Forschungszentrum Emotion-Kognition-Interaktion

Leiterin

Univ.-Prof. Dr. Eva Bänninger-Huber (Institut für Psychologie)

Stellvertretende Leiterin

Univ.-Prof. Dipl.-Psych. Dr. Anna Buchheim (Institut für Psychologie)

Forschungsziele

Die Forschungsarbeiten von EMKONT sind gekennzeichnet durch einen interdisziplinären Forschungsansatz, der Erkenntnisse und Methoden aus unterschiedlichen Disziplinen kombiniert, insbesondere der Klinischen Psychologie, der Emotionsforschung, der Psychotherapieforschung, der Neurobiologie, der Bindungsforschung, der Psychotraumatologie und der Psychoanalyse. Der kohärente theoretische Hintergrund ist geprägt durch psychoanalytische und psychodynamische Modellvorstellungen. Der Verbindung zwischen Grundlagenforschung und praktischer Anwendung kommt eine große Bedeutung zu. Das Verständnis psychischer Störungen als Störungen in der Affektregulierung mit korrespondierenden Bindungserfahrungen der Patientinnen und Patienten bildet einen weiteren gemeinsamen Kern. Entsprechend wird psychotherapeutische Veränderung als strukturelle und neuronale Änderung konzipiert und entsprechend erforscht. In der Psychotherapieforschung interessiert einerseits die Frage, welche Rolle affektiv-interaktive Verhaltensweisen für einen produktiven therapeutischen Prozess in psychoanalytischen Therapien spielen, andererseits wird versucht, die Effekte solcher Therapien im naturalistischen Setting empirisch zu belegen. Im Bereich der Psychotraumatologie verspricht man sich neue Erkenntnisse über die Besonderheiten der traumatischen Reaktion und Verarbeitung in der Akutphase nach der Traumatisierung, aber auch über Wirkfaktoren der psychosozialen Unterstützung. Im Bereich der klinischen Bindungsforschung werden narrative als auch neurobiologische Methoden eingesetzt, um das Zusammenspiel von Bindungstraumata und deren Veränderungspotential durch Psychotherapie auf struktureller und neuronaler Ebene nachzuweisen. Das verwendete Methodenspektrum ist vielfältig. Sowohl qualitative wie quantitative Ansätze kommen zur Anwendung. Das gemeinsame methodische Ziel besteht darin, die interessierenden Phänomene im Kontext ihres Auftretens in möglichst ökologisch validen Situationen unter Verwendung objektivierender Verfahren zu erfassen (z.B. das mimische Verhalten von Patient und Therapeut mittels des Facial Action Coding Systems (FACS) oder neuronale Korrelate psychischer Prozesse mit Hilfe funktioneller Magnetresonanz (fMRT) oder EEG sowie Neuropeptiden wie Oxytozin. Die valide Analyse narrativer Interviews bildet einen weiteren methodischen Schwerpunkt.

 Interview mit Leiterin Eva Bänninger-Huber (Video)

Beteiligte Institute

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