geschichte"


Initiative in Sachen "Haus der Geschichte"
siehe Schreiben an Bundeskanzler Schüssel vom 23.3.2006 und die Presseaussendung vom 22.3.2006

Es wäre schön, wenn Sie durch Ihre namentliche Unterstützung Ihre Solidarität zum Ausdruck bringen könnten. Wir würden in diesem Falle die Liste der UnterzeichnerInnen im Anhang an das Schreiben in unserer Homepage placieren und ggf. der Presse zukommen lassen.

Mit Dank und freundlichen Grüßen,
Friedrich Stadler
(Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien)


20.03.2006 INTER KULTUR PREIS 2006


Der INTER KULTUR PREIS 2006 wird von der Gesellschaft für Kulturpolitik OÖ, der SPÖ OÖ und der Volkshilfe Flüchtlingsbetreuung OÖ in Kooperation mit der
Stadt Steyr und der Stadt Welsfür das kulturelle, soziale und wissenschaftliche Engagement aus- und inländischer Menschen verliehen.

Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen, die in Betrieben, an Schulen, Hochschulen oder Universitäten, in Weiterbildungseinrichtungen, Gemeinden, ihrer Wohnumgebung oder an Orten des Zusammenlebens ein "interkulturelles" Projekt im Laufe des Jahres 2005 oder 2006 realisiert haben bzw. realisieren werden und ihren Arbeits- bzw. Lebensmittelpunkt in Österreich haben.

Zum INTER KULTUR PREIS 2006 können Projekte, Arbeiten und Konzeptionen aus den Bereichen: Medien, Zivilgesellschaftlichen Engagement, Wissenschaft, Kunst/Kultur... eingereicht werden.

Die Gesamtdotierung beträgt € 9.000,-

Einreichfrist: 26. Mai 2006 (Poststempel)

Juryvorsitz: Dr. Franz Vranitzky, Bundeskanzler a. D.

Information / Ausschreibungsunterlagen: www.gfk-ooe.at/ikp06


20.03.2006 Eine Fotoausstellung von Felicitas Kruse


Einladung zur Ausstellungseröffnung
am Samstag, 1. April 2006, 15.00 Uhr

Nix für Ungut
Admont 1938-1945. Lebensspuren heute Portraits. Erinnerungen. Plätze.

Eine Fotoausstellung von Felicitas Kruse
Ausstellungsdauer: 2. 4.-20.5.2006
Ort: Museum für Gegenwartskunst, 2. Stock, 
Stift Admont, 8911 Admont 1, www.stiftadmont.at 

Begrüßung: Michael Braunsteiner
Eröffnung: Abt Bruno Hubl
Zur Ausstellung: Barbara Eisner-Braunsteiner

www.felicitas-kruse.at / fk@felicitas-kruse.at

<info>


20.03.2006 Overlapping Histories – Conflicting Memories.


The Holocaust and the Cultures of Remembrance in Eastern and Central Europe
International Conference organised by the Austrian Delegation of the Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research (ITF) in cooperation with the Austrian Academy of Sciences, Commission for Culture Studies and History of Theatre

Vienna, 24 – 25 April 2006
Austrian Academy of Sciences
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
A - 1010 Wien

<info>


20.03.2006 Stammtisch Politik 


4.April um 19 Uhr, im Café Wunderer

Peter Lachnit (ORF) über Europa und die Türkei
Autoritärer Laizismus versus demokratischer Islamismus - Türkische Widersprüche.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan lässt seine Töchter im Ausland studieren, denn in der Türkei dürfen sie auf den Unis kein Kopftuch tragen. Derselbe Erdogan hat in seiner kurzen bisherigen Regierungszeit mehr an demokratischen Reformen durchgesetzt als die westlich orientierten Kemalisten zuvor. Kopftuchtragende Frauen drängen in die EU, der (westlich orientierte) Generalstabschef der Armee warnt hingegen, dass Europa dem Land fremde Werte aufzwingen würde: Minderheitenrechte für Kurden nämlich. Wie passt das alles zusammen?
Moderation Mag.a Elisabeth Morawek. (Kostenlos!) 


09.03.2006 STUDIENFAHRT ZUR GEDENKSTÄTTE AUSCHWITZ-BIRKENAU


Die Studienfahrt eröffnet die Möglichkeit einer intensiven Beschäftigung mit einem der einschneidendsten Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Auschwitz als Synonym der NS-Verbrechen und die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart.
Gerade angesichts europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen Minderheiten ist der Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten.
Das Angebot, an dieser Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich bewusst an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.


Zeitplan:
8. April: (ca. 14-18 Uhr): Vorbereitungsseminar in der Evangelischen Akademie Wien - ZeitzeugInnen, Filme, Gespräche
9. April: Vorbereitungsseminar im Kath.Bildungshaus Großrußbach - Vorträge, Filme
10. April: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz
11. April: Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz; Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau
12. April: Besuch des Archivs der Gedenkstätte, der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen
13. April: Stadtbesichtigung Krakau/ Besuch des jüdischen Viertels
14. April (Karfreitag): Rückfahrt nach Wien (Ankunft ca. 16 Uhr)

Im Preis von € 440,- sind Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten enthalten.

Veranstalterinnen:
Gesellschaft für politische Aufklärung und Evangelische Akademie Wien

Organisatorische Leitung:
Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung), Waltraud Riegler (Evang. Akademie Wien)

Informationen und Anmeldung:
Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, A-1090 Wien, Universitätsstraße 7/2, Email: karin.liebhart@univie.ac.at, Tel.: 01/4277-47739
Waltraud Riegler, c/o Evangelische Akademie Wien, A-1180 Wien, Blumengasse 4/10, E-mail: w.riegler@evang.at oder akademie@evang.at, T: *43/1/4080695-0, F: *43/1/4080695-33

<anmeldeformular>
<kurzinfo>


09.03.2006 GESPRÄCHE IN ESRA


DORON und SCHOSCHANA RABINOVICI mit PETER HUEMER

Zeit: Mittwoch, 22.März 2006, 19:30 Uhr
Ort: ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5 (U1 Nestroyplatz)
Eintritt frei

Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 214 90 14 oder info@esra.at
Bitte haben Sie Verständnis für unsere Sicherheitsmaßnahmen und bringen Sie einen Lichtbildausweis mit.

Schoschana Rabinovici wurde 1932 als Susanne Lucienne Weksler in Paris geboren. 1937 kehrten ihre Eltern mit ihr nach Wilna zurück, das ab 1939 unter russischer und ab 1941 unter deutscher Besatzung stand. Gemeinsam mit ihrer Mutter überlebte sie Ghetto und Vernichtung.Im Juli 1945, nach der Befreiung, blieben sie zunächst in Polen. Von der Familie waren nur ein Onkel, ihre Mutter und Susie übriggeblieben. 1950 wanderte sie nach Israel aus, heiratete David Rabinovici und brachte zwei Söhne zur Welt. 1964 zog Schoschana Rabinovici nach Wien.
Werk: Dank meiner Mutter. Fischer 1997. 1999 erhielt sie dafür den Mildred L. Batchelder Award.

Doron Rabinovici wurde 1961 in Tel-Aviv geboren, lebt seit 1964 in Wien, ist verheiratet und Vater einer Tochter.Er promovierte im Jahre 2000 in Geschichte. Er ist Schriftsteller, Historiker und Essayist. Ausgezeichnet wurde er unter anderem 2000 mit dem Preis der Stadt Wien für Publizistik sowie 2002 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg und dem Jean-Améry-Preis.
Werke: Papirnik. stories, Ffm. 1994; Suche nach M. Roman in zwölf Episoden, Ffm. 1997. Instanzen der Ohnmacht. Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat, Ffm. 2000; Credo und Credit. Einmischungen, Ffm. 2001; Ohnehin. Roman, Ffm. 2004.

ESRA. 1020 Wien, Tempelgasse 5. www.esra.at


09.03.2006 Plattform gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit


<info>


20.02.2006


< information >


20.02.2006


Der Herbert-Steiner-Preis 2006 - benannt nach dem Mitbegründer und langjährigen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und der International Conference of Labour and Social History (ITH), dem 2001 verstorbenen Herbert Steiner - wird im September 2006 im Rahmen der Eröffnung der Linzer Konferenz der ITH zum dritten Mal verliehen werden.

Der Preis wird vergeben für wissenschaftliche Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache, die noch nicht veröffentlicht (gedruckt) sind, zu den Themen:
- Widerstand/Verfolgung/Exil in der Zeit des Faschismus und Nationalsozialismus und / oder
- Geschichte der Arbeiterbewegung

Einreichungen, die die Rolle der Frauen in diesen sozialen und politischen Bewegungen berücksichtigen, sind besonders erwünscht.
Der Preis soll in erster Linie die Überarbeitung wissenschaftlicher Manuskripte für die Veröffentlichung ermöglichen. Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury begutachtet. Vergeben werden ein Herbert Steiner-Preis sowie Herbert Steiner-Anerkennungspreise (Gesamtausschüttung: 10.000 Euro).


Folgende Unterlagen sind bis 31. Mai 2006 per E-Mail an herbert.steiner.preis@doew.at zu übermitteln:

- Lebenslauf und ggf. Publikationsliste
- Beurteilbares wissenschaftliches Manuskript (auch Diplomarbeiten oder Dissertationen) zu den oben genannten Themen. (Zwei
Ausdrucke der Arbeit sind per Post an Christine Schindler zu schicken: DÖW, Wipplingerstr. 6-8, A-1010 Wien)
- Abstract der Arbeit


24.01.2006


„Unter dem Stacheldraht saß ein Vogel“
Gedichte & Widerstandslieder von Frauen aus dem KZ Ravensbrück
Eine Szenische Lesung zur Flamenco-Gitarre von Constanze Jaiser und Jacob David Pampuch (Berlin).

Freitag, 3.02.2006 18.00
in der Volkshochschule Ottakring Ludo-Hartmann-Platz 7A - 1160 Wien
(Erbetener Spendenbeitrag: 8 Euro/ermäßigt 5 Euro)

Hintergrund:
Im Frühjahr 2005 wurde die Publikation 'Europa im Kampf 1939 -1944. Internationale Poesie aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück' von Constanze Jaiser veröffentlicht. Es ist eine Sammlung von Gedichten und Widerstandsliedern in elf Sprachen die im KZ heimlich gesammelt und erst Jahrzehnte später in einer Prager Wohnung wieder entdeckt wurden. Die Autorin, die Historikerin Constanze Jaiser und der Musiker David Pampuch haben daraus nicht nur eine lesenswerte Lektüre und eine HörCD, sondern auch eine originäre Szenische Lesung gemacht, die im Jänner letzten Jahres vor nur einem kleinem Publikum in Wien (Kooperation Kosmostheater/Frauenhetz) seine österreichische Erstaufführung hatte. Deshalb versuchen wir nun in Eigeninitiative diese politisch und erinnerungskulturell unglaublich beeindruckende Darstellung einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Mehr Infos zum Inhalt der Gedichte, der Musik und den KünstlerInnen sind unter http://www.ravensbrueck-gedichte.de
und <hier> zu finden!

Veranstalter: Roland Engel & Birge Krondorfer
Unterstützt wird diese Veranstaltung bislang von:
VHS-Ottakring Grünalternative Jugend Frauenhetz


23.01.2006

ES GING TAG UND NACHT, LIEBES KIND. Zigeuner (Sinti) in Auschwitz.
von Katrin Seybold und Melanie Spitta, 1981.
TV: ZDF in der Nacht von Donnerstag, 26.Januar 2006 auf Freitag, 27. Januar 1 Uhr 10

Festivals: Nyon 82, Duisburg 82, Berlinale 83, Cinéma du Réel, Paris 83, Frauenfilmfestival Paris 83, Festival International du Film Juif, Paris 83, Festival des Minorités nationales, Bretagne 83, Cinematèque Francaise, Paris 83, Montréal 83, Sorrent 83, New York 88, Straßburg 89, Wien 94, Amiens 97, Minsk 99, Wien 99, Linz 99, Holocaust Memorial Museum, Washington, Yad Vashem, Museum Auschwitz, Dachau, Ravensbrück, Buchenwald, Bergen-Belsen u.a. Gedenkstätten Fernsehen: ZDF, 3sat, NDR und Fernsehen Frankreich, England, Australien u.a.

Nachruf: Melanie Spitta, die Sinteza, die Zigeunerin mit dem Tiziangesicht, ist nicht mehr hier.

"Ich entscheide frei - als Sinteza und als Frau" sagte sie. Sie ließ sich von niemandem gängeln. Als eine frei entscheidende deutsche Sinteza engagiert sie sich schon früh in der Bürgerrechtsbewegung. Sie nimmt am ersten Roma-Weltkongreß in London teil, ist Fil-memacherin und Publizistin und berät das Holocaust Memorial Museum in Washington beim Aufbau der Abteilung der Zigeunerverfolgung. Im Dezember 1999 erhält sie den ersten, von Günter Grass gestifteten Roma-Kultur-Preis, den Otto-Pankok-Preis. In der Begründung heißt es: "Melanie Spitta hat in hervorragender Weise zur Aufklärung der Geschichte ihres Volkes beigetragen, die ein unabtrennbarer, aber weitgehend verdrängter Teil der deutschen Vergangenheit ist".

Ihren Lebenslauf verfasste sie in emotionalen Zeitabschnitten: "Meine Familie emigrierte 1938 nach Belgien, um der Verfolgung des Naziregimes zu entgehen. Eine sinnlose Hoffnung, denn nur wenige überlebten die Gaskammern von Auschwitz oder die Arbeitslager. Meine Mutter war sehr krank, Auschwitz hatte aus ihr ein Wrack gemacht. Dennoch war sie ohne Haß gegen die Deutschen. Sie Versuchte mir als einzigem noch lebenden Kind - alle meine Geschwister kamen in Auschwitz um - eine fröhliche Jugend zu gestalten. Nach Kriegsende wuchs ich in Düren mit der Restfamilie auf. Ich erlebte früh, was es heißt und bedeutet, eine Sinteza zu sein. In der Schule war ich den Hänseleien und der Diskriminierung meiner Mitschüler und Lehrer ausgesetzt. Mich dagegen zu wehren, bedeutete nur eine Verschlimmerung meiner Lage. Auch heute noch gehört die Hänselei und die ständige Diskriminierung in den Schulen zum Alltag unserer Kinder."

Melanie, aus einer alten, traditionellen und angesehenen Zigeunerfamilie stammend, erzählte von ihrem Täuberich, mit dem sie sprach, der ihr bis auf die Fensterbank des Klas-senzimmers folgte und auf sie wartete, sie erzählte von Ihren Onkeln, die sie mit Ganter Gabriel im Auto von der Schule abholten und welche Erfahrungen sie beim Hausieren mit ihrer Mutter machte, für die braven Bürger, die Bilder leicht bekleideter Zigeunerinnen über den Ehebetten hängen hatten, war sie eine Fremde, aufmüpfig und doch gleichzeitig auch Traumprinzessin.

Die Wohnwagen ihrer Familie wurden 1943 von uns Deutschen in Belgien in Brand gesetzt. Melanies Mutter hatte eine Tuberkulose vom KZ. Das wollte nach dem Krieg niemand mehr wissen. Von der Krankheit wurde sie nie geheilt. Melanie kam mit ihr auf die Welt. Mehr als vierzig Jahre lang werden ihre Anträge auf Entschädigung abgelehnt. Früh beginnt sie den Kampf, zwingt jeden zu einem Blick, durch den die Geschichte der Verfolgung sichtbar wird: "Weil bei euch so viele Hakenkreuzler übrig geblieben sind, die wußten, wie man eine Entschädigung an uns verhindert, war unser Kampf vergeblich."

Nach dem Krieg war der Zigeunertod der Tod, den es nicht gegeben hat. In offizieller Form erlaubten sich Polizei, Wissenschaftler, Entschädigungskammern und Politiker mit NS-Provenienz gegen den "asozialen Abschaum", die "Schmutzfinken" zu wettern. Wenn es sich um Auschwitz handelte, hatte man nur die jüdischen Katastrophe hinter dem Mond hervorholen müssen, die Geschichte der Zigeuner wurde im Dunkel gelassen. Melanie gehörte zu diesem "Abschaum", sie trat wie eine Prinzessin aus ihm hervor, spuckte den Lügnern die Lüge zurück ins Gesicht, sie nahm den Faden der falsch erzählten Geschichte auf und fing mit dem richtigen Erzählen an.

