Universität Innsbruck

Überblick

QUA-BA - Quantifizierung von Bodenabtragsflächen auf Alpinen Grashängen

Bearbeitung Andreas Mayr
Projektlaufzeit Juli 2015 – Oktober 2015
Fördergeber Forschungszentrum Berglandwirtschaft der Universität Innsbruck

Flachgründige Abträge verursachen beträchtliche Bodenverluste in den Alpen, häufig auf landwirtschaftlich genutzten Grünlandflächen (Almen und Bergmähdern). Im Projekt QUA-BA werden flachgründige Abtragsflächen (auch als „Blaiken“ bezeichnet) auf einem lokalen Maßstab hochgenau vermessen, um ihre aktuelle Ausdehnung und ihr Ausmaß zu quantifizieren. Methoden dafür werden in zwei Tiroler Untersuchungsgebieten im Lechtal und im Schmirntal getestet und angewandt. Mittels Structure-from-Motion and Multi-View-Stereo Image Matching (SfM-MVS) werden aus Nahbereichsschrägbildern digitale 3D-Modelle und hochauflösende Orthophotos von den Abtragsflächen und ihrer unmittelbaren Umgebung erstellt. Zur automatischen Abgrenzung der Flächen in diesen Daten wird ein objektbasiertes Verfahren mit adaptivem Schwellenwert entwickelt und die Kartierergebnisse werden hinsichtlich ihrer Genauigkeit im Vergleich zu einer manuellen Abgrenzung beurteilt. Diese auf lokalem Maßstab sehr detailliert kartierten Abtragsflächen wiederum bilden später einen Referenzdatensatz mit dem großflächigere, orthophotobasierte Kartierungen validiert werden können.

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Aufnahme von Bildern im Schmirntal. Die Bilder werden von verschiedenen Positionen rings um die Abtragsfläche herum aufgenommen (Kamerapositionen in schwarz). Weiße Kugeln dienen als Passpunkte für das anschließende image matching.
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Segmentierung (weiß) und Klassifizierung einer Bodenabtragsfläche (Grenze der Abtragsfläche = gelb)
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