Publikationsarchiv

Neuerscheinungen 2016

Thomas Wegmann, Martina King (Hg.): Fallgeschichte(n) als Narrativ zwischen Literatur und Wissen, Germanistische Reihe 84, Innsbruck: innsbruck university press 2016

Cover Fallgeschichten als Narrativ

„Die Welt ist alles, was der Fall ist“, konstatierte einmal Ludwig Wittgenstein. Und: „Was der Fall ist, […] ist das Bestehen von Sachverhalten.“ Damit ist auch ein Anliegen der meisten Fallgeschichten markiert: dezidiert und programmatisch über Einzelnes zu reden und dabei gleichzeitig das Allgemeine nicht aus dem Blick zu verlieren. Der vorliegende Band geht davon aus, dass Fallgeschichten auf diese Weise sowohl neues Wissen generieren als auch vermeintliche Gewissheiten infrage stellen können: etwa die strikte Grenzziehung von fiktionalem und faktualem Erzählen, von Norm und Abweichung, von Finden und Erfinden einschlägiger Tatbestände. Die daraus resultierenden Konflikte und Aporien werden ‚fall-weise‘ aufgezeigt und untersucht. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem Verhältnis von Individualität und Topik, dem von Kunst und Nicht-Kunst sowie den Schnittstellen von Literatur und Wissen bei ihrem beiderseitigen Interesse am Kasus. [mehr]

 

Michael Pilz: Ernst-Toller-Bibliographien 1968–2012. Mit Nachträgen zu John M. Spalek: Ernst Toller and his critics (1968), Schriften der Ernst-Toller-Gesellschaft 7, Würzburg: Königshausen & Neumann 2016

Cover Ernst TollerDie neue Toller-Bibliographie versteht sich als Fortsetzung und Ergänzung des maßgeblichen personalbibliographischen Verzeichnisses, das John M. Spalek im Jahr 1968 unter dem Titel Ernst Toller and His Critics vorgelegt hat. Die in den rund viereinhalb Jahrzehnten seit der Publikation von Spaleks Grundlagenwerk erschienene Primär- und Sekundärliteratur zu Toller wird damit erstmals wieder in ihrer gesamten Breite systematisch und mit internationalem Fokus erfasst. Mit rund sechseinhalbtausend bezifferten Einträgen unternimmt das Verzeichnis den Versuch, nicht nur die Ausgaben und Einzelabdrucke von Tollers Werken sowie die wissenschaftliche und die literaturkritische Sekundärliteratur, sondern auch die publizierten Quellen zur Biographie und die veröffentlichten Zeugnisse produktiver Rezeption in Belletristik, Musik und bildender Kunst bis einschließlich Erscheinungsjahr 2012 zu dokumentieren. [mehr]

 

Monika Datterl, Wilhelm Guggenberger, Claudia Paganini (Hg.): Gewalt im Namen Gottes – ein bleibendes Problem?, Theologische Trends 25, Innsbruck: innsbruck university press 2016

Cover Gewalt im Namen GottesDas Bekenntnis zu einem liebenden und fürsorgenden Gott wirkt sich darauf aus, wie Menschen miteinander umgehen, ebenso aber auch der Glaube an einen strafenden und zürnenden Gott. Religion kann dazu beitragen, dass Menschen ihre eigene Begrenztheit klarer wahrnehmen und im Diskurs mit anderen offener werden. Sie kann aber auch dazu führen, dass man sich hinter starren Lehrmeinungen versteckt und Anders-Gläubigen die Existenzberechtigung abspricht. Wie sieht es also mit der Gewalt im Namen Gottes aus? Ist eine derartige Vorstellung theologisch berechtigt oder führt sie die Idee von einem Gott, der die Menschen zur freien Glaubensentscheidung einlädt, ad absurdum? [mehr]

Marc Hill: Nach der Parallelgesellschaft. Neue Perspektiven auf Stadt und Migration, Kultur & Konflikt 8, Bielefeld: Transcript 2016

Die Bronx, Neukölln, Banlieues und jetzt Molenbeek – alle Bezirke tauchen in negativen Wissensproduktionen auf und werden als Parallelgesellschaften diskreditiert. Einmal mehr zeigt sich, dass sich so erkenntnishemmende Sichtweisen auf Stadt und Migration bilden. Marc Hill durchkreuzt stigmatisierende Großstadtdiskurse und betrachtet sie aus entgegengesetzter Perspektive. Dabei trifft er auf mehrheimische Biografien und postmigrantische Lebensentwürfe inmitten eines weltoffenen Bahnhofsviertels am Wörthersee. Fernab von Ballungsräumen ergibt sich aus der Erfahrung der Migration die Erkenntnis: Urbanität und Demokratie sind auf marginalisierungskritische Kompetenzen angewiesen, damit die Alltagsrelevanz von Vielfalt ins Bewusstsein gerät. [mehr]

