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creARTive – Der Beitrag von Kultur und Kreativität zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung in einer zwischenstädtischen Grenzregion – Das Beispiel des Alpenrheintals.

Projektleitung  Julia SchartingProf. Dr. Martin Coy

Kurzbeschreibung

Bregenzer FestspieleIm Zuge der Globalisierung und der Entwicklung hin zu einer Wissensgesellschaft stehen Städte und Regionen immer stärker in einem globalen Standortwettbewerb. Spätestens seit Richards Floridas –auch oft kontrovers diskutierten- Publikation „The Rise of the Creative Class“ 2002 rücken in diesem globalen Wettbewerb besonders Kunst, Kultur und die Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung als wichtiger Standortfaktor aber auch als aktiver Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung immer stärker in den Fokus der wissenschaftlichen Analysen. Bisher sind diese Themen allerdings hauptsächlich urbanen Zentren zugeschrieben und untersucht worden. Aber wie trägt Kultur und Kreativität zur nachhaltigen Regionalentwicklung in einer Grenzregionen bei?

Basierend auf diesen Überlegungen entsteht am Institut für Geographie der Leopold-Franzens Universität Innsbruck das Dissertationsprojekt „creARTive“, dessen zentrales Ziel es ist, den Beitrag von Kultur und Kreativität zu einer nachhaltigen, grenzüberschreitenden Regionalentwicklung zu untersuchen. Dabei soll Kultur, Kreativität sowie deren Einflüsse auf die Region aus unterschiedlichen Akteursperspektiven (d.h. aus Sicht von KulturpolitikerInnen, KünstlerInnen, Kreativen, BewohnerInnen) analysiert werden. Den regionalen Rahmen für die Analysen bildet das Alpenrheintal, d.h. die Grenzregion zwischen Liechtenstein, Österreich und der Schweiz, welche aufgrund der räumlichen, politischen sowie sozioökonomischen Gegebenheiten ein einzigartiges „Raumlabor“ ist, in der unterschiedliche Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen aufeinandertreffen und die Grundlage für die Verknüpfung der unterschiedlichen Konzepte bildet.

Für das Dissertationsprojekt werden sowohl quantitative vornehmlich allerdings qualitative Methode zum Einsatz kommen. Kartierungen, Auswertungen von statistischem Datenmaterial, Experteninterviews, Anfertigung von mental maps, eine Netzwerkanalyse sowie ein Workshop mit Akteuren aus der Region sollen unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema ermöglichen.

Die daraus gewonnenen Ergebnisse leisten auf der einen Seite einen Beitrag für die wissenschaftliche Grundlagenforschung. Auf der anderen Seite kann das Dissertationsvorhaben allerdings auch einen transdisziplinären Beitrag für die Region und die BewohnerInnen leisten indem der Dialog zwischen Akteuren im Alpenrheintal angestoßen wird.

Tiroler Wissenschaftsfonds (TWF), Nachwuchsförderung
01.12.2011 - 30.11.2013



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