Junge Forschung

...stellt sich vor

Unter dem Dach des Forschungs­schwerpunkts entstehen eine Reihe von Dissertationen, insbesondere in drei universitäts­internen Doktoratskollegs. Um Promotionsvorhaben einer breiteren inner- und außeruniversitären Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Vielfalt der bearbeiteten Projekte abzubilden, rücken wir in der Reihe „Junge Forschung“ alle zwei Wochen ein laufendes oder kürzlich abgeschlossenes Promotionsprojekt in den Fokus.

Die Ankündigung zum Start der Reihe und eine Übersicht der geplanten Beiträge finden Sie  hier.

 

DK „Austrian Studies“

Das Doktoratskolleg  Austrian Studies“ untersucht das im Titel genannte ‚Austrian‘ als einen von unterschiedlichen Gesellschaften produzierten ‚Kulturraum‘ vom Heiligen Römischen Reich über die Habsburgermonarchie bis in die Gegenwart. Diesen Kulturraum, der nicht zwangsläufig mit der heutigen Republik deckungsgleich ist, versucht das Kolleg einerseits räumlich mehrdimensional, andererseits aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen heraus zu fassen.

Germanistische Literaturwissenschaft | Angelika Mitterhofer, „Zur Rolle der Raumnarration im Werk von Sabine Gruber und deren Aufnahme in der Literaturkritik“ | Anne-Rebecca Nowicki, „Zwischen Exklusion und Inklusion: Menschen mit Behinderung und ihre Familien in der deutschen und österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts“ | Marina Unterberger, „Das literarische Feld in Österreich zwischen 2000 und 2006 während der ÖVP-FPÖ-Koalition. Literatur und AutorInnenschaft im Spannungsverhältnis von Politik und Öffentlichkeit“ | Irene Zanol, „Ernst Toller in Österreich. Rezeption und Netzwerke eines kritischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit“ | Geschichtswissenschaften | Isabella Brandstätter, „Weibliche Frömmigkeit: Die Rolle der Frau im Bruderschaftswesen des 17. und 18. Jahrhunderts in Tirol“ | Mirko Kaloperovic, „Diskursanalyse der öffentlichen Meinung in Österreichischen und Serbischen Zeitungen zu den Balkankriegen 1912/13“ | Kassian Lanz, „Eine transnationale Geschichte der Wehrmedizin? Das österreichisch-ungarische und das italienische Militärsanitätswesen an der Gebirgsfront im Ersten Weltkrieg“ | Andreas Maier, „Die Normierung der Waldnutzung in der Herrschaft Kitzbühel. Vom (fast) unbeschränkt nutzbaren Gut des Mittelalters zur streng regulierten Ressource der Frühen Neuzeit“ | Alexander Piff, „Nation-building im regionalen Kontext. Der Autonomiediskurs um ‚Welschtirol‘ zwischen 1848 und 1914“ | Martin Rohde, „Die imperiale Abgrenzung der Ukraine. Die Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften und die Konstruktion von ‚Land und Volk‘“ | Martina Schmidinger, „Der deutsch-tschechische Nationalitätendiskurs in den niederösterreichischen Abtretungsgebieten: Sprachenpolitik im Schulwesen auf legistischer und medialer Ebene“ | Kunstgeschichte | Christian Preining, „Das Clemens Holzmeister Bildarchiv – die fotografische Repräsentation seiner Werke“ | Elisabeth Reitter, „Die Hofkünstler Erzherzog Ferdinands II., 1567–1595“ | Musikwissenschaft | Vanessa Carlone, „Zwischen Traum und Tod – Das Kind(-liche) in der musikalischen Welt Gustav Mahlers“ | Alice Verti, ,„Formen der romantischen Ironie in der Siebten Symphonie Gustav Mahlers“ | Rechtswissenschaft | Markus Schlosser, „Die Genese des besonderen strafrechtlichen Schutzes staatlicher Amtsträger vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart mit einem Ausblick auf ihre Nachwirkungen im geltenden österreichischen Strafrecht“ | Christoph Stoll, „Rechtsgeschichte der Darstellenden Kunst unter besonderer Berücksichtigung des Theaterrechts ab dem 18. Jahrhundert“ | Slawistik | Franziska Mazi, „Ethische Dimensionen in ausgewählten Werken der südslawischen (bosnischen, kroatischen und serbischen) Literatur seit den 1990er Jahren“

DK „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz“

Das Ziel des Doktoratskollegs  Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ ist es, Mechanismen in der Konstruktion und Transformation von vertikaler und horizontaler Ungleichheit und Differenz in ihrer historischen Genese sichtbar zu machen. Als ein wesentlicher thematischer Fokus dient dabei die Perspektive der Migration: kaum ein anderes Thema ist so geeignet, um Dynamiken der Globalisierung und der Kapitalisierung sichtbar zu machen.

