Armutsbekämpfung am Fuße des Mt. Kenya - Evaluierung eines integrativen Projektes

Ernst Steinicke, Martina Neuburger

Vertiefungsrichtung Entwicklungsforschung (SS10 bis SS11)

Seit 1963 haben sich um den Mt. Kenya zwölf Träger-Gemeinschaften bzw. Kooperativen etabliert. Studierende und Professoren am Geographischen Institut der Universität Innsbruck entschlossen sich im Jahr 2004, den Alpintourismus im Mt. Kenya-Nationalpark, Naro Moru-Region, zu unterstützen. Durch Förderung von technischer Infrastruktur und Ausbildung ist es ein Anliegen, die Situation der Bergführer und Träger samt ihren Familien nachhaltig zu verbessern.

Finanziert wurde das Projekt bislang im Rahmen der „Kleinen Botschaftsprojekte“ von der Österreichischen Botschaft in Nairobi. Zudem konnten auch Spendengelder lukriert werden. In den ersten beiden Jahren galt es zunächst, die EDV zu entwickeln und die Alpinausbildung zu verbessern. In dieser Phase wurden alle Leistungen von Studierenden der Universität Innsbruck erbracht. Zwischen 2006 und 2007 lag der Projektschwerpunkt im Marketingbereich sowie auf der baulichen Seite und in den Jahren 2008/09 in der Fertigstellung des Hostel sowie in der Förderung der Frauengruppe, welche die Ziegel für das Gebäude produzierte. Darüber hinaus sollen Anfang 2010 die ersten Schritte gesetzt werden, dass die Frauengruppe einen erheblichen Teil der Versorgung der Alpintouristen durch den Anbau von Feldfrüchten in den nahe gelegenen Ackerparzellen übernimmt.

Im Rahmen des Mastermoduls werden Modelle der Entwicklungsforschung sowie konkrete Projekte der Entwicklungszusammenarbeit analysiert und diskutiert. In der darauf aufbauenden empirischen Studie vor Ort soll – u.a. mit dem Livelihood-Ansatz – das vorgestellte Institutsprojekt evaluiert werden.

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