ALS X
Combination and Evaluation of Airborne Laser Scanning Data
and TerraSAR-X Data for Glacier and Snow Monitoring

Projektbeschreibung

In Anbetracht der Prozesse des globalen Klimawandels und ihrer regionalen Folgen gewinnt die Analyse des Verhaltens alpiner Gletscher in zunehmendem Maße an wissenschaftlicher Relevanz und gesellschaftlichem Interesse. Gletscher haben eine wichtige Funktion als Klimaindikatoren, die relativ kurzfristig und messbar auf Änderungen von Temperatur und Niederschlag reagieren. Daneben haben Gletscher, speziell in Österreich, eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Bedeutung für Tourismus, Energieversorgung und Landwirtschaft.

Hauptziele des ALS-X-Projekts:

  • Eine glaziologische bzw. schneehydrologische Analyse und Bewertung zeitsynchron aufgenommener flugzeuggestützter Laserscandaten (ALS)- und TerraSAR-X-Datensätze. Hierzu werden vier Befliegungen an Hintereisferner und Kesselwandferner (Tirol) zu glaziologisch relevanten Zeitpunkten durchgeführt.

  • Analyse und vergleichende Bewertung von flugzeuggestützten Laserscannerdaten (ALS) und Daten des Radarsatelliten TerraSAR-X für den Anwendungsbereich Gletschermonitoring. Aus den Daten werden digitale Geländemodelle und Oberflächenklassifikationen erstellt und in die vergleichende Bewertung mit den TerraSAR-X Daten eingebracht.

Durchführung:

Geländekampagnen, durchgeführt vom Institut für Klima- und Kryosphärenforschung Innsbruck, während den Befliegungen dienen der Validierung der Fernerkundungsdaten. Als Resultat der Bewertung wird ein Konzept für das effiziente Monitoring von Gletschern mit integrierten Fernerkundungsdaten erstellt, unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse regionaler Endnutzer (Gletscherskigebiete, Energieversorger).

Neben der Gewinnung wertvoller Referenzdaten über Eigenschaften der Gletscheroberfläche kann im Gegenzug die räumliche Genauigkeit der TerraSAR-X Daten mit Hilfe der Laserscannerdaten evaluiert werden, was interessante Rückschlüsse auf die generelle Anwendung der Technologie im Hochgebirge zulässt. Durch internationale Kooperation entsteht ein Mehrwert für die Projektpartner.

In Kooperation mit dem alpS - Zentrum für Naturgefahren Management Innsbruck werden auch Anwendungsaspekte für potenzielle Endnutzer (z.B. Betreiber von Gletscherschigebieten oder Energieversorgern) diskutiert.

Die Verarbeitung und Analyse der Laserscannerdaten kann teilweise auf bestehende, weitgehend am Institut für Geographie entwickelte Methoden zurückgreifen, die in diesem Zusammenhang weiterentwickelt und verbessert werden. Neben der Ableitung von geometrischen Änderungen (Fläche, Höhe, Volumen) und Massenänderungen wird ein weiterer Schwerpunkt auf die Oberflächenklassifikation durch Rauhigkeitsparameter auf Grundlage einer Analyse der Signalintensität gelegt.

Nach oben scrollen