Erziehungs- und Bildungswissenschaft | Selvihan Akkaya, „Transgenerationale Aspekte in Bezug auf die ‚Normalität‘ in der Integrationsdebatte im deutschsprachigen Raum“ | Anita Rotter, „Intergenerationale Artikulation von Migrationserfahrungen im familialen Kontext: postmigrantisch betrachtet“ | Europäische Ethnologie | Elettra Griesi„Raumtrans­formations­prozesse und Intra-Aktion zwischen Raum und Kultur“ | Fatma Haron, „Narrating the Nation – How does the narrative of ‘New Turkey’ shape the self-image of Turkish migrants and their descendants in Austria?“ | Claudius Ströhle, „Remittances and Exchange within Austria and Turkey. Objectivations of Economic Practices and their Impact on Transnational Participation and Belonging“ | Friedens- und Konfliktforschung | Adham Hamed„Turning Points in Peace Processes. Mapping the Conditions of Change in Cycles of Violence“ | GeographieBelinda Mahlknecht, „(Cyber-)Mobbing im Kontext von Heteronormativität: Eine qualitative Analyse der individuellen Erfahrungen von Tiroler Schüler*innen“ | Germanistische SprachwissenschaftDaniel Marcher, „Mehrsprachigkeit im dualen Ausbildungssystem. Spracherleben migrierter Akteur*innen mit Deutsch als Zweitsprache in der österreichischen Lehrlingsausbildung“ | PhilosophieJennifer Hausberger, „Human Rights revisited. A postcolonial reflection on the impact of human rights interventions on gender relations in the context of humanitarian refugee governance“ | Marie Victoria Luise Marten, „Zur Instrumentalisierung der Ehre“ | Rechtswissenschaft | Janine Prantl, „Refugee resettlement in the European Union: Lessons to be learned from a comparative analysis with the United States“ | Jennifer Wirth, „Rechtliche Betrachtungen zum ‚Raum‘ des Flüchtlingslagers: Rechtsschutz des Individuums in ‚rechtlichen Grauzonen‘“ | Romanistische Literatur- und Kulturwissenschaft | Mario Casale, „Das Migrationskino in Italien seit 1990. Eine intersektionale Analyse von Ungleichheit und Differenz“ | Teresa Millesi, „‚Belonging‘: Die Bedeutung von Territorialitätskonzepten in Konflikten um Land und Ressourcen zwischen nationalen Organisationen und indigenen Gruppen“ | Soziologie | Eric Bayala, „The impact of collective diaspora support on community resilience: case study on rural health infrastructure in Burkina Faso“ | Lena Drummer, „Mapping Feminist Uprisings: An Intersectional Conflict Analysis of the Tahrir and Gezi Park Movements“ | Chiara Massaroni, „Bildung im multidimensionalen Migrationskontext: Konstruktionen und Verhandlung von Identitäten und der Bedeutung von Heimat in Marokko“ | Florian Ohnmacht, „Rassismen als Techniken der Subjektivierung: Subjektivierung – Subjektbildung – Antirassist_in“ | Zeitgeschichte | Marcel Amoser, „Eine andere Stadtgeschichte. Soziale Bewegungen in Innsbruck 1968–1989“ | Judith Welz, „The production of deportabilities: Combining materialist and interpretive approaches in the analysis of contemporary deportation policy-making in Europe“

DK „Grenzen, Grenzverschiebungen und Grenzüberschreitungen in Sprache, Literatur, Medien“

Konzepte der Festschreibung, Verschiebung und Überschreitung von Grenzen wie Liminalität Variabilität oder Transgressivität konstituieren und strukturieren wesentlich den Gegenstandsbereich der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften mit. Im Doktoratskolleg  Grenzen, Grenzverschiebungen und Grenzüberschreitungen in Sprache, Literatur, Medien“ sollen sie sowohl in ihrer kategorialen Verwendung als auch in ihren je unterschiedlichen sprachlichen, kulturellen und medialen Praktiken untersucht werden.

