Forschungsergebnisse zur Integration nach Amenity Migration

Die zwischen den Jahren 2015/2016 und 2020/2021 durchgeführte qualitative Längsschnittforschung (QLF) beleuchtet den Integrationsprozess von vorwiegend in der Stadt sozialisierten Personen, die ihren Wohnsitz permanent oder lediglich temporär in das Vorarlberger Montafon bzw. Tiroler Gailtal verlegt haben.

 

Kürzlich ist der Artikel mit dem Titel "Gekommen, um zu bleiben? Integration nach Amenity Migration in den Alpenraum - Qualitative Längsschnittstudie in zwei peripheren Gebirgsregionen Westösterreichs" in den Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft (MÖGG) erschienen und nun Open-Access verfügbar: https://doi.org/10.1553/moegg163s199

Hier die Highlights des Artikels:

  1. Die Wohnsitzverlagerung in die ruralen Gebirgsregionen liegt dem Wunsch nach einem qualitätsvolleren Leben zugrunde und kann dem Konzept der Lifestyle Migration bzw. der Amenity Migration zugeordnet werden.
  2. Diese Art der Wohnsitzverlagerung geht vordergründig von in der Stadt sozialisierten Personen mit Hochschulbildung aus.
  3. Die Wohnsitzverlagerung erfolgt in der Regel permanent, kann aber auch von temporärer Dauer sein (d. h. Zweitwohnsitzbesuche).
  4. Neu Angekommene integrieren sich bewusst sowie unbewusst in die Dorfstrukturen und hinterlassen dort für die Regionalentwicklung bedeutende positive Spuren in (Land-)Wirtschaft, Kultur und Landschaftsbild.
  5. Diese Integration findet auf identifikative, strukturelle, interaktive sowie kulturelle Weise statt. Damit zusammenhängende Fortschritte entscheiden schließlich über den langfristigen Verbleib vor Ort bzw. die regelmäßige Wiederkehr dorthin.
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