Raum und Gerechtigkeit - Einführung in die Kritische Geographie

Am Donnerstag, den 04. Mai findet um 19:00 im großen Seminarraum, 7. Stock Bruno-Sander-Haus eine Veranstaltung der Studienvertretung Geographie mit dem Titel "Raum und Gerechtigkeit - Einführung in die Kritische Geographie" statt. Details siehe Internet.

Von den Aufständen des Jahres 1968 blieb auch die Geographie als Wissenschaft nicht unberührt. Die Richtung des damit einhergehenden Aufbruchs brachte etwa Richard Peet in der Erstausgabe von Antipode. A Radical Journal of Geography 1969 auf den Punkt: Es brauche „in short a whole new geography truly based upon the precepts of equality and justice“. Während eine solche kritische Geographie im anglophonen Raum recht bald zum Mainstream wurde, war die deutschsprachige Geographie noch lang vom alten Geist durchweht. Zwar gab es immer wieder (vor allem studentische) Initiativen, in der Disziplin angekommen ist Kritische Geographie als Perspektive allerdings erst etwa seit der Jahrtausendwende. Der Vortrag diskutiert einführend, was diese Perspektive ausmacht, zeichnet ihre Entwicklungslinien, Themen und Gegenstände nach und fragt, was sie zur Analyse und Praxis der heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse beizutragen hat.

Tino Petzold lehrt und forscht seit Oktober 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie der Goethe Universität ind Frankfurt am Main. Er ist Teil der Arbeitsgruppe von Bernd Belina. Seine Forschungsinteressen liegen insbesondere in den Themenfeldern 'Recht und Raum' (legal geographies) und 'kritische Geographie'. Er promoviert zur Normalisierung von Austerität in der BRD und EU in historischer Perspektive und mit besonderem Fokus auf die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008ff.

Vortrag mit Diskussion, organisiert von der Strv Geographie an der Uni Innsbruck. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Max Veulliet