In unseren Kinodokumentarfilmen Es ging Tag und Nacht, liebes Kind / Zigeuner (Sinti) in Auschwitz (1982) und Das falsche Wort / 'Wiedergutmachung' an Zigeunern (Sinte) in Deutschland? (1987) hält sie den Faden der Wahrheit fest.
Zugleich hat sie uns Luft-schlösser gebaut, sie gewährt uns Einblick in ein freies, ungezwängtes Leben ihres Volkes, eröffnet uns flüchtig-wahre Traumgebilde von Gefühl und Herrschaftslosigkeit. In Schimpft uns nicht Zigeuner (1980) und Wir sind Sintikinder und keine Zigeuner (1981) macht sie uns mit Menschen ihres Volkes bekannt, deren Anblick uns nicht mehr in Ruhe lässt. Darüber hinaus schreibt sie an Drehbüchern, beteiligt sich an der Gedenkstättenarbeit, veröffentlicht in Zeitschriften und nimmt an Rundfunk-und Fernsehsendungen teil.

In Es ging Tag und Nacht, liebes Kind rüttelt und rührt sie an der Vergangenheit, zeigt, wie Tizian in seiner Laurentiusmarter, die wie auferstandenen, geschundenen Seelen und Leiber der Frauen und Männer nach den Lagerjahren: "Die Frauen konnten keine Familien mehr gründen, wenn sie sterilisiert worden sind. Das ist ein tiefer Einschnitt in unsere Familienstruktur. In unseren eigenen Reihen gab es gerade da, wo es darum ging, über die Zwangsterilisationen an unseren Frauen in der Öffentlichkeit zu sprechen, heftige Debatten und sogar Anfeindungen. Es war nicht nur die Scham, das sich Offenbaren in der Öffentlichkeit, tiefer Schmerz, Trauer, Angst und Wut über diese erlittenen Demütigungen. Hier gab es noch etwas: Nämlich die Stelle, wo unser Tabu und die Naziverbrechen auf-einanderprallten. Es ist aber unbedingt notwendig, daß dieses Tabu transparent wird, um die schweren Schandtaten, die deutsche Naziärzte nicht nur an unseren Frauen begangen haben, endlich benannt und aufgezeigt werden können."
Bedrohungen und Bevormundungen, auch aus den eigenen Reihen, haben sie nie einschüchtern können. Sie war stolz darauf, daß der NDR 1992 mit unserem Film eine erfolgreiche Spendenaktion zur Erhaltung des Mahnmals Auschwitz unternommen hatte.

Melanie veränderte mein Verhältnis zur Wahrheit und zu meinem Gefühl, sie hat viele An-dere zur Achtsamkeit, zur Umkehr gebracht und sie hat uns geholfen, unsere eigene Kultur klarer zu sehen. "Erinnern verlangt nach aktivem Gestalten, wie es uns Melanie Spitta vormacht" heißt es 1999 in einer Gedenkveranstaltung des Bundesrats. Und sie bleibt für viele eine aufsässige Unruhestifterin, weil sie das Totschweigen nie zugelassen hat: "Ihr habt uns den Kopf abgeschlagen und sprecht von 'Wiedergutmachung'. 'Wiedergutmachung' ist das Falsche Wort, denn ihr habt euer Gefühl für Reue und Sühne vergessen"

Ihr Tod ist nicht das letzte Wort, sie bleibt die ungehorsame Zigeunermadonna mit dem schönen Gesicht und ihren dunkelstrahlenden Augen, so wie Tizian sie schon sah, als es sie noch nicht gab.


18.01.2006


4. Mai 2006, Universität Linz


<call for papers>


11.01.2006


Neubearbeitung im aktuellen Kontext des „Vermächtnisses“

18.1. bis 17.2.2006 in der Galerie der IG Bildende Kunst in Wien
Projektgruppe: Katrin Auer, Daniela Gahleitner, Sylvia Köchl und Christa Putz

Im November 1999 wurde die Ausstellung “Wege nach Ravensbrück. Erinnerungen von österreichischen Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers” in Wien eröffnet. Die Ausstellung wanderte bis März 2003 durch Österreich und wurde danach demontiert und verstaut. Für Jänner 2006 ergab sich nun die Möglichkeit, die Ausstellung in der Galerie der IG Bildende Kunst in Wien noch einmal in einer Neubearbeitung zu zeigen. Im Mittelpunkt stehen dabei Lebensgeschichten von Überlebenden und im KZ Ermordeten, ergänzt um die Geschichte der Ausstellung selbst und offenen Fragen nach dem Umgang mit einem Vermächtnis, das die Lagergemeinschaft Ravensbrück aktuell an Frauen der nächsten Generationen übergeben hat.

Die “alte” Ausstellung beschäftigte sich mit den Biografien von neun Frauen, die in das nationalsozialistische Frauen-KZ deportiert wurden, überlebten und von denen acht Ende der 1990er Jahre im Rahmen eines Forschungsprojekts interviewt und gefilmt worden waren. Aus unterschiedlichsten Gründen, als Jüdin, Kommunistin, Lesbe, Kärntner Slowenin, Romni, Sintezza, Zeugin Jehovas, Partisanin oder Geliebte eines polnischen Zwangsarbeitern, wurde Ravensbrück, die “Hölle der Frauen”, zur einzigen Gemeinsamkeit in ihrem Leben. Nach der Befreiung sahen sie sich durchgängig mit Ignoranz konfrontiert, mit einem lähmenden und verletzenden Schweigegebot, viele sogar mit fortgesetzter Diskriminierung, Ausgrenzung und Kriminalisierung. Manche wurden nie, andere erst viel zu spät als Opfer der Nazi-Verfolgung anerkannt. Einige wiederum setzten den antifaschistischen Kampf zum Teil bis heute fort.

Eine solche, auf Interviews und Zusammenarbeit mit Überlebenden beruhende Arbeit wäre heute, nur 6 Jahre nach ihrer Entstehung, kaum mehr möglich. Die Hälfte der portraitierten Frauen ist – wie viele andere der interviewten Frauen – inzwischen verstorben. Mittlerweile hat auch die Organisation der Überlebenden, die österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück, die Leitung des Vereins an jüngere Frauen übergeben. So ist vielfach diese kurze Zusammenarbeit auch für uns jüngere Frauen schon Geschichte, die wir trauernd zur Kenntnis nehmen müssen. Das Sterben der Überlebenden konfrontiert uns mit dem drohenden Ende der erzählten Geschichte von Frauen über Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus. Gleichzeitig haben uns die Überlebenden aber auch ein Vermächtnis übergeben, das uns beauftragt und ermächtigt, weiter zu erinnern und auch politisch zu handeln. Diese schwierige Situation greifen wir in der Neubearbeitung der Ausstellung auf und stellen sie in den Kontext offener und unbeantworteter Fragen.

Wege nach Ravensbrück. Eine Ausstellung weiter denken
Ausstellungseröffnung: Mi 18.1.2006, 19h
Dauer: 19.1.-17.2.2006, Di - Fr 13.00 - 18.00
Galerie der IG Bildende Kunst
Wien, Gumpendorfer Straße 10-12
www.igbildendekunst.at

Für Rückfragen:
Sylvia Köchl
koechl@malmoe.org


<begleitprogramm>


09.01.2006


Podiumsdiskussion der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft am 17. Jänner 2006, 18 Uhr 30

Wien (OTS) - Am 17. Jänner 2006, 18 Uhr 30, veranstaltet im Historischen Gemeinderatssitzungssaal, Altes Rathaus, 1010 Wien, Wipplingerstraße 8, die Österreichisch-Israelische Gesellschaft eine Podiumsdiskussion zum Thema "Das Gedankenjahr ging zu Ende". War dieses Jahr eine Initiative für die Zukunft?

Zu dieser Frage werden diskutieren:

em.o.Univ.-Prof. Dr. Kurt SCHUBERT
em.o.Univ.-Prof. Dr. Erika WEINZIERL
Obersenatsrat Dr. Kurt SCHOLZ
Prof. Alfred STRÖER
Hofrat Dr. Hans MAGENSCHAB

Moderation: Dr. Richard SCHMITZ

Rückfragehinweis:

Österreichisch-Israelische Gesellschaft
Dr. Richard SCHMITZ
2. Präsident
Lange Gasse 64/II/15
1080 Wien
Tel.: 405 66 83
FAX: 405 66 83
Mail:info@oeig.at
Web:http://oeig.at/


28.11.2005


Die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz lädt gemeinsam mit der Fachgruppe Strafrecht der Österreichischen Richtervereinigung zu einer Tagung, auf der angesichts der historischen Erfahrung der gerichtlichen Aufarbeitung von NS-Verbrechen der Frage nachgegangen werden soll, ob das in den letzten Jahrzehnten eher dürftige Ergebnis der Bemühungen zur Ahndung von Kriegs- und Humanitätsverbrechen ein Argument gegen die österreichische Form der Geschworenengerichtsbarkeit ist.

Anlass der Tagung ist der 30.Jahrestag des letzten Urteils in einem NS-Prozess in Österreich: Am 2. Dezember 1975 ging am Wiener Straflandesgericht ein Prozess gegen einen ehemaligen SS-Mann wegen Verbrechen im KZ Mauthausen zu Ende es war das letzte Urteil in einem NS-Prozess in Österreich. Der Angeklagte war schon 1972 von Linzer Geschworenen freigesprochen worden, der Oberste Gerichtshof hatte dieses Urteil aufgehoben. Der neuerliche Freispruch in Wien ließ offenbar die Justiz am Sinn derartiger Prozesse zweifeln: Die noch laufenden Verfahren wegen NS-Verbrechen wurden eingestellt, und es dauerte ein
Vierteljahrhundert bis zum "Fall Gross" bis wieder ein NS-Täter in Österreich vor Gericht gestellt wurde. Während in der Bundesrepublik Deutschland noch in den achtziger Jahren große NS-Prozesse über die Bühne gingen und die italienische Justiz die Verfolgung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen wieder aufnahm, bewirkte in Österreich nicht einmal die Waldheim-Diskussion ein Umdenken.

Nach Tausenden von Prozessen im ersten Nachkriegsjahrzehnt kam die Verfolgung von NS-Tätern nach dem Abzug der alliierten Besatzungsmächte 1955 weitgehend zum Erliegen. Die so genannten Volksgerichte, in denen drei Laien und zwei Berufsrichter gemeinsam über Schuld und Strafe entschieden, wurden im Dezember 1955 abgeschafft. Die wenigen Prozesse wegen Nazi-Verbrechen wurden vor Geschworenengerichten geführt. Viele Wahrsprüche der Geschworenen erwiesen sich als zweifelhaft Es kam sogar vor, dass sie von den Berufsrichtern wegen Rechtswidrigkeit ausgesetzt werden mussten.

Die traditionelle Laiengerichtsbarkeit war durch die komplizierten Fragen weit zurückliegender, unter staatlichem Schutz begangener Verbrechen überfordert. Sie folgte weniger dem Recht als politischen Stimmungen - die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung wollte damals von einer Aufarbeitung der Kriegsverbrechen genau so wenig wissen wie die serbische oder kroatische Gesellschaft heute. Die zur Ahndung gegenwärtiger Kriegs- und Humanitätsverbrechen gebildeten Strafgerichte (wie das Jugoslawien-Tribunal in Den Haag) kennen keine Beteiligung von Laienrichterinnen und -richtern. Die historischen Erfahrungen legen es nahe, die Eignung der Geschworenengerichte für "politische" Straftaten zu überdenken - noch vor Inkrafttreten der neuen Strafprozessordnung 2008.


Vor diesem aktuellen Hintergrund diskutieren am 1. Dezember im Großen Schwurgerichtssaal des Grauen Hauses HistorikerInnen und Juristen das Thema "Gerichtliche Aufarbeitung von NS-Gewaltverbrechen in Österreich". Im historischen Teil (10 bis 13 Uhr) werden neben dem Mauthausenprozess des Jahres 1975 zwei weitere Verfahrenskomplexe vorgestellt, die die Problematik der Geschworenengerichtsbarkeit verdeutlichen:
a) Der lange Prozess gegen Eichmanns "Transportchef" Franz Novak, über den bis heute Fehlinformationen in Umlauf sind. Novak wurde schließlich NICHT freigesprochen, doch es waren vier Hauptverhandlungen erforderlich, bis ein Urteil zustande kam, das vor dem OGH "hielt".
b) Die beiden Wiener Auschwitz-Prozesse des Jahres 1972, in denen sowohl die Konstrukteure der Gaskammern als auch Exzesstäter an der "Rampe" frei gingen - nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern weil viele Jahrzehnte nach den Verbrechen Zeugen Erinnerungslücken aufwiesen, die für die Geschworenen mehr zählten als der Dokumentenbeweis. Der juristische Teil (14.30 bis 16 Uhr) ist grundsätzlichen Fragen der Geschworenengerichtsbarkeit und ihrer Anfälligkeit für Fehlurteile gewidmet.

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Programm:
10:00 Uhr
Eröffnung durch die Obfrau Fachgruppe Strafrecht der Österreichischen Richtervereinigung, Präsidentin des Landesgerichtes für Strafsachen Wien, Dr. Ulrike PSENNER, gemeinsam mit dem Präsidenten der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Prof. Dr. Otto TRIFFTERER

10:15 Uhr
Dr. Winfried GARSCHA:
Über den gerichtlichen Umgang mit NS-Gewaltverbrechen in Österreich

10:45 Uhr
Mag. Sabine LOITFELLNER:
Die Wiener Ausschwitzprozesse

11:15 Uhr
Diskussion und Pause

11:45 Uhr
Mag. Eva HOLPFER:
Der Fall NOVAK, Eichmanns Transportoffizier der letzte Schuldspruch

12:15 Uhr
Mag. Peter EIGELSBERGER:
Der Mauthausenprozess Linz/Wien der Freispruch Johann Vinzenz GOGLs am
2.12.1975

anschließend Diskussion und Mittagspause

14:30 Uhr
Mag. Friedrich FORSTHUBER:
Fehlurteile in Geschworenenverfahren

15:00 Uhr
Dr. Michael DANEK:
Geschworenengerichtsbarkeit in Österreich

15:30
Diskussion

Die ReferentInnen
Winfried R. GARSCHA (DÖW) ist Ko-Leiter der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, Sabine LOITFELLNER (Anlaufstelle der IKG Wien), Eva HOLPFER (Wien/Mailand) und Peter EIGELSBERGER (Linz) sind MitarbeiterInnen der Projekts "Justiz und NS-Gewaltverbrechen in Österreich" der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz. Friedrich FORSTHUBER ist Richter am OLG Wien; Michael DANEK (OGH) ist Stellvertretender Obmann der Sektion Höchstgerichte der Österreichischen Richtervereinigung.

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URL zur Zitation dieses Beitrages <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=4739>


28.11.2005


Buchpräsentation "ZEITENWENDE" von Ernst Schwarcz

Freitag, 2. Dezember 2005, 19:00 Uhr
Otto Mauer-Zentrum, Währinger Straße 2-4, A-1090 Wien

PROGRAMM

Begrüßung:

Mag Eva Petrik (Fraueninitiative des Kath. Akademikerverbandes der ED Wien)
Prof. Ernst Schwarcz - ein Friedensprofessor, der den Titel zurecht führt:
Univ.-Prof Dr. Anton Pelinka; Institut f. Politikwissenschaft, Univ. Insbruck)

"Zeitenwende" - Buchpräsentation:
Prof. Ernst Schwarcz (Ehrenvorsitzender des Versöhnungsbundes)

anschl. Diskussion:
Moderation Mag. Wolfgang Machreich (Die Furche)

ÜBER DAS BUCH

zum Inhalt: Die beiden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 veränderten die Welt. Die Erfinder der Atombombe - allen voram Albert Einstein und US-amerikanische sowie britische Physiker - waren sich bald bewusst, dass mit ihrer Erfindung eine neue Geschichtsepoche begonnen hat. Kriege können von nun an zu noch nie dagewesenen Zerstörungen führen. Die Konsequenzen aus dieser neuen Situation fanden aber in der Weltpolitik bis heute keinen Niederschlag.

Das Buch "Zeitenwende" von Ernst Schwarcz geht nicht nur auf die Warnungen der Atomwissenschafter ein, sondern zeichnet auch Szenarios, die vom kleinen Konflikt hin zum großen Krieg führen. Diesen stellt der "Friedensprofessor" Methoden des gewaltfreien Widerstands, die Aufwertung der Vereinten Nationen sowie die geistigen Grundlagen für eine friedliche Zukunft gegenüber.

zum Autor: geboren 1923 in Wien, 1939 emigierte er nach Schweden und kehrte 1946 im Rahmen des "Internationalen Zivildienstes für den "Frieden nach Österreich zurück. Als Quäker ist er den Ideal der Gewaltfreiheit verpflichtet. Für den "Internationalen Versöhnungsbund" nimmt er heute den Ehrenvorsitz ein und ist aktiv an der Friedensarbeit beteiligt.

