Junge Forschung

...stellt sich vor

Unter dem Dach des Forschungs­schwerpunkts entstehen eine Reihe von Dissertationen, insbesondere in drei universitäts­internen Doktoratskollegs. Um Promotionsvorhaben einer breiteren inner- und außeruniversitären Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Vielfalt der bearbeiteten Projekte abzubilden, rücken wir in der Reihe „Junge Forschung“ alle zwei Wochen ein laufendes oder kürzlich abgeschlossenes Promotionsprojekt in den Fokus.

Die Ankündigung zum Start der Reihe und eine Übersicht der geplanten Beiträge finden Sie  hier.

 

DK „Austrian Studies“

Das Doktoratskolleg  Austrian Studies“ untersucht das im Titel genannte ‚Austrian‘ als einen von unterschiedlichen Gesellschaften produzierten ‚Kulturraum‘ vom Heiligen Römischen Reich über die Habsburgermonarchie bis in die Gegenwart. Diesen Kulturraum, der nicht zwangsläufig mit der heutigen Republik deckungsgleich ist, versucht das Kolleg einerseits räumlich mehrdimensional, andererseits aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen heraus zu fassen.

Germanistische Literaturwissenschaft | Angelika Mitterhofer, „Die Romane von Sabine Gruber: Raumnarrationen in Verbindung mit der Literaturkritik“ | Anne-Rebecca Nowicki„Zwischen Eeklusion und Inklusion: Menschen mit Behinderung und ihre Familien in der deutschen und österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts“ | Marina Unterberger, „Das literarische Feld in Österreich zwischen 2000 und 2006 während der ÖVP-FPÖ-Koalition. Literatur und AutorInnenschaft im Spannungsverhältnis von Politik und Öffentlichkeit“ | Irene Zanol, „Ernst Toller in Österreich. Rezeption und Netzwerke eines kritischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit“ | Geschichtswissenschaften | Tobias Huber, „Das Abgeordnetenhaus des cisleithanischen Reichrates und die Nationalitätenfrage. Die nationalistischen Konflikte in den Parlamentsdebatten am Beispiel der Jahre 1867, 1882 und 1897“ | Mirko Kaloperovic, „Diskursanalyse der öffentlichen Meinung in Österreichischen und Serbischen Zeitungen zu den Balkankriegen 1912/13“ | Alexander Piff, „Nation-building im regionalen Kontext. Der Autonomiediskurs um ‚Welschtirol‘ zwischen 1848 und 1914“ | Martin Rohde, „Die imperiale Abgrenzung der Ukraine. Die Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften und die Konstruktion von ‚Land und Volk‘“ | Martina Schmidinger, „Der deutsch-tschechische Nationalitätendiskurs in den niederösterreichischen Abtretungsgebieten: Sprachenpolitik im Schulwesen auf legistischer und medialer Ebene“ | Kunstgeschichte | Christian Preining, „Das Clemens Holzmeister Bildarchiv – die fotografische Repräsentation seiner Werke“ | Elisabeth Reitter, „Die Hofkünstler Erzherzog Ferdinands II., 1567–1595“ | Musikwissenschaft | Alice Verti, „Formen der romantischen Ironie in der Siebten Symphonie Gustav Mahlers“ | Rechtswissenschaft | Markus Schlosser, „Genese des besonderen strafrechtlichen Schutzes von Beamten“ | Christoph Stoll, „Rechtsgeschichte der Darstellenden Kunst unter besonderer Berücksichtigung des Theaterrechts ab dem 18. Jahrhundert“ | Slawistik | Franziska Mazi, „Ethische Konzepte in der postjugoslawischen Literatur“

DK „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz“

Das Ziel des Doktoratskollegs  Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ ist es, Mechanismen in der Konstruktion und Transformation von vertikaler und horizontaler Ungleichheit und Differenz in ihrer historischen Genese sichtbar zu machen. Als ein wesentlicher thematischer Fokus dient dabei die Perspektive der Migration: kaum ein anderes Thema ist so geeignet, um Dynamiken der Globalisierung und der Kapitalisierung sichtbar zu machen.

