Kernfach: Wirtschafts- und Sozialgeschichte



Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Hinweise auf Ausschreibungen, Call for Papers, Veranstaltungen, AuszeichnungenNeuerscheinungen und Medienauftritte.

Ausschreibungen

 

Call for Papers 

Schweizerische Geschichtstage 2022 zum Thema "Natur"

Das Kernfach beteiligt sich an der Organisation eines Panels zum Thema „Akteure wasserbaulichen Wissens und institutioneller Wandel im Heiligen Römischen Reich (ca. 1500-1800)“ auf den 6. Schweizerischen Geschichtstagen zum Thema „Natur“ (29.6.-1.7.2022 in Genf), welche die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) in Zusammenarbeit mit der Universität Genf veranstaltet. Einer von insgesamt drei Vorträgen des Panels wird mittels Call for Papers festgelegt. Das Panel wird organisiert von Reinhard Nießner, M.A. (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck) und Marius Mutz, M.A. (Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Augsburg). Eine Bewerbung ist bis zum 31.8.2021 möglich.

 

Akteure wasserbaulichen Wissens und institutioneller Wandel im Heiligen Römischen Reich (ca. 1500-1800)

Die organisierte Nutzung natürlicher Ressourcen stellte ein zentrales Interesse frühneuzeitlicher Herrschaft dar. Fließenden Gewässern eignete besondere Ambivalenz: Einerseits vereinfachten sie als ‚Lebensadern‘ den Transport von Waren und Menschen über große Distanzen und ermöglichten Erschließung, Austausch und Nutzung natürlicher und personaler Ressourcen. Andererseits wurden diese Nutzungsabsichten durch divergierende Interessen am Fluss und fluviale Extremereignisse beeinträchtigt.

Für die Erfassung und Perspektivierung dieser Probleme griffen Herrscher auf Wasserbautechniker zurück. Wahrnehmung, Deutung und Umgang mit solchen Ereignissen wurden maßgeblich von diesen Akteuren geprägt. Als wasserbauliche Experten beanspruchten sie, Naturphänomene empirisch beschreiben und Problemlösungskonzepte vorlegen zu können. Über die gesamte Frühe Neuzeit hinweg blieb die Möglichkeit, über die Berichterstattung einzelner Akteure hinaus weiteres Wissen über lokale Problemlagen zu gewinnen, für herrscherliche Institutionen begrenzt. Wasserbauexperten perspektivierten sozionaturale Phänomene am Fluss gegenüber ihren Dienstherren je nach Kontext in unterschiedlichen, sich überlagernden Kategorien – etwa als Problem der Baupraxis, der sozialen Aushandlung oder der politischen Grenze. Neben herrscherlichen Erwartungshaltungen waren hierbei auch Eigeninteressen der beteiligten Akteure von Bedeutung. Gab es im 16. Jahrhundert im Heiligen Römischen Reich kaum eigenständige herrschaftliche Institutionen für den Wasserbau, waren Akteure wasserbaulichen Wissens im 18. Jahrhundert vermehrt in eigenen Behörden tätig. Sind diese Entwicklungen für manche europäische Territorien gut untersucht, besteht für das Reich noch erheblicher Forschungsbedarf.

Die Frühe Neuzeit war von zunehmenden herrschaftlichen Regulierungs- und Nutzungsbestrebungen sowie von Professionalisierungstendenzen in technischen Sektoren und Verwaltungen geprägt. Das Panel geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, wie sich das Wissen und die Rolle von Akteuren des Wasserbaus im frühneuzeitlichen Reich änderten und ob die angesprochenen Tendenzen in einer langfristig vergleichenden Perspektive auch in diesem Bereich feststellbar sind. Wie wandelten sich technische Problemstellungen in einer dynamischen sozionaturalen Umwelt am Fluss, Handlungsstrategien der Experten sowie an sie herangetragene Erwartungshaltungen?

Marius Mutz analysiert das wasserbauliche Wissen fürstlicher Amtsträger im Kurfürstentum Sachsen im 16. Jahrhundert und fragt nach Spezifika fluvialer bautechnischer Probleme gegenüber weiteren sozionaturalen Aufgabenfeldern dieser Akteure etwa im Bereich der Militär(bau)technik.

Reinhard Nießner untersucht die Expertenprofile der landesfürstlichen Oberarcheninspektoren in Tirol im 18. Jahrhundert auf ihre Funktion als Vermittler zwischen sozionaturalen Problemen am Inn auf der einen und den Interessen der Regierung in Innsbruck sowie der Wiener Zentrale auf der anderen Seite.

