Verletzbarkeit und Institutionen

Interdisziplinäre Konferenz | 28.–29. September 2021 | Universität Innsbruck
 

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28.–29. September 2021, Universität Innsbruck, Österreich (virtuell)

Tagung| Anmeldung|Programm| Abstracts


Programm

Programm zum Download (Stand: 10.09.2021)

28. September

09:30 - 10:00 Welcome
10:00 – 11:30 

PANEL 1: Habitualisierte Praktiken: Die Universität als Schauplatz von Verletzbarkeit

Chair: Flavia Guerrini

Frede Macioszek (Berlin):
Verletzende Praktiken in Kontexten wissenschaftlicher Konferenzen. Verletzlichkeit zwischen Scham und Zugehörigkeit

Adham Hamed/Juliana Krohn (Innsbruck):
Universities as Spaces for the (Re)Production of Violence and Vulnerability? Structures and Dynamics

Philipp Seitzer/Lea Braitsch (Köln):
Verletzende Gewalt oder gewaltvolle Verletzbarkeit? Erfahrungen struktureller Vulnerabilität im institutionellen Rassismus

11:30 - 11:45 Kaffeepause
11:45- 13:15

PANEL 2: Bruchstellen der Erfahrung: Momente und Inszenierungen leiblicher Verletzbarkeit

Chair: Sergej Seitz 

Leyla Sophie Gleissner (Paris/Wien):
Unmögliches Bezeugen

Miriam Metze (Regensburg):
Sich die Blöße geben. Zu den Inszenierungen von Verwundbarkeit

Michaela Bstieler (Innsbruck):
Unter die Haut gehen, aus der Haut fahren. Phänomenologische Lektüren von Verletzbarkeit 

13:15 - 14:15  Mittagspause
14:15 - 15:45

PANEL 3: Sorgebeziehungen: Ambivalenzen und Politiken von Schutzbedürftigkeit

Chair: Christian Loos

Anic-Sophie Davatz/Lukas Neuhaus/Roland Becker-Lenz (Olten):
Wie deuten Erwachsenenschutzbehörden Schutzbedürftigkeit?

Felix Gaillinger (München):
He doesn‘t care: Unterhaltskonflikte junger Volljähriger gegen den Vater. Zur ambivalenten Rolle des Jugendamts im Aushandeln einer innerfamiliären Transferbeziehung

Tina Jung (Gießen):
Gewalt in der Geburtshilfe - (globale) Kämpfe, Aneignungen und Aushandlungen von Vulnerabilität und Gewalt im Kontext Geburt 

15.45 - 16.00

Kaffeepause

16:00 - 17:30

PANEL 4: Kontrolle, Macht und Verletzbarkeit im Kontext von Rechtsräumen und staatlichen Gewaltakteur*innen

Chair: Stephanie Schmidt

Olga Galanova (Bochum):
Anrufe bei der Stasi: Zur gegenseitigen Übertragung der Verletzbarkeit im geheimdienstlichen Kontext

Zoe Clark (Siegen)/Fabian Fritz (Hamburg):
Policing Race and Space - Anrufungen der Polizei, Aushandlungen zwischen Polizei und Jugendhilfe und Antworten der Jugendhilfe auf Polizeipraktiken, die junge Menschen verletzbar machen

18:30 - 19:30

KEYNOTE-VORTRAG

Chair: Gundula Ludwig

Brigitta Kuster (Humboldt Universität zu Berlin):
Für ein Sorge tragendes Kino

29. September

09:00 – 10:00 

Kunstperformance

Judith Klemenc im Gespräch mit Andreas Oberprantacher

Judith Klemenc (Innsbruck):
Muschel - Stadtrandläuten. Answers From The Periphery

10:00 - 10:15    Kaffeepause
10:15 – 11:45 

PANEL 5: Konstruktionen und Diskurse weiblicher Verletzbarkeit am Beispiel von Flucht und erzwungener Mobilität

Chair: Judith Welz/Sarah Nimführ

Beatrice Odierna (München):
Das Motiv der Verletzbarkeit „geflüchteter Frauen“ im Feld der Sozialen Arbeit „mit Geflüchteten“

Lea Ulmer (Karlsruhe):
Die Wegnehmbarkeit von Kindern im Begegnungsverhältnis alleinerziehender geflüchteter Frauen mit den Jugendämtern als historische Verletzbarkeit

11:45 - 12:00  Kaffepause
12:00 -
13:30

PANEL 6: (An-)Ordnungen in der Krise: Perspektiven auf die ungleiche Verteilung von Verletzbarkeit und Betroffenheit

Chair: Dejan Lukovic

Ralf Gisinger (Wien):
Kritik der Katastrophe? Ungleiche Verletzbarkeit im Anthropozän

Michelle Proyer (Wien)/Susanne Prummer (Wien):
Vulnerabilitäten in Krisenzeiten neu denken: Projekt Cov_enable: Re-Imagining Vulnerabilities in Times of Crisis

Anna Menzel (Frankfurt):
Rechtliche Anordnung der Stellvertretung und Verletzbarkeit als conditio humana des Rechts

13:30 -
14:30

Mittagspause
14:30 - 16:00

PANEL 7: Praktiken des Ein- und Ausschließens: Dynamiken, Potentiale und Umdeutungen des Prekär-Seins

Chair: Jan Hinrichsen

Magdalene Hengst (Frankfurt):
Welche Körper werden geschützt? Verletzbarkeit im Spannungsverhältnis von strukturellem Aussschluss und individiduellen Widerstandspotenziel

Hendrik Richter/Josefine Wagner (Innsbruck):
Schulische Verletzbarkeiten überwinden: Sprachspiele und Widerständigkeiten

Phries Sophie Künstler (Halle-Wittenberg):
Verletzbarkeit als (V)Er(un)möglichkeitsbedingung politischer Subjektivierung im Kontext wohlfahrtsstaalicher Institutionen

16:00 - 16:15

Kaffeepause

16:15 - 17:45

PANEL 8: Sich Verweigern: Subversives Handeln und Formen des Widerstands im Rahmen normativer Ordnungssysteme

Chair: Michaela Bstieler

Charlotte Bomert (Wien):
Existentielle Verweigerung als performative Reinszenierung und eigensinnige Subersion von Gewalt

Tanja Vogler (Innsbruck):
Verletzbarkeit als verbindendes Element queerer Politiken?

Aaron Bruckmiller (Jena):
Politische Fantasien, Zwang und Konsens heute

17:45 - 18:00

Closing Remarks

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