Forschungsgruppe Auto_Biographie – De_Rekonstruktionen 

Forschungsaktivitäten

Aktuelle Aktivitäten

11) 6. Studientag, Sommersemester 2017

Forschungsgruppe Auto_Biographie – De_Rekonstruktionen der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck und

Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen

Studientag 2017

Donnerstag, 1.6. Abendvortrag (N.N.)
Freitag, 2.6. tagsüber (s.u.)

Thema: „Lebensanfänge“

Sowohl in Biographien wie in Autobiographien spielt das Thema des Lebensanfangs eine große Rolle, sei es im Hinblick auf methodologische Fragen, sei es im Hinblick auf Fragen der Identität. Die im Gefolge des Positivismus stehende Wichtigkeit eines fixierten Geburtsdatums gehört ebenso zu dem Themenkreis wie Untersuchungen, die sich der Konstruiertheit einer Erzählung des Lebensanfangs widmen. Die folgenden Fragestellungen können in Hinblick auf Traditionen und Konzepte der Biographieschreibung sowie als Fragen an Autobiographien und autobiographische Erzählungen, weiters im Hinblick auf Kollektivbiographien gestellt werden. Die eingereichten Vorschläge sollten sich unbedingt (auch) als Beiträge zur interdisziplinären Geschlechterforschung verstehen.

  • Konstellation der Geburt (im familiären, im historischen, im astrologischen Kontext …)
  • In welchem Koordinatensystem wird die Geburt gesehen (historisches, theologisches, …)?
  • Herkunftsmythen, Inszenierung
  • Die Darstellung des Lebensanfangs als Teil von Identität und Identifizierung sowie von Selbstvergewisserung
  • „2. Lebensanfang“, den man sich selbst gibt, etwa bei einschneidenden Ereignissen im Leben
  • Vergleich mit anderen Personen und/oder historischen Ereignissen („am gleichen Tag geboren wie …“, „am Tag geboren, als …“)
  • Kollektivbiographien (z.B. über den gleichen Geburtsjahrgang)
  • Philosophisch-Theologische Überlegungen zur Geburtlichkeit (Natalität)
  • Historische Studien zur Geburt oder
  • Juristische Studien zum Lebensanfang im Kontext der o.e. Fragen

In den ersten Jahren fanden bei den Studientagen jeweils vier Impulsvorträge von 20-30 Minuten statt, im letzten Jahr haben wir das Konzept erprobt, dass ein Impulsvortrag von 20 Minuten von einem 10minütigen Response einer Wissenschaftlerin einer anderen Disziplin ergänzt wurde. Vor allem letzteres kann gerne beibehalten werden, möglich sind jedoch auch Impulsgespräche zu zweit. Auf jeden Fall soll die Präsentation des Themas von einer ausführlichen, 30-40minütigen Diskussion der anwesenden Expertinnen gefolgt werden.

Vorschläge von Thema (3-4 Sätze), ev. Partnerin und Präsentationsformat bitte per E-Mail an:
Ursula.Schneider@uibk.ac.at

 

Abgeschlossene Projekte

10) Studienfahrt Bozen und Meran, 28.11.2016

besuchte Institutionen: Frauenarchiv Bozen / Archivio Storico delle Donne Bolzano und Frauenmuseum Meran / Museo delle Donne Merano am 28.11.2016

Teilnehmerinnen: Anni Findl-Ludescher, Michaela Krucsay, Mathilde Schmitt, Milijana Pavlovic, Ursula Schneider, Annette Steinsiek

Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern des Frauenarchivs Bozen Ingrid Facchinelli, Alessandra Spada und Martha Verdorfer. Themen: Das vom Frauenarchiv durchgeführte Projekt „Findbuch frauenspezifische Bestände in Archiven“, die Sammlung lebensgeschichtlicher Interviews im Frauenarchiv, Kooperationen.

