Ausschreibung einer Projektstelle (Prä-Doc 75%) an der Universität Innsbruck

Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck,
Projektleitung Univ.-Prof. Gundula Ludwig;
Co-Leitung Dr. Julia Ganterer

Chiffre: Explorative Studie zu sexualisierter Gewalt in Südtirol

Im Forschungsprojekt „Explorative Studie zu sexualisierter Gewalt in Nahbeziehungen in Südtirol, unter Berücksichtigung der drei Sprachgruppen“, das im April 2023 am Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) startet, ist eine Prä-Doc-Stelle (75%; 30 Wochenstunden) für 24 Monate ausgeschrieben.

Hintergrund des Projektes ist, dass eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas sexualisierter Gewalt im nahen sozialen Umfeld bislang für Südtirol noch nicht vorliegt. Eine explorative qualitative Studie soll diese Leerstelle füllen. Ziel der Studie ist es, die Entstehungsbedingungen für sexualisierte Gewalt in Südtirol zu ergründen, Meldehindernisse zu erforschen und Grundlagen für die Prävention zu erarbeiten. Anhand von qualitativen Interviews sollen einerseits gesellschaftliche und institutionell-strukturelle Bedingungen für sexualisierte Gewalt im nahen sozialen Umfeld sowie für das Schweigen darüber erforscht werden. Andererseits soll mit den Interviews ein Beitrag dazu geleistet werden, sichtbar zu machen, wie aus der Perspektive der Betroffenen/ Überlebenden eine gelingende Aufarbeitung gestaltet werden kann.

Das Projekt wird vom Land Südtirol, von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Universität Innsbruck finanziert und hat eine Laufzeit von 2 Jahren.

Ihre Aufgaben:

  • Organisation und Durchführung der Datenerhebung und -auswertung im Rahmen des Forschungsprojektes
  • Projektmanagement, Organisation und Betreuung des wissenschaftlichen Austauschs sowie der gemeinsamen Publikationen und Präsentationen mit dem Forschungsteam und dem Beirat
  • Eigene wissenschaftliche Weiterqualifizierung mit dem Ziel einer Promotion

Erforderliche Qualifikationen:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Äquivalent)
    der Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaft, Gender Studies oder Geisteswissenschaften
  • Kompetenzen und vertieftes Wissen in den Bereichen empirischer Sozialforschung und qualitativen Forschungsmethoden.

Erwünschte Qualifikationen:

  • Einschlägige Schwerpunktsetzung im Bereich feministischer Gewaltforschung
  • Erfahrung in Interviewführung in sensiblen Forschungskontexten
  • Erfahrung in Projekten zur Aufarbeitung von Gewalt und Unrecht erwünscht
  • Da das Projekt sich auf alle drei Sprachgruppen (deutsch, italienisch, ladinisch) Südtirols bezieht, sind einschlägige Sprachkenntnisse erwünscht
  • Kenntnisse des soziokulturellen und -politischen Raums Südtirols
  • Erfahrung in wissenschaftlicher Arbeit und wissenschaftlicher Textproduktion einschließlich ausgezeichneter Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift
  • Bereitschaft zur Verschriftlichung von Forschungsergebnissen in Form von Zeitschriftenbeiträgen, Berichten sowie zur Präsentation auf Tagungen
  • Die Bereitschaft zur eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung (z. B. ein Dissertationsprojekt auf dem Gebiet des Projekts) wird erwartet

Ihre Bewerbung:

Inhaltliche Fragen richten Sie bitte an:
Prof.*in Dr.*in Gundula Ludwig (gundula.ludwig@uibk.ac.at).

Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Bewerber:innen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.
Die Entlohnung erfolgt nach dem kollektivvertraglichen Entgelt für Prä-Doc-Mitarbeiter:innen von brutto € 2.458 (14 mal). Darüber hinaus bietet die Universität Innsbruck zahlreiche attraktive Zusatzleistungen (https://www.uibk.ac.at/universitaet/zusatzleistungen/).

Richten Sie ihre Bewerbungen einschließlich Lebenslauf, Zeugniskopien, Skizze der eigenen Forschungsinteressen und -kompetenzen (in Relation zu den geforderten Qualifikationen) per E-Mail (in einer PDF-Datei) bis zum 10.2.2023 an
    gender-research@uibk.ac.at.
Die Bewerber:innen haben keinen Anspruch auf Abgeltung von Reise- und Aufenthaltskosten, die aus Anlass des Aufnahmeverfahrens entstehen. 

 

 

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