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28.–29. September 2021, Universität Innsbruck, Österreich (virtuell)

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Organisationsteam:
Michaela Bstieler (Institut für Philosophie, Universität Innsbruck),
Sarah Nimführ (Kunstuniversität Linz, Abt. Kulturwissenschaft),
Stephanie Schmidt (Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck),
Judith Welz (Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck)

eine Kooperation von
Kunstuniversität Linz, Abt. Kulturwissenschaft,
DK Dynamiken von Ungleichheit und Different im Zeitalter der Globalisierung, Universität Innsbruck

 

Programm zum Download (Stand: 31.08.2021)

 

Diese interdisziplinäre Konferenz bietet Raum, um aus unterschiedlichen Perspektiven dem ambivalenten Zusammenspiel von Verletzbarkeiten und Institutionen nachzugehen. Vor dem Hintergrund der Verletzbarkeit im Sinne einer „Primärerfahrung des Ausgeliefertseins“ (Judith Butler), die verschieden wahrgenommen, angeeignet und umgedeutet wird, liegt der Fokus vor allem auf der ungleichen Verteilung unterschiedlicher Vulnerabilitäten und Intensitäten derselben. Verletzbarkeit ist dabei in spezifische (auch institutionelle) Adressierungs- und Anrufungspraktiken eingebettet und manifestiert sich räumlich, sprachlich und habituell: Jemanden als Verletzbare*n zu adressieren meint nicht nur, ein Subjekt durch Blicke oder an es gerichtete Worte in soziale Prozesse und Strukturen einzubeziehen, sondern außerdem, ihm so oder anders einen „sozialen“ Ort zuzuweisen. Stereotypisierende und herabwürdigende Anrufungspraktiken verschaffen Differenzmerkmalen erst Geltung: Sie konstituieren abgewertete Subjekte, deren Akte der Anerkennung und Schutzansuchen in der Folge delegitimiert bzw. blockiert werden.

Im Fokus dieser Konferenz stehen die Fragen, wie Dimensionen der Verletzbarkeit durch Anrufung und soziale, kulturelle, politische Praktiken (doing vulnerability) institutionell hergestellt und perpetuiert werden, in welchen Bedeutungszusammenhängen sie verankert sind und produktiv werden, und wie sie schließlich auch provoziert und dementiert werden können. Institutionen werden dabei nicht etwa als homogene Gebilde verstanden, sondern als Bündelung von Kräften, die aus den im Inneren verhandelten Diskursen, Praktiken und Symbolen immer wieder (neu) entstehen. Im Zuge der Konferenz ist es unser Anliegen zu diskutieren, inwiefern unterschiedliche Institutionen (Schule und Universität, Verwaltungsbehörden, Museumswesen, Polizei, Gericht, Gesundheitswesen, NGOs, Regierung etc.) herausragende Orte der Herstellung, Linderung oder Abwehr von Vulnerabilität sind.

Kontakt:

Bei Fragen wenden Sie sich gern jederzeit per Mail an uns:
verletzbarkeit-institutionen2021@uibk.ac.at

 

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