Innsbrucker Gender Lectures

Aktuell

Innsbrucker Gender Lectures im Sommersemester 2017 

  

Innsbrucker Gender Lectures
JUBILÄUMSFEIER ZUR 50. Innsbrucker Gender Lecture mit anschließendem Buffet

Teil der Veranstaltungsreihe "Sexismus, Rassismus, Homophobie" des Vereins Netzwerk Geschlechterforschung
Grab`em by the Pussy and Michelle Obamas Arme. Soziologische Überlegungen zur intersektionalen Biopolitik eines neuen Kulturkampfes
Paula-Irene Villa, Professorin am Institut für Soziologie/Gender-Studies, Ludwig-Maximilians Universität München

Kommentar: LRin Christine Baur, Landesrätin für Frauen und Soziales, Land Tirol
Moderation: Nikita Dhawan, Sprecherin der FP Geschlechterforschung, Universität Innsbruck

Dienstag, 27. Juni 2017
19:00, Hörsaal 1, Erdgeschoss, SOWI, Universitätsstraße 15 (Ibk)

Abstract/CV

Im Anschluss tritt Liedermacherin Sonja Rosenegg auf und es wird ein reichhaltiges Buffet mit Getränken für alle anlässlich der Jubiläumsfeier vor dem Hörsaal angeboten!

Der Vortrag will die biopolitischen - genauer: somatischen - Seiten der zwei politischen Kulturen ausleuchten, die sich in den USA, aber auch in Europa, in den Obama- und Trump-Regierungen gewissermaßen zeigen. An Michelle Obamas Armen lässt sich nach Paula-Irene Villa der Versuch nachvollziehen, eine eigentlich unmögliche, von Monstrositäten bedrohte intersektionale politische Sichtbarkeit zu navigieren. An Trumps Performance lässt sich wiederum die Aufwertung und Legitimierung einer ,toxic masculinity´ diskutieren, deren auch politische Rhetorik einer Eroberungs- und Siegeslogik folgt.

Der Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Politik im Allgemeinen und Körperpolitiken im Besonderen. Von der These ausgehend, dass sich die sehr unterschiedlichen politischen Programme auch in ästhetischen Stilen zeigen, wird dies an konkreten Beispielen diskutiert: Zum einen die Oberarme von Michelle Obama, zum anderen die Siegerposen von Trump. Der Vortrag wendet das analytische Besteck der intersektionalen Gender-Analyse am Material an, um sich unter anderem mit ´monströsen schwarzen Frauen´ und ´toxic masculinity´ auseinander zu setzen.

Paula-Irene Villa ist Professorin am Institut für Soziologie, LMU München. Sie ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f. Soziologie/ DGS und Ko-Sprecherin ForGenderCare (http://www.forgendercare.de/home/) sowie im VW-Forschungsverbund "Ernährung, Gesundheit und Soziale Ordnung in der Moderne, USA/D" (http://www.ego.soziologie.uni-muenchen.de/index.html). Aktuelle Publikationen: Villa, Paula-Irene & Schadler, Cornelia (2015): Becoming with Things - Heft der Zeitschrift Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte. Heft 6 - Jahrgang 3 (2015). Villa, Paula-Irene (2016): Dingliche Menschen - menschliche Dinge. Interview in Zeithistorische Forschungen 3/2016 (http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016/id=5403)

Innsbrucker Gender Lectures
49. Innsbrucker Gender Lecture

Teil der Veranstaltungsreihe: "Dynamik der gegenwärtigen Rechten und ihr Gesellschaftsverhältnis"
Anti-gender movements in Europe: possible interpretation frameworks and strategies
Andrea Peto, Department of Gender Studies, CEU Budapest

Kommentar: Claudia Globisch, Institut für Soziologie
Moderation: Max Preglau, Institut für Soziologie

Dienstag, 9. Mai 2017
19:00, Hörsaal 2, Erdgeschoss, SOWI, Universitätsstraße 15 (IBK)

Abstract/CV

The talk is analysing the state of anti-gender movements in Europe, assessing the Impacts of Counter strategies by progressive actors. It argues that anti-gender movements are a new phenomenon in European politics which require new methods to study and different Counter strategies from progressive forces.

Andrea Peto is a Professor at the Department of Gender Studies at Central European University in Budapest, Hungary, a Doctor of Science of Hungarian Academy of Sciences. She has been a guest professor at the universities of Toronto, Buenos Aires, Novi Sad, Stockholm and Frankfurt. Her recent book is co-edited with Ayse Gül Altinay: Gendered Wars, Gendered Memories. Feminist Conversations of War, Genocide and Political Violence, Routledge, 2016. She serves as an associate Editor for the European Journal of Women´s Studies. Shie contributed to the book: Gender as Symbolic Glue. The Position and Role of Conservative and Far Right Partiesin the Anti-Gender Mobilisation in Europe eds. Eszter Kovats, Maari Poim, FEPS, FES, Brussels, 2015. Downloadable: http://library.fes.de/pdf-files/bueros/budapest/11382.pdf

 


Veranstaltet von der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung
in Kooperation mit Radio Freirad (www.freirad.at)