Vertiefungsrichtung Gebirgsforschung (20S-21S)

Alpine Climate and Water Research - Thomas Marke

Klimatologische und hydrologische Prozesse in Gebirgsregionen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen im Flachland. Die komplexen topographischen Bedingungen im Gebirge führen zu einer hohen raumzeitlichen Variabilität im Klima (z.B. Temperatur und Niederschlag) sowie in den Abläufen hydrologischer Prozesse (z.B. Schneeakkumulation und -ablation oder Verdunstung). In der Vertiefungsrichtung Gebirgsforschung mit Themenschwerpunkt "Alpine Climate and Water Research" werden die Wechselwirkungen zwischen Klima (Atmosphäre) und Wasser (Hydrosphäre) sowie den in Gebirgsregionen lebenden und handelnden Menschen untersucht. Im Fokus stehen dabei Fragestellungen zu möglichen Folgen des Klimawandels auf Alpine Wasserressourcen (z.B. auf Schnee, Gletscher oder Abfluss) und der damit verbundenen, zukünftigen Wasserverfügbarkeit in Gebirgseinzugsgebieten.

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Hochjochferner im hinteren Rofental (Südtirol, Italien). Foto: Thomas Marke

Methoden

Methodisch kommen zur Untersuchung dieser Fragestellungen v.a. Techniken aus dem Bereich des Umweltmonitorings sowie der Umweltmodellierung zum Einsatz. Durch den Einsatz moderner Messtechnik wird versucht, die hydroklimatischen Bedingungen in Alpinen Einzugsgebieten bestmöglich zu erfassen. Die dabei erhobenen Messdaten werden unter anderem dazu verwendet, Veränderungen im Klima-/Wasserbereich zu untersuchen sowie physikalisch-basierte Modelle aus dem Bereich der Hydroklimatologie anzutreiben, zu parameterisieren und zu validieren.

Lehre

Die Inhalte der Vertiefungsrichtung werden in einer Vorlesung mit Übungen zu den Themen Gebirgsklima, Klimawandel sowie Gebirgs-, Schnee- und Glazialhydrologie behandelt. Darüber hinaus werden derzeitiger Forschungsstand sowie bestehender Forschungsbedarf in einem Literaturseminar anhand aktueller, wissenschaftlicher Publikationen vertiefend diskutiert. Im Rahmen einer Exkursion ins Hochgebirge, werden theoretische und praktische Kennnisse im Bereich des Umweltmonitorings vermittelt, sowie im Hochgebirge erfasste Messdaten ausgelesen, interpretiert und analysiert.

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Inbetriebnahme einer mobilen Klimamessstation auf dem Hochjochferner (Südtirol, Italien)

Ein Modellierkurs im Anschluss an die Geländearbeiten bietet den Studierenden interessante Einblicke in die hydroklimatologische Modellierung, sowie die Möglichkeit die im Gelände erhobenen Daten im Bereich der Modellierung gewinnbringend einzusetzen. Zum Abschluss erarbeiten und präsentieren die Studierenden unter Einsatz der vermittelten Kenntnisse und Methoden selbständig kleine Projekte aus dem Klima- und Wasserbereich.

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