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Globaler Wandel: Herausforderungen für Lateinamerika

logo ak la  In Lateinamerika äußern sich die vielfältigen Phänomene des Global Change in sehr spezifischer Form. Fragile Ökosysteme, wie beispielsweise der tropische Regenwald, Hochgebirgs- und Küstenregionen, reagieren empfindlich sowohl auf den globalen Klimawandel als auch auf unangepasste menschliche Nutzungsformen.
Naturkatastrophen wie Hangrutschungen, Überschwemmungen, Erdbeben und Hurrikane zeigen diese Zusammenhänge deutlich. Aber auch die schleichende Degradierung natürlicher Ressourcen wie Böden und Wald sowie die zunehmende Belastung von Wasser und Luft gefährden den menschlichen Lebensraum. Vielerorts in Lateinamerika werden diese Entwicklungen von sozialen, ökonomischen, kulturellen und politischen Globalisierungseffekten überlagert beziehungsweise verstärkt, wobei Exklusions- und Inklusionsprozesse die Verwundbarkeit zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen erhöhen. Vielfältige Bemühungen um neue Governance-Formen auf globaler und national/regionaler Ebene bergen gleichzeitig Potenziale zur Abfederung der Folgewirkungen des Global Change in sich. So verstärkt beispielsweise einerseits die globale Einbindung der Landwirtschaft den Druck auf die natürlichen Ressourcen Boden und Wasser, andererseits könnten die internationalen politischen Bemühungen um den Klima- und Regenwaldschutz die Zerstörung der tropischen Regenwälder langfristig verlangsamen. Generell spielen die Wechselwirkungen zwischen Global Change und regional/lokalen Problemstellungen nicht nur in der Wissenschaft eine zunehmende Rolle, sie beherrschen zunehmend gesellschaftliche Diskurse sowie politisches Handeln und stellen insbesondere auch für die Entwicklungszusammenarbeit eine wesentliche Herausforderung dar.
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