 

Vorgesehener Kommentar:

Prof. Dr. Christian Rohr

 

Call for Papers

 

6. Schweizerische Geschichtstage

Veranstaltungen


 

01. Juli 2021, Workshop:  Doing Energy History in Times of Transition, Organisation: Tensions Energy History Working Group, tensions.energy@gmail.com, Group Coordinators: Odinn Melsted (Maastricht University), Ute Hasenöhrl (University of Innsbruck), Jan-Henrik Meyer (Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory), 13.00-17.00 Uhr. Virtuell (Zoom)

30. Juni 2021, Internationaler Workshop im Rahmen des FWF-FWO Projekts "Patients and Passions. Catholic Views on Pain in 19th-century Austria" zum Thema "Pain: Cultivation, Contemplation, and Relief", Organisation: Tine Van Osselaer (University of Antwerp), Maria Heidegger (University of Innsbruck), Linde Tuybens. Virtuell

30. Juni 2021, Maria Heidegger 'With regard to vicious self-injuries with needles...' The case of Katharina Aigentlerin, Tyrol in 1789 - Internationaler Workshop im Rahmen des FWF-FWO Projekts "Patients and Passions. Catholic Views on Pain in 19th-century Austria" zum Thema "Pain: Cultivation, Contemplation, and Relief", Organisation: Tine Van Osselaer (University of Antwerp), Maria Heidegger (University of Innsbruck). Virtuell

16.-18. Juni 2021, Tagung "Nutzungskonflikte im Alpenraum", organisiert vom FWF-DACH-Projekt "Issues with Europe". Virtuell (Zoom)

10.-12. Juni 2021, Online-Tagung des FZ Medical Humanities "The Noise of Medicine: Transdisziplinäre Perspekitven auf akustische Phänomene in der Medizin", organisiert von Cornelia Feyrer, Maria Heidegger, Julia Pröll und Johanna F. Schwarz. Virtuell

10. Juni 2021, Reinhard Nießner, ‘Wie eine stählerne Feder’. Eine Umweltgeschichte der ‘Geradleitung’ des Tiroler Inn (1746-1792) – AGES-Konferenz „Natur und Umwelt: Risiken, Gefahren und Katastrophen“, Université Clermont Auvergne. Virtuell

11. Juni 2021, Maria Heidegger, Lärm Macht (Un)sinn. Über die Resonanz der leidenden Seele in der frühen Anstaltspsychiatrie. Tagung „The Noise of Medicine: Transdisziplinäre Perspektiven auf akustische Phänomene in der Medizin“, 10.-12. Juni 2021. Virtuell

11. Juni 2021, Maria Buck, Der Tonnendonner - Lärm in der medialen Rezeption der Tiroler Transitproblematik. Tagung „The Noise of Medicine: Transdisziplinäre Perspektiven auf akustische Phänomene in der Medizin“, 10.-12. Juni 2021. Virtuell 

02. Juni 2021, Maria Heidegger, “[…] more powerful than the straitjacket “– medical activities of Catholic women’s orders in the psychiatric landscape of Tyrol in the 19th century. CCSCE Conference: Religion, social commitment, and female agency. Encounters with subalternity and resilience 31 May – 3 June 2021. Virtuell

28. Mai 2021, Maria Heidegger, Der Teufel als Ohrwurm: Über das Stimmen Hören und Stimmen Spüren im Sinnesraum der Irrenanstalt. Workshop Sinnesräume – Sensory Studies and Spatial Conceps. Schall (aus)messen, Grenzen (er)tasten, Gerüche (ein)ordnen, Zeiten (ab)schmecken…, 27./28. Mai 2021. Virtuell

26. März 2021, Marina Hilber, Aspects of Obstetrical Antisepsis in the Bohemian Quarterly for Practical Medicine (1844–1879), Panel HEA11: Health and Environment. Virtuell

25. März 2021, Maria Heidegger, The Sound of Religion. About the listening to noisy suffering. European Social Science History Conference, Panel REL07: The Religious Sensorium. Virtuell

26.- 27. November 2020, Workshop: Corona verstehen. Die Pandemie aus der Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften / Take 1, veranstaltet von Elisabeth Dietrich-Daum, Marina Hilber, Wolfgang Meixner und Dirk Rupnow, Universität Innsbruck.