Amerikanistik | Simon Hertel, „Violence and Vice: Acts of liberation in the works of Charles Bukowski“ | Anna Ladinig, „De- und Reterritorialisierungen des zentralasiatischen Kinos“ | Germanistische Linguistik | Iris Fischer, „Ebola und die mediale Wirklichkeit. Krisennachrichten in österreichischen Online-Tageszeitungen. Eine inhaltsanalytische Untersuchung von qualitativ bis boulevardesk“ | Gudrun Hermann, „Von ‚amor fati‘ bis zum ‚biohacking‘ – eine kritische Diskursanalyse von Slogans zur subjektiven Glückssteigerung“ | Germanistische Literaturwissenschaft | Anna Obererlacher, „Die Fiktionalisierung von Epitexten in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ | Komparatistik | Yvonne Brandt, „Literary Depictions of the Cultural Encounters in the Literature of the War on Terror, Iraq – US“ | Magdalena Leichter, „‚Denn die wahre Geschichte hätte niemanden gerührt‘. Interferenzen in Geschichtsbildern der Populärkultur“ | Beate Steinhauser, „Multilingual Identities in Translation“ | Literaturdidaktik | Caroline Bader, „Literaturadaptionen der Graphic Novel: didaktisch gangbarer Weg zum Text oder intermediale Abzweigung? Eine qualitativ-empirische Studie mit Lernenden der Sekundarstufe II anhand von Erzähltexten Franz Kafkas“ | Romanistische Linguistik | Maria Belgrano-Behensky, „I fraseologismi nel romanzo ‘L’amica geniale’ di Elena Ferrante e nella traduzione tedesca ‘Meine geniale Freundin’ di Karin Krieger: un’analisi contrastiva“ | Giulia Maria Gritsch, „Lexikalische Elemente und metaphorische Konzepte in den Enzykliken und Ansprachen von Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus. Eine sprachlich-kognitive Untersuchung der italienischen katholisch-religiös geprägten Sprache als Beitrag zur Theolinguistik“ | Mariantonia Tramite, „Le interiezioni in italiano: verso una descrizione olistica di una categoria trascurata e alcune proposte per l’insegnamento dell’italiano L2“ | Romanistische Literaturwissenschaft | Gabriele Hassler, „La lesbiana y el canon: (de)construyendo las figuras autoriales Gloria Fuertes y María Elena Walsh“ | Translationswissenschaft | Sara Aufinger, „Das Übersetzen und Dolmetschen von Neologismen im Deutschen und im Französischen: Ein Vergleich“ |

Weitere Promotionsvorhaben

Europäische Ethnologie | Bianca Ludewig, „Transmediale Festivals. Kulturelle Praktiken zwischen Musik, Kunst und Kapitalismus“ | Tobias Neuburger, „Aufführungen des Antiziganismus. Populäre Zigeunerbilder um 1900“ | Kunstgeschichte | Nadine Kuppelwieser, „‚Das Weib über sich selbst‘. Künstlerinnen, die malend sich selbst darstellen. Über die Gründe, weshalb die Malerei weiblich ist“

Abgeschlossene Promotionen

Dr. Matthias Hoernes, Klassische Archäologie, Promotion im Dezember 2019 | Dr. Tobias Huber, Geschichtswissenschaften, Promotion im Dezember 2019 | Dr. des. Philipp Hubmann, Germanistische Literaturwissenschaft, seit August 2015 an der Universität Zürich | Dr. Koku G. Nonoa, Vergleichende Literaturwissenschaft, Promotion im Juni 2018, seit Juni 2019 an der Universität Luxemburg | Dr. Frauke Schacht, Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Promotion im April 2020 | Dr. Barbara Sieferle, Europäische Ethnologie, seit Januar 2017 an der Universität Freiburg | Dr. Katrin Sterba, Kunstgeschichte, Promotion im April 2019 | Dr. Philip Vergeiner, Germanistische Linguistik, Promotion im Juni 2019

Nach oben scrollen