Der Kultur- und Wissenstransfer im historischen wie im gegenwärtigen Gesellschaftskontext ist zentrales Thema des Forschungsschwerpunktes Schnittstelle Kultur: Kulturelles Erbe – Kunst – Wissenschaft – Öffentlichkeit an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Innsbruck.
 

"Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Schnittstelle Kultur haben wir uns zum Ziel gesetzt, das breite an der Philosophisch-Historischen Fakultät erarbeitete Fachwissen der Öffentlichkeit verstärkt zugänglich zu machen", erklärt Lukas Madersbacher, der stellvertretende Leiter des Schwerpunktes. "Denn gerade im Hinblick auf die derzeitigen Entwicklungen in Richtung Europäisierung und Globalisierung spielt die Reflexion über Kulturkontakte und -konflikte und über den Umgang mit dem eigenen kulturellen Erbe eine große Rolle", so der Kunsthistoriker.

 

Fünf Cluster

Die konkreten Forschungsprojekte innerhalb des Schwerpunktes gliedern sich in fünf Bereiche: Der Cluster "Kulturkontakte und -konflikte" analysiert Begegnungen von Kulturen von frühester Zeit bis zur Gegenwart; der Bereich "Kulturtransfer und –vermittlung" bündelt und vernetzt die vielfältigen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten der Philosophisch-Historischen Fakultät; MitarbeiterInnen des Arbeitsbereiches  "Kulturelles Erbe" setzen sich reflexiv und fächerübergreifend mit diesem auseinander, im Cluster "Medikale Kulturen" werden gesundheits- und krankheitsbezogene Vorstellungen und Handlungen sowohl aus historischer als auch aus der kulturwissenschaftlichen Perspektive untersucht und der Bereich "Funde und Befunde" bündelt die vielfältigen Forschungsprojekte der archäologischen Disziplinen. Unter den vielfältigen Projekten des Forschungsschwerpunkts ist eine Forschungsdatenbank zu den "Artisti Italiani in Austria" ebenso zu finden wie das sich an eine breite Öffentlichkeit richtende zweibändige Überblickswerk "Kunst in Tirol" oder Untersuchungen zur Seuchengeschichte.

 

Inszenierung des Sieges

"Innerhalb unserer fünf Bereiche finden häufig Tagungen, Symposien und auch öffentliche Vorträge oder Ausstellungen statt", erläutert Lukas Madersbacher. "Um die sehr heterogenen Bereiche innerhalb unseres Forschungsschwerpunktes auch zu bündeln, haben wir im Mai eine internationale Tagung abgehalten, in der wir die einzelnen Ansätze zu dem eng gefassten Thema Inszenierung des Sieges beleuchtet haben." Dabei wurden neben der Inszenierung  von politischen Siegen beispielsweise auch sportliche Höhepunkte – wie zum Beispiel Gipfelsiege – oder das Motiv des Sieges über die Natur bzw. des Sieges über die Krankheit behandelt. "Gerade weil unser Forschungsschwerpunkt so viele verschiedene Ansätze vereint, entstanden im Rahmen der Tagung wertvolle Synergien", ist Madersbacher überzeugt. Die einzelnen Beiträge werden im Herbst in einem Tagungsband veröffentlicht.

  

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