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Lehramtsstudium Geographie und Wirtschaftskunde

Ansprechpartner

A. Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) - Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftskunde (2015W)

Über das Studium

Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der neuen Studienpläne unterlag verschiedenen Vorgaben, die immer wieder zu Kompromissen zwischen dem Streben nach als optimal empfundenen, durch keinerlei Rahmensetzungen beeinflussten Curricula und gesetzlichen, strukturellen und finanziellen Grenzen veranlasste.

Besonders hervorzuheben sind hier die vielfältigen, aber juristisch nicht immer eindeutigen Regelungen bezüglich des zwischen der Universität Innsbruck und den Pädagogischen Hochschulen in Tirol und Vorarlberg abzustimmenden Lehramtsstudiums. Hierbei ist weiterhin zu berücksichtigen, dass dem Lehramtsstudium Geographie und Wirtschaftskunde kein eigenständiger Studienplan mehr zugrunde liegt, sondern dass es als eines von 18 Unterrichtsfächern in einem Curriculum für das Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) an der Universität Innsbruck enthalten ist. Dies erforderte zusätzliche Abstimmungen und Kompromisse mit den Fachvertretungen der anderen Unterrichtsfächer sowie vor allem mit der das Lehramtsstudium ab jetzt koordinierenden School of Education. Daneben waren finanzielle Vorgaben von Seiten des Rektorats zu beachten, die sich durch die Limitierung der erlaubten Präsenzstunden im Lehramtscurriculum bzw. die klare Forderungen nach umfangreichen Synergien mit den Bachelorstudium Geographie und dem Masterstudium Geographie: Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit ausdrückten.

Während die Curricula für Geographie-Bachelor und -Master allein von den Vertretern aus dem Institut für Geographie der Universität Innsbruck erstellt wurden, war für die Entwicklung des Studienplans GW-Lehramt-Neu eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen, die sich aus Vertretern des Institutes für Geographie (mit Studentenvertreter/innen), den GW-Verantwortlichen an den Pädagogischen Hochschulen in Tirol und Vorarlberg sowie aus engagierten AHS-Professoren und -Professorinnen zusammensetzte. Diese Gruppe arbeitete harmonisch miteinander und legte als Ergebnis ein einstimmig beschlossenes Curriculum vor, das dann vom Qualitätssicherungsrat empfohlen wurde.

Das Studium

Im Vergleich zu den beiden anderen neuen Studienplänen sind die Veränderungen beim Lehramtsstudium sicherlich am drastischsten, wird doch hier das bisher immer noch laufende Diplomstudium durch ein Bachelorstudium im Sinne des Bologna Prozesses abgelöst. Anders als in allen anderen Bachelorstudiengängen beträgt die Dauer beim Bachelorstudium Lehramt Geographie und Wirtschaftskunde jedoch acht Semester. Dabei sind von den 240 ECTS im kombinationspflichtigen Lehramtsstudium, verteilt über die acht Semester, in Summe 100 ECTS im Bereich der fachlichen und fachdidaktischen Ausbildung zu leisten.

Im Sinne eines zukunftsorientierten GW-Unterrichts zielt das Bachelorstudium Lehramt Geographie und Wirtschaftskunde darauf ab, Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe die Kompetenzen zu vermitteln, die sie hinsichtlich der Herausforderungen des Globalen Wandels zu entscheidungs- und handlungsfähigen Personen machen. Durch das explizite Ziel, Schülerinnen und Schüler zu mündiger und aktiver gesellschaftlicher Partizipation im Sinne von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) zu befähigen, zu ermutigen und auch anzuhalten, positioniert sich die Geographie und Wirtschaftskunde als Zukunftsfach und leistet einen Beitrag, die Ziele nachhaltiger Entwicklung sowie der Entfaltung möglichst hoher Lebensqualität für alle Menschen in einer lebenswerten Welt von morgen zu erreichen.