 

 

   

Auszeichnungen


 
Maria Buck erhielt 2020 den Euregio Young Research Award.


Alwin Cubasch
erhielt 2020 das
Marietta Blau-Stipendium des OEAD für Auslandsforschungen.
 
 
Alwin Cubasch erhielt den Preis für Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsgeschichte 2019 – ausgelobt durch das Berlin Brandenburgische Wirtschaftsarchiv für die Masterarbeit: Zu Gast im Automaten – Gastrotechnik im Berlin der Jahrhundertwende. 
 

 Alwin Cubasch erhielt den 1. Wissenschaftspreis des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865 für die Masterarbeit: Zu Gast im Automaten – Gastrotechnik im Berlin der Jahrhundertwende. 

  

Odinn Melsted erhielt am Rektorstag der Universität Innsbruck den LFU Best Student Paper Award für die Publikation des Artikels „The Historical Transition from Coal to Hydrocarbons“ im Canadian Journal of History (Mitautorin Irene Pallua).

 

Elisabeth Dietrich-Daum erhielt am den Forschungspreis der Südtiroler Sparkasse für ihre Publikation: Über die Grenze in die Psychiatrie. Südtiroler Kinder und Jugendliche auf der Kinderbeobachtungsstation von Maria Nowak-Vogl in Innsbruck (1954-1987), Innsbruck 2018.

 

Neuerscheinungen


Dietrich-Daum, Elisabeth; Ralser, Michaela;  Rupnow, Dirk (Hg.) (2020): Psychiatrisierte Kindheiten. Die Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation von Maria Nowak-Vogl. Innsbruck: Studien Verlag.

Weitere Publikationen finden Sie hier.

 

Medienauftritte


 

Sustainability and Renewable Energy in the Alps, UC Berkeley, Transatlantic Conversations Series, with Patrick Kupper, Marc Landry and Anna-Katharina von Krauland, 29.04.2021.

Zwischen Kriche, Kant und Kaiserin, Interview mit Marina Hilber, Orf.at, 19.02.2021.

Interview mit Marina Hilber, Oberösterreichische Nachrichten, 16.01.2021.

Ein Virus verändert die Gesellschaft, News-Redaktion der Universität Innsbruck, November 2020. 

Zbližeja sej Łužicu: Studenća stawiznow z Innsbrucka na wuprawje
, Serbske Nowiny 16.9.2020.

Dimensionen: Kollektive Anamnese, Interview mit Marina Hilber, Ö1, 15.06.2020.

Coaching, Kinderlähmung, Interview mit Marina Hilber, Ö1: Wissen aktuell, 15.06.2020.

Die vergessene Epidemie, Interview mit Marina Hilber, ORF.at, 15.06.2020.

Interview mit Marina Hilber, Sender Rai Südtirol, 12.05.2020.

Das idealisierte Leid junger Frauen. Pressebericht zu Maria Heideggers Projekt  Patients and Passions. Catholic Views on Pain in Nineteenth-Century Austria, Die Presse, 09.05.2020.

Ein Blick zurück. Die Geschichtswissenschaft wertet nicht, sondern beobachtet und analysiert. Interview mit Wolfang Meixner, in: Wirtschaft neu lernen. subject_09.2: Corona-Krise | Die Maßnahmen gegen die Verbreitung von Sars-CoV-2 ließen das öffentliche Leben wochenlang stillstehen. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Wirtschaft leidet – besonders der Tourismus ist betroffen. Wie kommen wir aus der Misere wieder heraus?, News-Redaktion der Uni Innsbruck, Mai 2020.

Ein Mittel gegen das Virus. Bericht zu Marina Hilbers Projekt Polio/Science. Österreichische Reaktionen auf eine globale Gesundheitsgefährdung (1940-1965), Newsroom der Universität Innsbruck, 17.04.2020.

Seuchen: Schon vor Jahrtausenden wurden Kranke isoliert. Interview mit Elisabeht Dietrich-Daum, Tiroler Tageszeitung, 14.04.2020.

Bericht über die DissertantInnen-Tagung Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, 27.02.-28.02.2020, in: H-Soz-Kult, 08.04.2020.

Die Herkulesaufgabe. Interview mit Elisabeth Dietrich-Daum, FF-Das Südtiroler Wochenmagazin,  07.04.2020.

Schmerzgeschichte zwischen Religion und Medizin. Interview mit Maria Heidegger, Scilog - Magazin des Wissenschaftsfonds FWF, 06.04.2020.

