Vertiefungsrichtung Naturgefahrenforschung (14S-15S)

Naturgefahrenanalyse – Ratschingstal (Südtirol) - Matthias Huttenlau, Gertraud Meißl, Rudolf Sailer

Ziel der dreisemestrigen Lehrveranstaltung ist es, das von Steinschlag, Lawinen und Wildbächen ausgehende Gefahrenpotential zu erheben und darauf aufbauend eine auf dem 'Südtiroler Gefahrenzonenkonzept' basierende Risikoanalyse und -bewertung durchzuführen. Als Untersuchungsgebiet wurde das Ratschingser Tal (Gemeinde Ratschings, Südtirol, Italien; http://www.ratschings.eu/) gewählt.

Die Ergebnisse des Archivstudiums, der Kartierung und Geländebegehung (erstes Projektsemester) sollen sowohl als Eingangsgrößen für die Prozessmodellierung (zweites Semester) als auch zur Überprüfung der Modellergebnisse dienen. Sogenannte 'regionale' Modelle werden dazu verwendet, jene Gebiete zu identifizieren, die einer möglichen Gefährdung ausgesetzt sind. Im Bereich dieser Gebiete wird auf Basis von Detailmodellen (Steinschlag, Mure, Hochwasser, Lawine) eine Aussage über mögliche Prozessfolgen ermöglicht.

Ein zentraler Teil der Lehrveranstaltung wird der Analyse und der kritischen Interpretation der Simulationsergebnisse gewidmet sein. Dazu und zur Stärkung des Modellverständnisses werden auch analytisch/statistische Modelle angewandt. Sowohl die erworbenen Gebietskenntnisse (Kartierung, Expertenbefragung) als auch die Modellergebnisse werden in Verbindung mit dem Bauleitplan der Gemeinde Ratschings zu einem - dem Südtiroler Gefahrenkonzept entsprechenden - Risikozonenplan zusammengeführt (drittes Semester).

Die Projektergebnisse werden in der Gemeinde Ratschings vorgestellt.

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