Vorwort von Anton Pelinka, lehrt am Institut für Politikwisenschaft an der Universität Innsbruck und ist Direktor des Instituts für Konfliktforschung in Wien.

VeranstalterInnen:
Fraueninitiative des Katholischen Akademikerverbandes der ED Wien
Evangelische Akademie Wien
Internationaler Versöhnungsbund


28.11.2005


www.ab-ort-musik.at lädt ein:

Montag 28. November

Slavko Ninic singt Jugo-Partisanenlieder

Musikalischer Seitensprung des Chefs der Wiener Tschuschenkapelle!
Gemeinsam mit Mitke Sarlandziev stellt er Lieder des Widerstands und der
Befreiung vor, die inzwischen auch dort, wo sie entstanden sind, nicht
mehr zum guten Ton gehören. Premiere! Smrt fasizmu, sloboda narodu! Eine
Veranstaltung der ab-ort-musik-Reihe LEPSCHI.

Schlupfwinkel, 1040 Wien, Ecke Kleine Neugasse/ Schäffergasse.
Beginn 19.30 Uhr
Eintritt: Spenden


28.11.2005


Elfriede Jelineks

STECKEN, STAB UND STANGL
gespielt im ehemaligen jüdischen Theater im Nestroyhof und im Ernst-Kirchweger-Haus (EKH)

7., 8., 9.,10., Dez. 2005 (Beginn: jeweils 20 Uhr)
ehem. jüdisches THEATER IM NESTROYHOF
A-1020 Wien; Nestroyplatz1 (U1 Nestroyplatz)
Eintritt: € 15,-- / € 12,--
Reservierung: 0699/101 94 579

Weitere Vorstellungen:
2., 3., 4. Dez. 2005 (Beginn: jeweils 20 Uhr)
EKH/Ernst-Kirchweger-Haus
A-1100 Wien; Wielandgasse 2-4 (U1 Keplerplatz)
Eintritt: € 7,-- (plus Spende!)
Reservierung: Tel. 0699/101 94 579
oder unter: www.steckenstabundstangl.info

An beiden Auftrittsorten:
Eintritt für AsylwerberInnen und AugustinverkäuferInnen frei


<Details und Presse>


24.11.2005


Ausgabe Nr. 76 der "Informationen der Gesellschaft für politische Aufklärung" steht zum Download bereit.

Information Nr. 76 (.pdf)


24.11.2005


Auf der österreichischen Seite des Europäischen Jahres der Politischen Bildung finden sich zu diesem Thema bereits zahlreiche Tipps zu Terminen und Neuerscheinungen. Die Servicestelle Politische Bildung hat ihr neues info-blatt, Nr. 2/2005 dem Thema "Südosteuropa - auf dem Weg in die EU" gewidmet, das ab 1. Dezember 2005 druckfrisch erhältlich sein wird. Sie können sich schon jetzt ein oder mehrere Exemplare reservieren -> service@politische-bildung.at. Nähere Infos und Download unter www.politische-bildung.at

Ende Dezember endet offiziell das vom Europarat ausgerufene Jahr der Politischen Bildung 2005, wobei die Initiativen zur Stärkung der demokratiepolitischen Bildung in Europa auch in Zukunft auf unterschiedlichen Ebenen fortgesetzt werden.

· Ein nächster bedeutsamer Schritt in dieser Hinsicht ist die Konferenz zu Networking European Citizenship Education (NECE) mit dem Titel: "National Experiences - European Challenges", die in Berlin von 2. bis 4. Dezember 2005 stattfinden wird. Am 14. und 15. Oktober 2005 wurde im Vorfeld dieser Konferenz ein internationaler ExpertInnenworkshop zum Thema "Quality Assurance in terms of Education for Democratic Citizenship (EDC)" in Wien von der Servicestelle Politische Bildung im Auftrag des bm:bwk organisiert.
· Weiters ist eine Evaluierungskonferenz des Europäischen Jahres der Politischen Bildung vom 27. bis 28. April 2006 in Bukarest geplant, wo es um eine Analyse und Aufarbeitung der Aktivitäten und Initiativen geht und nicht um eine Abschlusskonferenz.

Darüber hinaus werden die erfolgreichen Initiativen der Aktionstage Politische Bildung auch 2006 in Österreich und Deutschland wieder durchgeführt:

· Aktionstage Politische Bildung vom 16. April bis 5. Mai 2006 in ganz Österreich
Die Aktionstage Politische Bildung, eine Initiative des bm:bwk durchgeführt von der Servicestelle Politische Bildung, stehen 2006 ganz im Zeichen von Europa. Zeitlich eingebettet sind sie zwischen dem 50. Jahrestag des Beitritts Österreichs zum Europarat - 16. April 1956 - und dem Gründungstag des Europarates - 5. Mai 1949 - und finden vor dem Hintergrund der EU-Ratspräsidentschaft statt. Daneben gilt auch weiterhin das Motto des Europaratsjahres der Politischen Bildung 2005 "Demokratie lernen und leben". Nominieren Sie Ihre Veranstaltung jetzt und senden Sie uns das Formular per e-mail: service@politische-bildung.at
oder per Fax: 01/42 77-27 430, nähere Infos unter www.aktionstage.politische-bildung.at.
o Leitfaden
o Anmeldeformular

· Aktionstage Politische Bildung in Deutschland vom 5. bis 23. Mai 2006



AKTUELLE VERANSTALTUNGS-, LITERATUR- UND LINKTIPPS


Südosteuropa


Veranstaltungstipps

Granica, die Grenze (Ausstellung)
Veranstalter: Renner-Institut
03.11.2005 - 26.11.2005, Wien
nähere Informationen

Frauen schreiben. Positionen aus Südosteuropa (Lesung)
Veranstalter: Verein ISOP
10.12.2005, 20.00 Uhr, Graz
nähere Informationen

Literaturtipps

Bilanz Balkan
Daxner, Michael / Jordan, Peter / Leifer, Paul / Roth, Klaus / Vyslonzil, Elisabeth (Hrsg.). Oldenbourg Verlag, München 2005. ISBN 3486578278. 301 Seiten.
nähere Informationen

Bosnien und Herzegowina. Europas Balkanpolitik auf dem Prüfstand
Reiter, Erich / Jurekovic, Predrag (Hrsg.). Nomos Verlag 2005. ISBN 3-8329-1218-5. 255 Seiten.
nähere Informationen

Linktipps

IDM - Institut für den Donauraum und Mitteleuropa
Das IDM ist eine österreichische wissenschaftliche Institution. Es sieht seine Aufgabe darin, Forschungsprojekte über gegenwartsbezogene Fragestellungen des Donauraumes und Mitteleuropas durchzuführen und einem Fachpublikum, aber auch der allgemein interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
http://www.idm.at

Stabilitätspakt für Südosteuropa
Ziel des Stabilitätspakts ist es, Staaten in Südosteuropa bei ihren Bemühungen um die Förderung des Friedens, der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte sowie des wirtschaftlichen Wohlstandes zu stärken.
http://www.stabilitypact.org

Kakanien revisited
"Kakanien revisited" ist eine Plattform für interdisziplinäre Forschung im Bereich Mittel-, Ost- bzw. Zentraleuropa; es handelt sich um ein vom bm:bwk und der Universität Wien gefördertes Vernetzungs-Projekt als Raum des Austausches und der Stimmenvielfalt von gestern und heute, das insbesondere auch ForscherInnen in den MOE-Staaten zur Verfügung stehen soll.
http://www.kakanien.ac.at

Österreichische Gesellschaft für Europapolitik
Primäres Ziel der Gesellschaft ist die umfassende Information über die Europäische Union und die Entwicklung des Integrationsprozesses.
http://cms.euro-info.net

South-East European Research Centre
SEERC's mission is to support the stable and peaceful development of South-East Europe by conducting pure and applied research in and for the region.
http://www.seerc.info

Seeurope.net
This site offers daily business and political information about the countries in the region as well as country profiles about Albania, Bosnia and Herzegovina, Bulgaria, Greece, Macedonia, Moldova, Romania, Slovenia, Turkey and Serbia and Montenegro.
http://www.seeurope.net



Die Vereinten Nationen

Vienna International Centre - Führungen
Mehrsprachige Führungen durch das Büro der Vereinten Nationen in Wien für Einzelpersonen und Gruppen -> nähere Informationen.

Literaturtipps

Die Vereinten Nationen. Aufgaben, Instrumente und Reformen.
Gareis, Sven Bernhard / Varwick, Johannes. Verlag Leske + Budrich. Opladen 2002. ISBN 3825222438. 351 Seiten.
nähere Informationen

Die UNO. Geschichte, Aufgaben, Perspektiven.
Wolf, Klaus Dieter. Verlag C.H. Beck 2005. ISBN 3-406-50878-2. 128 Seiten.
nähere Informationen

Brücken in die Zukunft. Eine Initiative von Kofi Annan.
S. Fischer Verlag 2001, ISBN 3100096401. 267 Seiten.
nähere Informationen
Auch zu bestellen unter service@politische-bildung.at.

Linktipps

schule.at
Hier finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Links und Artikeln zum Thema "Vereinte Nationen".
http://www.schule.at

UNO
Startseite der Vereinten Nationen: Informationen über die UNO, ihre Unterorganisationen, Dokumente, Statistiken, Links usw. in Englisch, Französisch und Spanisch.
http://www.un.org

United Nations Cyberschoolbus
The United Nations Cyberschoolbus was created in 1996 as the online education component of the Global Teaching and Learning Project, whose mission is to promote education about international issues and the United Nations.
http://www.un.org/cyberschoolbus

Grundkurs Vereinte Nationen auf D@adalos
Der internationale UNESCO-Bildungsserver D@dalos bietet auf dieser Seite in einzelnen Grundkursen eine Einführung in die Aufgaben, Ziele und Entwicklung der UNO sowie zu aktuellen Problemen, denen die Vereinten Nationen gegenüberstehen.
http://www.dadalos-d.org/uno



Reminder

Menschenrechtstage vom 20. November bis 10. Dezember 2005
veranstaltet von der Servicestelle Menschenrechtsbildung im Auftrag des bm:bwk.

· Online-Kalender unter http://www.humanrights.at
· Programmheft (ca. 50 Veranstaltungen österreichweit, Hintergrundartikel zur Menschenrechtsbildung und ein Institutionenführer), downloadbar unter http://www.humanrights.at und zu bestellen bei service@humanrights.at.


Hinweise

Außerordentliche Sitzung des Menschenrechtsausschusses für SchülerInnen
01.12.2005, 10.00 Uhr, Parlament, Wien; Anmeldung bis 28.11.2005!
In dieser außerordentlichen Sitzung werden Arbeits- und Funktionsweisen des Menschenrechtsausschusses vorgestellt. Anschließend haben die SchülerInnen die Möglichkeit, eigene Fragen und Themen einzubringen und mit den PolitikerInnen zu diskutieren.
nähere Informationen

Lehrgang "Gewalt"
Einjährige Ausbildung anlässlich der Internationalen Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit 2001 - 2010.
Veranstalter: Internationaler Versöhnungsbund (IFOR)
Inhalte: aktive Gewaltfreiheit, konstruktive Konfliktlösung, Intervention in Konflikten, gewaltfreie Aktion, Beispiele aus der Geschichte.
nähere Informationen

Vorausschau

Im Jahr 2006 erhalten Sie alle zwei Monate (Jänner, März, Mai, September, November) einen Newsletter zu einem aktuellen demokratiepolitischen Thema mit Tipps zu Veranstaltungen, Links und Wissenswertem.
==== Electronic Newsletter Servicestelle Menschenrechtsbildung und Politische Bildung ====

Weitere Informationen zu Menschenrechtsbildung finden Sie unter www.humanrights.at
Weitere Informationen zu Politischer Bildung finden Sie unter www.politische-bildung.at

Um diesen Newsletter zu bestellen, senden Sie bitte ein Mail an: service@humanrights.


02.10.2005


Die Menschenrechtstage 2005 sind ein Beitrag der Servicestelle Menschenrechtsbildung, des BMBWK / Abteilung Politische Bildung & weiterer KooperationspartnerInnen zum "World Programme for Human Rights Education" und zum Europäischen Jahr der Politischen Bildung 2005.
Wie im Jahr zuvor beginnen sie am Tag der Kinderrechte (20. November) und enden am Internationalen Tag der Menschenrechte (10.Dezember).

Informationen: http://www.humanrights.at


23.10.2005


Demokratie lernen und leben
ist der Slogan des vom Europarat ausgerufenen "European Year of Citizenship through Education 2005". Ziel dieses Aktionsjahres ist es, in den 46 Mitgliedsstaaten des Europarates Bildungsaktivitäten und Initiativen zur demokratiepolitischen Bildung zu fördern.
Die Patronanz über die in Österreich stattfindenden Aktivitäten zum Europäischen Jahr der Politischen Bildung hat Bundespräsident Dr. Heinz Fischer übernommen.

Informationen: http://politische-bildung-2005.schule.at/index.php


02.10.2005


Aktionstage Politische Bildung – mit Blick auf EUROPA
16. April bis 5. Mai 2006
Bereits zum vierten Mal finden im Halbjahr der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft die Aktionstage Politische Bildung statt. Zwischen 16. April und 5. Mai 2006 geht es vor allem um Europa und um demokratiepolitische Bildung im 21. Jahrhundert.

Information: http://www.politische-bildung.at/goto/sep/C240/


23.09.2005

Der Stammtisch Politik der Volkshochschule Hietzing ab 18. Oktober wieder im Café Wunderer 1140, Hadikgasse 62 (direkt gegenüber der U-Bahnstation Hietzing/ Kennedybrücke).

<programm>


28.08.2005

Im Oktober 2005 wird in Wien, Steiermark und Burgenland gewählt: SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ, Grüne oder andere Parteien? Österreichs erfolgreichste Online-Wahlhilfe sagt Ihnen, mit welcher Partei Sie am ehesten übereinstimmen...

http://wahlkabine.at/


04.10.2005


DISKUSSION mit Publikumsbeteiligung über die justizpolitische Dimension der umstrittenen Polizeiaktion

Zeit: Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr
Ort: Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien

Seit Ende September läuft der Dokumentarfilm "Operation Spring" in den Kinos. Der Film hinterlässt den Eindruck, dass Angeklagte der umstrittenen Polizeiaktion keine Chance auf ein faires Verfahren hatten. Ein anonymer Zeuge, der seine Aussage zurückgenommen hat, ein untauglicher Dolmetscher und verschwommene Überwachungsvideos waren Grundlage für drakonische Strafen.
ExpertInnen und Verantwortliche diskutieren nun über Folgen und Konsequenzen. Was ist im Zusammenspiel zwischen Exekutive und Justiz schief gelaufen? Sollen und können die Verfahren neu aufgerollt werden? Oder reicht der Hinweis auf die Strafrechtsreform als Konsequenz aus?

Eine Veranstaltung von SOS Mitmensch mit freundlicher Unterstützung der ÖH Wien.


23.09.2005


DIE AUSCHWITZPROZESSE VON FRANKFURT UND WIEN ALS AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN NS-VERBRECHEN IN DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH

7. und 8. Oktober 2005
Freitag 17.00-20.00, Samstag 10.00-17.00

Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)
1090 Wien, Berggasse 17, Seminarraum 3


<programm>


23.09.2005


60 Jahre der Verdrängung aus feministischer Sicht


30.9. bis 2.10. im ehemaligen jüdischen Theater Nestroyhof (Nestroyplatz 1/10, 1020 Wien)

FÜHRUNG - VORTRÄGE - DISKUSSIONEN - FILME - PSYCHODRAMA

<programm>


23.09.2005


Zeit: 24.-25.Oktober 2005
Ort: Aula sowie Institut und Bibliothek für Zeitgeschichte am Universitätscampus, Wien (1090 Wien, Spitalgasse 2-4)

Mit dem Symposion „Das andere und künftige Österreich im neuen Europa“ soll das beeindruckende Lebenswerk von Felix Kreissler genau ein Jahr nach seinem Tode kritisch gewürdigt werden. Felix Kreissler hat in seinen Vorträgen und Publikationen die Themen Widerstand, Verfolgung, Exil und österreichische Identität, und auch den Demokratisierungsprozess im heutigen und künftigen Österreich und in der EU behandelt.

