Sudhaus

Archiv für Bau.Kunst.Geschichte

Das Archiv für Bau.Kunst.Geschichte ist eine interfakultäre Einrichtung, die aus dem Zusammenschluss des 2005 gegründeten Archivs für Baukunst mit Sammlungen des Instituts für Kunstgeschichte entstanden und im ehemaligen Adambräu-Gebäude beheimatet ist.

Bestände und Neuzugänge werden der Öffentlichkeit in Ausstellungen und Publikationen, Tagungen und Vorträgen zugänglich und der internationalen Forschung verfügbar gemacht. Forschungsprojekte werden auch in Zusammenhang mit der Fakultät für Architektur und der Philosophisch-Historischen Fakultät unter Beteiligung der Studierenden durchgeführt. Dadurch soll ein wesentlicher Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zur Förderung der Forschung geleistet werden.

Die Sammlung beinhaltet Architektennachlässe, einzelne Projekte, Firmenarchive, Fotosammlungen, Publikationen, Modelle und ähnliche Materialien. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die klassische Moderne. Der zentrale Alpenraum hat mit der Architektur der zwanziger und dreißiger Jahre eine eigenständige Entwicklung vorzuweisen: Im Spannungsfeld zwischen der internationalen "Weißen Moderne" und der regionalen Architekturszene entstand eine spezifische Tiroler Baukunst von außerordentlicher Qualität und Vielfalt, deren kraftvolle, unverwechselbare Formensprache europaweit Beachtung fand. Erstaunlich ist, dass von den vielen bedeutenden Architekten nur Lois Welzenbacher und Clemens Holzmeister heute noch international bekannt sind. Diese "vergessene Moderne" wird in den nächsten Jahren sukzessive aufgearbeitet. Mit der Kombination von Architektur und Ingenieurbaukunst bildet das Archiv unter den bestehenden europäischen Institutionen eine Ausnahme. 

Zu den kunstgeschichtlichen Sammlungen des Archivs zählen Werke des Malers, Graphikers und Kunsthistorikers Paul von Rittinger, der Nachlass von Hans Semper, dem Sohn des berühmten Architekten und Kunsttheoretikers Gottfried Semper und ersten Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck, die ursprüngliche Lehrmittelsammlung des Instituts bestehend aus rund 10.000 Fotografien und 5.000 Druckgrafiken sowie Werke und Dokumente des Malers und Graphikers Lois Hechenblaikner, des Malers Franz Schwetz, des Architekten Hans Fritz und des Malers Franz Lettner und vieler anderer.

 

 

Adresse

Archiv für Bau.Kunst.Geschichte
Adambräu
Lois-Welzenbacher-Platz 1
6020 Innsbruck

Archiv für Bau.Kunst.Geschichte

T: +43 512 507-33101, +43 512 507-33102
F: +43 512 507-33199
E: archiv.baukunst@uibk.ac.at

 

Besuchsmöglichkeiten

Der Besuch des Archivs für Bau.Kunst.Geschichte ist außerhalb der Ausstellungen nach schriftlicher oder telefonischer Anmeldung und Rücksprache möglich. Während Ausstellungen gelten gesonderte Öffnungszeiten, die Sie unserer Homepage entnehmen können. Bitte beachten Sie auch, dass eine Planvorlage nur nach schriftlicher Anmeldung und Rücksprache möglich ist.

Benützer*innen des Archivs müssen zudem die Benutzerordnung unterschrieben mitbringen. Dieses finden Sie auf unserer Homepage zum Download.

Ansprechpersonen

Prov.-Doz. Dr. Christoph Hölz (interim. Leiter)
T: +43 512 507-33101
E: christoph.hoelz@uibk.ac.at

 


Literatur

Christoph Hölz (Hg.), Archiv im Adambräu. Die Architektursammlung im Welzenbacher-Bau (Schriftenreihe des Archivs für Baukunst Band 4), Innsbruck 2019.



Nach oben scrollen