Im Frauenmuseum in Meran erwartete uns eine Führung durch die Dauerausstellung, bestritten von Judith Mittelberger und Hannelore Schettler. Gerade die museumspädagogischen Ansätze der Arbeit im Frauenmuseum haben starke Berührungspunkte mit der Biographie/Autobiographieforschung.

9) 5. Studientag, 28./29.4.2016

Biographische Spurensuche im Archiv

Forschungsgruppe Auto_Biographie – De_Rekonstruktionen der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck gemeinsam mit

Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte / Centro di competenza Storia regionale der Freien Universität Bozen und

Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Ort: Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Innsbruck

28.4.2016

19 h

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Vortrag Corinna Oesch (Historikerin, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)

Verstreute Spuren – biographisches Kaleidoskop. Ein Rückblick auf die Biographien von Maria Hofer (1894-1977) und Yella Hertzka (1873-1948).

Begrüßung: Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilman Märk
Moderation: Ursula Schneider, Sprecherin der FG Auto_Biographie – De_Rekonstruktionen, Mitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv

29.4.2016

Moderation: Anni Findl-Ludescher (Pastoraltheologin, Institut für Praktische Theologie, Universität Innsbruck)

Das Programm beruht auf vier Vorträgen (jeweils 30 Min.), die von jeweils einer Teilnehmerin, die in einem ähnlichen Bereich bzw. an einem ähnlichen Thema arbeitet, doch einer anderen Fachrichtung angehört, kommentiert wird (7 Min.). Daran schließt sich die ExpertInnenrunde und die Diskussion an (30 Min.).

9.00 Einstieg und Zwischenbilanz: Reflexionen zum Vortrag vom Vortag und Wünsche für die Diskussion an diesem Tag

9.20 Annette Steinsiek, Ursula Schneider (Literaturwissenschaftlerinnen, Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Universität Innsbruck): Zur Überlieferung und Erschließung weiblicher (Vor- und) Nachlässe in (Literatur-)Archiven

9.50 Sabine Veits-Falk (Historikerin, Stadtarchiv Salzburg): Response

10.00 ExpertInnenrunde und offene Diskussion

10.30 Kaffeepause

10.50 Mathilde Schmitt (Land- und Agrarsoziologin, Innsbruck): Vergängliche und widerspenstige Natur. Schwierigkeiten der Quellensuche zu Pionierinnen des Land- und Gartenbaus

11.20 Corinna Oesch (Historikerin): Response

11.30 ExpertInnenrunde und offene Diskussion

12.00 Michaela Krucsay (Musikwissenschaftlerin, Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck): Akten – Nachlässe – Gastgeschenke. (Re-)Konstruktionsversuche weiblicher Künstleridentität. Anna Bon di Venezia (1738-?) und Katharina Cibbini-Koželuh (1785-1858)

12.30 Siglinde Clementi (Historikerin, Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte, Freie Universität Bozen): Response

12.40 ExpertInnenrunde und offene Diskussion

13.10 Mittagspause

14.30 Maria Heidegger (Wirtschafts- und Sozialhistorikerin, Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck): Zufall, Abfall und Zuwage. Nicht gesuchte Funde im Archiv.

15.00 Deborah Holmes (Literaturwissenschaftlerin, Institut für Germanistik, Universität Salzburg): Response

15.10 ExpertInnenrunde und offene Diskussion

15.40 Abschlussdiskussion

16.30 Verabschiedung: Siglinde Clementi

Weitere teilnehmende Expertinnen:
Gunda Barth-Scalmani – Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck
Ellinor Forster – Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck
Li Gerhalter – Sammlung Frauennachlässe, Universität Wien
Milijana Pavlovic - Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck
Sabine Veits-Falk, Stadtarchiv Salzburg
Heidrun Zettelbauer (Forschungs- und Lehrschwerpunkt GeschlechterGeschichte am Institut für Geschichte, Universität Graz)

Plakat Gastvortrag Corinna Oesch
Einladung Studientag 2016

 