<programm>


23.09.2005


Tagung von 18. bis 20. November
Veranstalter: Katholischen Akademie Freiburg in Kooperation mit dem Forschungsprojekt
'Geschichte und Erinnerung'

Infos unter:
www.geschichte-erinnerung.de
www.erinnern-und-lernen.de
www.scham-anerkennung.de

<tagungsprogramm>


23.09.2005


Die Reihe Facing Israelstellt Analysen und Informationen über den Nahostkonflikt, die israelische Gesellschaft und das Verhältnis Israel-Diaspora zur Diskussion.

Ort: Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Seitenstettengasse 2, 1010 Wien
Zeit: 19 Uhr

Einladung: <teil1> <teil2>


23.09.2005


Kinostart von OPERATION SPRING im Wiener Stadtkino und im KIZ - Kino im Augarten in Graz


Die Vorstellungstermine in Wien:
Vom 23.9. bis 13.10. im Stadtkino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 7-8
1030 Wien

Vorstellungsbeginn:
täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr

Reservierung per E-Mail:
Mo. - Do. bis 17.00 Uhr, Fr. bis 14.00 Uhr
office@stadtkinowien.at
Telefonische Reservierung:
Büro: (01) 522 48 14, Mo. - Do. 8.30 - 17.00 Uhr, Fr. 8.30 - 14.00 Uhr
Kino: (01) 712 62 76 während der Kassaöffnungszeiten

Informationen unter:
www.stadtkinowien.at


Die Vorstellungstermine in Graz:
ab 23.9.2005. im KIZ - Kino im Augarten
Friedrichstraße 24
8010 Graz
Kartenbestellung: 0316 / 82 11 86

Termine der ersten Vorstellungswoche:
23.9.- 22 Uhr
24.-29.9. täglich um 18:00, 20:00 und 22:00

Informationen unter:
www.uncut.at/graz/kiz


23.09.2005


Die Zweite Republik erinnern

Einladung zur Präsentation des Internetportals erinnerungsort wien: http://www.erinnerungsort.at/
Veranstalterin: Stiftung Bruno Kreisky Archiv

Zeit: Montag, 3. Oktober 2005, 18.30 Uhr
Ort: Städtische Hauptbücherei, 7., Urban-Loritz-Platz 2a

<programm>

<vortragende>


23.09.2005


Die Wiener Wissenschaftstage vom 29. September bis 7. Oktober 2005 werden der Öffentlichkeit Vergangenheit und Zukunft, Positionen und Erfolge der Wiener Wissenschaft vorstellen. Die Organisation der Veranstaltungen hat das Wissenschaftszentrum Wien in enger Kooperation mit der Scientific Community und den Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen der Stadt übernommen.

mehr Infos unter: www.wiener-wissenschaftstage.at

<programm>


16.06.2005


Drei Generationen SINTI-FRAUEN erzählen: „UNS HAT ES NICHT GEBEN SOLLEN“ Rosa Winter, Gitta und Nicole Martl, hg. von Ludwig Laher

<einlandung>


01.06.2005

Erika Weinzierl ist aus der intellektuellen Landschaft Österreichs nicht
wegzudenken. Als Historikerin hat sie besondere Verdienste um die Beleuchtung bis dahin unbeleuchteter Aspekte der österreichischen Zeitgeschichte: so zum Thema österreichischer Antisemitismus, so zum Verhältnis zwischen Katholischer Kirche und Politik. Als engagierte Bürgerin dieses Landes hat sie immer wieder öffentlichkeitswirksam Stellung bezogen.

Erika Weinzierl hat, neben ihrer wissenschaftlichen Karriere (Universität Salzburg, Universität Wien), sich auch als intellektuelles Gewissen der Nation besondere Verdienste erworben. Dass sie zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft für politische Aufklärung zählt, gerät dieser zur Ehre.

Erika Weinzierl hat mehr als eine Generation von Historikerinnen und Historikern begeistert. Das ist besonders wichtig: Ihr Zugang zur, ihr Verständnis von Geschichte ist zum Zugang und zum Verständnis vieler geworden. Sie hat, als besonders erfolgreiche Multiplikatorin, viele andere geprägt.

Im Zentrum von Erika Weinzierls Wirken stand und steht die Sorge um die Demokratiequalität in Österreich. Dafür setzt sie sich immer wieder ein – mit bewundernswertem Mut, mit authentischem Engagement. Sie ist nicht eine Mutter Courage der Zeitgeschichte – dazu ist sie, im Vergleich zu Brechts Figur, viel zu wenig angepasst, viel zu wenig resignativ. Aber sie hat ganz besonders viel Courage.

Für diese Courage: vielen herzlichen Dank.
Zum Geburtstag: sehr herzliche Glückwünsche!

Anton Pelinka


01.06.2005


DAS ANDERE UND KÜNFTIGE ÖSTERREICH IM NEUEN EUROPA
In memoriam Felix Kreissler (1917-2004)


Zeit: 24.-25.Oktober 2005
Ort: Universitätscampus, Wien (Aula, Institut und Bibliothek für Zeitgeschichte)

<text>


13.05.2005

Die Wiener Netzkultur-Institution Public Netbase sucht ab sofort eine/n ProjektmitarbeiterIn im Rahmen eines AMS-Arbeitstrainings. Diese Ausschreibung richtet sich vor allem an StudienabsolventInnen.

Informationen zum AMS-Arbeitstraining http://www.ams.or.at/neu/wien/900_arbeitstraining.pdf
Informationen zu Public Netbase http://www.t0.or.at/t0/info?lang=de

Aufgabengebiet ProjektmitarbeiterIn
Das Hauptaufgabengebiet umfasst im wesentlichen die Mitarbeit an den Vorbereitungen zum Projekt World-Information.Org, das im Rahmen eines mehrjährigen EU-Programms im November 2005 in Indien stattfinden wird.

Informationen:
http://world-information.org/india
http://www.t0.or.at/globalnetworks

Zu den Aufgaben der Projektmitarbeit zählen:
1. Redaktion und Content-Aufbereitung
2. Publikationen (Workshop-Paper, WIO-Zeitung, Programmfolder)
3. Editing WIO-Website
4. Pressearbeit und Interviews TeilnehmerInnen am Wien-Workshop
5. Sponsoring
6. Veranstaltungsvorbereitungen

Anforderungen
Gute Englischkenntnisse sind erforderlich! Selbstständiges Arbeiten;
Interesse an kulturellen, politischen und sozialen Fragestellungen; soziale Kompetenz und Teamfähigkeit; gute Kenntnisse moderner Redaktions- und Recherchetechniken;

Schicken Sie uns bitte Ihre schriftliche Bewerbung bis spätestens 25. Mai 2005 an office@t0.or.at oder per Post an folgende Kontaktanschrift:

Mag. Martin Wassermair
Public Netbase
Institut für Neue Kulturtechnologien/t0
Zwischenquartier Burggasse 21
A-1070 Wien


13.05.2005

Die Servicestellen Politische Bildung und Menschenrechtsbildung möchten Sie im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2005 auf das neue Download-Angebot der Hörbibliothek Politische Bildung aufmerksam machen.

Die "Hörbibliothek Politische Bildung" bietet ausgewählte Radiosendungen zu Themenbereichen der Politischen Bildung für den Unterricht an. Es handelt sich um eine Kooperation des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Abteilung Politische Bildung) und des ORF (Radio Österreich 1).
Schon bisher konnten für Unterrichtszwecke die Sendungen zum stark ermäßigten Sonderpreis von € 5,- pro Sendungskopie auf CD oder Kassette bestellt werden. Dieses Angebot ist bis Ende des Schuljahres 2004/2005 aufrecht.

Als neues Angebot gibt es jetzt ein Download-Abo exklusiv für Schulen.

Es kostet für ein Jahr nur € 24,- und ermöglicht 20 Downloads pro Monat.

Dieses ermäßigte Angebot, mit einer zweijährigen Preisgarantie, ist mit einer kostenlosen Ö1 Club-Mitgliedschaft verbunden. In deren Rahmen erhalten alle AbonnentInnen das Ö1 Club-Magazin "gehört", das über das Programm von Österreich 1 und interessante Schwerpunkte informiert, monatlich zugesandt.

Anmeldung und Information:
http://oe1.orf.at/club/downloads
http://www.politische-bildung.at

Angeboten werden Ö1-Sendungen im mp3-Format aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft, Religion und Information. Die Sendungen stehen unmittelbar nach ihrer Ausstrahlung zum Download bereit. So stehen etwa schon die am 3. Mai ausgestrahlten "Dimensionen", die sich ausführlich mit der Auftaktkonferenz der Aktionstage Politische Bildung beschäftigten, zur Verfügung. ExpertInnen äußern sich zu aktuellen Herausforderungen der Politischen Bildung und machen interessante Vorschläge:
Hörprobe und Info: http://oe1.orf.at/club/downloads/36477.html

Zusätzlich werden zu fast allen Sendungen Zusatzinformationen wie Adress- und Bücherlisten, Links und von Ö1-RedakteurInnen verfasste Artikel angeboten. Hörproben und eine Volltextsuche erleichtern das Auffinden von interessanten Sendungen.


13.05.2005

SOS Mitmensch sucht eine kaufmännische Geschäftsführung. Gemeinsam mit der inhaltlichen Geschäftsführung leiten Sie unser Koordinationsbüro in Wien, wobei Sie die wirtschaftlichen Agenden verantworten. Detaillierte Informationen und Bewerbungsmodalitäten entnehmen sie bitte unserer Website. Wir möchten auch besonders Angehörige von systematisch diskriminierten Gruppen zur Bewerbung ermuntern, da diese bevorzugt werden.
Infos unter: www.sosmitmensch.at

10.05.2005

Institut für Sprachen und Literaturen/ Vergleichende Literaturwissenschaft
Institut für Politikwissenschaft
Gesellschaft für politische Aufklärung
Initiative Minderheiten
Buchhandlung Wiederin


laden ein zur Buchpräsentation und Lesung
Drei Generationen SINTI-FRAUEN erzählen:
„UNS HAT ES NICHT GEBEN SOLLEN“
Rosa Winter, Gitta und Nicole Martl,
hg. von Ludwig Laher

Buchhandlung Wiederin
Innsbruck, Sparkassenplatz 4

Mittwoch, 1. Juni 2005, 19.00 Uhr
Moderation:Univ.-Prof.Dr. Erika Thurner/Mag. Beate Eder


06.05.2005

DIE EVANGELISCHE AKADEMIE WIEN und die HOSI Linz laden herzlich ein zu:

Symposium und Gedenkfeier
TOTGESCHLAGEN - TOTGESCHWIEGEN

Homosexuelle Frauen und Männer während der NS-Zeit in Österreich
Zeit: Freitag, 6. Mai bis Sonntag, 8. Mai 2005
Ort: Altes Rathaus, Pressezentrum, Hauptplatz 1, 4020 LINZ

Sonntag, 8. Mai 2005, 10 Uhr: Ökumenische Gedenkfeier - Gedenkstätte Mauthausen /Kaddisch/ Kranzniederlegung
Gedenkfeier vor dem Gedenkstein an die homosexuellen Opfer / Gedenkstätte Mauthausen
Gedenkworte von Gerda Pfandl (Evang.Hochschulpfarrerin), Hans Kouba (kath. Pastoralassistent), MartinEisenbraun (altkath.Kirche)

Bus von Wien nach Mauthausen: Sonntag, 8. Mai 2005, 6.30 Uhr Abfahrt von Wien-Westbahnhof

die Busfahrt ist gratis; Anmeldungen für die Busfahrt bei der ÖH: alexander.griwatz@oeh.ac.at

Detailliertes Programm: http://www.evang.at/akademie/SymposiumProgramm.htm


27.04.2005


Die junge Republik. Alltagsbilder aus Österreich 1945–1955
Die Ausstellung „Die junge Republik. Alltagsbilder aus Österreich 1945-1955“ rekonstruiert ein virtuelles Panorama aus den Wiederaufbaujahren. Aus dem Fundus des Bildarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek wurden die suggestivsten fotografischen Quellen ausgewählt, um einen umfassenden Überblick über das leben in Österreich von 1945 bis 1955 zu bieten. Der Kurator Hans Petschar ergänzte seine Fotoschau mit zahlreichen Plakaten und Zeitungen.

Termin: 27. April – 31. Oktober 2005, Di-So 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr
Ort: Österreichische Nationalbibliothek (Prunksaal), Josefsplatz 1, Wien (Tel.: +43/1/53410-0)

<Vortrag> zur Ausstellungseröffnung von Anton Pelinka


23.04.2005


Veranstaltungstipps unter:

http://politische-bildung-2005.schule.at


Neues aus der Politischen Bildung und Menschenrechtsbildung:

Politik auf der Bühne
Politische Bildung und Menschenrechtsbildung einmal anders: Theater an Schulen fördert soziale Kompetenzen.Theater an Schulen ermöglicht eine Auseinandersetzung mit menschenrechtlichen und politischen Fragestellungen. Theater an Schulen ist nicht gleichzusetzen mit dem Freifach "Darstellendes Spiel". Weiter Informationen und Einblicke in das wirkungsvolle Zusammenspiel von Politischer Bidlung, Menschenrechtsbildung und Theaterpädagogik finden Sie beim aktuellen Schwerpunktthema der Servicestelle Menschenrechtsbildung.

Programmheft der Aktionstage Politische Bildung
Sie können diese informative 60-seitige A5 Broschüre, die durch die Aktionstage führt, auch in größerer Stückzahl bestellen: Abteilung Politische Bildung im BMBWK, Eva Weingartner, F 01/531 20-25 49 oder eva.weingartner@bmbwk.gv.at

Teaching Human Rights 21: Diskriminieren verboten
Kann man Diskriminierung verbieten? Das Prinzip der Gleichbehandlung zieht sich durch alle zentralen Menschenrechtsdokumente, aber effektive Maßnahmen um Diskriminierung zu sanktionieren oder zu verhindern haben in Europa lange gefehlt.
Zeitschrift für LehrerInnen kostenlos zu bestellen (nur das Porto ist zu übernehmen) bei der Servicestelle Menschenrechtsbildung, Martina Sekulin, T 01/42 77-27 444 F 01/42 77-27 430, service@humanrights.at


20.04.2005


11 Film- und Diskussionsmodule gegen die Gedankenlosigkeit des Jubiläumsjahres



15.04.2005


60 Jahre Befreiung
Samstag, 11. Juni 2005
09.00 Uhr LOIBLPASS

<Einladung>


15.04.2005


<Einladung>


15.04.2005


Vergangene Woche, anlässlich des 60. Jahrestags der Ermordung von 61 politischen Häftlingen in Hadersdorf am Kamp durch die SS, wurde eine "Virtuelle Gedenkstätte" in Betrieb genommen.
Virtuell - da die Gemeinde Hadersdorf am Kamp bis heute die Ereignisse vom 6/7. April 1945 totschweigt.

link: www.gedenkstaette-hadersdorf.at/hadersdorf


15.04.2005

Rechtsextremismus und Populismus in Mitteleuropa – Jugendliche und ArbeitnehmerInnen als Zielgruppe rechtsextremer Agitation

Termin: 19. April 2005
Ort: Presseclub Concordia
1010 Wien, Bankgasse 8

<Programm>


31.03.2005

Wien (APA) - Das Jubiläumsjahr hat bereits einige Neuerscheinung
auf den Buchmarkt gebracht - Mit dem neu aufgelegten
wissenschaftlichen Werk "Austrofaschismus: Politik - Ökonomie -
Kultur 1933-1938"
wurde am Donnerstag in Wien nun auch ein dezitiert
kritischer Beitrag zur österreichischen Geschichte präsentiert.
Mitautor- und herausgeber Emmerich Talos bemängelte bei der
Buchpräsentation die dürftige Selbstkritik Österreichs im Rahmen des
Gedankenjahres, die "offenbar nicht in die offiziellen
Jubiläumsfeierlichkeiten der Republik passt".

Für Kritik sorgte auch das Bild vom Vater des Austrofaschismus,
Engelbert Dollfuß, im ÖVP-Parlamentsklub. Immerhin hat der damalige
Bundeskanzler das Parlament 1933 aufgelöst und nach Meinung von Talos
damit die Abschaffung des Vielparteien-Systems für immer angestrebt.
"Das Parlament hat sich selbst ausgeschaltet, ist an seiner eigenen
Demagogie und Formalistik zugrunde gegangen. Dieses Parlament, eine
solche Volksvertretung, eine solche Führung unseres Volkes wird und
darf nie wieder kommen (...) Die Zeit der Parteienherrschaft ist
vorbei", wird Dollfuß zitiert.