Sieglinde Klettenhammer, Johann Georg Lughofer (Hg.): Georg Trakl. Interpretationen – Kommentare Didaktisierungen, Ljurik. Internationale Lyriktage der Germanstik Ljubljana 4, Wien: Praesens Verlag 2016

Cover Georg Trakl Georg Trakl (1887-1914) gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Die Strahlkraft seiner Person und seiner Lyrik reicht bis heute. Der suggestiven Kraft von Trakls Gedichten mit ihrer zwischen Verklärung und Untergang changierenden enigmatischen Bildwelt konnten sich bereits Trakls Zeitgenossen nicht entziehen. In seiner Lyrik, die sich in der letzten Schaffensphase (Februar 1914 bis Oktober 1914) ins Apokalyptische verdüsterte, scheint die Katastrophe des Ersten Weltkriegs visionär vorweggenommen. Das vorliegende Bändchen soll dazu anregen, dass die germanistische Forschung sowie der Literaturunterricht an Universitäten und Schulen sich weiterhin intensiv mit Georg Trakl auseinandersetzen. [mehr]

 

Jan N. Bremmer, Thomas Karmann, Tobias Nicklas (Hg.): The Ascension of Isaiah, Studies on Early Christian Apocyrpha 11, Leuven: Peeters 2016

Cover The Ascension of Isaiah

This book is one of the first modern collections of studies on important aspects of the Ascension of Isaiah, which occupies a special place among the early Christian writings, due to its complicated origin and its relevance in regards of the early Christian self-understanding in respect of the Jews. The volume starts with an analysis of the place of the Ascension in the development of early Christian prophecy and continues with several chapters that discuss the problems of the date, provenance, genre and interpretation of the Ascension as well as its potential relationship to Marcion. The following chapters focus on various aspects of the Ascension, such as its mystical character, oracular nature, self-designation, Johannist constellation, religious experience, cosmology, the descent of Christ, eschatology and the Virgin birth. A final chapter looks at P.Amh. I 1, the Greek witness to the Ascension of Isaiah. [mehr]

 

Theo Hug, Tanja Kohn, Petra Missomelius (Hg.): Medien – Wissen – Bildung: Medienbildung wozu?, Innsbruck: innsbruck university press 2016

Cover-MedienbildungEs ist weithin Minimalkonsens, dass Medienkompetenzvermittlung und darüber hinausgehende Medienbildung der mündigen und kritischen Nutzung medialer Angebote dient. Bei näherer Betrachtung sind allerdings sehr unterschiedliche regionale, nationale und transnationale Situationseinschätzungen, Aufgabenbereiche und Zuständigkeiten sowie Kritikverständnisse und Ideen zur Transformation von Lernkulturen anzutreffen. Der interdisziplinär ausgerichtete Band befasst sich mit aktuellen und zukunftsweisenden Zielvorstellungen von Medienbildung und gibt Antworten auf die Frage Medienbildung wozu? [mehr


Karin Röhricht, Stefan Neuhaus, Renate Giacomuzzi, Doris Moser (Hg.): Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Korpusanalyse der Anthologie Klagenfurter Texte (19772011), Innsbruck: Studienverlag 2016

Cover Wettlesen um Ingeborg

Neue Literatur auf der Bühne: Das Klagenfurter Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis lenkt eine breite mediale Aufmerksamkeit auf Autoren, Jury und Texte. Umso überraschender ist, dass die Literaturwissenschaft das Korpus der Anthologie „Die Besten. Klagenfurter Texte“ bisher noch nicht näher untersucht hat. Genau dies unternimmt der vorliegende Band für den Zeitraum von 1977 bis 2011. Literaturbetriebliche und hermeneutische Fragestellungen werden miteinander verbunden und die sich etablierende „Gegenwartsliteraturwissenschaft“ weitergeführt. Mithilfe der Methode der Inhaltsanalyse generiert die Autorin statistisches Material zu den über 378 Kurztexten und verbindet ihre Beobachtungen mit den Interpretationen einzelner Texte und Textgruppen. Ergebnis ist eine umfassende Analyse der Anthologie, die die Vorlieben und Tendenzen einer einflussreichen literaturvermittelnden Institution widerspiegelt. [mehr]

