Universität Innsbruck

Überblick

Terras pretas (Amazonian dark earth) in Amazonien. Lokales Wissen, aktuelle Nutzung und Möglichkeiten nachhaltigen Managements

Projektleitung: Dr. Martina Neuburger,
Dr. Clemens Geitner

Kooperationen: Umweltbundesamt, GRID-IT  
Bearbeitung: Dipl. Ing. (FH) Richard Hastik, M.Sc. Projektzeitraum: 2009/2010  
Fördergeber: D. Swarosvki & Co.      

Amazonien gilt als eines der artenreichsten Ökosysteme der Erde, das jedoch durch seine jahrhundertelange Nutzung stark überformt und aktuell zunehmend bedroht ist. Eine landwirtschaftliche Nutzung wird dadurch erschwert, dass die vorherrschenden tiefgründig verwitterten Böden des Amazonas-Tieflands - Ferralsole und Acrisole - starke Limitierungen im Hinblick auf die Nährstoffversorgung aufweisen. Natürliche Ausnahmen bilden - neben den jungen Substraten, wie sie auf vulkanischen Ablagerungen oder im Bereich von Flussalluvionen (lokal als Várzea bezeichnet) entstehen konnten - die so genannten Terras pretas, die indigenen Ursprungs sind, als kleine Inseln auftreten und eine extrem hohe Bodenfruchtbarkeit aufweisen.

Allerdings kennt die heutige Bevölkerung, die in der Regel die indigenen Gruppen aus ihren Siedlungsräumen in früheren Jahrzehnten verdrängt hatte, diese Böden kaum und passt ihre Bodenbearbeitung nicht entsprechend an, so dass sowohl das indigene Wissen darüber als auch die Böden selbst durch „falsche" Nutzung verloren zu gehen drohen. Genau an dieser Schnittstelle der Mensch-Umwelt-Beziehung setzt das geplante integrative Projekt an, in dem sowohl physisch- als auch humangeographisch relevante Daten zur Bodenausstattung und Landnutzung in zwei Testgebieten in der Region Manaus erhoben und analytisch miteinander verknüpft werden.




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