Forschungsfeld „Ästhetiken des Politischen“

Profil

Mit dem Begriff der Ästhetiken knüpfen wir an Fragen der sinnlichen Wahrnehmung an. Die Prämisse ist dabei, dass die Welt ein Ensemble ästhetischer Verhältnisse ist, die nicht statisch vorgegeben, sondern komplex und variabel sind: In diesem Zusammenhang wird Ästhetik einerseits als Inbegriff von Kunst verwendet; andererseits werden Ästhetiken weit gefasst als Ausdruck der heterogenen Erfahrbarkeit von Welt. Erfahrungen wirken nicht nur auf den Menschen ein, sondern werden aktiv gestaltet und haben damit per se eine politische Dimension. Wir vertreten insgesamt die Auffassung, dass sinnliche Wahrnehmungen, die voneinander abweichen und sich im Widerstreit befinden können, häufig politische Konflikte reflektieren. Das Forschungsfeld übersetzt diese theoretische Prämisse in die Praxis, indem Machtverhältnisse, Hierarchisierungen, Einschluss- und Ausschlussmechanismen, Ressourcenverteilung, soziale Ungleichheiten in der Gestaltung von Lebenswelten als ästhetische Verhältnisse und Praktiken untersucht werden. Eine zentrale Rolle kommt hierbei den Künsten zu. Kunst ist dabei weit mehr als nur ein Spiegel, sondern sowohl Ort der kreativen Gestaltung wie der Problematisierung zwischenmenschlicher Selbstverständnisse.

Das Forschungsfeld gliedert sich in drei Zugänge:

Kontakt

assoz. Prof. Mag. Dr. Andreas Oberprantacher, MA

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