Vertiefungsrichtung Entwicklungsforschung (21S-22S)

Brasília – eine „Ikone der Moderne“ im Wandel: Logiken der Raumproduktion und Mechanismen der Raumaneignung
Martin Coy und Tobias Töpfer

Vor 60 Jahren wurde die nach nur fünfjähriger Bauzeit aus dem Boden des brasilianischen interior gestampfte neue Hauptstadt Brasília offiziell eingeweiht. Inzwischen ist sie nicht nur das zwar unumstrittene, aber nicht besonders geliebte Zentrum der (politischen) Macht, sondern auch eine zutiefst segregierte und fragmentierte Metropole mit ca. drei Millionen Einwohnern. Wie leben die Menschen in dieser „Ikone der Moderne“? Wie schreibt sich das „kollektive Gedächtnis“ in die Stadt ein? Wie bilden sich (raumbezogene) Identitäten? Im Vordergrund der Vertiefungsrichtung sollen in zeitlich-räumlicher Differenzierung und auf unterschiedlichen Maßstabsebenen Fragen nach symbolischer Bedeutung, konkreter Produktion und Aneignung des Raumes, nach den beteiligten Akteuren, ihren Interessen und Konflikten sowie den gesellschaftlichen Machtkonstellationen und Naturverhältnissen im Sinne einer multiskalaren „Geographie der Ungleichheiten“ stehen.

Ansicht von Brasilia
Abbildung 1: Monumetalachse mit den wichtigsten staatlichen Institutionen in der brasilianischen Hauptstadt Brasília im Mittelwesten Brasiliens, 2017 (Foto: Töpfer 2017)
Ansicht von Brasilia
Abbildung 2: Satellitenstadt in der Nachbarschaft des Plano Piloto (Foto: Töpfer 2008)
Ansicht von Brasilia
Abbildung 3: Entwurf von Lucio Costa, der Teil des Berichts war, der bei der Ausschreibung für den Bau von Brasilia vorgelegt wurde (Quelle: Brasília 60 Anos)
Ansicht von Brasilia
Abbildung 4: Lúcio Costas Plano Piloto (Masterplan) von Brasília (Quelle: Wikipedia)
Ansicht von Brasilia
Abbildung 5: Bundesdistrikt Brasília (Quelle: OpenStreetMap )

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