© Milijana Pavlović

8) Buchpräsentation

Maria Heidegger, Nina Kogler, Mathilde Schmitt, Ursula A. Schneider, Annette Steinsiek (Hg.):
sichtbar unsichtbar. Geschlechterwissen in (auto-)biographischen Texten.
Bielefeld: transcript 2015 (Reihe transcript Gender Studies)
Verlagsinformationen zu diesem Band

sichtbar unsichtbar Cover


Der Sammelband eröffnet den Blick auf die unterschiedliche Verwendung und Diskussion des Begriffs ›Geschlechterwissen‹ in verschiedenen Disziplinen (Geschichte, historische Theologie und Pastoraltheologie, Medizingeschichte, anglistische, germanistische und romanistische Literaturwissenschaft, Kultur- und Sozialwissenschaft). Die biographischen Gattungen bieten sich für diese Diskussion besonders an, da sie in allen Disziplinen behandelt werden und zugleich Geschlechterwissen transportieren. Denn biographische Praktiken konstruieren Subjekt und Identität, Wissens- und Handlungspotenziale – auf geschlechtsspezifische Art.

Die Präsentation findet am Mittwoch, 9. Dezember 2015 um 19 h in der Studia Universitätsbuchhandlung über der ULB statt.
Barbara Hundegger liest Sophie von La Roche, Susanne Schädlich und Barbara Hundegger.
Plakat zur Buchpräsentation

7) Forschungsprojekt öad/wtz, 2013/2014/2015:

Alternative Formen der Sexualität in der rumänischen Literatur nach 1945. Eine literaturhistorische Spurensuche

Laufzeit: 1.1.2014 bis 31.12.2015
Projektantrag eingereicht: April 2013, Projekt bewilligt Dez. 2013.

Forschungsstätte Österreich: Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung
Forschungsstätte Rumänien: Departement für deutsche Sprache und Literatur Babeş-Bolyai Universität Cluj/Klausenburg/Kolozsvár

Arbeitsgruppe Universität Innsbruck:
Projektleiterin: Ass.-Prof. Mag. Dr. Kordula Schnegg
Teilprojektleiterinnen: Mag. Dr. Ursula Schneider, Dr. Annette Steinsiek M.A.
Teilnehmerinnen: Kordula Schnegg, Heike Raab, Ursula Schneider, Sabine Schrader, Annette Steinsiek, N.N. (DoktorandIn), N.N. (MasterandIn)
Beteiligte Institutionen: Forschungsgruppe "Körpertheorien - Theorizing the body" und Forschungsgruppe "Auto_Biographie - De_Rekonstruktionen" (beide Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung); Forschungsinstitut Brenner-ArchivInstitut für Romanistik (beide: Philolog.-Kulturwiss. Fakultät), Institut für Erziehungswissenschaft (Fakultät für Bildungswissenschaften); Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik (Philosoph.-Histor. Fakultät)

Arbeitsgruppe Babeş-Bolyai Universität Cluj/Klausenburg/Kolozsvár:
Projektleiterin: Univ.-Doz. Dr. Lucia Gorgoi
Teilnehmerinnen: Lucia Gorgoi, Verena Stross, Ursula Wittstock, Réka Sánta-Jakabházi, N.N. (DoktorandIn oder MasterandIn)
Beteiligte Institution: Departement für deutsche Sprache und Literatur Babeş-Bolyai Universität Cluj/Klausenburg/Kolozsvár

Kurzbeschreibung:
Im Fokus des bilateralen Forschungsprojekts stehen die literarischen Werke der rumänischen LGBT (Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgenders) oder Texte, die queere Stoffe, Motive oder Themen aufweisen, von 1945 bis heute. Im Fokus stehen rumänisch‐, ungarisch‐ und deutschsprachige Autor_innen (in Originalsprache), zur Zeit des Kommunismus (1945‐1989) und jene nach der Wende (von 1989 bis heute), die sich mit Heteronormativität und Geschlechterbinarität auseinandersetzen. Ihre "Widerstände" und ihr "Ausbrechen aus Konventionen" in der Literatur werden mit dem methodischen Repertoire der Queer Studies aufgedeckt. In einem interdisziplinären Vorgehen werden historische, biographische, literaturwissenschaftliche, textanalytische und soziologische Ansätze für das Forschungsvorhaben kombiniert.