Die völlig überarbeitete und ergänzte fünfte Auflage von
"Austrofaschismus: Politik - Ökonomie - Kultur 1933-1938" ist ein
umfassender wissenschaftlicher Beitrag zur Aufbereitung der
österreichischen Geschichte. Dabei seien alle Ebenen - die
politische, ökonomische sowie die kulturelle - beleuchtet worden, um
so ein umfassendes und in sich geschlossenes Bild dieses
Zeitabschnittes zu schaffen. Immerhin habe die austrofaschistische
Herrschaft "nicht nur die formalen, sondern auch die realen
Strukturen geprägt und verändert", erläuterte Talos.

Aufgearbeitet werden in dem Buch unter anderem die damaligen
außenpolitischen Beziehungen Österreichs mit den faschistischen
Diktaturen in Italien und Deutschland sowie die Rolle der
katholischen Kirche. Das Werk beschäftigt sich weiters mit dem
sozialen System, der Stellung der Frauen sowie mit Schule und Sport
im so genannten Ständestaat.

Talos und der Historiker Winfried Garscha vom Dokumentationsarchiv
warnten vor der "Ausblendung" dunkler Kapitel der Geschichte. So
würden etwa die Aktivitäten der damals illegalen NSDAP in Österreich
oft unterbelichtet dagestellt, kritisiert Garscha. Er warnte auch
davor, die damalige Herrschaft als "Bollwerk gegen das deutsche
NS-Regime" zu sehen.

Hätte der Austrofaschismus das Land länger geprägt, wäre das Bild
Österreich heute ein ganz anderes, als es in diesem Jubiläumsjahr
gefeiert wird, gab Talos zu bedenken.

Emmerich Talos, Wolfgang Neugebauer (Hg.) - Austrofaschismus: Politik - Ökonomie - Kultur 1933 - 1938. 436 Seiten, Lit-Verlag, ISBN: 3-8258-7712-4, 19,90 Euro


31.03.2005


Am 5. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen befreit; seither werden jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai Befreiungsfeiern der Überlebenden, ihrer Angehörigen sowie ehemaliger vom NS-Regime verfolgter Opfergruppen abgehalten. Seit mehr als 20 Jahren gedenken auch österreichische Lesben und Schwule an diesem Tag in Mauthausen der in der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Lesben und Schwulen – an einem Ort, an dem der weltweit erste Gedenkstein 1984 für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes enthüllt wurde.
Anlässlich dieses Jahrestags erinnert ein Symposium über die Verfolgung homosexueller Männer und Frauen in der NS-Zeit in Österreich an die tödlichste Form von Diskriminierung und stellt die neuesten Forschungsergebnisse vor. Besonderes Augenmerk wird auf den politischen Umgang des "offiziellen Österreich" mit dieser Thematik gelegt werden, da bis heute Lesben und Schwule nicht als Opfergruppe anerkannt werden, ihnen somit jede Form von „Wiedergutmachung“ verwehrt wird. Ein weiterer Themenbereich ist die Beschäftigung mit der Erinnerungs- und Trauerarbeit der österreichischen Lesben- und Schwulenbewegung.
Das Symposium (Vorträge wissenschaftlicher ExpertInnen, Filmvorführungen, Arbeitskreise, Podiumsdiskussion) schließt mit der Teilnahme an der Befreiungsfeier in Mauthausen in Form einer ökumenischen Gedenkfeier am Gedenkstein für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

ReferentInnen
: Claudia Schoppmann (Berlin), Rainer Hoffschildt (Deutschland), Gudrun Hauer (Wien), Hannes Sulzenbacher (Wien), Albert Knoll (München), Hans-Peter Weingand (Graz)

Vorträge: Österreichische Schwule in der NS-Zeit, Schwule im KZ Mauthausen, Situation lesbischer Frauen in Österreich 1938-1945, Die gescheiterte Wiedergutmachung, Erinnerungs- und Trauerarbeit der österreichischen Lesben- und Schwulenbewegung

Samstag, 7. Mai 2005, 19.30 Uhr:
Opfer bitte warten - Der Umgang der 2. Republik mit den lesbischen und schwulen Opfern des NS-Regimes

Podiumsdiskussion mit: Karl Öllinger (Nationalratsabgeordneter, Die Grünen) Barbara Prammer (2. Präsidentin des Nationalrates) Reinhold Lopatka (ÖVP-Generalsekretär, angefragt) Ludwig Zwickl (Bundesministerium für Inneres, organisatorischer Leiter der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) Kurt Krickler (HOSI Wien)
Moderation: Gudrun Hauer (Wien)

Sonntag, 8. Mai 2005, 10 Uhr:
Gedenkfeier vor dem Gedenkstein an die homosexuellen Opfer / Gedenkstätte Mauthausen
Ökumenische Gedenkfeier/Kaddisch(Re´uth)/Kranzniederlegung

Detailliertes Programm: ww.evang.at/akademie/SymposiumProgramm.htm
Nähere Infos: www.hosilinz.at/ns-tagung
Veranstalterinnen: Evangelische Akademie Wien, HOSI Linz
Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler (Evang. Akademie Wien)
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Gudrun Hauer (Universitätslektorin für Politikwissenschaft)

Die Teilnahme ist kostenlos (Spenden willkommen)

Anmeldung
: bei der Evangelischen Akademie Wien, Tel. 01/408 06 95-0 oder per e-mail akademie@evang.at oder bei der HOSI Linz, e-mail: ooe@hosilinz.at



30.03.2005


Ausstellungsdauer: 15.04.2005 – 15.05.2005
Institut für Politikwissenschaft
Universität Innsbruck – SoWi Gebäude, 2. Stock Ost

Ausstellungseröffnung:
19.04.2005
15.30 Uhr

<Folder>


18.03.2005


Siemens Forum Wien
Dietrichgasse 25
1030 Wien

29. April 2005
Ab 8.30 bis 18 Uhr

<Folder>
<Anmeldeformular>


16.03.2005


Ort: Veranstaltungszentrum des Hilfswerk in Wien (1070 Schottenfeldg. 29)

Termin: 27. – 29. April 2005, täglich 9 – 17 Uhr / Eintritt frei!

Thema: Die Welt der Menschen mit Behinderung erleben,
verstehen und in ihrer Vielfalt wahrnehmen.

<Programm>



15.02.2005


"2005: odyssee im staatsraum – display your dissent" ist ein Kurz-Film/Visual/Video-Wettbewerb.
Es gilt, die Bilderproduktion der regierungs- und ORF-offiziellen Geschichtsschreibung zu dekonstruieren und auseinander zu nehmen. Positionen und Argumente gegen Nationalismus und Geschichtsrevision sollen in Lauf-Bilder umgesetzt werden, um sichtbar zu machen, was vom offiziellen 2005er Jubiläum verdrängt, unterdrückt, verfälscht, vergessen gemacht wird.

Nähere Infos unter: www.oesterreich-2005.at/av/wettbewerb


24.01.2005


Konferenz am 28. und 29. April 2005
Veranstaltet vom Demokratiezentrum Wien im Auftrag des BMBWK

Die Konferenz Demokratie-Bildung in Europa findet im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2005 statt und stellt gleichzeitig deren
Auftaktveranstaltung dar. Das Jahr 2005 wurde vom Europarat zum
Europäischen Jahr der Politischen Bildung (www.politische-bildung-2005.schule.at) ausgerufen. Das in diesem Aktionsjahr angestrebte Ziel ist es, die demokratiepolitische Bildung in den Mitgliedsstaaten des Europarates zu fördern. Es steht ebenso wie die Konferenz und die Aktionstage 2005 unter dem Motto Demokratie lernen und leben. Die Konferenz bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit ExpertInnen und PraktikerInnen Trends, Problembereiche, Perspektiven und Herausforderungen sowie Methoden und theoretische Zugänge der Demokratie-Bildung bzw. der Politischen Bildung zu diskutieren. Darüber hinaus bietet die Konferenz einen Rahmen, um Kontakte und Kooperationen der verschiedenen AkteurInnen im Bereich der Politischen Bildung anzuregen.

Während der Konferenz wird eine Ideenbörse präsentiert, die Ideen und
Initiativen der wichtigsten AkteurInnen und best-practice-Modelle aus dem
Bereich der Demokratie-Bildung bzw. Politischen Bildung zeigt.

Programm und Anmeldung


17.01.2005


Programm: Amen dschijas

links: www.romawochenoberwart.at und www.oho.at


17.01.2005


Patriotismus oder Vaterlandsverrat: Wo stehen Sie in Österreich?

Beantworten Sie 22 Fragen im Österreich-Quiz und erfahren Sie, welchem von acht Typen Sie am ehesten entsprechen!

http://quiz.oesterreich-2005.at

Ein Beitrag von Public Netbase im Rahmen der Plattform: "Österreich 2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern" 
http://www.oesterreich-2005.at


Achtung! GFPA: ADRESSÄNDERUNG


Das Wiener Sekretariat der "Gesellschaft für politische Aufklärung" ist umgezogen!

neue Adresse:
Karin Liebhart
Institut für Politikwissenschaft
Universitätstrasse 7/2, 1010 Wien
Zimmer D 217

Tel.: +43/1/4277/47739
Fax: +43/1/4277/9477
e-mail: karin.liebhart@univie.ac.at


19.10.2004 Frauenakademie der ksoe: Lehrgang "Geld und Leben"


nächster Lehrgang Feb. 2005 - Feb. 2007



weitere Informationen und Anmeldung bei:

Margit Appel, Konstanze Pichler
Schottenring 35/DG, A-1010 Wien Tel: 01/310 51 59 DW 72,
e-mail:
konstanze.pichler@ksoe.at



29.09.2004 Urlaub und Reisen - barrierefrei


Sind Sie von einem erholsamen Ferienaufenthalt wieder in Ihren Alltag zurück gekehrt? Oder stecken Sie etwa schon in der Planung zu Ihrem nächsten Urlaub?
Europaweit gibt es rund 60 Mio. Menschen mit Behinderungen, die gerne reisen - aber bisher von Tourismus- und Freizeiteinrichtungen eine eher unentdeckte Zielgruppe geblieben sind.



Genau jener Gruppe bietet der ÖZIV - Österreichischer Zivil-Invalidenverband mit der ÖZIV-BÖRSE auf www.oeziv.at eine etablierte Informationsplattform zwischen Menschen mit und ohne Behinderung:
Neben Informationen zu den unterschiedlichsten, behindertenrelevanten Themen finden sich wichtige Tipps und gute Ideen für einen behindertengerechten Urlaub im In- und Ausland. Einfach den Link Urlaub und Reisen - barrierefrei anklicken!

Sie können uns dabei helfen, dieses Serviceangebot zu erweitern!
Haben Sie in Ihrem letzten Urlaub Unterkünfte oder Sehenswürdigkeiten kennen gelernt, die für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zugänglich sind? Können Sie uns behindertengerechte Urlaubsziele empfehlen? Oder haben Sie ganz andere Ideen für eine barrierefreie Reise der besonderen Art? Wir sind für Ihre Anregungen dankbar, lassen Sie uns an Ihren (Urlaubs-) Erfahrungen teilhaben!

Das ÖZIV- und Projekt SUPPORT-Team freut sich über Ihre Rückmeldung!


25.05.2004 BUCHPRÄSENTATION


Schweigen die Täter – Reden die Enkel

Zwei Angehörige der "Enkel-Generation" erzählen, wie sie mit der NS-Vergangenheit ihrer Vorfahren umgehen. Ihre sehr mutigen und persönlichen Erzählungen machen deutlich, dass der zeitliche Abstand eine neue Dynamik in die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit bringen kann.

Claudia Brunner, die Großnichte von Alois Brunner, der rechten Hand Eichmanns, und Uwe von Seltmann, Enkel eines SS-Mannes in Krakau, haben als Einzige in ihrer Familie das Tabu gebrochen und beschäftigen sich mit den erbrechen ihrer Vorfahren. Aus Reisen, Begegnungen, Schriftstücken, Zufallserlebnissen, mühevollen und aufwändigen Recherchen fügt sich ein Mosaikstein nach dem anderen zu Bildern dieser Männer zusammen.
Ein ebenso faszinierendes wie bedrückendes Dokument.

Es diskutieren:
Claudia Brunner, Autorin, Karin Liebhart, Gesellschaft für Politische Aufklärung

Ort/Termin:
ÖGB-Seminarzentrum Strudlhof, Strudlhofgasse 10, 1010 Wien
22. 6.2004, 19.00 Uhr

Nähere Infos und Anmeldung:
VÖGB-Seminar- und Veranstaltungsbüro
Tel.: 01/534 44/129
Fax: 01/534 44/582
E-Mail:
bildung@oegb.at




31.03.2005


Zeit der Befreiung 1945-1947

Enthüllung: 8. April 2005, 12 Uhr
Ostarrichi-Park (Landesgericht/Alserstraße), 1090 Wien

Ein Projekt im öffentlichen Raum von Martin Krenn, Charlotte Martinz-Turek, Nora Sternfeld und Luisa Ziaja

<Folder>


31.03.2005


Stammtisch Politik
Koordination: Mag. Elisabeth Morawek
Politik ist etwas, dem niemand entkommen kann. Entweder wird mit uns Politik gemacht, oder wir machen Politik. Politik ist auch das einzige Korrektiv gegenüber dem, was wir so oft beklagen - die Macht der Konzerne etwa oder die Gewalt der Globalisierung. Mit einem Wort: Die Alternative heißt Resignation.

Univ.Doz. Dr. Arno Pilgram, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie
Moderation: Direktor Dr. Robert Streibel
Dienstag, 12.04.2005, 19:00 Uhr
Café Korb
1010 Wien, Tuchlauben 10

Im sozialen Wohlfahrtsstaat wurde das Strafrecht von einem Instrument sozialen Ausschlusses umgebaut zu einem Instrument der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Hinter dieser Entwicklung stand die Feststellung, wie verbreitet Konflikte mit dem Strafrecht eigentlich sind und wie brauchbar selbst Rand- und Risikogruppen für Wirtschaft und Kultur sein können. Im Zeitalter der Globalisierung und des Neoliberalismus spaltet sich die Kriminalpolitik in eine für Uns und eine für Ausgegrenzte


16.03.2005


Der Umgang mit der NS-Vergangenheit
In Kooperation mit dem PIB (Pädagogisches Institut des Bundes Wien)
<Folder>

ZEIT: 8. April 10:00-17:00

ORT: Volkshochschule Hietzing
(13.,Hofwiesengasse 48)
Tel. 804 55 24
office@vhs-hietzing.at
www.vhs-hietzing.at


Anmeldung von Schulklassen bitte über die VHS- Hietzing
Anmeldung von Lehrerinnen und Lehrern (Bitte geben Sie Ihre Sozialversicherung bekannt!) bis spätestens 4. April 2005 bitte über das pib-wien.

Frau Irene Willert:
irene.willert@pib-wien.ac.at
01/ 60 118- 4000


21.02.2005


Zwei Termine im Cafe Korb

Politik ist etwas, dem niemand entkommen kann. Entweder wird mit uns Politik gemacht, oder wir machen Politik. Koordiniert wird die Reihe von Mag. Elisabeth Morawek.
Der erste Stammtisch am neuen Standort im Cafe Korb ist Amerika gewidmet. Am 8. März um 19 Uhr wird der Redkateur des "Standard" Dr. Eric Frey über "Amerika: Das unbekannte Reich" sprechen.

Am 12. April um 19 Uhr wird Univ. Doz Dr. Arno Pilgram über "Kriminalität in Österreich" diskutieren.

Cafe Korb,
1010 Wien
Tuchlauben 10


23.02.2005


Im April dieses Jahres jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers
Buchenwald zum 60. Mal. Aus diesem Anlass werden noch einmal etwa
600 ehemalige Häftlinge aus aller Welt für mehrere Tage in die Gedenkstätte
kommen. Es sind hochbetagte Menschen, die oft nur unter großen Anstrengungen, mit Unterstützung und wohl auch zum letzten Mal die
Gelegenheit haben, nach Buchenwald zu kommen. Wir rechnen damit, dass vom 07.-12. April fast 1 000 Gäste in Buchenwald sind: ehemalige Häftlinge, aber auch Verwandte und Freunde.
Für uns als Mitarbeiter der Gedenkstätte ist es eine Herzenssache, die
Gedenktage würdig zu gestalten. Aber nicht alle Aufgaben können wir
allein bewältigen - wir brauchen zusätzlich Helfer und Unterstützung.

