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Naturgefahren Risikoanalyse - ÖBB

SS09, WS09/10, SS10

Meißl, Sailer, Wastl

Ziel der dreisemestrigen Lehrveranstaltung war es, das von Steinschlag, Lawinen und Wildbächen ausgehende Gefahrenpotential entlang der Bahnverbindung Innsbruck-Scharnitz (Mittenwaldbahn) zu erheben und darauf aufbauend eine Risikoanalyse und -bewertung durchzuführen.

Die Lehrveranstaltung war an zwei vom Institut für Geographie geleiteten Projekte gekoppelt (InfraSCAN, ENVICHANGE), die ihrerseits in enger Kooperation mit den Österreichischen Bundesbahnen ÖBB (dem Schienennetzbetreiber) durchgeführt wurden. Die Ergebnisse des Archivstudiums, der Kartierung und Geländebegehung (erstes Projektsemester) dienten sowohl als Eingangsgrößen für die Prozessmodellierung (zweites Semester) als auch zur Überprüfung der Modellergebnisse. Sogenannte 'regionale' Modelle (GRID-traject - www.grid-it.at, AVAL-walk - www.laserdata.at) bzw. Schätzverfahren (Hagen et al. 2007, http://bfw.ac.at/db/bfwcms.web?dok=6196) wurden dazu verwendet, jene Punkte entlang der Bahntrasse zu identifizieren, die einer möglichen Gefährdung ausgesetzt sind. Im Bereich dieser 'Hot Spots' konnten auf Basis von Detailmodellen (Steinschlag: Rockyfor3D - www.ecorisq.org, Lawine: ELBA+ - dnn.geoexpert.at, Hochwasser: ZEMOKOST, http://bfw.ac.at/db/bfwcms.web?dok=5359) hochwertige Aussagen über mögliche Prozessfolgen gemacht werden.

Ein zentraler Teil der Lehrveranstaltung war der Analyse und der kritischen Interpretation der Simulationsergebnisse gewidmet. Dazu und zur Stärkung des Modellverständnisses wurden auch analytisch/statistische Modell ( Lawinen: Voellmy-Salm, Lied-Bakkehoi) angewandt. Die Ergebnisse aus Geländearbeit und Modellierung wurden in einer Gefahrenhinweiskarte zusammengefasst, die als Basis für ein von den ÖBB geplantes Frühwarnungssystem herangezogen werden kann (drittes Semester).

Die Projektergebnisse wurden am Institut für Geographie den ÖBB-Verantwortlichen und einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

screenshot

Abbildung mit Maximalgeschwindigkeiten einer Simulationsvariante (Lawinensimulationsmodell: ELBA+, Bearbeitung: Klug, Ladner, Lanz, Lehner, Ragg, Thaler, Wintersemester 2009/2010).

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