M. Köhler
Lermooser Tunnel (Außerfern, Tirol). Baugeologische Verhältnisse, Prognose und tektonische Schlußfolgerungen

GPM 13, p. 363–379

Zusammenfassung:
Der 3.168 m lange Lermooser Tunnel zwischen Lermoos und Biberwier durchörtert Plattenkalk, Kössener Schichten, Schattwald-Schichten, Allgäu-Schichten und mächtige Grundmoräne. Der Plattenkalk erwies sich als nur gering nachbrüchig. Kössener Schichten und Allgäu-Schichten sind durch mergelig-tonige Lagen wesentlich gebrächer und zum Teil quellfähig. Die sehr tonreichen Schattwald-Schichten waren sehr gebräch und durchgehend quellfähig. Die Grundmoräne ist dicht gelagert und konnte mit einer Teilschnittmaschine erfolgreich aufgefahren werden. Das Südportal liegt in einer alten Bergzerreißung.
Die Bergwassermenge schwankt zwischen 17 und 45 l/s, beim Vortrieb betrug sie fallweise 60 l/s. Die geologische Prognose deckt sich mit den tatsächlich angetroffenen Verhältnissen, sodaß die Baukosten sehr genau ermittelt werden konnten.

Summary:
The 3.168 m long Lermoos Tunnel from Lermoos to Biberwier is driven through Plattenkalk, Kössen Beds, Schattwald Beds, Allgäu Beds and a ground moraine. The Plattenkalk turned out to be only slightly brittle. Because of the marly and clayey layers Kössen Beds and Allgäu Beds are much more friable and partly swelling. The clayey Schattwald Beds turned out to be very friable and completely swelling. The ground moraine is compacted; it was driven through using a tunnel boring machine.
The southern portal is located in an old mountain splitting. The groundwater recharge varies between 17 and 45 1/s, during the advance of the tunnel it was occasionally 60 1/s. The geological prognosis ist in accordance" with the actual conditions so that the construction cost could be determined very accurately.


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