Über uns

Der Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ ist ein geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlicher Forschungsverbund an der Universität Innsbruck. In neun Forschungszentren (FZ) und drei Doktoratskollegs (DK) arbeiten etwa 250 Personen aus über 35 Instituten und sieben Fakultäten miteinander. Der FSP bietet seinen Mitgliedern eine interdisziplinäre Drehscheibe für Initiativen und Ideen zu Themen der kulturellen Begegnung.

Kulturelle Dynamiken werden von uns als Räume der Kreativität und der Entstehung von Neuem, aber auch der konflikthaften Zuspitzung, bis hin zu Krieg und Gewalt, untersucht. Mobilität, Migration und Transfer stellen – so unsere Ausgangshypothese – nicht nur wesentliche Herausforderungen unserer Zeit dar, sondern sind grundlegende Erfahrungen aller Epochen. Diese Prozesse betreffen die Herausbildung von Gruppen, Gesellschaften, Religionen und Verhaltensformen, die Entstehung künstlerischer und literarischer Werke sowie Praktiken des alltäglichen Lebens. Wie alle kulturellen Phänomene sind sie historisch bedingt, daher vielschichtig und veränderbar. Sie spiegeln Machtverhältnisse und soziale Ungleichheiten, zugleich sind sie mit der Suche nach Orientierung und Ordnung verschränkt.

In den Forschungen zu unterschiedlichen historischen Epochen und geografischen Regionen geht es um die Herstellung von Zugehörigkeiten und Unterscheidungen, um die Markierungen von eigen und fremd, um die Konstitution und Aufhebung von Grenzen, konkret im Sozialen und abstrakt im Symbolischen. Wenn Forschung durch die Vernetzung des FSP einen inter- oder transdisziplinären Charakter bekommen kann, der Anerkennung und Wertschätzung innerhalb der jeweiligen Disziplinen erfährt, dann hat die Verbundarbeit ihren Zweck erfüllt.

Wir verstehen unsere Forschung

  • als reflexiven Prozess, der sich nicht nur für Themen interessiert, sondern die Rolle des Wissens und der Wissenschaften darin mitbedenkt;
  • als Zusammenwirken verschiedener Fachdisziplinen, die alle ihre je eigenen Kompetenzen einbringen, jedoch voneinander lernen und aufeinander angewiesen sind;
  • als Beitrag zum kritischen öffentlichen Dialog zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen.
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