Interview mit Elisabeth Dietrich-Daum (von Heinrich Schwarzer), Neue Südtiroler Tageszeitung, 05.04.2020.

Nicht mit historischen Seuchen vergleichbar. Interview von Elisabeth Dietrich-Daum mit Science.Apa.at, 16.03.2020. 

APA-Text wurde übernommen von:

Migazin, 26.03.2020.

Der Vinschger, 20.03.2020. 

Universität Innsbruck, word press, 20.03.2020. 

Universität Innsbruck, 20.03.2020.

 Südtiroler Wirtschaftszeitung,  20.03.2020.

Kurier, 18.03.2020. 

Theworldnewsnet, 18.03.2020.

Volksgruppen, Orf.at, 17.03.2020. 

Stol.it, 17.03.2020.

Mein.Bezirk.at, 17.03.2020. 

Studium.at, 17.03.2020. 

OÖ Nachrichten, 17.03.2020. 

medinlife, medizinisches Informationssystem der Ärztekammer für Wien, 17.03.2020. 

Salzburg24, 17.03.2020.

Wiener Ärztezeitung, 17.03.2020. 

WT1, 17.03.2020.    

Interview mit Elisabeth Dietrich-Daum (von Julia Haidegger), Life Radio Tirol, 02.04.2020.

DOK1: Schnee von gestern? Von der Skination zum Skigebiet. Interview mit Robert Groß, ORF 1, 23.01.2020.

Die Aufregung ist alt, neu ist die Dimension. Interview mit Robert Groß, Kronen Zeitung Tirol, 22.01.2020.

Brennpunkt Brennerautobahn: Zwischen Alpenschutz und EU-Kritik. Artikel über die Forschung von Maria Buck, Der Standard, 22.01.2020. 

Almauftrieb. Interview mit Robert Groß, Profil, 14.01.2020

Skitourismus - Der weiße Wahnsinn? Interview mit Robert Groß, Bayern 2, 09.01.2020.

Gletscherstreit in den Ötztaler Alpen. Wie viel Mensch verträgt die Natur? Interview mit Robert Groß, ARD 1, 23.11.2019

Tagungsbericht: Von Chancen und Herausforderungen – Werkstattgespräche zur Historischen Netzwerkanalyse, 28.03.2019 Innsbruck, in: H-Soz-Kult, 20.05.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8273>

Tagungsbericht: DissertantInnen-Tagung Wirtschafts-, Sozial und Umweltgeschichte, 01.03.2019 - 02.03.2019 Wien, in: H-Soz-Kult, 10.04.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8216>

Tagungsbericht: Konzepte sexueller Gesundheit vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert – Jahrestagung 2018 des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin, 08.11.2018 – 10.11.2018 Schruns, in: H-Soz-Kult, 06.02.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8084>.

Montafoner Wissenschaftspreis für Robert Groß und Savina Konzett. Vorarlberger Nachrichten, 08.11. 2018.

 „Räume schaffen, damit Menschen kreativ werden.“ Interview mit Patrick Kupper, in: Energie & Fiktion, Mai 2018, 6-8, https://energie-und.ch/de/fiktion/raume-schaffen-damit-menschen-kreativ-werden, Version Française: «Créer des espaces pour libérer la créativité»,  https://energie-und.ch/fr/fiction/creer-des-espaces-pour-liberer-la-creativite.

Onlineportal Salto.bz: Interview mit Elisabeth Dietrich-Daum: Über die Grenze in die Psychiatrie

Dolomiten,Tagblatt der Südtiroler, 30. Mai 2018: Interview mit Elisabeth Dietrich-Daum: Südtiroler "Problem-Kinder" in Innsbrucker Horror-Haus

In der Sommerserie Young Academics der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist ein Forschungsportrait von Odinn Melsted erschienen.  Details

Motiviert von der Idee, ihre Forschungserfahrungen als Wirtschafts- und SozialhistorikerInnen auch außerhalb der Universität einzubringen, haben die langjährigen MitarbeiterInnen des Kernfachs Dr. Maria Heidegger, Dr. Marina Hilber und Dr. Gerhard Siegl vor kurzem gemeinsam  ein neues Unternehmen für professionelle historische Dienstleistungen gegründet. "Heidegger, Hilber und Siegl. Die HISTORIKERinnen" stellen ihr breites Angebot auf ihrer neuen Website vor: www.diehistoriker.at
 
 

 

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