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Evaluierung der „Tiroler Entwicklungshilfe“ für Pozuzo (Peru)

Ernst Steinicke, Martina Neuburger

Vertiefungsrichtung Entwicklungsforschung

Blick auf Pozuzo

Die Vertiefungsrichtung des Masterstudiums im Bereich Entwicklungsforschung (v.a. Wahlmodule 12 und 13) befasst sich im Jahr 2015 mit der tirolisch-rheinländischen Sprachinsel POZUZO samt Tochtersiedlungen, die an der peruanischen Andenostabdachung liegen. Im Jahr 1859 kamen im Rahmen eines peruanischen Ansiedlungsprojektes rund 170 deutschsprachige katholische Kolonisten, etwa 120 Tiroler und 50 Rheinländer, in das Gebiet am Zusammenfluss von Río Santa Cruz und Río Huancabamba. Ihre Pionierleistung und Innovationskraft war bemerkenswert. Haben sie und ihre Nachkommen zunächst ein Tal samt seinen Anhöhen und Seitentälern agrarisch in Wert gesetzt, so gelang es mit der Gründung von Tochtersiedlungen die gesamte mittelperuanische Andenostabdachung flächenhaft und dauerhaft landwirtschaftlich zu prägen. Mit ihren agrarischen Innovationen und touristischen Impulsen wurde ein Gebiet fast so groß wie Tirol zu einem attraktiven Wirtschaftsraum, der Siedler und Arbeitssuchende aus allen Teilen Perus anzog. Pozuzo , Puerto Mairo, Oxapampa, Villa Rica und Codo de Pozuzo sind Siedlungen, in denen die ersten weißen Kolonisten Tiroler Dialekt gesprochen haben. Seit einigen Jahrzehnten unterstützen das Land Tirol sowie private Vereine und Einzelpersonen die Pozucinos, von denen heute noch ein Drittel Tiroler Familiennamen trägt. Aufgabe der Module wird es sein, eine Evaluierung dieser Tiroler Hilfsleistungen durchzuführen.

Projektzeitraum: WS2014/15 bis SS2016

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