Neu erschienen: In fürstlicher Nähe – Ärzte bei Hof (1450–1800) Marina Hilber, Elena Taddei (Hg.)

Innsbrucker Historische Studien 33, Innsbruck university press 2021.

Cover früstliche NäheIn der Frühen Neuzeit war der Körper von Fürst und Fürstin das politische Kapital der Dynastie. Die Erhaltung körperlicher Funktionsfähigkeit und Gesundheit lag in den Händen von Experten und bildete das alltägliche Kerngeschäft von Leib- und Hofärzten. Im Dienste von Fürstinnen und Fürsten stehend, begegnen uns diese medizinischen Experten immer wieder als Randfiguren in den Forschungen zur Dynastie-, Wissenschafts- und Medizingeschichte, in Biografien oder Universitätsgeschichten. Allerdings fehlen für die Frühe Neuzeit bislang Vergleichsstudien, die Hof- und Leibärzte als Funktionselite untersuchen, die auf Gemeinsamkeiten und Differenzen bei den Ausbildungswegen, Anstellungskriterien, Karriere- und Austauschmöglichkeiten, im Praxisalltag und in der Einbettung und Verankerung im höfischen System fokussieren.
Der vorliegende Band beleuchtet bekannte und weniger bekannte fürstliche Leibärzte sowie an Höfen und in weltlichen wie geistlichen Adelskreisen tätige Mediziner aus dem französischen, deutschen und italienischen Raum. In den präsentierten Fallbeispielen werden sowohl Werdegang, als auch diverse Aspekte der praktischen Berufsausübung thematisiert. Dass die Karrieren der Ärzte am Hof aber keineswegs auf das medizinische Feld beschränkt waren, belegen etliche Beispiele in diesem Band.Sie zeigen, wie es Leib- und Hofärzten gelang, ihre Vertrauensposition in fürstlicher Nähe zu etablieren, zu halten und zu erweitern.

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