 

Boris Repschinski: Vier Bilder von Jesus. Die Evangelien – alt, doch aktuell, Würzburg: Echter 2016

Cover Vier Bilder von Jesus

Was wir von Jesus wissen, verdanken wir den vier Evangelien. Auch wenn diese in vielem übereinstimmen, finden sich darin doch markante Unterschiede und eigene Interpretationen der Geschichte Jesu. Der Frage, weshalb das so ist, nähert sich Boris Repschinski, indem er Entstehung, Ort und Zeit der Evangelien und die Absicht des jeweiligen Autors darstellt. Darüber hinaus und vor allem aber geht er auf die literarische und theologische Eigenart der Evangelientexte ein. Es ist ihre jeweilige Komposition, die einen je eigenen Blick auf Jesus eröffnet und gleichzeitig den Leserinnen und Lesern Kriterien an die Hand gibt, in den Texten Wegweisungen für neue Lebenssituationen zu finden. [mehr]

Sabine Coelsch-Foisner, Timo Heimerdinger, Christoph Herzog (Hg.): Theatralisierung. Kulturelle Dynamiken/Cultural Dynamics, Wissenschaft und Kunst 30, Heidelberg: Winter 2016

Cover Theatralisierung

‚Theatralisierung‘ verhandelt die Brisanz des Theaters als gesellschaftlichen Ort innovativer Wissensproduktion, als genuinen Raum des Erfahrens und als Verweis auf kulturelle Handlungsfelder und Praktiken, die das Kunsttheater ebenso wie Prozesse jenseits des Theaters betreffen. In unterschiedlichen epistemischen Gattungen gibt der Band einen transdisziplinären Aufriss über unterschiedliche Verortungen der Theatralisierung aus Sicht der Literaturwissenschaft, der Theaterwissenschaft, der (vergleichenden) Kulturwissenschaft, der Philosophie, Theologie, Anthropologie und Soziologie, der Sportwissenschaft und der Geschichtswissenschaft sowie unterschiedlicher Kunstsparten (Theater, Literatur, Film, Komposition und Bildhauerei). Damit soll zum einen gezeigt werden, wie das Theater gleichsam Fluchtpunkt verschiedenster Theoriebildungen ist, zum anderen sollen deren Perspektiven auf die Dynamik des Theaters als Kunst- und Kulturpraxis zurückgebunden werden. In diesem Spannungsfeld werden auch die aus der Produktionsforschung entwickelten Konzepte des ‚Paratheatralen‘, ‚Genetischen‘ und ‚Semiophorischen‘ positioniert. [mehr]

 

Christian Bauer: Konstellative Pastoraltheologie. Erkundungen zwischen Diskusarchiven und Praxisfeldern, Praktische Theologie heute 146, Stuttgart: Kohlhammer 2016

Cover Konstellative Pastoraltheologie

Pastoraltheologie bringt heterogene Elemente in eine möglichst kreative Konstellation zueinander: Diskurse, Bilder, Erzählungen, Statistiken und vieles mehr. Es entstehen optionengeleitete Theorieprodukte, die ihren Rezipientinnen und Rezipienten einen diskursiven Freiraum für Eigenes eröffnen. Dieser Prozess wird im vorliegenden Band in unterschiedlichen Einzelstudien exemplarisch erprobt und anhand des Konstellationsbegriffs von Theodor W. Adorno erkenntnistheoretisch rekonstruiert – mit Umberto Eco als offenes Kunstwerk, mit Michel Foucault als strategisches Dispositiv und mit Bruno Latour als empirisches Netzwerk. Eine konstellativ arbeitende Pastoraltheologie liefert keine neuen Systementwürfe, sondern vielmehr methodologisch reflektierte Erkundungen im Konstellationsraum theologischer Orte. [mehr]


Veronika Bernard (Hg.): IMAGES (V) – Images of (Cultural) Values. The Conference Proceedings, Bern: Peter Lang 2016

Cover Images of cultural values

This collection of articles offers readers a cross-section of current research on contemporary and historical concepts and representations of (cultural) values as documented in popular culture, public space, the arts, works of literature and in ethnic contexts. The contributors to this volume are from the US, Algeria, Germany, Italy, Croatia, Albania, Serbia, Turkey, and Austria. Their very different cultural, ideological, scientific, academic and non-academic perspectives and backgrounds allow insights from many different viewpoints. [mehr]

