Laboratorium „Historizität und Materialität“

Profil

Das Laboratorium fokussiert zwei zentrale Dimensionen: zum einen die historische Tiefe auch gegenwärtiger Phänomene und die materielle Verfasstheit von kulturellen Begegnungen und Konflikten. Materielle Kultur und Dinge sind keine passiven, zeitlosen Container spezifischer Kulturen oder vergangener Zeiten, sondern neben ihrer alltagspraktischen Funktion immer auch Werte- und Identitätsträger, die bei einer Veränderung ihres Benutzerumfeldes zumeist auch ihre Bedeutungen wechseln. Auf diese Weise werden materielle Assemblagen als materialisierte Schnittstellen menschlichen Handelns greifbar, an denen sich lokale Gegebenheiten des Zusammenlebens mit translokalen oder gar globalen Impulsen überschneiden. (Prä-)historische, aber auch rezente soziale Gruppen, die keine textliche Repräsentationsformen kennen oder pflegen, werden so überhaupt erst auf den ‚Landkarten‘ der kulturellen Begegnungen und Konflikte sichtbar und im Wechselspiel mit schreibenden Gruppen und deren eigenen Historizität analysierbar.

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Erich Kistler

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