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Ausschreibung Doktoratskolleg

Das Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ untersucht Ungleichheit und Differenz als Ergebnis sozialer Aushandlungsprozesse, in denen Zugang zu und Verfügungsrechte über materielle und immaterielle Ressourcen verteilt werden.

Wir laden interessierte Doktorand_innen ein, sich für das neu gegründete Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ (DK) zu bewerben. Kandidat_innen sollten über einen sehr guten Master- oder Diplom-Abschluss in einem der im DK vertretenen Fächer (Erziehungswissenschaft, Europäische Ethnologie, Geschichtswissenschaften, Literatur- und/oder Sprachwissenschaft (allgemein, vergleichend oder einzelphilologisch), Philosophie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften) oder in einem affinen Fach verfügen und ein einschlägiges Dissertationsprojekt verfolgen.

Das DK „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ untersucht Ungleichheit und Differenz als Ergebnis sozialer Aushandlungsprozesse, in denen Zugang zu und Verfügungsrechte über materielle und immaterielle Ressourcen (Macht, Teilhabe am öffentlichen Diskurs, soziale Symbole, Sprachen, Literatur etc.) verteilt werden. Migration und Mobilität stellen dabei wesentliche Kontexte für gesellschaftlich produzierte und reproduzierte Disparitäten dar. Grenz- und Migrationsregime gestalten Übergänge und Aufnahmebedingungen und sind Ausgangspunkt von gesellschaftlicher Pluralität. Im Zeitalter der Globalisierung ist eine solche Pluralität nicht per se Ausnahmezustand, sondern auch post-migrantische Normalität. Migration wird damit zu einer wichtigen Perspektive auf gesellschaftlichen Wandel im globalen wie regionalen Zusammenhang.

Doktoratskollegs verstehen sich als Ausbildungszentren für hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie bieten eine forschungsorientierte, curricular verankerte und koordinierte Betreuung der Dissertation, interdisziplinären Austausch sowie Zugang zu internationalen Netzwerken. Als Kollegiat_in haben Sie zudem Zugang zu Fördermitteln für Forschungsreisen und Veranstaltungen (z.B. Summer School, Methodenworkshops etc.), Bibliotheken und digitaler Infrastruktur. Erwartet wird die aktive Teilnahme an Veranstaltungen, Lehrangeboten und Gastvorträgen des DK, regelmäßige Diskussion des Arbeitsstandes mit Kollegiat_innen und Faculty sowie Residenz in Innsbruck.

Innsbruck bietet einen besonders geeigneten Standort, um Verhältnisse von Ungleichheit und Differenz mit einem Fokus auf Migration und Mobilität kritisch zu erörtern, weil es sich an der Schwelle eines europäischen Nord-Süd-Gefälles, d.h. an der Schnittstelle diverser diskursiver Logiken, Rechtfertigungsimperative sowie kultureller Traditionen befindet. Die für das Selbstverständnis von Europa zentrale Brenner-Route bezeichnet in diesem Sinn sowohl die Gefahr destruktiver Grenzmanöver, als auch die Chance kreativer Passagen. In diesem spannungsgeladenen Kontext kann die Universität Innsbruck einen wichtigen Beitrag leisten, um gegenwärtige Transitionen konzeptuell und begrifflich zu vermitteln. Das DK ist eng angebunden an den Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, die interfakultäre Forschungsplattform „Geschlechterforschung“ und das Forschungszentrum „Migration & Globalisierung“.

Bewerbungen mit einem Motivationsschreiben (max. 2 Seiten), einer Skizze des geplanten Dissertationsprojekts (max. 8 Seiten), einem tabellarischen Lebenslauf, ggf. inkl. Publikationsliste, sowie einem Empfehlungsschreiben sind ausschließlich digital zu richten an: fsp-kultur[at]uibk.ac.at. Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2017.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Assoz. Prof. Dr. Silke Meyer (silke.meyer[at]uibk.ac.at).