Ich bin dafür zuständig, die Betreuung der ehemaligen Häftlinge zu koordinieren und andere organisatorische Aufgaben zu übernehmen. In
dieser Funktion wende ich mich an Sie, denn wir benötigen noch personelle Hilfe bei der Betreuung von ehemaligen Häftlingen, und der Durchführung von Veranstaltungen Darüber hinaus suchen wir Dolmetscher oder Sprachmittler sowie Reisebegleiter für die Gruppen ehemaliger Häftlinge aus
verschiedenen Ländern. Dies sollten Personen sein, die in den Herkunftsländern unserer Gäste, vorrangig in den Ländern Ost- und Südosteuropas, leben und bereit wären eine Gruppe von 10 ehemaligen Häftlingen von ihrem Heimatland nach Buchenwald, und anschließend auch wieder zurück zu begleiten. Die Kosten werden übernommen.

Alle, die uns vom 7.-12. April bei der Gestaltung des 60. Jahrestags
der Befreiung des KZ Buchenwald helfen möchten, bitte ich das
beiliegende Blatt auszufüllen und an uns zu senden.

Dr. Helmut Rook (Ltr. der Jugendbegegnungsstätte Buchenwald)
Kontakt: hrook@buchenwald.de


15.11.2004 STUDIENFAHRT ZUR GEDENKSTÄTTE AUSCHWITZ-BIRKENAU


Die Studienfahrt eröffnet die Möglichkeit einer intensiven Beschäftigung mit einem der einschneidendsten Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Auschwitz als Synonym der NS-Verbrechen und die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart.
Gerade angesichts europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen Minderheiten ist der Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten.
Das Angebot, an dieser Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich bewusst an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.


Zeitplan:
19. März (ca. 14-18 Uhr): Vorbereitungsseminar in der Evangelischen Akademie Wien - ZeitzeugInnen, Filme, Gespräche
20. März: Vorbereitungsseminar im Kath. Bildungshaus Großrußbach - Vorträge,Filme
21.März: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz
22. März: Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz; Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau
23. März: Besuch des Archivs der Gedenkstätte, der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen
24. März: Stadtbesichtigung Krakau/ Besuch des jüdischen Viertels
25. März: Rückfahrt nach Wien (Ankunft ca. 16 Uhr)

Im Preis von € 400,- sind Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten enthalten.

Informationen und Anmeldung:
Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, A-1010 Wien, Universitätsstrasse 7/2, E-mail: karin.liebhart@univie.ac.at, T: 43-1-4277/47739, F: 43-1-4277/9477
Waltraud Riegler, Evangelische Akademie Wien, A-1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13, E-mail: w.riegler@evang.at oder akademie@evang.at, T: 43/1/4080695-24, F: 43/1/4080695-33

Organisatorische Leitung:
Waltraud Riegler (Evang. Akademie Wien), Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung)

Zeit: 19. - 25. März 2005

Kostenbeitrag: € 400,--

Anmeldung: bis 18. Februar 2005 – begrenzte TeilnehmerInnenzahl!


31.03.2005


Workshop nach dem NCBI-Modell
Begegnungen MuslimInnen – NichtmuslimInnen

Zeit: Samstag, 2. April 2005, 9.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Moschee, Bosnischer Hilfsverein, Buchengasse 44. 1100 Wien
Kostenbeitrag: € 25,- (Ermäßigung auf Anfrage)
Anmeldung: - bei Evang. Akademie Wien, Tel. 01/408 06 95-0

DIE EVANGELISCHE AKADEMIE WIEN, NCBI Wien, und der Bosnische Hilfsverein laden herzlich ein

nähere infos unter: www.evang.at/akademie/WorkshopMuslime-Nichtmuslime.htm


16.03.2005


Der Europarat hat das Jahr 2005 zum Europäischen Jahr der Politischen Bildung ausgerufen. Auch in Österreich stellt sich vor allem im Hinblick auf Jugendliche immer mehr die Frage, wie das Interesse an politischen Themen und Inhalten am besten geweckt werden kann. Gegenwärtig, so macht es zunehmend den Eindruck, dominieren Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit.

Die Diskussionsveranstaltung versucht der Frage nachzugehen, ob das Desinteresse von Jugendlichen an der Politik tatsächlich überwiegt. Oder ist nicht die angeblich geringe Begeisterungsfähigkeit vielmehr auf die Methoden der Politischen Bildung sowie auf die Politikdarstellung in Gesellschaft und Medien zurückzuführen? Inwieweit bieten Neue Medien den Jugendlichen die Möglichkeit, selbst an politischen Prozessen zu partizipieren und das Gefühl der Ohnmacht zu überwinden?

Es diskutieren:

Mag. Gertraud Diendorfer (Geschäftsführerin Demokratiezentrum Wien)
Mag. Dr. Karin Liebhart (Politikwissenschafterin)
Laura Rudas (SP-Gemeinderätin)

Moderation: Linda Kreuzer (ÖH progress)

Do., 17. März 2005, 19.00 Uhr
Public Netbase, Zwischenquartier Burggasse 21, A-1070 Wien
Eintritt frei.


15.11.2004 STUDIENFAHRT ZUR GEDENKSTÄTTE AUSCHWITZ-BIRKENAU


Die Studienfahrt eröffnet die Möglichkeit einer intensiven Beschäftigung mit einem der einschneidendsten Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Auschwitz als Synonym der NS-Verbrechen und die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart.
Gerade angesichts europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen Minderheiten ist der Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten.
Das Angebot, an dieser Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich bewusst an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.


Zeitplan:
19. März (ca. 14-18 Uhr): Vorbereitungsseminar in der Evangelischen Akademie Wien - ZeitzeugInnen, Filme, Gespräche
20. März: Vorbereitungsseminar im Kath. Bildungshaus Großrußbach - Vorträge,Filme
21.März: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz
22. März: Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz; Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau
23. März: Besuch des Archivs der Gedenkstätte, der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen
24. März: Stadtbesichtigung Krakau/ Besuch des jüdischen Viertels
25. März: Rückfahrt nach Wien (Ankunft zw. 15 - 18 Uhr)

Veranstalterinnen:
Gesellschaft für politische Aufklärung und Evangelische Akademie Wien

Organisatorische Leitung:
Waltraud Riegler (Evang. Akademie Wien), Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung)

Infos:
karin.liebhart@univie.ac.at


23.02.2005


SOS Mitmensch lädt alle Interessierten herzlich zur Verleihung des Ute Bock-Preises für Zivilcourage ein. Dieser wird für das Jahr 2004 an die Plattform "Gerechtigkeit für Seibane Wague" vergeben. Auf Einladung des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte wird der Preis Donnerstags im Festsaal des Juridicums in Wien überreicht. Die Laudatio wird von Univ.-Prof.Dr. Bernd-Christian Funk gehalten.

Datum: Donnerstag, 24. Februar, 2005. Beginn 19.00 Uhr.
Ort: Festsaal des Juridicum, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien.

In der Begründung für die Verleihung des Preises an die Plattform "Gerechtigkeit für Seibane Wague" heißt es: "Den wesentlichen Schritt der letzten Jahre im Bemühen der afrikanischen Community um Selbstrepräsentation sieht SOS Mitmensch in der Mobilisierung nach dem Tod von Seibane Wague."
Der Preis wurde 1999 von SOS Mitmensch ins Leben gerufen, um das Engagement der privaten Flüchtlingshelferin Ute Bock zu würdigen. Sie war gleichzeitig erste Preisträgerin. Ihr folgten Gertrude Hennefeld, Vinzipfarrer Pucher und der Sozialarbeiter Bülent Öztöplu.
Der Preis wird heuer zum fünften Mal vergeben. Geehrt werden mit der Auszeichnung Personen, die sich mit besonderer Courage für die Einhaltung der Menschenrechte verdient gemacht haben und deren praktische Grundrechtspflege in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld außerordentliche Wirkung entfalten konnte.
Ziel des Preises ist es, Öffentlichkeit für wichtige Menschenrechts-Themen herzustellen und die gesammtgesellschaftliche Relevanz der Menschenrechte darzustellen. Deshalb wird der Preis jeweils gemeinsam mit einer Institution vergeben, die die Gastgeberschaft übernimmt. Bislang wurde der Preis auf Einladung des verstorbenen Bundespräsidenten Klestil in der Hofburg, des Grazer Bürgermeisters Stingl im Grazer Rathaus, des damaligen Nationalratspräsidenten Fischer im Parlament und im Wiener Rathaus vergeben.

 


05.03.2005


Reihe "Zeitgenossen im Gespräch"
Brigitte Bailer-Galanda zu Gast bei Michael Kerbler und Claus Philipp

Die Historikerin Brigitte Bailer-Galanda, seit Dezember 2004 wissenschaftliche Leiterin des DÖW, war stellvertretende Vorsitzende der Historikerkommission der Republik Österreich. Michael Kerbler und Claus Philipp sprechen mit ihr über die Arbeit der Historikerkommission, über die Phänomene Antisemitismus und Rechtsextremismus und das gegenwärtige Geschichtsbild über das Österreich des 20. Jahrhunderts. Der Mitschnitt des Gesprächs ist am 10. März in der Sendereihe "Im Gespräch" um 21.01 Uhr in Ö1 zu hören.

Zeit: Sonntag, 6. 3. 2005, 11.00 Uhr

Ort: RadioKulturhaus, Großer Sendesaal, Argentinierstr. 30a, 1040 Wien

Eintritt: EUR 9,-/11,-, Ticket 25/ÖH-Card: EUR 7,-

Kartenanfragen:
Tel.: (01) 501 70 377
e-mail:
radiokulturhaus@orf.at


17.02.2005


"Ich komm' nicht von Auschwitz her, ich stamm' aus Wien." Ruth Klüger im Portrait. Ein Film von Renata Schmidtkunz

Spurensuche von damals bis jetzt
Ruth Klüger und Erika Weinzierl im Gespräch
Moderation: Renata Schmidtkunz

Dienstag, 1. März 2005, 19:00 Uhr
Wiener Rathaus, Festsaal, Lichtenfelsgasse 2, Feststiege 1, 1010 Wien Eine Veranstaltung in der Reihe "Österreich Zweite Republik. Befund,
Kritik, Perspektive"


24.01.2005


Rom Sam. Ich bin Mensch. Ich bin Zigeuner.
Anlass dieses thematischen Schwerpunkts des Monats Februar ist der zehnte Jahrestag des Attentats bei der Oberwarter Roma-Siedlung. Verschiedene Projekte, die der burgenländische Künstler Peter Wagner aus dem selben Anlass in Oberwart - zum Teil mit Angehörigen der Roma-Minderheit - realisiert, werden im Rahmen des Aktionsradius-Schwerpunkts an den Gaußplatz transferiert. U.a. das Lesetheater "Die Zigeunerplage", die Präsentation der "Karte der Verschwundenen", die Videodokumentation "Zigeunerdenkmal" und zwei Einakter zum Thema "10 Jahre danach". Einige Filme werden auf- und uraufgeführt, z.B. "Die Roma-Schauer" von Peter Wagner, "Eine lästige Gesellschaft" von Mariika Schmiedt u.a.
Unter dem Titel "Gadjo Dilo" präsentieren "Gadsche"-Musiker (Nicht-Zigeuner) ihr extra für diese Reihe erarbeitetes Roma-Musikprogramm. Weitere Veranstaltungen werden in Partnerschaft mit dem Internetradioprojekt Gipsy Info und dem Roma-Kulturverein romanodrom geplant.


Aktionsradius Augarten, www.augarten-kultur.at, Tel.: (01) 332 26 94 Alle Veranstaltungen finden am Gaußplatz 11 statt und beginnen - falls nicht anders angegeben - um 19.30 Uhr.

Dienstag 1.2.
Film Stefan Horvath, Zigeuner aus Oberwart. Peter Wagner Stefan Horvath, Jahrgang 1949, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995 verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit der Siedlung einen Sohn. Danach litt er an Schlafstörungen zu jener Nachtzeit, als die Detonation passierte, bis er eines Tages ein probates Mittel zur Überbrückung dieser Zeit fand: er begann zu schreiben. Stefan Horvath will mit seinen Erzählungen den Roma seiner Heimat eine Erinnerung nachliefern, von der er glaubt, dass sie vielfach befreiende, wenn auch teilweise schmerzhafte Wirkung haben könnte. Der Film “Stefan Horvath, Zigeuner aus Oberwart" besteht einerseits aus einem ausführlichen Gespräch mit Stefan Horvath, das im Sommer dieses Jahres 2003 aufgezeichnet wurde. Der Autor und Regisseur Peter Wagner ist selbst in Oberwart aufgewachsen.

Mittwoch 2.2.
Film Eine lästige Gesellschaft. Marika Schmiedt Vorfilm Gipsy Info on Tour (Derschmidt) Eine lästige Gesellschaft Regie: Claudia Fischer und Marika Schmiedt, Video Eine niederösterreichische Zigeunerin steht im Mittelpunkt dieses Films. Er zeigt Marika Schmiedts mühsame Spurensuche nach den Mitgliedern ihrer Familie. Im Zuge dieser Nachforschungen entrollte sich vor den Augen der Wiener Filmemacherin und Malerin das Schicksal ihrer Großmutter. Unzählige Archive und Gedenkstätten haben Fischer und Schmiedt für ihre Recherchen aufgesucht. Mit kaum mehr als einem ausgebleichten Bild begannen die beiden ihre Recherche, in deren Verlauf deutlich wurde, wie mähevoll es ist, ohne dokumentierte Vergangenheit zu einer gegenwärtigen Identität zu finden: Spätfolge des Holocaust, mit dem die Roma auf diese Weise noch heute zu kämpfen haben.

Donnerstag 3.2.
Film Die Roma-Schauer. Peter Wagner. A 2004, Video Anschl. Diskussion. Was sich zunächst als harmlose Reise einer etwa 20köpfigen Gruppe zu einem als folkloristisch angekündigten Roma-Festival in der zentralbulgarischen Stadt Sliven anleiert, wird zu einer renzerfahrung gesellschaftlicher Realität und eigener Betroffenheit. Roma-Interessierte, Neugierige, Geldspender, Richter, Lehrer, Journalisten sowie eine österreichische Romni aus Oberwart setzen sich in einen Linienbus und fahren von Wien über Ungarn und Serbien nach Sofia. Dort wartet der Manager der Roma-Brass-Band “Karandila" aus Sliven. Man hat einen Bus und einen Reiseführer für die Gäste organisiert, der sie quer durch das Land bringen soll. Man kam mit der Erwartung, ein buntes Roma-Festival mit viel Musik, Tanz, Essen und ausgelassener Stimmung zu genießen und einem aufgeklärten “Roma Schauen" zu frönen. Es kommt anders: das angekündigte Festival ist kein Festival sondern eine vornehmlich für die Gäste auf dem Hauptplatz der Enklave ausgerichtete Darbietung, die die vermeintlichen Roma-Schauer selbst zu den Beschauten, zu den eigentlichen Exoten im 12.000 Seelen-Ghetto macht.
Anschließend Gespräch mit Peter Wagner.

Freitag 4.2.
Neuer Zelimir Zilnik -Film (mit kinoki) Kenedi se vraca kuci / Kenedi Goes Back Home Serbien-Montenegro 2003, 74 Min., Originalfassung mit englischen Untertiteln, DVD
Anschließend Gespräch mit Zelimir Zilnik.

Dienstag 8.2.
“Die Zigeunerplage", Lesung mit Christoph Krutzler, Vorspiel: “Der lasterhafte Herr Krutzler spricht über sein Kemeten". Video,
Uraufführung; 20 min

Dienstag 15.2.
Zwei Einakter - zehn Jahre danach Vorspiel. Video “Zigeunerdenkmal" (Peter Wagner, 5 min) www.aktionsradius-augarten.at

 

24.01.2005


Präsentation der Publikation: Frei - Souverän - Neutral - Europäisch. 1945 1955 1995 2005 Informationen zur Politischen Bildung, Heft 22, 2004 Herausgegeben vom Forum Politische Bildung

Wann: Dienstag, 1. Februar 2005, 19 Uhr
Wo: Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

In Österreich häufen sich 2005 die Jahrestage zur Geschichte der Republik.
Von offizieller Seite wird viel Jubel angekündigt, gleichzeitig mehren sich
Stimmen, die eine kritische Aufarbeitung fordern.
Frei - Souverän - Neutral - Europäisch. 1945 1955 1995 2005, das aktuelle
Heft der Informationen zur Politischen Bildung, versteht sich als Einstieg
in die Thematik und als Anregung und Motivation, sich näher mit den "runden Jahreszahlen" auseinander zu setzen, diese kritisch zu hinterfragen sowie einen Bogen in die Gegenwart zu spannen.
Warum und mit welcher Zielsetzung gedenken wir bestimmter Ereignisse?
Historische Jubiläen geben Gelegenheit, bestimmte historische Traditionslinien und Zusammenhänge hervorzuheben bzw. zu konstruieren und die kollektive Identität einer Gemeinschaft herzustellen und zu festigen. Dies stellt ebenso wie der Anspruch, außerschulische mit schulischen
Lernprozessen synchron zu schalten sowie fragmentiertes Wissen und
unreflektierte Geschichtsbilder in reflektiertes Orientierungswissen
umzumünzen eine Herausforderung für den Geschichteunterricht sowie die
Politische Bildung dar. Die Informationen zur Politischen Bildung bieten

LehrerInnen informative Beiträge und didaktisch-methodische Anregungen für den Unterricht, die zu einer differenzierten Sichtweise auffordern.