Erziehungs- und Bildungswissenschaft | Selvihan Akkaya, „Transgenerationale Aspekte in Bezug auf die ‚Normalität‘ in der Integrationsdebatte im deutschsprachigen Raum“ | Anita Rotter, „Intergenerationale Artikulation von Migrationserfahrungen im familialen Kontext: postmigrantisch betrachtet“ | Frauke Schacht, „Perspektive (Über-)LebenskünstlerInnen. Eine (de-)konstruktive Analyse des Flüchtlingsbegriffes“ | Europäische Ethnologie | Elettra Griesi„Raumtrans­formations­prozesse und Intra-Aktion zwischen Raum und Kultur“ | Fatma Haron, „Narrating the Nation – How does the narrative of ‘New Turkey’ shape the self-image of Turkish migrants and their descendants in Austria?“ | Claudius Ströhle, „Remittances and Exchange within Austria and Turkey. Objectivations of Economic Practices and their Impact on Transnational Participation and Belonging“ | Friedens- und Konfliktforschung | Adham Hamed„Turning Points in Peace Processes. Mapping the Conditions of Change in Cycles of Violence“ | PhilosophieJennifer Hausberger, „Human Rights revisited. A postcolonial reflection on the impact of human rights interventions on gender relations in the context of humanitarian refugee governance“ | Rechtswissenschaft | Janine Prantl, „Refugee resettlement in the European Union: Lessons to be learned from a comparative analysis with the United States“ | Jennifer Wirth, „Rechtliche Betrachtungen zum ‚Raum‘ des Flüchtlingslagers: Rechtsschutz des Individuums in ‚rechtlichen Grauzonen‘“ | Romanistische Literatur- und Kulturwissenschaft | Mario Casale, „Das Migrationskino in Italien seit 1990. Eine intersektionale Analyse von Ungleichheit und Differenz“ | Teresa Millesi, „‚Belonging‘: Die Bedeutung von Territorialitätskonzepten in Konflikten um Land und Ressourcen zwischen nationalen Organisationen und indigenen Gruppen“ | Soziologie | Lena Drummer, „Mapping Feminist Uprisings: An Intersectional Conflict Analysis of the Tahrir and Gezi Park Movements“ | Chiara Massaroni, „Bildung im multidimensionalen Migrationskontext: Konstruktionen und Verhandlung von Identitäten und der Bedeutung von Heimat in Marokko“ | Florian Ohnmacht, „Rassismen als Techniken der Subjektivierung: Subjektivierung – Subjektbildung – Antirassist_in“ | Zeitgeschichte | Marcel Amoser, „Eine andere Stadtgeschichte. Soziale Bewegungen in Innsbruck 1968–1989“ | Judith Welz, „The production of deportabilities: Combining materialist and interpretive approaches in the analysis of contemporary deportation policy-making in Europe“

DK „Grenzen, Grenzverschiebungen und Grenzüberschreitungen in Sprache, Literatur, Medien“

Konzepte der Festschreibung, Verschiebung und Überschreitung von Grenzen wie Liminalität Variabilität oder Transgressivität konstituieren und strukturieren wesentlich den Gegenstandsbereich der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften mit. Im Doktoratskolleg sollen sie sowohl in ihrer kategorialen Verwendung als auch in ihren je unterschiedlichen sprachlichen, kulturellen und medialen Praktiken untersucht werden.

Weitere Promotionsvorhaben

Europäische Ethnologie | Bianca Ludewig, „Transmediale Festivals. Kulturelle Praktiken zwischen Musik, Kunst und Kapitalismus“ | Tobias Neuburger, „Aufführungen des Antiziganismus. Populäre Zigeunerbilder um 1900“ | Klassische ArchäologieMatthias Hoernes, „Vergesellschaftete Körper: Kollektivgräber und Nachbestattungen im vorrömischen Apulien“ | KunstgeschichteNadine Kuppelwieser, „‚Das Weib über sich selbst‘. Künstlerinnen, die malend sich selbst darstellen. Über die Gründe, weshalb die Malerei weiblich ist“

Abgeschlossene Promotionen

Dr. des. Philipp Hubmann, Germanistische Literaturwissenschaft, seit August 2015 an der Universität Zürich | Dr. Koku G. Nonoa, Vergleichende Literaturwissenschaft, Promotion im Juni 2018, seit Juni 2019 an der Universität Luxemburg | Dr. Barbara Sieferle, Europäische Ethnologie, seit Januar 2017 an der Universität Freiburg | Dr. Katrin Sterba, Kunstgeschichte, Promotion im April 2019 | Dr. Philip Vergeiner, Germanistische Linguistik, Promotion im Juni 2019

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