H. Mostler
Magmatisch kontrollierte Vererzungen im Ordóvizium der Grauwackenzone (Salzburg-Tirol)

GPM 12, p. 341–359

Zusammenfassung:
Zunächst wird ein kurzer Überblick über die geologisch-tekton¡sehen Ereignisse innerhalb der Grauwackenzone gegeben und ihre Beziehungen zur Entstehung der Vererzungen aufgezeigt und anhand einer Tabelle illustriert.
Im besonderen jedoch wird der kaledonische Zyklus als ein sehr komplexer Vorgang herausgegriffen und die damit zusammenhängende Lagerstättenbildung dargelegt.
Durch Herausentwicklung einer Taphrogeosynklinale, die im mittleren Ordovizium ihren Höhepunkt erreicht, kommt es zur Bildung von Becken, Tief- und Hochschwellen. In ersteren bilden sich disseminierte Fe-Cu-Zn- (Pb-Au) Erze, in Verbindung mit vereinzelten massiven Stockwerkmineralisationen vom Cypern-Typus, während in den Tiefschwellenbereichen Kieslager vom Typus Kelchalpe, die allerdings bis in den Hochschwellenbereich reichen können, auftreten.
Die Hochschwellen sind durch Eisenerze, vorwiegend dem Lahn/Dill- Typus zuordenbar, charakterisiert, wobei einerseits alle Übergänge zu den Eisenerzen vom Teliuc/Chelar-Typus gegeben sind, andererseits ein Konnex zu den Kupferlagerstätten des Typus Kelchalpe besteht.
Die Porphyroide (Abkömmlinge von Rhyolithen, Rhyodaziten und Daziten) sind im Westabschnitt der Crauwackenzone nur sehr schwach mineralisiert. Im Osten jedoch weisen sie Eisenerze vom Lahn/Dill-Typus auf, wobei diese nur innerhalb der dazitischen Anteile der Porphyroide auftreten. Saure Glieder der Porphyroide führen Eisenjaspilite.
Abschließend wird noch kurz auf eine Chamositvererzung eingegangen, die im Untersilur auftritt und für das kurzwährende Tafelstadium sehr typisch ist.

Summary:
A brief view on the geologic-tectonic events in the Greywacke Zone and their relations to the origin of the ore mineralizations is given and illustrated
by a table.
In particular the Caledonian cycle as a very complex process is pointed out and the therewith connected formation of deposits is presented.
The development of a taphrogeosyncline, which reached its climax in the Middle Ordovician, leads to the formation of basins, deep and high situated swells. In the basins disseminated Fe-Cu-Zn-(Pb-Au) ores, connected with sporadic massive stockwerk-mineralizations of the Cyprus type, in the deepwater swells kies ore deposits of the "Kelchalpe" type occur, which can indeed reach up to the swells in shallow water position.
These swells are characterized by iron ores (oxidic and carbonatic ores), predominantly belonging to the Lahn /Dill type. On the one hand all transitions to the iron ores of the Teliuc/Chelar type are existent, on the other hand a connexion to the copper deposits of the Kelchalpe type.
In the western part of the Creywacke Zone the porphyroids (descendants from rhyolites, rhyodacites and dacites) are very weakly mineralized, but in the east they show iron ores of the Lahn/Dill type, which occur only in the dacitic parts. Acidic units of the porphyroids bear ¡ron-jaspilites.
Finally a chamosite ore mineralization is shortly discussed, which appears in the Lower Silurian and is very typical for the short table stage.


Zurück zu / Back to Titelseite / cover page von / of vol. 12