Junge Forschung

Unter dem Dach des Forschungs­schwerpunkts entstehen eine Reihe von Dissertationen, insbesondere in zwei universitäts­internen Doktoratskollegs. Um Promotionsvorhaben einer breiteren inner- und außeruniversitären Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Vielfalt der bearbeiteten Projekte abzubilden, rücken wir in der Reihe „Junge Forschung“ alle zwei Wochen ein laufendes oder in der Phase der Drucklegung befindliches Promotionsprojekt in den Fokus.


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DK „Austrian Studies“

Das Doktoratskolleg  Austrian Studies“ untersucht das im Titel genannte ‚Austrian‘ als einen von unterschiedlichen Gesellschaften produzierten ‚Kulturraum‘ vom Heiligen Römischen Reich über die Habsburgermonarchie bis in die Gegenwart. Diesen Kulturraum, der nicht zwangsläufig mit der heutigen Republik deckungsgleich ist, versucht das Kolleg einerseits räumlich mehrdimensional, andererseits aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen heraus zu fassen.

Tobias Huber, Geschichtswissenschaft, „Das Abgeordnetenhaus des cisleithanischen Reichrates und die Nationalitätenfrage. Die nationalistischen Konflikte in den Parlamentsdebatten am Beispiel der Jahre 1867, 1882 und 1897“ | Mirko Kaloperovic, Geschichtswissenschaft, „Diskursanalyse der öffentlichen Meinung in Österreichischen und Serbischen Zeitungen zu den Balkankriegen 1912/13“ | Franziska Mazi, Slawistik, „Ethische Konzepte in der postjugoslawischen Literatur“ | Angelika Mitterhofer, Germanistik, „Die Romane von Sabine Gruber: Raumnarrationen in Verbindung mit der Literaturkritik“ | Anne-Rebecca Nowicki, Germanistik, „Zwischen Exklusion und Inklusion: Menschen mit Behinderung und ihre Familien in der deutschen und österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts“ | Christian Preining, Kunstgeschichte, „Das Clemens Holzmeister Bildarchiv – die fotografische Repräsentation seiner Werke“ | Elisabeth Reitter, Kunstgeschichte, „Die Hofkünstler Erzherzog Ferdinands II., 1567–1595“ | Martin Rhode, Geschichtswissenschaft, „Die imperiale Abgrenzung der Ukraine. Die Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften und die Konstruktion von ‚Land und Volk‘“ | Markus Schlosser, Rechtswissenschaft, „Genese des besonderen strafrechtlichen Schutzes von Beamten“ | Martina Schmidinger, Geschichtswissenschaft, „Der deutsch-tschechische Nationalitätendiskurs in den niederösterreichischen Abtretungsgebieten: Sprachenpolitik im Schulwesen auf legistischer und medialer Ebene“ | Christoph Stoll, Rechtswissenschaft, „Rechtsgeschichte der Darstellenden Kunst unter besonderer Berücksichtigung des Theaterrechts ab dem 18. Jahrhundert“ | Marina Unterberger, Germanistik, „Das literarische Feld in Österreich zwischen 2000 und 2006 während der ÖVP-FPÖ-Koalition. Literatur und AutorInnenschaft im Spannungsverhältnis von Politik und Öffentlichkeit“ | Alice Verti, Musikwissenschaft, „Formen der romantischen Ironie in der Siebten Symphonie Gustav Mahlers“ | Irene Zanol, Germanistik, „Ernst Toller in Österreich. Rezeption und Netzwerke eines kritischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit“  

DK „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz“

Das Ziel des Doktoratskollegs  Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ ist es, Mechanismen in der Konstruktion und Transformation von vertikaler und horizontaler Ungleichheit und Differenz in ihrer historischen Genese sichtbar zu machen. Als ein wesentlicher thematischer Fokus dient uns dabei die Perspektive der Migration: kaum ein anderes Thema ist so geeignet, um Dynamiken der Globalisierung und der Kapitalisierung sichtbar zu machen.