Stella Lange: Gefühle ‚schwarz auf weiß‘. Implizieren, Beschreiben und Benennen von Emotionen im empfindsamen Briefroman um 1800. Germanistische Monatszeitschrift 77, Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2016

cover-gefuehle-schwarz-auf-weissDie Relation zwischen empfindsamem Briefroman und Affekt, Gefühl oder Emotion ist theoretisch betont, jedoch selten manifest geworden. Im Übergang zur modernen Episteme zeigt sich innerhalb dieser Gattung eine im hohen Maße ästhetisch ausdifferenzierte Sprache der Emotionen. Intuitiv geht dies aus den exemplarischen Briefromanen, ‚Julie, ou La Nouvelle Héloïse‘ (1761), ‚Die Leiden des jungen Werther‘ (1774; 1787) sowie ‚Ultime Lettere di Jacopo Ortis‘ (1817) hervor. Wie wird dies aber textanalytisch unter Berücksichtigung historischer und gegenwärtiger Emotionstheorien im Zuge des ‚emotional turn‘ plausibel? Der Schlüssel liegt in der Revision des europäischen Emotionskonzepts als eines Zusammenspiels zwischen subjektiver Bewusstwerdung und Reflexion. Folglich lässt sich in der ästhetischen Praxis des Briefeschreibens eine Kulturtechnik entdecken, die abhängig vom zugrundeliegenden paradigmatischen Emotionskonzept eine reflexive Bewusstwerdung oder eine Verhüllung von Emotionen zulässt. [mehr]

 

Philipp Hubmann, Martin Gronau, Marie-Luisa Frick (Hg.): Politische Aporien. Akteure und Praktiken des Dilemmas, Wien: Turia + Kant 2016

Cover Politische AporienDie europäischen Demokratien sind in Bedrängnis. Ein komplexes Bedrohungsszenario aus Wirtschafts-, Flüchtlings-, Sicherheits- und Identitätskrise fördert zwar die diskursive Betriebsamkeit, stellt jedoch die Möglichkeit entscheidender Problemlösungen zunehmend in Frage. Hat sich die „neue Unübersichtlichkeit“ zu einer „neuen Ausweglosigkeit“ verschärft? In acht Beiträgen entfaltet der vorliegende Sammelband ein wissenschaftliches Panorama zur kritischen Zeitdiagnostik. Er repräsentiert nicht nur verschiedene nationale und disziplinäre Perspektiven, sondern reflektiert zugleich auch einige allgemein verbreitete Reaktionen auf politische Aporien unserer Zeit: Hysterie oder Beschwichtigung? Resignation oder Systemkritik? [mehr]

 

 

Liborius Olaf Lumma: Feiern im Rythmus des Jahres. Eine kurze Einführung in christliche Zeitrechnung und Feste, Regensburg: Pustet 2016

Cover Feiern im Rhytmus des JahresWie kommt es eigentlich, dass das orthodoxe Osterfest nur selten gleichzeitig mit dem der westlichen Christenheit gefeiert wird? Der Grund dafür sind verschiedene christliche Kalendersysteme, die der Autor historisch erschließt und mit dem jüdischen und islamischen Kalender abgleicht. Ein weiteres Kapitel widmet sich dem zentralen christlichen Fest, Ostern, und dem Osterfestkreis in seiner römisch-katholischen Gestalt, darauf folgen Gehalt und Gestalt der übrigen Feste im Jahreskreis. Den Abschluss bildet ein Überblick über die Festkultur in anderen christlichen Kirchen. Wie im „Crashkurs Liturgie“ und in „Liturgie im Rhythmus des Tages“ verbindet der Autor eine Fülle von Informationen mit einer gut lesbaren Darstellung, die durch zahlreiche schematische Übersichten unterstützt wird. [mehr]

 

Christina Antenhofer, Günter Bischof, Robert L. Dupont, Ulrich Leitner (Hg.): Cities as Multiple Landscapes. Investigating the Sister Cities Innsbruck and New Orleans, Interdisciplinary Urban Research 21, Frankfurt & New York: Campus Verlag 2016

Cover Cities as Multiple LandscapesCities are composed of a combination of urban and rural spaces, buildings and boundaries, and human bodies engaged in political, social, and cultural discourses. Together, these combine to create what the contributors to this volume call multiple landscapes. Developing a new theoretical conceptualization of cities, this book unites American and European approaches to comparative urban studies by investigating the concept of multiple landscapes in two sister cities: New Orleans and Innsbruck. As the essays reveal, both New Orleans and Innsbruck have long been centers of multicultural exchange, have strong senses of historical heritage, and profit from the spectacular geographies in which they are situated. Geography, in particular, links both cities to environmental, technological, and security challenges that must be considered in connection with aesthetic, cultural, and ecological debates. [mehr]

