Transkription und Annotation gesprochener Sprache und multimodaler Interaktion: Konzepte, Probleme, Lösungen.

Herausgegeben von Cordula Schwarze, & Sven Grawunder

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Neuerscheinung

 

Cordula Schwarze hat zusammen mit Sven Grawunder, Phonetiker an der Goethe-Universität Frankfurt, ein Buch zu aktuellen Fragen der Transkription herausgegeben:

Schwarze, Cordula & Sven Grawunder (Hg.) (2022): Transkription und Annotation gesprochener Sprache und multimodaler Interaktion: Konzepte, Probleme, Lösungen. Narr: Tübingen.

 

https://www.narr.de/transkription-und-annotation-gesprochener-sprache-und-multimodaler-int-18469-1/

(Buch und eBook verfügbar)

 

Worum geht es?

Transkription und Annotation als konstitutive Praxen empirischer Forschung in der Linguistik und benachbarten Disziplinen erschließen Audio- oder Videodaten für die Analyse. Diese Verfahren stützen sich auf umfangreiche multidisziplinäre Traditionen, müssen jedoch entlang neuer technischer Möglichkeiten und Bearbeitungstools sowie veränderter Datentypen weiterentwickelt werden. Dabei bleiben Ansprüche wie Transparenz, Detailfülle, Konsistenz und allgemeine Zugänglichkeit gültig, werden aber um Anforderungen an Reliabilität und Maschinenlesbarkeit erweitert, was zu Anpassungen und gegebenenfalls Standardisierungen in der Durchführung führen sollte.

Der Band fokussiert auf die Forschungspraxis an sich. Das erlaubt, die individuelle disziplinäre Perspektive in den Hintergrund zu rücken und gemeinsame Fragen der empirischen Linguistik herauszustellen und interdisziplinär zu beantworten. Neben einzelnen Konzepten von Transkription und Annotation werden Probleme und ihre Lösungen in vier thematischen Schwerpunktsetzungen – Phonetik und Prosodie, Multimodalität und Interaktion, Mehrsprachigkeit sowie Methodologie und Methodik – vorgestellt.

Für wen ist der Band interessant?

Für alle, die mit Daten, einsprachigen oder mehrsprachigen, gesprochener Sprache und multimodaler Interaktion arbeiten und sie transkribieren wollen. Für die, die sich mit offenen Fragen der Transkriptionsforschung beschäftigen wollen. Für alle, die sich für Transkription und Annotation interessieren. Und schließlich für jene, die ein „hörsportliches Training“ (Dittmar 2008) für das Transkribieren suchen – sie werden diesen Band nützen können, da er „spricht“.

Die Publikation von Aspekten der Transkription ist dann mit dem Risiko verbunden, abstrakt und wenig nachvollziehbar zu werden, wenn nur das schriftliche Produkt – das Transkript – verfügbar ist. Um dieser Schwierigkeit bei einer transkriptionswissenschaftlichen Publikation zu begegnen, machen alle Aufsätze des Bandes die zugrundeliegenden Audio- oder Videodaten sowie weiteres Zusatzmaterial über QR-Codes im Buch (im eBook über Links) zugänglich. Die QR-Codes sind direkt am Text bzw. am Transkript platziert. Mit dieser Lösung wird zum einen größere Nachvollziehbarkeit und Illustrativität des Prozesses der Transkription gesichert, zum anderen stellt diese Darstellung eine wesentliche  transkriptionswissenschaftliche Weiterentwicklung dar.

 

aus: Dix i.d.B.: 122)

(aus: Dix i.d.B.: 122)

 

 

 

 

 

 

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