Von 5.-14.5.2014 fand das erste Kooperationstreffen in Innsbruck statt. 

 Programm

 Veranstaltung zu Oskar Pastior, Literaturhaus am Inn, 8.5.2014

 Presse

Vom 20.-23.10.2014 fand das erste Kooperationstreffen in Klausenburg statt.
 Programm

Vom 15.-22.3.2015 fand das zweite Kooperationstreffen in Innsbruck statt.
  Programm

Vom 26.-28.10.2015 fand die Internationale Abschlusstagung "Grenzgänge: Queer Studies als Modell der Pluralität" in Klausenburg statt.
 Programm

Die Ergebnisse der Tagung werden von den rumänischen Kolleginnen Laura Laza, Réka Sánta-Jakhabázi und Ursula Wittstock im Universitätsverlag in Cluj/Klausenburg/Koloszvár herausgegeben. Die Mitglieder des Innsbrucker Projektteams werden z.T. als Beiträgerinnen (Kordula Schnegg, Sabine Schrader), z.T. redaktionell (Ursula A. Schneider, Annette Steinsiek) daran mitarbeiten.

6) call for articles und Publikation eines Themenbandes, 2013/2014/2015:

un_sichtbar. Geschlechterwissen in auto_biographischen Texten [Arbeitstitel]. Hg. v. Maria Heidegger, Nina Kogler, Mathilde Schmitt, Ursula A. Schneider, Annette Steinsiek

Cfa publiziert/ausgesendet Anfang Sept. 2013. Einsendefrist 15. November 2013 (abgelaufen!).
Eingelangt: 30 abstracts. Auswahl: Nov./Dez. 2013. Einreichfrist Artikel: 7. April (abgelaufen!).

Der Themenband wird im transcript Verlag (Bielefeld) in der Reihe gender studies erscheinen. Er enthält ausgewählte Beiträge zu Praktiken des Erschließens, Sichtbarmachens (making visible) und Sichtbarhaltens (keeping visible) von Geschlechterwissen in seinen auto_biographischen Dimensionen. 

 Call for Articles

Inhalt des Bandes (Stand: Juni 2015)

Maria Heidegger, Nina Kogler, Mathilde Schmitt, Ursula A. Schneider, Annette Steinsiek:
Geschlechterwissen in auto_biographischen Texten – Annäherungen verschiedener Disziplinen ***
Anita Runge
Tradierung von Wissensbeständen in der deutschsprachigen literaturwissenschaftlichen  Geschlechterforschung ***
Gabriele Jancke
»Es ist erklärlich genug, dass die Geschichte über Catharina’s stilles Walten unter den Kindern schweigt.« Die Rezeption Katharina von Boras oder: Geschichts­konstruktionen als Übungen im strukturierten  Unsichtbarmachen ***
Elisa Leonzio
Weibliche (Selbst-)Darstellung in medizinischen und moralischen Zeitschriften der deutschen Spätaufklärung ***
Hans Jörg Schmidt
Intellektuelle Symbiose und Geschlechterwissen in den (auto)bi(o)graphischen Schriften John Stuart Mills und Harriet Taylors ***
Sabine Veits-Falk
»Kämpferinnen« und »Heroinnen«. Marianne Webers Charakteristik studierender Frauen in  Gegenüberstellung mit Lebensberichten der ersten Ärztinnen der Habsburgermonarchie ***
Benedikt Brunner
Geschlechterordnung im Kirchenkampf. Konstruktionen von Gender in der autobiographischen Verarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus ***
Myriam Naumann
Archiv, Stasi-Akten und Geschlechterwissen in Susanne Schädlichs Immer wieder Dezember. Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich. Selbstnarration als Sichtbarwerden ***
Stefanie Schäfer-Bossert
Wie die Tochter eines Sport-Reporters von ihren Hunden erzählt und welche Politiken sie dabei treibt –  Biographisches bei Donna Haraway ***
Ulrike Witten
De-Konstruktion von Geschlechterstereotypen. Impulse zum diakonisch-sozialen Lernen ***
Verena Mermer
Negativ_formen. Zu den Ausgaben der Werke von Hertha Kräftner ***
Bianca Sukrow
Sich zum Verschwinden bringen: Maria Erlenbergers Bericht Der Hunger nach Wahnsinn. Eine literaturwissenschaftliche Spurensuche ***
Saskia Wiedner
Geschlechterwissen in biographischen und autobiographischen Texten von Françoise Giroud ***
Eleonore De Felip
›Poetisches Geschlechterwissen‹ sichtbar werden lassen: Barbara Hundeggers schreibennichtschreiben ***
Anne-Dorothee Warmuth
›Neue‹ Väter. Vaterschaft und Männlichkeit in Texten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ***
Maria Bühner
»Untangle the webs«: Identitätskonstruktionen in queer/feministischen personal zines ***
Layla Zami
Oxana Chis tänzerische Wissensschaffung. Biographische Erinnerung an Tatjana Barbakoff aus feministischer Perspektive ***
Autor_innen und Herausgeber_innen ***
Register

