Vertiefungsrichtung Entwicklungsforschung (18S-19S)

Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino anhand des „EEALIP“ in Uganda und Tansania - Ernst Steinicke, Matthias Danninger, Friedbert Ottacher

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Im Rahmen seiner Lehrveranstaltungen hat das Institut schon mehrfach Evaluierungen von größeren Projekten durchgeführt - die Fußball EURO 2008 in Innsbruck, Sotschi 2014 oder die Tiroler Entwicklungshilfe in Pozuzo (Peru). Ziel des Master-Wahlmoduls „Entwicklungsforschung“ 2018/19 ist eine allgemeine Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino anhand des „EUREGIO East African Livelihood Improvement Programme (EEALIP)“ in Uganda und Tansania.

Landwirtschaft ist der Hauptproduktionssektor der ugandischen und tansanischen Wirtschaft und Hauptlebensgrundlage der Menschen im ländlichen Raum. 75% der ländlichen Bevölkerung im Projektgebiet lebt von Subsistenz-Landwirtschaft, einer Landwirtschaft, die geprägt ist von veralteten Produktions- und Managementpraktiken, vielfach ausgelaugten Böden, nachteiligen Marktprozessen und unzureichender Infrastruktur. Durch steigende Bevölkerungszahlen ist zudem ein umweltschädliches Verhalten, vor allem durch illegale Waldrodungen und einer Übernutzung der Böden, zu verzeichnen. Den Farmer fehlt oft das Wissen und Können für nachhaltige landwirtschaftliche Anbau- und Verkaufsmethoden.

Im Zuge des Bekenntnisses der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino (EUREGIO) zur Entwicklungszusammenarbeit wurde 2010 die Durchführung eines dreijährigen grenzüberschreitenden Programms in Uganda-Tansania beschlossen. Aufgrund der Erfahrung entschied man sich im Jahre 2016, die Kooperation mit den Distrikten Bukomansimbi, Kyotera, Kalungu, Masaka, Rakai (Uganda) und Misseny, Kyerwa (Tansania) für weitere drei Jahre bis 2019 fortzusetzen. Umgesetzt wird das Projekt durch vier lokale Partner: Caritas MADDO (Uganda), Kolping Bukoba, Misseny District und KADDRO (Tansania). Hauptziel des ländlichen Entwicklungsprogramms ist die nachhaltige Verbesserung des Lebensstandards der Menschen und die Förderung einer Entwicklung vor allem durch verbesserte Landwirtschaft und den Schutz der natürlichen Ressourcen der Region. Die Distrikte wurden gewählt, da das Gebiet, ebenso wie die Euregio, durch eine politische Grenze getrennt wurde, die dort von den Kolonialmächten 1890 gezogen wurde. Ein zusätzlicher Aspekt ist damit ebenso die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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