Das Heft wird von der Redakteurin und AutorInnen vorgestellt:
Gertraud Diendorfer, Forum Politische Bildung
Heidemarie Uhl, Historikerin, Österreichische Akademie der Wissenschaften Herbert Pichler, Lehrer für Geographie und Wirtschaftskunde, SZ Ungargasse Gerhard Tanzer, Lehrer für Geschichte und Politische Bildung, SZ Ungargasse


26.11.2004


Aninka aus Theresienstadt

GRETA KLINGSBERG wurde 1929 in Wien in einer assimilierten jüdischen Familie geboren. Als die Eltern 1938 auf einem illegalen Schiff nach Palästina emigrierten, blieb Greta mit ihrer Schwester Trude in einem Brünner Waisenhaus zurück.
1942 wurde Greta Klingsberg ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort sang sie die weibliche Hauptrolle „Aninka“ in Hans Krásas Kinderoper 'Brundibár'.
Greta überlebte - anders als ihre Schwester - die Hölle von Auschwitz. Nach der Befreiung kam sie zu ihren Eltern nach Israel und lebt dort heute als Musikerin und Rundfunkmitarbeiterin.


Moderation: Roland Ritter-Werneck (Evangelische Akademie Wien)


Zeit
: Donnerstag, 2. Dezember 2004, 19.00 Uhr
Ort: Albert-Schweitzer-Haus, Halle, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien
Kostenbeitrag: € 5,- Abendkasse vor Ort - 30 min. vor Beginn der Veranstaltung

--- Einlass und Platzreservierung 30 min. vor Beginn der Veranstaltung --

Veranstalter
: Evangelische Akademie Wien


24.11.2004


CLIO lädt ein zur Diskussion: "Schweigen die Täter - reden die Enkel" Persönliche Spurensuche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Ort: Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz
Zeit: Donnerstag, 25. November 2004, 19.00 Uhr

Claudia Brunner, Mitautorin des Buches "Schweigen die Täter - reden die Enkel" diskutiert mit der Politologin Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung) über das "Familiengeheimnis" Nationalsozialismus und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus der Perspektive der Dritten Generation.

Veranstalter: CLIO in Kooperation mit dem Jüdischen Kulturzentrum Graz und der Gesellschaft für politische Aufklärung Wien

CLIO - Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit
Großgrabenweg 8, A-8010 Graz
Tel. ++43 (0)316 35 71 94
bzw. 0676 64 85 414

heimo.halbrainer@clio-graz.net

http://www.clio-graz.net


09.11.2004 Die Evangelische Akademie Wien lädt herzlich ein...


Workshop nach dem NCBI-Modell

Brücken bauen – Vorurteile abbauen

Begegnungen MuslimInnen – NichtmuslimInnen

Zeit: Samstag, 27. November 2004, 9.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Evangelische Akademie Wien, Saal 1, 1090 Wien; Schwarzspanierstraße 13

Nähere Infos zu diesem Workshop finden Sie unter:
www.evang.at/akademie/prg_workshops.html

Leitung: Nina Hössli (Leiterin Kampagne gegen Islamophobie, NCBI-Schweiz), Astrid Winkler (Leiterin und Trainerin NCBI-Wien), Lise Abid (Journalistin)

Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler (Evangelische Akademie Wien)

VeranstalterInnen:
Evangelische Akademie Wien, NCBI Wien

Kostenbeitrag: € 20,-

Anmeldung: bis 19. November 2004 - bei Evang. Akademie Wien

tel.: 01/408 06 95-0
mail:
akademie@evang.at


04.10.2004 8th International Youth Leadership Conference


January 3rd – 8th 2005, Prague, Czech Republic

" Attention all students between the ages of 18-24: We would like to formally invite you to Prague this upcoming winter to participate in the 8th International Youth Leadership Conference. Join 150 fellow students from all over the world in a fun, weeklong forum on the future of world leadership and international relations.

Enjoy historical walking tours of the glorious old city of Prague, including exclusive visits to Czech Senate, Czech Ministry of Foreign Affairs, Foreign Embassies, and other historical venues where you will be participating in events like a Model European Parliament simulation! There will also be a United Nations Security Council meeting, in which all participants role-play the characters of international diplomats, and an International Criminal Court Proceeding in which justice is sought for violations of international human rights.

The IYLC will challenge you in fun ways, test your leadership skills and expose you to cross cultural experiences. You will be a diplomatic representative of your country, making new friends with students from all over the world. Our recent conference hosted 150 students from 40 different nations worldwide. The International Youth Leadership Conference is an educational experience you will never forget!

We are now accepting applications on-line. Please visit our website for all the information you will need: http://czechleadership.com. There you can view a draft of the schedule of events, further testimonials from previous participants and the application form at http://czechleadership.com/application.php. There is also a higher quality copy of this letter, including photographs, which you can print and distribute to others if you wish. We have provided two versions on our website:

*
Adobe Acrobat (.pdf):

http://czechleadership.com/student_invitation.pdf
*
Microsoft Word (.doc):

http://czechleadership.com/student_invitation.doc

We look forward to hearing from you! "


27.09.2004 STAMMTISCH POLITIK


Diskussion mit Fachleuten: Wirtschaftspolitik, Sozialstaat, Bildungspolitik im Café Wunderer

28. 9. 2004 / 19 Uhr
WAS IST POLITIK?
Politik ist etwas, dem niemand entkommen kann. Entweder wird mit uns Politik gemacht, oder wir machen Politik. Politik ist auch das einzige Korrektiv gegenüber dem, was wir so oft beklagen: Die "Macht der Konzerne" etwa, oder auch die "Gewalt der Globalisierung". Mit einem Wort: Die Alternative heißt Resignation.
Prof. Dr. Anton Pelinka
Universität Innsbruck, Inst. f. Politikwissenschaft

12.10.2004 19 Uhr
DIE ROLLE DES STAATES IN DER
WIRTSCHAFTSPOLITIK
Von neoliberaler Seite wird ein Rückzug des Staates aus der aktiven Beschäftigungspolitik und dem generellen Wohlfahrtsstaat angestrebt. Damit sind allerdings negative Wirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Stabilität, das Wirtschaftswachstum und die Einkommensverteilung verbunden. Dennoch bedarf staatliches Handeln in der Wirtschaftspolitik zahlreicher Reformen.
Dr. Markus Marterbauer
Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)

9.11. 2004 19 UHR
SOZIALSTAAT AM ENDE?
Der Sozialstaat steht offenkundig vor einer Weggabelung: Das soziale und wirtschaftliche Umfeld hat sich beträchtlich verändert. Der politische Konsens in der Sozialpolitik bricht, die soziale Verantwortung des Staates wird massiv in Frage gestellt. Der Sozialstaat unterliegt einem enormen Druck. Er ist damit nicht am Ende, aber merkbar gefährdet und herausgefordert.
Univ.-Prof. Dr. Emmerich Tálos
Universität Wien, Inst. f. Staatswissenschaft

18.1.2005 19 Uhr
BILDUNGSSTANDARDS:
Zwischen Weltklasse- und Mindeststandards
Univ. Prof. Dr. Karl Heinz Gruber
Universität Graz
Ausgelöst durch die PISA-Studie wird in Österreich und in Deutschland
versucht, "verbindliche" testgerechte Leistungsstandards zu definieren und
die Lehrerkollegien der einzelnen Schulen für ihre tatsächliche Erreichung
verantwortlich zu machen. Die bisherige PISA- und Standard-Debatte kreiste
um die Frage: Wie gut sind die Leistungen der österreichischen SchülerInnen im
internationalen Vergleich. Darüber hinausgehend kann man
allerdings "bildungspolitologisch" fragen: Wie gut ist denn die
österreichische Bildungspolitik im internationalen Vergleich?

Kursort: Café Wunderer (14, Hadikg. 62
unmittelbar bei der U-Bahnstation Hietzing)

Bitte um Anmeldung in der VHS Hietzing
TEL. 804 55 24


09.11.2004


Buchpräsentation und Disskussion zu "GRENZEN WELTWEIT. Zonen, Linien, Mauern im historischen Vergleich"
Joachim Becker/ Andrea Komlosy (Hrsg.)

Ort: Buchwoche im Wiener Rathaus/ Literatur-Café
Zeit: Mittwoch, 17.11.2004 um 16 Uhr 30

Allerorts ist seit dem Fall des Eisernen Vorhanges von der Aufhebung von Grenzen die Rede, von Integration und Freizügigkeit als Ausdruck eines zusammenwachsenden Global Village. Die Vervielfachung und Beschleunigung der Kapital-, Waren- und Migrationsströme gilt dafür als Indikator. Es scheint, als gehörten Grenzen der Vergangenheit an.

Bei näherem Hinsehen springen gleichwohl alte und neue Barrieren ins Auge. Zwar gibt es keinen Eisernen Vorhang und keine Berliner Mauer mehr, Schengen und die Befestigungslinie zwischen den USA und Mexiko grenzen indes Zentralräume von Randgebieten ab. Zudem existieren Mauern zwischen Stadtvierteln unterschiedlicher religiöser und ethnischer Gruppen von Belfast über Ustí/Labem bis Jerusalem. Zur Isolierung der Palästinenser in den besetzten Gebieten wird von Israel eine modernisierte Variante des Eisernen Vorhangs fertiggestellt. Neue Grenzen entstehen durch neue Staatsgründungen von Estland bis Moldawien. Zonen, Linien, Marken und Mauern sind also keineswegs von der Landkarte verschwunden.

In dem Maße, wie der Staat an Kraft verliert, gewinnt die Region an Bedeutung. Das Bemühen einzelner Regionen, sich im Standortwettbewerb in Szene zu setzen, begünstigt die jeweilige regionale Identität. Diese beruft sich auf Geschichte und Kultur und betont ihre Besonderheit. Sie zieht Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Fremden . Regionalismus tritt bei wettbewerbsfähigen Regionen zu Tage, die sich von schwächeren Konkurrenten abgrenzen wollen (Beispiel: Padanien gegenüber Italien, Slowenien gegenüber Jugoslawien, Tschechien gegenüber der Slowakei). Und er zeigt sich in peripherisierten Regionen, die die unfreiwillige Abkoppelung durch Beschwörung einer besonderen regionalen oder nationalen Identität kompensieren (Beispiel: Serbien).

Schließlich bringt der Übergang vom Wohlfahrts- zum Wettbewerbsstaat auch neue soziale Grenzziehungen mit sich. Auch in den so genannten entwickelten Ländern klaffen neuerdings überwunden geglaubte Gräben zwischen Reich und Arm. Umgekehrt schaffen MigrantInnen, die in ihrer Herkunftsregion keine Überlebensgrundlage mehr finden, neue soziale Milieus, die sich entlang transnationaler Achsen vernetzen, in den Gastländern jedoch oft scharfer Ghettoisierung ausgesetzt sind.

Im vorliegenden Band diskutieren AutorInnen wie Henning Melber (Uppsala), Paola Visca (Montevideo), Hans-Heinrich Nolte (Hannover), Helga Schultz (Frankfurt/O.), Viktoria Waltz (Dortmund) und Hannes Hofbauer (Wien) die unterschiedlichen Funktionen von regional sowie sozial schärfer werdenden Grenzen in einer Welt, deren Selbstverständnis zunehmend ein grenzenloses geworden ist.

Die HerausgeberInnen:

Joachim Becker
, Jg. 1960, ist Professor am Institut für Volkswirtschaftstheorie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Zuletzt gab er bei Promedia den Titel Geld Macht Krise. Finanzmärkt und neoliberale Herrschaft (2003) heraus.

Andrea Komlosy, Jg. 1957, arbeitet als Professorin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Zuletzt erschien von ihr bei Promedia Grenze und ungleiche regionale Entwicklung. Binnenmarkt und Migration in der Habsburgermonarchie (2003).


15.11.2004


Welche Bezüge haben Jugendliche heute zur NS-Vergangenheit? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Vermittlung in Bezug auf die NS-Zeit?

Diesen Fragen widmet sich der Sammelband:

"In einer Wehrmachtsausstellung. Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung" Herausgegeben von Büro trafo.K. Verlag Turia + Kant.

Schwerpunkte sind Reflexionen über geschichtspädagogische Herangehensweisen, Erfahrungen in der Wiener Präsentation der "Wehrmachtsausstellung" (2002) sowie die Vorstellung der Ergebnisse einer Studie zu den Bezügen von Jugendlichen zur NS-Vergangenheit.

Präsentation und Diskussion des Sammelbandes:
am 24. November 2004 um 19:00, Akademie der bildenden Künste Wien Hörsaal M 13 (ehem: Institut für Gegenwartskunst)
Schillerplatz 3, 1010 Wien

Vorstellung des Buchprojektes und der Studie:
Charlotte Martinz-Turek und Ines Garnitschnig. Anschließend diskutiert Heidemarie Uhl (Akademie der Wissenschaften) mit den HerausgeberInnen Charlotte Martinz-Turek, Alexander Pollak, Nora Sternfeld und Ines Garnitschnig.

Rezensionen (Auswahl):

derstandard.at
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
www.jungle-world.com
www.malmoe.org
www.falter.at


09.11.2004


Bericht über antisemitische Vorkommnisse in Österreich 2003 für das „Stephen Roth Institute of Contemporary Anti-Semitism and Racism“ an der Universität Tel Aviv

9. November 04, 17 Uhr
"Niemals Vergessen! Gegen Antisemitismus und Faschismus! Gegen den antizionistischen Konsens! Solidarität mit Israel!" Gedenkkundgebung zum Novemberpogromin der
Zirkusgasse/Ecke Schmelzgasse, 1020 Wien

Informationen: www.gegennazis.at.tf

12. und 13. November 04 Symposium
Feindaufklärung und Reeducation: Über die Notwendigkeit Kritischer Theorie heute
Technische Universität, Hauptgebäude
Schütte-Lihotzky-Hörsaal (HS 7)
Hof 2, Stiege 7, Erdgeschoß
Karlsplatz 13, 1040 Wien

Eine Veranstaltung von Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft Unterstützt vom HaShomer HaZair und Teilen der Fachschaft Informatik

Informationen: www.cafecritique.priv.at/symposium.html

15. November 04, 19.00 Uhr
Vortrag: Erika Rosenkranz: Wohin und zurück Erinnerungen an Jugend, Exil, Krieg und Heimkehr

Altes Rathaus, Festsaal, Wipplingerstr. 8, 1010 Wien

Moderation: Mag. Renata Schmidtkunz
Veranstalter: Wiener Vorlesungen, DÖW

Zu Erika Rosenkranz:
1927 in Wien als Erika Roth geboren, wurde sie nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 mit ihrer Familie aus Wien vertrieben. Über Italien gelangte sie nach Südfrankreich und flüchtete von dort 1942 in die Schweiz. Nach Internierung in einem Arbeitslager kehrte sie illegal nach Südfrankreich zurück. 1948 emigrierte sie nach Israel, kehrte jedoch 1952 aus privaten und gesundheitlichen Gründen nach Wien zurück. 1956 Heirat mit Kurt Rosenkranz.

Buchtipp:
Erika Rosenkranz: Und ich fand es herrlich. Erinnerungen einer Vertriebenen, Wien: Czernin 2001


17.09.2004 MASTERLEHRGANG "INTERNATIONALE GENDERFORSCHUNG UND FEMINISTISCHE POLITIK"


Das Rosa-Mayreder-College Wien startet im Jänner 2005 einen den
Masterlehrgang "Internationale Genderforschung und Feministische Politik"

Der Master-Lehrgang
- dauert zwei Jahre und ist berufsbegleitend angelegt.
- führt zu einem Master of Arts in Women's Studies & Feminist Research.
- ist schwerpunktmäßig auf Mittel-/Osteuropa ausgerichtet.
- wird in den Sprachen Deutsch und Englisch durchgeführt.
- ist eine internationale Weiterqualifizierung für Personen mit
akademischem Abschluss und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung.