5) 4. Studientag, Freitag, 8.5.2015

Auto_Biographie und Geschlecht.
Methodische Probleme zur Diskussion gestellt

Der Studientag war eine Kooperation der Forschungsgruppe Auto_Biographie – De_Rekonstruktionen mit dem Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte / Centro di competenza Storia regionale der Freien Universität Bozen.
Weitere Förderung erhielten wir von der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Innsbruck und vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv.

Programm:

Auftakt am Donnerstag, 7.5.2015, 18 h

Deborah Holmes (Department of German, University of Kent, Canterbury; vorm. Boltzmann-Institut f. Geschichte und Theorie der Biographie, Wien)
"Schwätzerin mit den allerbesten Absichten": Eugenie Schwarzwald und die Misogynie der Wiener Moderne

Freitag, 8.5.2015, 9.30-12 h
Moderation: Maria Heidegger

Siglinde Clementi  (Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte – Centro di competenza Storia regionale, Freie Universität Bozen – Libera Università di Bolzano, Brixen – Bressanone)
Zwischen Narrativität und Repräsentationen. Die Selbstzeugnisse des trentiner-tiroler Landadeligen Osvaldo Ercole Trapp als Quellen für Körpererfahrung und Selbstkonstitution im 17. Jahrhundert

Brigitte Semanek (Sammlung Frauennachlässe, Institut für Geschichte, Universität Wien)
Bausteine von Beziehungsbiographien. Begehren in Brieftexten von 30 Paaren (1870-1980)

14-17.30 h
Moderation: Mathilde Schmitt

Ellinor Forster (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck)
"Selbstverortung" im Raum - am Beispiel der Klostertagebücher von Dominik Hagenauer, Abt von St. Peter in Salzburg (1786-1810)

Heidrun Zettelbauer (Forschungs- und Lehrschwerpunkt GeschlechterGeschichte am Institut für Geschichte, Universität Graz)
Sich der Nation ver-schreiben. Selbsterzählungen völkischer Frauen

16.30
Abschlussdiskussion

 Programm mit Abstracts

4) Workshop "Forschungskooperationen Auto_Biographie und Geschlecht" 2014 (= 3. Studientag)

Am 23.5.2014 (13-17 h) fand in den Räumen des Forschungsinstituts Brenner-Archiv ein Workshop statt, organisiert von der Forschungsgruppe Auto_Biographie - De_Rekonstruktionen der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck.

