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Transkultureller Theaterschauplatz: Grenzen und die Odyssee Fliehender

Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Migrationsbewegungen nimmt ein interdisziplinäres Symposium, das wissenschaftliche Perspektiven, NGO-Vertreterinnen und -Vertreter sowie Kunstschaffende zusammenbringt, Erfahrungen von Fremdheit und Grenzvorstellungen in den Blick.

1.–3. Februar 2018
Künstlerhaus Büchsenhausen, Weiherburggasse 13, Innsbruck


An der Erfahrung ‚des Fremden‘, das einem laut dem Theaterwissenschaftler Günther Heeg nicht in fernen Ländern und Kulturen begegnet, sondern im Inneren der vermeintlichen Eigenen, entzünden sich transkulturelle Theater­praktiken. Wird demnach unter einer Grenze die durch eine Trennlinie oder eine Trennfläche ermittelte Abgrenzung zwischen Fremdem und Eigenem verstanden, so vermittelt die Idee einer Grenze nicht nur die Begrenzung und den Schutz von Räumen (vor Fremden). Zugleich weisen bestimmte Verhaltensformen von Menschen Grenzen auf. Bezogen auf Migrationsphänomene macht das Grenzverständnis aus allen Menschen Fliehende: Während die einen vor unerträglichen Lebensumständen in ihren Herkunftsorten fliehen und geographische Grenzen überschreiten, fliehen die anderen vor den Grenzen eigener Verantwortung und Handlungsmöglichkeit. Aufgrund der gegenwärtig rasant wachsenden Migrationsbewegungen sowie der damit einhergehenden Fremdheitserfahrung weist somit das jeweilige Verständnis von Grenzen und Fliehenden eine Doppelartikulation auf, die dieses interdisziplinäre Symposium in den Mittelpunkt rückt.

In Kooperation mit

  • spectACT – Verein für politisches und soziales Theater, Innsbruck

Kontakt

Institut für Sprachen und Literaturen,
Bereich Vergleichende Literaturwissenschaft
Koku.Nonoa@uibk.ac.at
Idee, Konzept & Organisation: Koku G. Nonoa

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