 

Margit Eckholt, Roman A. Siebenrock, Verena Wodtke-Werner (Hg.): Die große Sinnsuche. Ausdrucksformen und Räume heutiger Spiritualität, Mainz a. Rhein: Matthias-Grünewald-Verlag 2016

Cover Die grosse SinnsucheHeute sind vielfältige, teils konkurrierende Spiritualitätsangebote attraktiv, die längst nicht mehr religionsspezifisch oder kirchlich verortet, sondern auf einem freien Markt zugänglich sind. »Spiritualität« auch ohne Gott wird zur Selbstverständlichkeit. Die Theologie überlässt diese Phänomene nicht der Religionssoziologie, sondern nutzt die Herausforderung für sich selbst. Wie steht es um die eigenen spirituellen Traditionen? Warum finden immer weniger Menschen in den christlichen Traditionen einen Ort für ihre Sehnsucht? Wie sind die neuen Bewegungen aus christlicher Sicht zu verstehen und zu bewerten? Dieses Buch stellt sich deshalb in theologischen und kulturwissenschaftlichen Reflexionen heutigen Spiritualitäten, beleuchtet ihre hermeneutischen und kriteriologischen Voraussetzungen und würdigt ihre sinnstiftenden Potenziale. [mehr]

 

Eva Binder, Sieglinde Klettenhammer, Birgit Mertz-Baumgartner (Hg.): Lyrik transkulturell, Saarbrücker Beiträge zur vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft 78, Würzburg: Köngishausen & Neumann 2016

Cover Lyrik transkulturellMit dem vorliegenden Sammelband lenken wir den Fokus auf Formen transkulturellen Schreibens in der Gattung Lyrik. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der zeitgenössischen deutschsprachigen und internationalen Lyrik, deren Ausdrucksweisen sich durch eine maximal gesteigerte Form von Transkulturalität auszeichnen. Wir gehen der Frage nach, inwiefern der spezifische literarische und politische Kontext, Migration und kulturelle Globalisierungsprozesse Einfluss auf transkulturelle Schreibpraktiken in der Lyrik der Gegenwart genommen haben. Ausgehend vom Transkulturalitätskonzept von Wolfgang Welsch werden in den einzelnen Beiträgen Autor/inn/en aus bi- oder mehrkulturellen Räumen bzw. mit Migrationshintergrund behandelt und die vielfältigen Formen transnationaler lyrischer Schreibweisen in den Mittelpunkt gerückt. [mehr]

Adham Hamed: Speaking the Unspeakable. Sounds of the Middle East Conflict, Wiesbaden: Springer 2016

Cover Speaking the UnspeakableAdham Hamed explores how a metaphoric understanding of the Middle East as an open space full of resonating sound bodies can be applied to the Middle East Conflict. Through inquiring into the experienced truths of large-scale political violence, the author suggests that music carries a potential for speaking ‘unspeakable’ truths. He explores hidden layers by applying the transrational approach to peace studies and proposes a non-territorial understanding of conflict. Hamed argues that security and justice discourses make up the dominant primary themes in this context. The Jerusalem Youth Chorus and the Egyptian band Eskenderella are examined as case studies. This book uncovers where their truths meet within and beyond the restrictions of formalized language. The author concludes that in moments of experienced resonance there is potential for change in the dynamics of rigid conflicts. [mehr]

 

Wolfgang Palaver, Harriert Rudolph, Dietmar Regensburger (Hg.): The European Wars of Religion. An Interdisciplinary Reassessment of Sources, Interpretations, and Myths, Farnham: Ashgate 2016

Cover The European Wars of ReligionIn recent years religion has resurfaced amongst academics. This has resulted in an explosion of studies revisiting issues of religious change, confessional violence and holy war during the early modern period. But the interpretation of the European wars of religion still remains largely defined by national boundaries, tied to specific processes of state building as well as nation building. In order to more thoroughly interrogate these concepts and assumptions, this volume focusses on terms repeatedly used and misused in public debates such as “religious violence” and “holy warfare”. Historians, philosophers, and theologians engage in an inter­disciplinary debate that contributes to a better understanding of the religio-political situation of early modern Europe and the interpretation of violent conflicts interpreted as religious conflicts today. [mehr]