START: Jänner 2005

Das Lehrteam: Bozena Choluj (PL), Eva Fodor (HU), Marianne Friese(D), Gesine Fuchs (D/CH), Marina Grzinic (SLO), Elisabeth Holzleithner (A), Vlasta Jalusic (SLO), Ellen Krause (D), Ursula Kubes-Hofmann (A), Margreth
Lünenborg(D), Zorica Mrsevic (YU), Claudia Neusüß (D), Alice Pechriggl (A), Elena Zdravomyslova (RU), Tatjana Zhurzhenko (UA)

Weitere Informationen zum Lehrgang und zur Bewerbung unter
www.rmc.ac.at

Informationsveranstaltungen:

Freitag, 24. September 2004, 16.00-18.30 Uhr
Dienstag, 28.September 2004, 16.00-18.30 Uhr

Im Rosa-Mayreder-College-Wien (Türkenstrasse 8/2/13, 1090 Wien)
Anmeldung zur Informationsveranstaltung per Email: office@rmc.ac.at

Telefonische Beratung: 43-1-3196832-17

Ursula Kubes-Hofmann

Wissenschaftliche Leitung des Lehrganges
und Geschäftsführerin des
Rosa-Mayreder-College Wien


17.09.2004 DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE


Symposion zum 10. Todestag von Sir Karl Popper
5./6. November 2004

Volkshochschule Hietzing
Koordination Markus Vorzellner

Am 17. September 2004 jährt sich zum zehnten Mal der Todestag eines der Wegweiser innerhalb der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Für den 13. Bezirk ist es gleichsam eine Verpflichtung, des am Himmelhof in Ober St.Veit geborenen Karl Popper in gebührender Weise zu gedenken. Ausgehend von den Prinzipien der Naturwissenschaften hat Karl Popper Methoden zur wissenschaftlichen Überprüfbarkeit aufgestellter Thesen entwickelt, die sowohl innerhalb der Einzelwissenschaften als auch - im Verständnis der Fichteschen Wissenschaftslehre - für die gesamte Philosophie als richtungweisender Metawissenschaft Anwendung gefunden haben und finden. Neben diesen Verdiensten um die Wissenschaftstheorie galt Poppers Interesse gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Seine Theorie von den
ständigen Bedrohungen der Offenen Gesellschaft dürfen heute noch den
gleichen Stellenwert beanspruchen wie zur Zeit ihrer Entstehung in Neuseeland.

Hietzing - Neuseeland - Großbritannien: Dem Weltbürger Popper steht der
Sucher nach der Existenz eines Heimatbegriffs gegenüber; eines Begriffs,
der genau jene Grenzen zu sprengen sucht, deren Errichtung die Feinde der
Offenen Gesellschaft als ihr höchstes Ziel betrachten. Diesen und anderen
Fragen soll das Symposion gewidmet sein.

Gerade in einer Zeit, in der zum einen Überreste bzw. neu aufflammende
Legitimationsansätze des alten Prinzips des Nationalismus wiedererstehen, zum anderen aber die Wirtschaft nicht selten die Funktion der Bedrohung offener Gesellschaften übernimmt, ist es wichtig, sich der wissenschaftlichen und politologischen Ansätze Poppers zu erinnern.
Dass Bedrohungen teilweise aus völlig anderen Richtungen kommen - neben ökonomischen Rechtsansprüchen auf Gebiete indigener Völker vor allem aus
dem bisher nicht in dem Ausmaß analysierten Bereich des Terrorismus - als
sie Popper diagnostiziert hat, macht seine Herangehensweise alles andere
als obsolet. Ähnlich der Marxschen Analyse des Kapitals vermag auch
Poppers Gesellschaftskritik über seine Zeit hinauszuweisen.
Am wissenschaftstheoretischen Sektor ist auch seine Zugangsweise imstande, gegen die Irrationalismen anzukämpfen, mit denen nicht nur der Realität entflohen, sondern auch neue Wirtschaftszweige erschlossen werden sollen. Insofern gehen die wissenschaftstheoretische und die sozialhistorische Analyse Poppers Hand in Hand und belegen auch in ihrer Kombination die immense Bedeutung seiner Philosophie für die gegenwärtige globalisierte Gesellschaft.

Auftakt zum Symposium
Freitag, 5. November 18-20:00

Ein Abend mit Hubsi Kramar

Karl Popper bringt in seinem inzwischen als sein Hauptwerk angesehenen
Buch "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" zahlreiche Beispiele für
die Vorgangsweise jener Feinde, denen offenes, demokratisches Denken ein
Dorn im Auge ist. Diese plädieren für einen einseitigen Machtausbau und
geben das auch in zahlreichen ein- bis mehrdeutigen Texten zum Ausdruck. Im Rahmen diese Abends wird versucht, diversen Texten von Platon, Hegel, Marx, Campanello und vielen anderen eine dramaturgische Ausdeutung zu
geben. Unterstützt von musikalischen Fragmenten und diversen akustischen Zuspielungen wird Hubsi Kramar jeder Figur in ihrem jeweiligen historischen und gesellschaftspolitischen Kontext eine Bühnenexistenz verleihen, die wahrscheinlich besser als jede Lesung der Texte die Unterschiede den Gemeinsamkeiten gegenüberstellen kann. Es spinnt sich so ein Plot durch die Geschichte der Menschheit, die von Handlungen konterkariert werden, die wegen ihrer Einmaligkeit als Nebensächlichkeiten abgetan werden können - oder doch nicht?

In der dramatischen Aktion ist der Prosatext imstande, die Dimensionen
Der Zeitlichkeit in noch verstärkterem Maß aufzunehmen. Mithilfe von
akustischen Akzidenzien, die die subjektiv erlebte Zeit ihrerseits wieder
relativieren, werden so die von Popper als Negativum zitierten Texte in
einer weise kollagiert und dramatisiert, dass ihr Bezug sowohl zur
unmittelbaren Gegenwart als auch zur nächsten Vergangenheit im Rahmen der Aktion erfasst werden kann.

Eintritt Euro 10,-


Samstag, den 6. November 10-17 Uhr


Referenten: Univ.Prof. Dr. Rudolf Burger, Univ. Prof. Dr. Erhard Oeser,
Univ. Prof. Dr. Peter Kampits,
Peter Lhotzky, Dr. Klaus Taschwer

Eintritt Euro 10,-

Beide Veranstaltungen: Euro 15,-

Information Volkshochschule Hiezting,
Tel. 804 55 24

www.vhs-hietzing.at


13.10.2004 Marianne Lieberman Lesung







27.09.2004 CLAUS GATTERER Symposium


Symposium zum 20. Todestag von Claus Gatterer

19.Oktober 2004
15:00 - 19:00

Universität Innsbruck - SoWi Gebäude,
Universitätsstrasse 15
Fakultätssitzungssaal, 3. Stock Ost


18.04.2004 AKTIONSTAGE POLITITSCHE BILDUNG 2004


Die Zeit vom 18. April bis 9. Mai 2004 steht österreichweit wieder im Zeichen der Politischen Bildung. In Zusammenarbeit mit der Servicestelle Politische Bildung, dem Forum Politische Bildung und weiteren Partnern setzt das Bildungsministerium mit vielfältigen Aktivitäten und Informationsangeboten eine erfolgreiche Initiative fort.

Die Aktionstage Politische Bildung sind ein Beitrag zum Europaratsprojekt „Education for Democratic Citizenship 2001-2004“ und Vorbereitung auf das „European Year of Citizenship through Education 2005“.

Die Themen reichen von der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bis zur Beschäftigung mit wichtigen Zukunftsfragen.
Drei Wochen lang werden österreichweit Seminare, Workshops, Vortragsreihen, Schulprojekte, Exkursionen und andere Veranstaltungen die Themenvielfalt und Attraktivität der politischen Bildung zeigen. Aktuelle Fragestellungen und Anlässe wie das historische Ereignis der Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004 sowie Jahres- und Gedenktage bilden den Hintergrund für zahlreiche und innovative Maßnahmen im schulischen und außerschulischen Bereich.



18.04.2004 Neue Website "Forum Politische Bildung"

Zu Beginn der Aktionstage Politische Bildung 2004 geht auch das Forum online. Die Website www.politischebildung.com bietet neben Informationen über das Forum Politische Bildung und aktuellen Informationen zur Politischen Bildung eine Projektbörse mit Unterrichtsbeispielen und Projektideen für die schulische Praxis.

20.11.2004 Text von Samuel Salzborn zum "Gatterer-Symposium"


Vortrag beim Symposium zum 20. Todestag von Claus Gatterer
Universität Innsbruck, 19. Oktober 2004


09.11.2004 BUCHPRÄSENTATION


Buchpräsentation "Politikwissenschaft und Geschlecht"
S.K. Rosenberger/ B. Sauer (Hrsg.)

am 19. November 14:00 - 16:00
Elise Richter Saal
Universität Wien, Hauptgebäude, 1.Stock, 1010 Wien


27.09.2004 Kompetent im Konflikt


Kompetent im Konflikt


Die TRANSCEND-Methode der Konfliktbearbeitung:
Konzept, Methoden, Training

Zertifizierte Train-the-Trainer- Fortbildung

November 2004 – Mai 2005


21.09.2004 DAS MOLLNER MAHNMAL (Folder)


Das Mollner Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus

Auf diesem Mahnmal sind die Namen von 13 Menschen zu lesen. Sie alle waren zivile Opfer der NS-Gewaltherrschaft: sieben von ihnen starben als Zeugen Jehovas in Konzentrationslagern bzw. unmittelbar nach der Befreiung; zwei waren politisch Verfolgte und wurden deshalb ermordet; zwei weitere wurden – weil sie Menschen mit Behinderung waren – in Hartheim mit Giftgas ermordet und zwei polnische Zwangsarbeiter zählen ebenso zu diesen Opfern, einer wurde erschossen, der zweite in Molln öffentlich erhängt.


06.07.2004 NS - Putsch im Juli 1934


Bilder über den NS- Putsch im Juli 1934

ab sofort können Sie eine Auswahl von Bildern über den NS- Putsch im Juli 1934 - aus den Beständen der Fotosammlung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) - im Netz abrufen:

http://www.doew.at/service/archiv/juli34/juli34.html

Dort finden Sie auch einen Überblick über die Ereignisse: Winfried R. Garscha, 70 Jahre Juliputsch sowie eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse des Projekts "Opfer des Terrors der NS-Bewegung in Österreich 1933-1938".


20.05.2004 NICHT MEHR ANONYM

Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien

Nach der jüngsten Aktualisierung - rund 500 neue Kurzbiographien wurden eingefügt - enthält die Datenbank des DÖW nun mehr als 3.200 Fotos von NS-Opfern mit biographischen Eckdaten sowie Informationen über die Festnahme und weitere Verfolgung. In der Datenbank sind gezielte Abfragen nach dem Familiennamen ebenso möglich wie ein Blättern durch die einzelnen Themenbereiche:

* Jüdinnen und Juden
* Roma und Sinti
* FremdarbeiterInnen, Kriegsgefangene
* Individuelle Widerständigkeit
* Arbeiterbewegung
* Katholisch-konservatives Lager
* Römisch-katholische Kirche
* Internationale Bibelforschervereinigung (Zeugen Jehovas)
* Mit freundlichen Grüßen
* Christa Mehany


Beispiele aus der Datenbank "Nicht mehr anonym"...

Ein „unbelehrbarer, gehässiger und besonders gefährlicher Staatsfeind“ ist Rudolf Mautner (geb. 1892) für den Volksgerichtshof. Als Mautner, bis 1933 Schriftleiter der kommunistischen „Roten Fahne“, vom Tod seines Sohnes erfährt, entfernt er „von dessen HJ-Uniform die Hoheitsabzeichen und von dessen Geldtasche ein daran befindliches Hakenkreuz“. Er lädt „Gesinnungsgenossen“ zum Begräbnis ein und äußert dort „mit erhobener geballter Faust“: „Ich werde Dich rächen, die Erde dreht sich, die Zeit wird kommen.“ Rudolf Mautner wird am 3. 6. 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt: „Seine Tat charakterisiert ihn als einen Menschen von niedriger, gemeiner und besonders verwerflicher Gesinnungsart, der jedes menschlichen Gefühles bar ist. Er hat das Begräbnis seines Sohnes zu einer kommunistischen Demonstration übelster Art herabgewürdigt. Für einen solchen Menschen ist in der deutschen Volksgemeinschaft kein Platz. Er muss ausgemerzt werden.“ Rudolf Mautner wird am 23. 9. 1943 im Landesgericht Wien hingerichtet.

„Liebe Mutti und Schwesterle! So schwer es auch ist, es dir schreiben zu müssen, so will ich es doch nicht unterlassen. Es ist mein letzter Brief. In einer Stunde werde ich nicht mehr sein. [...] Hab es bis jetzt nicht glauben können, dass es wirklich aus sein soll, aber nun ist es halt so“, schreibt der 22-jährige Leopold Steurer (geb. 1921) kurz vor seiner Hinrichtung am 7. 2. 1944 im Zuchthaus Brandenburg. Er war als führender Funktionär am Aufbau des Kommunistischen Jugendverbands in Wien beteiligt, wurde am 14. 10. 1942 festgenommen und am 29. 7. 1943 vom Volksgerichtshof wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode verurteilt.

Aloisia Soucek (geb. 1908) wird von der Sowjetunion als Fallschirmspringerin eingesetzt und springt Ende Juni 1943 mit Gregor Kersche und Hildegard Mraz über Polen ab. Die Gruppe wird Anfang Jänner 1944 in Wien festgenommen. Im Mai 1945 wird Aloisia Soucek in Wien als "Verräterin" von SMERSCH (NKWD-Einheit für Spionageabwehr an der Front) verhaftet, in die Sowjetunion verschleppt und zu Straflager verurteilt – ein Schicksal, das auch Gregor Kersche und Hildegard Mraz teilen. Aloisia Soucek stirbt um 1950 in einem sowjetischen Lager.

Der Maschinenschlosser Friedrich Brauner (geb. 1889) fordert seine Arbeitskollegen u. a. zur „Erzwingung von Schwerarbeiterkarten durch Streik“ auf. Außerdem äußert er, der Krieg sei durch "Verschulden Deutschlands ausgebrochen". Friedrich Brauner wird im Jänner 1940 wegen „staatsfeindlicher Umtriebe“ festgenommen und in der Folge in das KZ Ravensbrück überstellt. Am 23. 3. 1942 wird er in der Euthanasieanstalt Bernburg/Saale ermordet.

Der Hilfsarbeiter Karl Marold (geb. 1904) sammelt Spenden für die Rote Hilfe und gibt einige Flugschriften weiter. Er wird am 8. 12. 1942 vom Volksgerichtshof wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode verurteilt: "Wenn auch der Angeklagte nur im geringen Umfange Flugblätter verteilt hat und auch nicht in großem Umfange für die 'Rote Hilfe' tätig war, auch sonst keinen schlechten Eindruck macht, so erfordern es doch die Staatsinteressen, dass gegen den Angeklagten, der auch nach dem Ausbruch des Krieges mit Russland, in einem Zeitpunkt also, in welchem die besten Söhne des deutschen Volkes unter Einsatz ihres Lebens den Bolschewismus bekämpfen, sich dergestalt aktiv in einem Rüstungsbetrieb für die hochverräterischen Bestrebungen der KP eingesetzt hat, auf die höchste von dem Gesetz vorgesehene Strafe, die Todesstrafe, erkannt wird, da nur diese als allein den Schutz von Volk und Reich sichernd angesehen werden kann." Karl Marold wird am 13. 4. 1943 im Landesgericht Wien hingerichtet.

„Lieber Hansl, deine Nazi-Propaganda musst du schon woanders anbringen, die deinesgleichen gesinnt sind, aber nicht bei uns. Wir haben die Phrasen schon längst durchschaut, dafür geht es uns so gut. [...] Vielleicht denkt ihr in ein paar Monaten schon anders“, schreibt Josefine Kotalo (geb. 1899) ihrem Neffen, der zur Deutschen Wehrmacht eingezogen wurde. Sie wird am 9. 3. 1942 wegen "Wehrkraftzersetzung" festgenommen und am 27. 5. 1942 wegen "Vergehens nach dem Heimtückegesetz" zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt.