Forschungsbereiche

Subjektivität - Macht - Narrativität

Methoden der Analyse subjektiver Erfahrungswelten und -texte sind in den letzten Jahren vermehrt zu einem anerkannten Instrument der historisch-sozialwissenschaftlichen, der vergleichenden Gesellschaftsanalyse und der Kultur- und Literaturwissenschaften geworden. Dieses Forschungsfeld begreift Subjektivität als gesellschaftlich-historisch vermittelt und versucht, jene Prozesse zu beschreiben,  durch die objektive, historische und soziale Verhältnisse zu subjektiven Wirklichkeiten werden. [Auto-] Biografien manifestieren die Komplexität sozialer Praxis und alltäglicher Lebenskonstruktion im sozialen Raum. Sie integrieren und verhandeln gesellschaftliche, historisch-politische, kulturelle, juristische und ethische Diskurse und transformieren diese in Handlungsentwürfe, Erzählungen und subjektive Sinngebungen über das Leben.

Ziel dieser Forschungsstrategie ist es, vor dem Hintergrund des sex-gender-Systems, die soziale und kulturelle Konstruktion von Geschlecht aus den durch moderne Machttechniken geprägten Subjektivierungsprozessen heraus zu arbeiten.