Selvihan Akkaya, Erziehungs- und Bildungswissenschaft, „Transgenerationale Aspekte in Bezug auf die ‚Normalität‘ in der Integrationsdebatte im deutschsprachigen Raum“ | Marcel Amoser, Zeitgeschichte, „Eine andere Stadtgeschichte. Soziale Bewegungen in Innsbruck 1968–1989“ | Mario Casale, Sprach- und Medienwissenschaft, „Das Migrationskino in Italien seit 1990. Eine intersektionale Analyse von Ungleichheit und Differenz“ | Lena Drummer, Soziologie, „Mapping Feminist Uprisings: An Intersectional Conflict Analysis of the Tahrir and Gezi Park Movements“ | Elettra Griesi, Europäische Ethnologie, „Raumtrans­formations­prozesse und Intra-Aktion zwischen Raum und Kultur“ | Adham Hamed, Politikwissenschaft, „Turning Points in Peace Processes. Mapping the Conditions of Change in Cycles of Violence“ | Fatma Haron, Europäische Ethnologie, „Narrating the Nation – How does the narrative of ‘New Turkey’ shape the self-image of Turkish migrants and their descendants in Austria?“ | Jennifer Hausberger, Philosophie, „Human Rights revisited. A postcolonial reflection on the impact of human rights interventions on gender relations in the context of humanitarian refugee governance“ | Chiara Massaroni, Soziologie, „Bildung im multidimensionalen Migrationskontext: Konstruktionen und Verhandlung von Identitäten und der Bedeutung von Heimat in Marokko“ | Teresa Millesi, Romanistik, „‚Belonging‘: Die Bedeutung von Territorialitätskonzepten in Konflikten um Land und Ressourcen zwischen nationalen Organisationen und indigenen Gruppen am Beispiel Ecuadors“ | Florian Ohnmacht, Soziologie, „Rassismen als Techniken der Subjektivierung: Subjektivierung – Subjektbildung – Antirassist_in“ | Anita Rotter, Erziehungs- und Bildungswissenschaft, „Intergenerationale Artikulation von Migrationserfahrungen im familialen Kontext: postmigrantisch betrachtet“ | Frauke Schacht, Erziehungs- und Bildungswissenschaft, „Perspektive (Über-)LebenskünstlerInnen. Eine (de-)konstruktive Analyse des Flüchtlingsbegriffes“ | Hannah Spielmann, Literatur- und Kulturwissenschaft, „Culture in encounters of refugees and non-refugees“ | Claudius Ströhle, Europäische Ethnologie, „Remittances and Exchange within Austria and Turkey. Objectivations of Economic Practices and their Impact on Transnational Participation and Belonging“ | Philip Vergeiner, Sprach- und Medienwissenschaft, „Konformität oder Freiheit? Zur sprachlichen Variation in globalisierten Räumen am Beispiel der Universität Salzburg“ | Judith Welz, Zeitgeschichte, „The production of deportabilities: Combining materialist and interpretive approaches in the analysis of contemporary deportation policy-making in Europe“ | Jennifer Wirth, Rechtswissenschaft, „Rechtliche Betrachtungen zum ‚Raum‘ des Flüchtlingslagers: Rechtsschutz des Individuums in ‚rechtlichen Grauzonen‘“

Weitere Promotionsvorhaben

Matthias Hoernes, Klassische Archäologie, „Vergesellschaftete Körper: Kollektivgräber und Nachbestattungen im vorrömischen Apulien“ | Nadine Kuppelwieser, Kunstgeschichte, „‚Das Weib über sich selbst‘. Künstlerinnen, die malend sich selbst darstellen. Über die Gründe, weshalb die Malerei weiblich ist“ | Bianca Ludewig, Europäische Ethnologie, „Transmediale Festivals. Kulturelle Praktiken zwischen Musik, Kunst und Kapitalismus“ | Tobias Neuburger, Europäische Ethnologie, „Aufführungen des Antiziganismus. Populäre Zigeunerbilder um 1900“

Abgeschlossene Promotionen

Dr. des. Philipp Hubmann, seit August 2015 an der Universität Zürich | Dr. Koku G. Nonoa, Promotion im Juni 2018 | Dr. Barbara Sieferle, seit Januar 2017 an der Universität Freiburg

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