M. Becke
Zur Geologie des Mieminger Gebirges

GPM 12, p. 317–340

Zusammenfassung:
Das Hauptgewicht lag auf der Untersuchung des tektonischen Aufbaus des zentralen und westlichen Mieminger Gebirges (Nördliche Kalkalpen, westlich von Innsbruck, Tirol, Österreich) und der zeitlichen Abfolge der tektonischen Ereignisse.
Das Mieminger Gebirge wird zum größten Teil der Inntaldecke (Tirolikum) zugeordnet. Nördlich davon ist die liegende Lechtaldecke (Hochbajuvarikum).
Während der Deckenüberschiebung kam es zur Bildunq von mehreren Grenzblättern und zur Zerlegung in einzelne Schollen, die verschieden gefaltet und verschuppt wurden, und anschließend einer Deckenfaltung (Mieminger Gewölbe) unterworfen wurden. Verallgemeinernd kann gesagt werden, daß die älteren tektonischen Akte zu den deckeninternen Strukturen (vorgosauisch) gehören, während die jüngeren tektonischen Ereignisse diejenigen sind, die den gesamten Deckenstapel betreffen (nachgosauisch, Deckenfaltung) und auch im Untergrund noch sichtbar sind.

Summary:
The investigations were primarily concentrated on the tectonics of the Mieming Mts. (Northern Calcareous Alps, west of Innsbruck, Tirol, Austria) and on the temporal sequence of tectonic events.
The major part of the Mieming Mts. belongs to the Inntal nappe (Tirolikum). The subjacent Lechtal nappe ( Hochbajuvarikum) outcrops in the northern part of this area.
The older tectonic events are mainly nappe-internal structures as folds of different size, tear faults and upthrow faults. They are thought to be pregosauic. Younger tectonic events mainly concern the whole pile of nappes as nappe folding.


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