Überblick

de:Experimental networks for sustainability: Urban Biosphere Reserves as engines of transformation (ENESUS)

Project structure
de:ENESUS Project structure. Graphic: Armin Kratzer

Welche Rolle spielen urbane Biosphärenreservate und deren multiskalare Netzwerke für gesellschaftliche Transformationsprozesse? Diese Frage steht über den vielschichtigen Forschungs- und Vernetzungsaktivitäten in vier ausgewählten Biosphärenreservaten am Rand großer Städte oder urbaner Zentren (Karte der Fallstudien rechts). Die empirische Forschung ist auf die folgenden Kernziele ausgerichtet:

Ziel 1: Besseres Verständnis über fördernde und hemmenden Faktoren für innovative oder experimentelle Initiativen

Biosphärenreservate und soziale Bewegungen werden als Nischen interpretiert, in denen passende Rahmenbedingungen für lokale Initiativen/ Projekte geschaffen werden sollen. Bis zu einem gewissen Grad sind viele Initiativen auf Strategien wie „trial and error“, Experimente oder innovative Ansätze ausgerichtet, bei denen das Potential zur Veränderung noch nicht abgeschätzt werden kann. Uns geht es bei dem Projekt nicht nur um Faktoren für einzelne Initiativen, sondern auch und vor allem um das gesamte Umfeld und um die Chancen und Treiber für regionales Experimentieren und regionalen Wandel. Dazu müssen wir zunächst definieren, was überhaupt experimentieren in den Case Studies bedeutet. Darauf aufbauend vergleichen wir verschiedene Faktoren wie Ressourcen, soziale Netzwerke und Verknüpfungen auf verschiedenen Skalen.

Ziel 2: Besseres Verständnis darüber, welche Rolle mehrskalige (globale) Netzwerke für lokale Initiativen haben und wie diese voneinander lernen können, um Wandelprozesse zu beschleunigen.

Kleine innovative Projekte und experimentelle Initiativen sollten die Möglichkeit haben in größerem Maßstab und anderen Kontexten zu funktionieren. Dabei spielt zum einen natürlich das WNBR eine große Rolle, zum anderen können auch andere globale Netzwerke relevant sein (z.B. Transition Town, Permaculture, Slow Food, …). Im Gegensatz zu einer top-down Planung, bei der die Möglichkeiten einer kontrollierten Planung idR überschätzt werden, untersuchen wir die Koevolution von lokalen Initiativen und den dazu passenden Netzwerken, d.h. die lokalen Initiativen in diesem Teil müssen (?) für deren Untersuchung irgendwie in größere Netzwerke eingebettet sein

Forschungsebenen und methodischer Zugang

  1. BRs und andere multiskalare Netzwerke in den Beispielregionen
  2. Konkrete Initiativen/Projekte innerhalb dieser Netzwerke
  3. Globalstrukturen dieser Netzwerke (z.B. WNBR)

Die qualitative Analyse von bestehenden Netzwerken mit ihrer Struktur, ihren Funktionsweisen und Austauschbeziehungen stehen im Zentrum der Erhebungen. Damit in engem Zusammenhang stehen die Auswertungen bestehender Initiativen und Projekte sowie die Einschätzungen von lokalen und regionalen AkteurInnen.

Partnerinstitutionen

Universitäten tauschen sich über ihre bisherigen Erfahrungen aus und bringen diese für das spezifische Interesse an urbanen Biosphärenreservaten in die Fragestellung ein.

Managements der Biosphärenreservate in den Beispielregionen mit dem Ziel Austausch zu fördern der zu weiteren Kooperationen führt

Studierende der Geographie beteiligen sich an den Erhebungen und werden dadurch zu MultiplikatorInnen des Modells Biosphärenreservat und den damit verbundenen Ansätzen von nachhaltiger Regionalentwicklung.

Projekteckdaten

Projektzeitraum: 15.09.2017 - 15.09.2019
Team:
Partner:
Fördergeber: Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), MAB (Man and Biosphere)
Webseite: https://www.uibk.ac.at/geographie/agef/projects/enesus/
Projektdatenbank: Metadaten
Dokumente:
Logo ENESUS

News

  • First Fieldwork in La Palma
    The fieldwork in our case study La Palma has started. For impressions of our project partner Max Mannheim (Univ. of Vienna) and his Netmapping see the facebook post of the La Palma Biosphere
  • Case studies map online
    A map showing case studies of ENESUS has been added to the project pages

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