Als zukünftige Multiplikatoren entwickeln die Studierenden grundlegendes Wissen und Kompetenzen, die für die Auseinandersetzung mit den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und die kritischen Reflektion von komplexen Lösungsstrategien erforderlich sind. Hierzu sind spezielle fachdidaktische Kompetenzen erforderlich, die es erlauben, geographische und wirtschaftskundliche Inhalte und Methoden kritisch aufzubereiten und diese schülerinnen- und schülerorientiert und anregend zu vermitteln. Aspekte der Synthese und Multiperspektivität spielen dabei eine zentrale Rolle, da hinsichtlich nachhaltiger Lösungsstrategien verschiedene interessengeleitete Wirklichkeiten von der lokalen bis zur globalen Ebene zu vergleichen, zu bewerten und kritisch zu hinterfragen sind. Nur aus dem fundierten Verständnis räumlicher und ökonomischer Prozesse erwachsen schließlich die Möglichkeiten zu kompetenter Kommunikation sowie zu konstruktivem Handeln.

Der Aufbau des Lehramtsstudiums ist so konzipiert, dass in den jeweils 12,5 ECTS umfassenden Modulen 1 „Einführung in die Geographie und Wirtschaftskunde“, Modul 2 „Allgemeine Geographie und Wirtschaftskunde I“ und Modul 3 „ Allgemeine Geographie und Wirtschaftskunde II“ anhand von Vorlesungen grundlegende Inhalte vermittelt werden.

Der Anteil der auf praktisches Arbeiten ausgerichteten Lehrveranstaltungen und damit auch der Anteil fachdidaktischer Lehrveranstaltungen nimmt im Laufe des Studiums immer mehr zu. Die Module 4 („Fachdidaktik“) und 5 („Proseminare“) zeigen dies auf. Ein Hauptaugenmerk wurde einerseits auf Synergieeffekte mit dem Bachelor- und Masterstudium Geographie gelegt, so dass die Studierenden eine vollwertige fachgeographische Ausbildung genießen, andererseits auch auf die Verknüpfung von fachlichen und fachdidaktischen Inhalten. Keine wesentlichen Veränderungen hat die wirtschaftskundliche Ausbildung erfahren, da sich der bisherige Studiengang bewährt hat: Nach grundlegenden makro- und mikroökonomischen Lehrveranstaltungen (Module 1 und 2) folgen später (Module 3, 6 und 8) vertiefende Vorlesungen und Übungen. Für die ökonomische Ausbildung der Lehramtskandidaten werden weiterhin ausgewiesene Wirtschafswissenschaftler/innen herangezogen.

Innerhalb gewisser Grenzen gibt es im Lehramtsstudium auch Wahlmöglichkeiten: Dies ist im Modul 3 mit wählbaren Vorlesungen zur Allgemeinen Geographie im Umfang von sechs Semesterstunden sowie in den Modulen 6 („Vertiefung 1“) und 10 („Vertiefung 3“) der Fall, in denen jeweils zweistündige Lehrveranstaltungen zu Spezialthemen gewählt werden können.

Das Bekenntnis zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) kommt im Modul 8 „Vertiefung 2“ zum Ausdruck. Dadurch wird Geographie und Wirtschaftskunde zum einzigen Unterrichtsfach an der Universität Innsbruck, das sich explizit mit dieser zukunftsorientierten Materie auseinandersetzt.

Neben der Kartographie und Geoinformatik (Modul 7 „Kartographische Darstellungsformen“) spielt auch die Regionalgeographie im Lehramtsstudium eine wichtige Rolle. Dies wird durch Modul 9 „Regionalgeographie und Unterricht“ und Modul 12 „Regionalgeographie“ mit Schwerpunkt Österreich und Ostalpen verdeutlicht. Das Modul 11 „Fachpraktikum“ rundet die Ausbildung ab. Abgeschlossen wird das Lehramtsstudium mit einer Bachelorarbeit, die im Rahmen eines Seminars vorgestellt und verteidigt wird (Modul 13).


B. Der alte Studienplan Lehramtsstudium Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftskunde (2001W)

Ab dem Wintersemester 2015/2016 darf eine Zulassung nur nach dem neuen Curriculum erfolgen

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