Geladen waren Wissenschaftlerinnen aus Wien, Graz, Salzburg und Bozen sowie Kolleginnen der LFU Innsbruck. Teilgenommen haben: Erna Appelt (LFUI), Gunda Barth-Scalmani (LFUI) , Siglinde Clementi (Univ. Bozen), Ellinor Forster (LFUI), Li Gerhalter (Univ. Wien), Christa Hämmerle (Univ. Wien), Maria Heidegger (LFUI), Marion Jarosch (LFUI), Gudrun Ossoba (Bremen), Elfriede Pöder (LFUI), Mathilde Schmitt (Akademie d. Wissenschaften), Ursula Schneider (LFUI), Annette Steinsiek (LFUI), Sabine Veits-Falk (Stadtarchiv Salzburg), Heidrun Zettelbauer (Univ. Graz). Mögliche Forschungskooperationen im Bereich Auto_Biographie und Geschlecht wurden diskutiert. Eines der Ergebnisse dieses Tages ist eine Folgeveranstaltung. Im Frühjahr 2015 wird (vermutlich in Innsbruck) eine Tagung mit Beiträgen der österreichischen und südtiroler Forschung zum Thema stattfinden. Programm und weitere Informationen finden sie dann auf dieser Website.

Programm

 

 

3) 2. Studientag, 17.1.2013 (Universität Innsbruck):

Auto/Biographie und Geschlecht.
Methodologische und theoretische Reflexionen aus der Forschungspraxis.
mit: Nina Kogler (Sprecherin der FG Auto/Biographie – De/Rekonstruktionen), Erna Appelt (Leiterin der FP Geschlechterforschung), Maria Heidegger, Doris Eibl, Sabine Gatt, Mathilde Schmitt, Annette Steinsiek und Ursula A. Schneider

 Programm


2) Interfakultäres Forschungskolloquium, 25.11.2011 (Künstlerhaus Büchsenhausen) (= 1. Studientag)

Subjekt und Raum. Raumkonstruktionen in Ego-Dokumenten und autobiographischen Texten aus geschlechterkritischer Perspektive
Zur genaueren inhaltlichen Problemstellung siehe den Call for Papers.

 
Programm: Interfakultäres Forschungskolloquium, 25.11.2011


1) Interner (öffentlicher) Workshop, 1.12.2010 (Universität Innsbruck)

Der ganztägige Workshop widmete sich den sozial- und kulturwissenschaftlichen Zugängen zur geschlechterkritischen Biographieforschung.
Biographie wird in den Sozialwissenschaften nicht als Dokumentation einer Lebensgeschichte, sondern als Datenquelle für das Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge verstanden. Als Quelle können narrative Tiefeninterviews ebenso wie Ego-Dokumente (Tagebücher, Fotos, Briefe) herangezogen werden. Von Interesse ist Biographie als "soziales Produkt", strukturiert durch spezifische historische und gesellschaftliche Bedingungen, und – im Falle von autobiographischen Erzählungen in Tiefeninterviews – als "interaktives Erzeugnis". Identitätskonstruktionen werden in ihrer Prozesshaftigkeit interpretiert.
Als Methoden stehen Fallanalysen, Fallrekonstruktionen und Fallvergleiche im Vordergrund, insbesondere solche (z.T. sequenzanalytische) Verfahren, welche die biographische Erzählung in ihrer Genese und Gesamtgestalt in den Blick nehmen und als Abfolge von Selektionen interpretieren.
Von Interesse ist aus einer geschlechterkritischen Perspektive die Frage nach der Quellenproduktion. Spannend gestaltet sich die Diskussion um die Zusammenhänge zwischen Leben und Werk etwa von Schriftstellerinnen. Hierbei geht es einerseits um eine klare Trennung beide Bereiche und die Dekonstruktion literarischer Zeugnisse, die über den Begriff "autobiographisch" zu Dokumenten gestellt werden. Andererseits kann die gezielte Verwischung des Unterschieds zwischen Leben und Werk als Experimentierfeld und Inszenierung interpretiert werden.